Der Faserkalender: Türchen 3 – das englische Masham-Schaf

Das Masham – Schaf ist ein sogenannte Crossbreed-Schaf, also eine Schafrasse, die aus der Kreuzung verschiedener Schafrassen in Nordengland entstanden ist.

 

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Es wurde von einen Schäfer bewusst gezüchtet. Mischlinge haben einen Vorteil, sie sind oft widerstandsfähiger und gesünder als reinrassige Schafe. Im englischen wird der Ausdruck hybrid vigor (1) benutzt, was soviel bedeutet wie Mischlingsenergie und drückt genau dieses Phänomen aus. Auch die Faserqualität kann von solchen Kreuzungen profitieren. Das Fleece kann glänzender werden, die Faser kann schneller wachsen und es gibt einige tolle Fasern, die aus Kreuzungen entstanden sind, wie sie in der englischen Longwoolfamilie zu finden sind oder aber Merino-Abkömmlinge.

Oft kann gar nicht genau gesagt werden, wie eine Kreuzung entstanden ist und welche Rassen darin enthalten sind. Bei einigen aber schon. Bei den Masham-Schafen sieht der Stammbaum so aus:

Teesweater Bock (oder manchmal aus Wenseldale, also ein englischer Longwool-Bock) trifft auf ein Dalesbred- oder ein Swaledale-Mutterschaf. (2)

Über die englischen Longwools, habe ich schon mal im Zusammenhang mit einem anderen Crossbreed gebloggt: „Brooklyn Tweed und das Targhee-Columbia-Schaf“ Hier könnt einiges über diese englische Schaffamilie nachlesen.

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Die Dalesbred- und die Swaledale -Schafe stammen ebenfalls aus Nordengland. Diese Region hat ein ungemütliches Klima mit viel kaltem Regen. Das hat natürlich einen Einfluss auf die Wolle. Die Fasern sind von starker, grober (über 30 mic) Teppichqualität und für Outdoorbekleidung geeignete Garne, unter deren Textilien eine Lage T-Shirt getragen werden sollte.

Dalesbred: 36-40 mic / 12 – 20cm langer Stapel / lockige Kräuselung / „drahtiger“ als Swaledale

Swaledale: 36-40 mic/ 10 – 20cm langer Stapel / lange Grannenhaare mit kurzer Unterwolle / „störrischer“ als Dalesbres / Bei der Faservorbereitung können die Grannenhaare von der Unterwolle durch das Kämmen getrennt werden und beide Fasern können für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. (3)

Fazit: Die Strapazierfähigkeit und das leicht „störrische“in den Fingern kommt von den Mutterschafrassen. Übrigens kommt auch der schwarze Kopf der Mashams von der mütterlichen Seite. Beide, Dalesbreds und Swaledales gehören zu den Blackfaced Mountain Breeds

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In den Masham-Fasern sind auch die typischen Longwool-Eigenschaften sichtbar: lange Fasern, viel Glanz und wenig Kräuselung (oder schöne Windungen). Der Glanz ist nicht ganz so ausgeprägt wie bei einem reinrassigen Longwool. Auch hier findet sich die Strapazierfähigkeit und der gröbere Faserdurchmesser. Aber ich ich würde es bei den Longwool eher weniger als „drahtig“ bezeichnen. Die Mashamfaser erinnert mich auch an die Gotlandfaser, nur sind sie nicht ganz glatt und seidig. Auch in der Locke findet sich eindeutig die Teesweater-Herkunft, sie ist lang (15 – 18 cm) und ähnlich gewunden.

thumb_imgp3611_1024Ich habe diese Faser im Kammzug als Probe geschenkt bekommen und finde sie interessant. Ich würde sie jedoch nur gemischt verwenden. Als zweite Faser würde ich eine glatte, nicht zu kurze, leicht elastische (also mit etwas Kräuselung), aber auch nicht zu feine Faser wählen, z.B. BLF. Ich würde von der Strapazierfähigkeit, dem Glanz und den langen Fasern profitieren wollen, aber dazu hätte gerne mehr Feinheit, Volumen und Elastizität im Garn. Die glatte Struktur bietet eine ähnliche Ausgangslage, wie eine gekämmte Gotlandfaser: wenig Elastizität und wenig Lufteinschluss. Das würde ich durch das Mischen etwas ausbalancieren. Interessant wäre es noch eine Masham-Vlies als Vergleich in den Händen zu halten…

thumb_imgp3370_1024Pur versponnen eignet sich diese Faser für Outdoor-Bekleideung, Pullis, Socken, und alles was nicht direkt auf der Haut und außen getragen wird. Außerdem ließe dich die Faser sicher toll färben🙂

(1) D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S. 328.

(2) Vgl. D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S.328.

