Die Tour de Fleece mit Back to the Wheel

Obwohl unsere Gruppen-Aktion schon einige Wochen am Laufen ist und sich regen Austausches erfreut, habe ich noch immer das Gefühl, dass wir irre früh dran sind. Dennoch, es ist notwenig für unser spezielles Feature unserer TdF-Gruppe.

Es geht um die diesjährige Tour de Fleece, die im Juli parallel zur Tour de France statt findet und bei der wir Spinner unsere Räder (oder Spindeln) ebenso sportlich wie leidenschaftlich anschmeißen. Die TdF findet dieses Jahr von 1. – 23. Juli statt. Gesponnen wird gerne in Teams, bei denen es Teamchallenges oder Etappenchallenges geben kann oder bei denen sich die Gruppen unter bestimmen Mottos oder in bestimmten Spinngenres zusammen finden. Oft werden auch Verlosungen mit Etappen- oder Teamzielen verbunden. Selbstverständlich kann auch freifliegend mitgesponnen werden.

Dieses Jahr gibt es zum erstem Mal aus ein Back to the Wheel-Team. Wir haben natürlich auch unsere eigenen Teamziele und Besonderheiten. Begonnen hat unser Team mit folgender Besonderheit:

Wir spinnen die TdF gemeinsam mit einem Faserkalender. Nachdem der Adventskalender so viel Zuspruch bekommen hat und mehrfach der Wunsch geäußert wurde, dass es doch schön wäre, nicht bis zur nächsten Weihnachtszeit warten zu müssen, habe ich mir überlegt, dass die TdF fast genauso lang ist wie der Advent und ziemlich genau auf die Halbzeit des Jahres fällt. Perfekt für einen Faserkalender!

Der Faserkalender

Der Faserkalender funktioniert exakt wie der Adventskalender nur die Fasermenge variiert etwas. Es gibt 21 Tütchen, für jede TdF-Etappe eines. In diesen Tütchen befindet sich je 1 Rolag und zusammen haben wir eine Fasermenge von 175g. Die Farben können wie immer frei gewählt werden und der Kalender eignet sich ideal für einen langen Farbverlauf über alle Rollen. Die Tütchen werden dann durch nummeriert und verschlossen geliefert. Es bleibt also wieder die Überraschung beim Spinnen!

Und so sieht der erste Kalender aus:

 

 

Der Faserkalender ist auch der Grund, warum wir so früh am Start sind. Die Tütchen werden alle einzeln von Hand bestempelt und die Röllchen nach dem Kundenwunsch kardiert. Das dauert. Im letzten Advent uferte der Zeitaufwand so sehr aus, dass ich beschlossen hatte, dass dieses Angebot nur mit Vorbestellung und längerer Vorlaufzeit, in der die Tütchen vorgestempelt werden, möglich ist. Und so sitze ich nun bereits seit einigen Wochen und schiebe immer wieder ein Schwung Tütchen über den Stempeltisch.

tdf17-kopie-2Das ist unser Rennradler, der uns jeden Tag begleiten wird. Er befindet sich auf jedem Tütchen und radelt durch die verschiedenen Landschaften und Stadtkulissen. Die Namenvorschläge variieren gerade noch. Im Rennen sind Eugen Spinner, Willy Wheel u.a….

Unser Team

Während wir uns nun auf Ravelry in der Back to the Wheel Gruppe langsam zusammen fanden, kam 2 weitere Wünsche auf. Einige würden gerne im TdF-Team mitspinnen, aber eigene Fasern verwenden und einige würden gerne den Kalender mitspinnen, aber sich nicht zum TdF-Team in so fern verpflichten, als dass sie täglich mitspinnen müssen oder zu unserer Gruppen-Challenges beitragen müssen. Selbstverständlich muss bei uns niemand irgendetwas. Aber es ergab sich, dass es organisatorisch praktischer erschien, in unseren Team noch 3 Gruppen einzuführen, die mit unserer Team-Challenge in Zusammenhang stehen.