(3) Vgl. D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S. 38 und 49.

Bildquelle 1. Bild: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=4327

Bildquelle 2. Bild: D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S. 328.

 

Maschenreduktion

Hier möchte ich mehrere Wege zusammen fassen, wie Maschen reduziert werden können.

2 Maschen rechts zusammen stricken:

a) 2 Maschen rechts zusammen stricken: Die erste Masche liegt über der zweiten Masche.

 

b) Die überzogene Masche: Die zweite Masche liegt über der ersten Masche.

 

2 Maschen links zusammen stricken:

Auch wenn Maschen von der linken Seite zusammen gestickt werden, können sie auf der rechten Seite aussehen, wie oben unter a) und b) beschrieben wurde.

c) 2 Maschen links zusammen stricken: Auf der rechten Seite liegen die Maschen wie in b) beschrieben.

 

d) Die überzogene Masche: Auf der rechten Seite liegen die Maschen wie in a) beschrieben.

Dies wird wie die rechte Variante b) gestrickt, nur dass die Maschen statt rechts links gestrickt werden: Die erste Masche wird wie zum linst stricken abgehoben, die zweite Masche wird dann links gestrickt und die zuvor abgehobene Masche wird dann über die bereits gestrickte Masche gehoben.

1 Masche und 1 Umschlag zusammen stricken:

e) Die rechts überzogene Masche: Die zweite Masche liegt über dem Umschlag.

 

f) Den Umschlag und die Masche links zusammen stricken: Auf der rechten Seite erscheint die zweite Masche über dem Umschlag, also wie in e) beschrieben.

Hier wird der Umschlag wie eine Masche behandelt und zusammen mit der davor liegende linke Masche zusammen links abgestrickt.

Faserkalender – Türchen 2: der nordische Polarfuchs

1024px-sheepsatmyvatnPolarfuchs ist die Bezeichnung für eine weitere nordische Wollsorte und zwar vom Islandschaf. Seine Wurzeln gehen auf die Wikiniger zurück, die im frühen Mittelalter (870 und 930) das Eisland vom Norwegen aus besiedelten. Sie brachten das Schaf mit auf die Insel. Doch wenig später war es verboten weitere Schafe zu importieren. So  entwickelte sich das Schaf ohne weiteren Einfluss von Außen.

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Heute wird das Schaf überwiegend zur Fleischgewinnung gehalten, trotzdem bietet es ein hervorragendes und schönes Vlies. Sein Vlies baut sich aus 2 Schichte auf. Es hat mohairartige und fast seidige Oberwolle, die auch „tog“ genannt wird (im Englischen bedeutet tog auch anziehen) und feine Unterwolle, die „pel“ (im Englischen the) genannt wird. Diese Begriffe werden auch bei anderen Fasertieren, wie Kamelen, genutzt, die 2 Faserqualitäten in einem Vlies liefern. Die Vliese haben unterschiedliche Eigenschaften, je nach dem zu welchem Zeitpunkt, das Schaf geschoren wurde.

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Die hier erhältlichen Kammzüge aus Islandfasern enthalten meist beide Faserqualitäten, also das tog und das thel zusammen. Deshalb wäre es besonders interessant ein rohes Polarfuchsvlies zu ergattern. Dann können beide Faserntypen separat verarbeitet werden und ihre Qualitäten besonders zu Geltung gebracht werden: Die Unterwolle kann kardiert werden und zu seinen sehr weichen Streichgarn verarbeitet werden und die Oberwolle kann gekämmt werden und zu seinen glatten und sehr strapazierfähigen Kammgarn gesponnen werden (1).

Oberwolle: 10-45cm Stapellänge / 27-31 mic

Unterwolle: 5-10cm Stapellänge /19-22mic

Die Locken: Die Locken bestehen zunächst aus beiden Faserqualitäten. Das bedeutet, dass sie meist glatte lange Spitzen haben und voluminöse Schnittenden mit viel feiner Wolle.

Die Polarfuchsfasern sind im Internet als naturgraue oder naturbeige, leicht hell melierte Kammzüge erhältlich. Das Islandschaf liefert aber alle üblichen Naturfarben von Weiß über grau, braun bis hin zu schwarz.

Übrigens: Vor einigen Jahren habe ich mal Spelsaulocken gekauft. Heute weiß ich, dass hier einer Verwandtschaft besteht, denn das Spelsauschaf ist eine norwegische Rasse und ist ebenfalls doublecoated. Bei der Verarbeitung der Locken, hatte ich die Schnittenden aufgedeckt und dabei ging mir sehr viel feine Wolle verloren. Jetzt kann ich sagen, dass es sich um genau solche Unterwolle handelte. Beim Locken spinnen ist sich nicht sonderlich hilfreich, denn sie erschwert das Einspinnen der langen Fasern. Dennoch lohnt es sich, diese Wolle aufzuheben und später zu kardieren.

Mein Tipp: Wenn ihr mal nordische Locken in die Finger bekommt, dann könnt ihr die langen Haare als Locken für Artyarns oder Filzprojekte nutzen. Hierzu könnt ihr die feine Unterwolle heraus kämmen (Flickkarde statt Kämme). Genau so würde man diese zwei Fasersorten ohnehin voneinander trennen. Wenn ihr dabei die Spitzen gut festhaltet, geht der Lockenverbund ich verloren und ihr doppelt Spaß mit den Fasern.

(1) Vgl.: D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S. 168.

Bildquelle: Wikipedia Commons – Islandschaf

Der Faserkalender – Türchen 1: Das Gotlandschaf

In den nächsten Dezember-Tagen möchte ich gerne einige Wollen vorstellen, die ich in der Werkstatt verwende. Jeden Tag öffne ich ein virtuelles Türchen und stelle eine naturfarbene Schafwollfaser vor. Und heute geht es mit einem Skandinavier los.

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Das Gotland-Schaf ist ein besonders spannendes Schaf, denn es liefert unterschiedliche Faserqualitäten. Ihr natürlich silber-grau melierter Farbton ist besonders und einzigartig unter den Wollen.

Die Bezeichnung Gotlandschaf wird für mehrere skandinavische Schaflinien verwendet. Sie gehen auf eine schwedische Schafrasse zurück, die Anfang des 20. Jh.s entwickelt wurde und nach der schwedischen Gotland-Insel benannt wurde, dennoch gibt es verschiedene Linien und damit Wollqualitäten. Dennoch haben sie die Hauptcharakteristika gemeinsam: lange Fasern, seidiges Gefühl, schöne Lockenwindungen, stark glänzend und silbergraue Farben, neben schwarz und weißen Wollen.

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Gotlandfasern sind gekämmt  sehr glatt und leicht drahtig. Mit über 30 mic gehören sie zu den groben Wollen. Aber sie müssen nicht gleich kratziges Garn ergeben. Sie können sich gut auf der Haut anfühlen oder sie können drahtig werden. Alles hängt mal wieder an der Verarbeitung und an der individuellen Wollqualität.

Und für Herr der Ringe Fans: Eine neuseeländische Linie – Stansborough Gotland – wurde auf Faserfeinheit gezüchtet. Ihre Wolle wurde für die Herstellung der Elfenumhänge genutzt, die in den Filmen Herr der Ringe getragen wurden. Die Fasern sollen leicht, strapazierfähig, leicht glänzend sein und dem späteren Textil einen fließenden Fall verleihen. (2)

thumb_imgp3591_1024Hier seht ihr zwei Kammzüge, der hintere ist pures Gotland-Schaf und der vordere stammt aus der Mischtüte vom Wolllust Schurwollversand und wurde skandinavisch bezeichnet und enthält laut Angabe überwiegend Gotland und Islandfaser. Ich kann hier nur einen Unterschied erfühlen: der gemischte Kammzug ist etwas voluminöser. Reines Gotland wirkt schwer und kompakt. Durch die fehlende Kräuselung fehlt die Luft zwischen den Fasern und somit kommen viel mehr Fasern auf das gleiche Volumen.

thumb_imgp2974_1024Ich persönlich würde Gotlandfasern aus einem Kammzug nicht pur verspinnen. Sie benötigen viel Drall, denn die Fasern sind rutschig und sie müssen zum eher feinen Zwirn verarbeitet werden, daher würde sie ein hartes, drahtiges Garn ergeben, das aber auch strapazierfähig und für Außenbekleidung geeignet wäre – und kein Hautschmeichler werden würde. Daher ziehe ich es vor, die Gotlandfasern in andere glatte Fasern – meistens Merino – einzumischen. Die Fasern fühlen sich fast seidig an und in andere glatte Fasern eingemischt bringen sie dieses seidenartige Gefühl mit rein. Außerdem erhöhen sie im Gemisch durch ihre Faserlänge die Strapazierfähigkeit des Garnes.
thumb_imgp3601_1024Gotlandfasern sind auch im Vlies erhältlich. In dieser Form gibt es auch kardierte Gotland-Lamm-Fasern. Beide seit ihr weiter oben im ersten Bild. Die Lammfasern im Vlies sind einen Tick heller als das Vlies der erwachsenen Schafen. Kardiert fühlen sich die Fasern wesentlich weicher aber weniger seidig an. Sie sind auch kürzer und natürlich nicht so glatt, durch die Lage im Vlies. Hier ist der Unterschied zwischen Fasern im Kammzug und im Vlies besonders deutlich. Ein Garn aus puren Gotlandfasern würde ich aus einem Vlies wagen. Vor einigen Jahren machte ich einen Versuch als Bouclé aus handkartierten Flocken. Es wurde erstaunlich weich und kann gut auf der Haut getragen werden.