Unsere Team-Challenge: Der Team-Strang. Wir spinnen alle gemeinsam gemütlich vor uns hin und zählen am Ende unsere Garn-Laufmeter zusammen und ermitteln einen virtuellen Team-Strang. Hierbei geht es nicht um Feinspinnen und den längesten Faden. Es geht um den gemeinsamen Strang. Die Garne können hierfür Lace, wie auch Artyarn oder Ultrabulky sein. Jeder Meter trägt zum gemeimsamen Ziel bei. Es gibt kein besser oder schlechter.

Und jetzt zu den Team-Gruppen

Kalender-Gruppe: Diese Gruppe spinnt einfach den Kalender und muss nicht an der Lauflängen-Zählung dabei sein. Sie spinnen mit, quatschen mit und haben einfach Spaß im Team.

Lauflängen-Gruppe: Diese Gruppe ist für jeden, der mit eigenen Fasern mitspinnen möchte, also keinen Kalender abspinnt, aber dafür zu unserem Team-Strang beiträgt. Hier werden die Laufmeter gezählt.

Kalender-Lauflängen-Gruppe: Und zu guter Letzt ist dies unsere ursprüngliche Teamidee. Das gemeinsame Spinnen des Kalenders und dabei, just for fun, sehen, wieviel Garn jeder so aus der gleichen Fasermenge macht und WIE er es macht. Wir haben also die gleichen Startbedingungen, aber jeder gestaltet anders und dennoch ziehen wir alle am gleichen Strang. Hier werden am Ende die Laufmeter gezählt und wir schauen, was jeder so daraus gemacht hat. Es geht also nicht um das sportliche zählen, sondern um den interessanten Vergleich unterschiedlicher Gestaltungen und der Freude an der Vielfalt.

Um die Teammitglieder den Gruppen zuordnen zu können gibt es unser Team-Logo in 3 Varianten. Das Logo wird während der TdF auf das Ravelry-Profilbild montiert. Innerhalb unseres Teams, können wir so ganz leicht erkennen, wer zu welcher Gruppe gehört. Dies wird dann später für die Verlosungen wichtig sein.

 

Die Verlosungen

Die Kalenderverlosung hat in sofern Tradition, als dass ich diese schon im Advent gemacht habe als Dank für das Teilnehmen an meiner Kalender-Aktion, das gemeinsame Spinnen, posten, Quatschen und die schöne Zeit zusammen. Und da die Kalender Gruppe auch unsere Start-Gruppe war, möchte ich dies beibehalten. Wer einen Kalender spinnt nimmt automatisch an der Verlosung teil. Es gibt wie beim letzten Mal 3 Preise. 2 Preise werden an den 2 Ruhetagen verlost und der 3. Preis am Finaltag. Diese Preise sind an keine Challenge gekoppelt, es sind die Kalenderpreise.

Da wir aber auch eine Nicht-Kalendergruppe ins Team gewonnen haben, habe ich nachträglich eine weiteren Preis mit aufgenommen. Es wird einen Spinnmeterpreis geben. Dieser wird erst nach der TdF vergeben, wenn alle in Ruhe abgehaspelt haben und die ihre Spinnmeter ermittelt haben. Achtung, nur für diesen Preis geht es nicht um die Garnlaufmeter, sondern um die Spinnmeter! Und diese Spinnmeter werden außerdem auf 175g runter gerechnet, denn die Kalender-Laufmeter-Gruppe spinnt ausschließlich mit 175g und wir brauchen eine Vergleichsbasis. Dies ist der einzige sportliche Preis und geht an denjenigen, der die meisten Spinnmeter auf 175g hingelegt hat und soll eine Motivation für die sportlichen Spinner unter uns.

Die Preise werde ich noch nicht verraten, aber es gibt genug kleine Spinnleckereien geben.

 

Die Verlosungen

Die Kalenderverlosung hat in sofern Tradition, als dass ich diese schon im Advent gemacht habe als Dank für das Teilnehmen an meiner Kalender-Aktion, das gemeinsame Spinnen, posten, Quatschen und die schöne Zeit zusammen. Und da die Kalender Gruppe auch unsere Start-Gruppe war, möchte ich dies beibehalten. Wer einen Kalender spinnt nimmt automatisch an der Verlosung teil. Es gibt wie beim letzten Mal 3 Preise. 2 Preise werden an den 2 Ruhetagen verlost und der 3. Preis am Finaltag. Diese Preise sind an keine Challenge gekoppelt, es sind die Kalenderpreise.