thumb_imgp3590_1024Als Lamm bietet es wunderschöne kleine Löckchen. Diese Locken sind oft roh und sortiert erhältlich und diese empfehle ich auch für Lockengarne. Gotlandlocken sind verglichen mit Wensleydale-Locken oder Teeswaterlocken etwas schwieriger zu Lockengarne zu verarbeiten, denn sie sind kürzer und ihre Faseroberfläche, abgesehen von ihren Lockenwindungen, ist sehr glatt.

thumb_imgp3602_1024Sie roh zu verspinnen kann sinnvoll sein, denn das Wollfett ist manchmal behilflich, die rutschigen Locken auf einen Kern zu spinnen und hinterher, kann es einfach heraus gewaschen werden. Die Locken sind manchmal übrigens aus weiß zu bekommen. Unten seht ihr ein reines Gotland-Lockengarn, welches auf einen Kerngesponnen wurde. Hier fühlen sich die Locken sehr seidig an und wären ein Traum auf der Haut. Grundsätzlich wasche ich Gotlandlocken gerne selbst, denn sie filzern sehr sehr leicht.

Auf Grund der Filzanfälligkeit kaufe ich ungern die Gotlandfasern in der Flocke. Alleine durch eine komprimierte Lagerung in einer Tüte können die Fasern zusammen haken. In diesem Fall hilft noch kardieren, sie fluffen wieder auf. Dennoch kann es aber auch schon zu spät sein. Außerdem ist es eine sehr mühselige Arbeit, die schönen Löckchen aus der restlichen Flockefasern heraus zu zupfen. Die Ausbeute ist etwa 1:2 bis 1:3, also auch mäßig reichlich. Daher kaufe ich mir für meine Spinnerei lieber die rohen Locken und die Gotlandfasern im Band gekämmt. Hier ist die Lagerung kaum ein Problem. Auf dem Bild unten sind die gezupften Locke aus der Flocke (links), die Restfasern aus der Flocke (bitte) und handgewaschene, sortierte Locken (links) zu sehen, die weiter oben schon als Garn verarbeitet wurden.

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Für alle die sich für die Herkunft ihrer Fasern interessieren, empfehle ich sehr das Fleece & Fiber Soucebook (siehe unten). Es ist auf Englisch, wunderbar bebildert, im Aufbau ausgelegt für Spinner und andere Faser-Gewerke und ist äußerst umfangreich und praxisnah.

Und morgen geht es weiter mit dem Polarfuchs.

(1) Vgl.: D. Robson, C. Ekarius: The Fleece & Fiber Sourcebook, North Adams 2011, S. 162

(2) Vgl, ebd., S. 163

Fette Beute unter dem Weihnachtsbaum…

Spontan und des Stempelns immer noch nicht überdrüssig ist eine neue Wundertüte in den Shop gehüpft: die WEIHNACHTSTÜTE.
Wie der Name schon sagt, wird sie nur jetzt im Dezember im Shop sein und alles enthalten, was die Spinnerin zu Weihnachten glücklich machen kann. Also falls die Mutter, der Ehemann, die Tochter noch zwischen den Zeilen nach einem Weihnachtsgeschenk fragt….

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Die Tüte ist diesmal vollgepackt mit 175g Fasern und Kraftpapier-Etiketten für Handgesponnenes.

  • 50 g Merino-Rolags
  • 50 g handgefärbter Kammzug aus Merino
  • 50 g kardiertes Vlies mit Seide
  • 25 g handgefärbte reine Seide oder reines Alpaka
  • 5 Stück handgestempelte Kraftpapier-Etiketten

thumb_imgp3310_1024Die Tüte ist wie immer individualisierbar. Aber anders als bei den üblichen Fasertüten, sind die handgefärbten Fasern schon fertig gefärbt und damit ist hier die Farbzusammenstellung etwas unberechenbarer😉 Die Rolags und das Vlies wird wie immer auf Bestellung kardiert. Es können also Farbfamilien als Wunschfarben angegeben werden, z.B.: Grüntöne oder/und Orangene, aber keine Pinktöne.

Anfängern empfehle ich die reine Seide gegen den Alpakakammzug zu tauschen, denn reine Seide kann zum Spinnen etwas schwierig sein. Oder ihr habt ein Kardierbrett und könnt die Seide mischen, z.B.: mit dem Merino-Kammzug in der Tüte.

paeterie-kleines-spinner-eFür die Kraftpapier-Etiketten habe ich wieder einen neuen Stempel machen lassen. Auf der Rückseite kann die Fasermischung des Garnes notiert werden, sowie sein Gewicht und die Lauflänge. Das Etikett kann an ein Garn zum Verschenken gehängt werden oder für Stash-Garn genutzt werden. Demnächst wird es noch mehr Etiketten für Spinner im Shop geben: ein großes Etikett zum Dokumentieren der Garndaten, mehrere Sorten kleine runde Etiketten für Spinner und Stricker um Strickstücke und Garn zu verschenken und kleine Spinnaufkleber für Geschenkverpackungen an andere Spinner und Stricker.

Viel Neues, ich hoffe ihr habt Freude damit und ich wünsche allen Adventskalender-Spinner morgen viel Spaß mit dem ersten Tütchen!!!!

 

 

Gemeinsam durch den Advent

Die erste Kerze brennt und die kuscheligste Zeit im Jahr beginnt endlich. Und wir haben bald den 1. Dezember! Zeit für den Adventskalender🙂

adventstu%cc%88te7Dieses Jahr gab es im Shop das erste Mal die Adventskalender für Spinner,  24 Tütchen mit je einen Rolag drin und die Tütchen sind nicht durchsichtig. Möglicherweise ist der ein oder andere schon neugierig.

Beim Packen des X-ten Kalenders fiel mir das Offensichtliche auf: Alle werden am gleichen Tag beginnen und das erste Tütchen zu Öffnen. Und da dachte ich, es wäre doch schön, das zusammen zu machen und zu teilen.

Und so das ist die Idee:

Wer Lust hat mit zu machen postet Bilder von seinem Kalender, Rolags oder seinem Garn und pro Bild landet ein Bild im Lostopf und an den Weihnachtsfeiertagen gibt es eine Verlosung.

Via Instagram:

Wer sein Bild mit dem Hashtag #AdventmitBacktotheWheel postet und mit @BacktotheWheel verlinkt der landet im Instagram-Lostopf hier in der Werkstatt. Pro Bild ein Los.

fasertu%cc%88te8An den Weihnachtsfeiertagen ziehe ich einen Gewinner aus dem Lostopf und nach dem Feiertagen geht ein Päckchen zur Post.

Der Preis im Instagram-Lostopf ist eine kleine Überraschungs-Fasertüte.

 

Via Ravelry:

Für diejenigen, die kein Instagram haben gibt es noch einen Ravelry-Lostopf. Wer mitmachen mag, der legt ein Spinn-Projekt in seinem Account an, teilt hier seine Kalenderbilder und verlinkt es mit dem Thread Adventsspinnerei Ravelry-Gruppe Back to the Wheel. Im Thread könnt ihr auch einfach miteinander Quatschen. Ihr solltet aber euer Projekt mindestens 1x dort verlinken, denn sonst kann ich euch auf Ravelry nicht finden.

thumb_imgp1951_1024Auch hier kommt pro Bild im Projekt ein Los in den Ravelry-Topf und ich ziehe den Gewinner an den Weihnachtsfeiertagen.

Der Preis im Ravelry-Topf ist ein reiner Seidenkammzug 25g + eine Papeterie-Überraschung für Spinner.

 

Ich freue mich, wenn einige von euch, die bald an ihrem Kalender spinnen werden, Lust haben hier mit zu machen, ihre Überraschungsfasern teilen und so einen gemeinsamen Advents-Spin Along zaubern. Ich bin gespannt!

Frohes Tütchen-Öffnen!

 

 

Hollefest zu Silvester

Wir alle kennen die Geschichten der SpinnerInnen:

Die Spindel die blutig in den Brunnen fällt und den Weg ins Hollereich aufzeigt…

Die drei Nornen, die an der Quelle des Schicksals sitzen und die Lebensfäden spinnen, weben und wieder schneiden…

Vom Verwandeln des Flachses in reines Gold…

Von den drei Basen mit den dicken Fuß, den dicken Daumen und der dicken Lippe…

Oder von Maria, die ihre göttliche Empfängnis während des Spinnens für den Tempelvorhang, verkündet bekam…

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Sie alle und unendlich viele weiteren Geschichten über das Spinnen erzählen uns vom Schöpfen der Wirklichkeit, der Heiligkeit der Tätigkeit und von ihr, der Muttergöttin, welche bei uns hier in Mitteleuropa mit der Holle zu identifiziert werden kann.

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holdaDie Holle schüttelt also nicht nur die Schneeflocken aus den Betten und macht damit Wetter, sie gebiert und schöpft auch unsere Realität auf Erde, wenn sie das Brot aus den Ofen holen lässt oder das Spinnen in die Welt brachte. Eng verbunden mit ihr ist die blaue Flachsblume, deren Kultivierung und Verarbeitung sie einst den Menschen lehrte. Und sie ist es auch, die während den Raubnächten durch die Stuben fegt und alle Spulen verwirrt, die zu dieser heiligen Zeit nicht abgewunden wurden, damit alle Arbeit zum Übergang in das neue Jahr ruhen kann.

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Darum, über die große Mutter aus alten Zeiten und Schutzpatronin von uns SpinnerInnen & WeberInnen, soll zu Silvester am Hollefest gehen. Und um das Spinnen und Weben auf allen Ebenen. So ist dieses Jahr, des jährlichen Festes zu ihrem Ehrentag am Ende der Rauhnächten, dem 6.1., das Thema:

Spinnen und Weben in Frau Holles „Blauem Ländchen“

bildschirmfoto-2016-11-12-um-13-26-58Und es ist mir eine ausgesprochene Ehre, dass Back to the Wheel in diesem Jahr mit dabei sein darf, um den ersten Schritt in das Spinnen zu begleiten.

Veranstaltet wird dieses Fest von Polythea e.V., einem Verein und „Akademie für weibliche Spiritualität und postpatriarchale Visionen“.

Die Fakten zum Fest:

Wann: 30.12.2016, 17.00 Uhr bis 01.01.2017, ca. 15.00 Uhr

Wo: Familienferiendorf Hübingen / Westerwald

Unter dem Motto: Spinnen und Weben in Frau Holles „Blauem Ländchen“ werden wir viel über das Spinnen und Weben erfahren und sinnlich erleben.

Rituale und Orakel: Zum festen Bestandteil des Hollefestes wird selbstverständlich wieder das Jul-Eber-Ritual gehören. Wir werden Runen ziehen, Tarotkarten deuten, Rabenkarten auslegen und vieles mehr.

Referent/innen: Lydia Burghart, Gaby Fischer, Kathrin Mäder, Vera Zingsem, Andreas Hase, Sieglinde Müssig-Jarnicki.

Auf meiner Webseite findet ihr den Termin im Kalender. Ein ausführliches Programm findet ihr auf der Seite von Polythea e.V. als PDF, das herunter geladen werden kann. Doch hier ein kleiner Einblick:

Lydia Burghart, Keltische Harfe wird unsere „Spinnereien“ mit ihren verzaubernden Klängen begleiten und beschwingen.

Gaby Fischer, Buchautorin und Flachsforscherin
sagt von sich, dass sie aus einem Leinsamen ein Hemd machen kann, und will uns praktisch wie erzählend mit der Tradition der Flachsverarbeitung bekannt machen.

Kathrin Mäder, die junge Begründerin der Spinnwerkstatt „Back to the Wheel“ wird mit uns Wolle spinnen und uns anleiten, unseren eigenen Talisman herzustellen, den wir beim abendlichen Jul-Eber-Ritual aufladen können.

Vera Zingsem, Buchautorin, Mythenforscherin und Tanzpädagogin steuert Web- und Flecht-Tänze aus verschiedenen Kulturen bei und weiß, wie immer, viele mythische Geschichten übers Spinnen und Weben zu erzählen. Auch das Medizinrad, durch das sie uns rituell hindurchführen wird, ist schließlich nur eine andere Form von Spinnrad.

Andreas Hase, der Hüter des Ortes, nimmt uns mit in den nächtlichen Wald, wo wir – der Tradition folgend – der Holle den Tisch decken.

Sieglinde Müssig-Jarnicki, Keramikerin und Sängerin
wird wieder heilsame Lieder zur Erneuerung mit uns singen.

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Ich freue mich darauf einen ganz besonderen Einsteiger-Workshop in das Spinnen mit der Handspindel anbieten zu dürfen. Dieses mal geht es nicht nur um die richtige Einsteigerspindel, die passenden Einsteigerfaser, wie ihr die Spindel nicht fallen lasst und warum das erste Garn wie schwangerer Würmer aussieht. Dieses mal geht es um die sinnliche Erfahrung des Spinnprozesses. Es geht darum zu erfahren, wie sich im Spinnen, der urweibliche Akt des Schöpfen wieder spiegelt und wie uns das Spinnen in uns selbst hinein und durch uns in die Welt der Holle führen kann. Denn auch wir können der Brunnen sein, den uns die Spindel als Tor öffnet und in den wir hinein fallen können – in eine Welt, in der wir gestalten und die Fäden wirken.

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Ich freue mich, vielleicht dein ein oder anderen dort zu treffen und mit euch auf diese Reise zu gehen!

Verläufe & Rolags

adventstuten4Heute möchte ich euch mal wieder ins Daily Business in der Werkstatt mit nehmen. Momentan gibt es ja die Adventskalender für Spinner in meinem Shop. Das sind 24 Tütchen mit je einem Rolag. Quasi eine Faser-Wundertüte auf Raten😉.

Außerdem bietet sich hier eine Besonderheit an: Ein großer Farbverlauf in den Spinnfasern.

Damit meine ich einen Verlauf, der sich über die Gesamtmenge an Fasern erstreckt und sich nicht innerhalb eines einzigen Rolags entfaltet. Das heißt also, die Rollen haben alle eine leicht andere Farbe und in der richtigen Reihenfolge versponnen ergibt sich ein Garn mit einem Verlauf über die gesamte Lauflänge.

Im Moment habe ich reichlich Übung im Kardieren solcher Rolags und so habe ich zwischen durch ein paar Bilder für euch gemacht.

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Zunächst suche ich die gewünschten Farben heraus und suche nach einem harmonischen Verlauf. Dabei versuche ich keine zu heftigen Farbsprünge zu kombinieren. Die Anzahl der Farben hängt vom Endgewicht ab. Je geringer das Gewicht, desto weniger Farben nehme ich natürlich. Aber anders herum, habe  ich bemerkt, dass es bei größeren Mengen leichter ist 1 oder 2 Farben mehr zu nehmen, sonst wird es schwierig die richtigen Mengenverhältnisse pro Brett zu erwischen.

Dann wiege ich die Farben ab, um das Zielgewicht zu erreichen. Dabei werden auch gleich Edelfasern oder andere Zusatzfasern mit eingewogen. Und dann überlege ich mir, wieviele Bretter ich benötige. Meistens rechne ich mit 25g pro Brett und 3 Rollen pro Brett. Bei 100g erhalte ich meistens 12 Rollen.

Beim Adventskalender rechne ich aber anders herum, ich benötige ja fix 24 Rollen. Also stelle ich 4 Rollen pro Brett her und komme auf glatte 6 Bretter. Aber auch halbe Bretter können kardiert werden.

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Jetzt teile ich die Fasern in passende Portionen auf. Eine Portion pro Brett. Das ist manchmal gar nicht so leicht. Dabei ist zu überlegen, wie die Einzelfarben am geschicktesten in einander zumischen sind und dabei die gewünschte Brett- und Rollenanzahl erreicht wird.

verlauf1Die Farben werden dann von oben nach unten auf dem Brett angeordnet. Nur so bekomme ich einen Vollverlauf in die Rollen, da diese ja von unten nach oben abgezogen werden. Ich lege also die Farbzonen und ihre Mischzonen horizontal an. Meistens landet eine Grundfarbe auf ein Brett und oben, wie unten kommen die jeweiligen Nachbarfarben dazu, so dass die Mischzonen entstehen. Danach kommt das nächste Brett mit wieder drei Zonen, allerdings ändert sich nun ihre Anordnung. die Vollfarbe liegt nicht immer in der Mitte, sie kann auch in der oberen oder unteren Zone liegen.

verlauf2Dadurch, dass ich 4 Rollen Pro Brett abziehe und 3 Farbzonen pro Brett habe, erreiche ich gute Mischungsverhältnisse im Rolag, der eher selten mal wirklich vollfarbig ausfällt.

So arbeite ich mich durch die Faseroptionen und achte darauf, dass ich nie mit den Farben durcheinander kommen. Am Ende habe ich die 24 Rollen im Verlauf und die werden dann in die Kalendertütchen gepackt. Der Kalender ermöglicht es, dass auch der Spinner nicht durcheinander kommt, denn die Tütchen müssen nur Tag für Tag angesponnen werden und die richtige Reihenfolge steckt ja schon in den Tütchen.

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Je nach dem, wie frei ich bei den Farben wählen durfte, wird jedes Tütchen und der Tag auf der Spule eine kleine Überraschung.

 

thumb_dsc_7720_1024Wer ein Garn mit Vollverlauf erhalten möchte, dem empfehle ich das Navajo-Zwirnen. Das ist meine Lieblingszwirnmethode bei traditionellem Garn. Es fällt kein Abfall ab, die Lauflänge der Zwirne müssen nicht passen und es entsteht ein intensiver Farbverlauf in einem besonders schön geformten Garn.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit Rolags mit kleinen, sich wiederholenden Verläufen zu kardieren. Doch dazu schreibe ich euch ein andermal einen Post.

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Jetzt wünsche ich euch erstmal einen schönen Spätherbst und voradventliche Zeit!

 

Das Fotoshooting ist vorbei!

Dieses Jahr war einfach irre. Normalerweise habe ich in der Werkstatt einen Jahresrhythmus, doch der ging dieses Jahr völlig in die Hose. Wenn ich sonst im späten Frühjahr neue Garne herstelle und mit ihnen neue Muster für die KNIT KITs teste, hatte ich dieses Mal einen viel höheren Wolldurchlauf im Färbetopf. Für die Spinner sind dann einige neue Produkte, wie handgefärbte Seide und die Wundertüten dazu gekommen.

Bei den KNIT KITS wird es aber nur ein neues Garn geben – dafür in vielen neuen Farben. Alle KNIT KITS haben eine neue Farbkarte bekommen und das KNIT KIT HANNAH hat eine neue Anleitung für einen mehrfarbigen SNOOD bekommen.

Neu dazu gekommen ist PINA: Ein extra langer CHUNKY-Schal mit Farbverlauf. Und auch der ZEBRA-Schal ist um ein Knäuel länger geworden.

Und zu guter Letzt ist PETE auch als PETE DE LUXE zu bekommen. Eine Variante der Bommelmütze mit dezentem Glitzer.

Doch besonders habe ich mich dieses Jahr über mein Model Sarah gefreut. Eigentlich sollte sich schon letztes Jahr das Gesicht für meinen Dawanda-Shop werden, doch das Leben hatte andere Pläne. Um so mehr freue ich mich, dass sie jetzt mein Gesicht ist.

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Das Shooting war wieder mal eine ganz schöne Aktion. Im Laufe des Jahres wurde die Werkstatt voller – natürlich mit Unmengen an Wolle – und wir mussten alles erstmal heraus räumen. Dann hatten wir einen Tag lang Spaß und natürlich gab es auch die ein oder andere Hürde und Wartepausen für Sarah.

Nach ausreichend fränkischen Schnaps, einer toten Maus zwischen 4 stolzen Katzenbabies, mit Bier und Pizza ruhig gestellten Männer hinter den Kulissen und einen schweißgebadeten Fotografen, waren alle Teile im Kasten.

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Dieses Jahr neu sind auch die Einzelgarn. Einige Garne aus den KNIT KITS habe ich ausgegliedert und sie sind auch als Einzelknäuel, also ohne Strickmuster, erhältlich.

Das D&D-Garn und das CHUNKY-Garn gibt es als 50g-Knäuel und kann in 33 Farben gesponnen werden. Das CHUNKY-Garn ist auch als Verlauf-Garn erhältlich, wobei der Verlauf ebenfalls selbst gestaltet werden kann.

Es wird noch ein paar Tage dauern bis alle Produkte online sind, aber dann kann der Winter kommen und das Spinnrad schnurren!

Liebe Grüße aus der Werkstatt🙂

Herbst-Update #3

Endlich sind sie Trocken, eingetütet und in Shop: Die herbstlichen Kammzug-Sets.

Warum es inzwischen so lange dauert und ein paar Tipps für andere Spinn-FärberInnen:

Färben im Winter dauert bei mir um einiges länger. Normalerweise färbte ich meine Kammzüge immer im Sommer und ließ sie in der Sonne trocknen. Das geht nicht nur schnell und es erscheint mir auch schonender. Ich achte beim Färben besonders auf langsame Aufwärm- und Akühlphasen. Dadurch verhaken sich die Fasern beim Färben nicht miteinander, der Kammzug filzt nicht an – es sei denn man reibt und massiert die Farbe ein. Durch die warme Sonne im Sommer sinkt das Risiko für Temperaturstürze innerhalb der Wolle.

Jetzt sieht das anders aus. Das Trocknen im Freien entfällt, nicht nur wegen möglichen Regens, sondern auch wegen der Luftfeuchtigkeit. Aber was viel entscheidender ist, ist die Temperatur. Würde ich die Kammzüge in handwarmen Wasser spülen und dann auf einem Wäscheständer im Freien trocknen, käme es zu einem Temperatursturz in der Wolle, das ist mir zu risikoreich. Stattdessen lasse ich die Wolle einen vollen Tag im Ofen auskühlen, bevor ich sie nach dem Spülen im lauwarmen Wasser in der Wohnung weiter runter kühlen lasse. Erst dann hänge ich die Wolle zum Trocknen in der Werkstatt auf. Hier kühlt es in der Nacht ziemlich runter und deshalb dauert das Trocknen noch etwas länger. Aber die Wohnung wäre keine Option, da unsere Katzenkinderbande Wolle lieben😉 Bei Wem das kein Problem ist, wäre die Duschkabine oder der Wäscheständer in der Badewanne etwas flotter.

Die Sets kurz & Knapp:

  • Kammzüge in 50g Portionen.
  • 2er & 3er Sets.
  • 100% Merino
  • 21 mic
  • Säurefärbung

 

Viel Spaß beim Stöbern🙂