Da wir aber auch eine Nicht-Kalendergruppe ins Team gewonnen haben, habe ich nachträglich eine weiteren Preis mit aufgenommen. Es wird einen Spinnmeterpreis geben. Dieser wird erst nach der TdF vergeben, wenn alle in Ruhe abgehaspelt haben und die ihre Spinnmeter ermittelt haben. Achtung, nur für diesen Preis geht es nicht um die Garnlaufmeter, sondern um die Spinnmeter! Und diese Spinnmeter werden außerdem auf 175g runter gerechnet, denn die Kalender-Laufmeter-Gruppe spinnt ausschließlich mit 175g und wir brauchen eine Vergleichsbasis. Dies ist der einzige sportliche Preis und geht an denjenigen, der die meisten Spinnmeter auf 175g hingelegt hat und soll eine Motivation für die sportlichen Spinner unter uns.

Ort des Geschehens und die Kalenderbestellung

Alles findet auf Ravelry statt. In unserer Back to the Wheel Gruppe wird sich schon rege ausgetauscht und hier kann sich jeder Mitspinner anmelden und sich bis zum Juni für eine der 3 Gruppen entscheiden.

Hier wird auch der Faserkalender vorbestellt. Die Vorbestellung ist nicht verbindlich. Sie ist wichtig für mich, da ich die Tütchen vorbereiten muss und genug Fasern auf Lager haben muss. Es ist einfach nicht möglich in 3, 4 Wochen die verbindlichen Bestellungen just in time zu bearbeiten. Dafür dauert so ein Kalender einfach zu lange in der Herstellung. Deshalb gibt es die Vorbestellzeitraum bis zum 1. Juni auf Ravelry.

Im Juni (wahrscheinlich auch etwas früher) beginnt der Kalenderverkauf. Dann wird das Kalender-Angebot im Onlineshop auf verfügbar gestellt und ihr könnt den Kalender verbindlich bestellen und dabei nochmal eure Faserwünsche angeben. Die Ravelry-Vorbestellung ist KEIN VERBINDLICHER KAUF, nur eine Reservierung.

Verkaufschluss ist das Ende der 3. Juni Woche. Das ist Wichtig! Ich schaffe es nicht in der letzten Woche spontane Kalenderbestellungen zu bearbeiten und dann noch pünktlich zu verschicken. In der 4. Woche erfolgt ausschließlich der Versand und ich bin schon gespannt, wie die DHL-Annahmestation 30+x Pakete annehmen wird 😉

Das Kalenderangebot könnt ihr euch schon im Shop ansehen, auch wenn es noch nicht verfügbar ist.

Zur Ravelry-Gruppe findet ihr hier und dort könnte ihr auch Fragen stellen oder euch einfach schon mal dazu gesellen. Dort sind auch schon die Gruppen-Logos verfügbar und ihr seht, wie es mit der Vorbestellung läuft.

Und zu guter Letzt gibt es auch einen Hashtag für Instagram: #tdf2017backtothewheel

Ich freue mich, wenn ihr mit am Start seid!

Liebe Grüße aus der Werkstatt:-)

Fasertausch im Fasching

Der letzte Fasertausch liegt schon wieder 1 Viertel Jahr zurück. Wahnsinn, mir kommt es viel kürzer vor. Aber jetzt steht schon der Fasching vor der Türe. Ich muss gestehen, dass ich der totale Faschingsmuffel bin. Mir muss die Bonbons schon hinterher werfen… Aber bei der Wolle ist ja alles ganz anders! Mit ihr kann man so ziemlich alles kompensieren. Deshalb gibt es jetzt im Februar einen Faschings-Fasertausch. Die Idee stammt von der lieben Ilromasche, dank dir für die Anregung.

Und so schaut´s aus:

Wir bilden wie immer einen Tauschkreis in dem jeder ein Päckchen Fasern für einen anderen zurecht macht. Doch dieses Mal könnt ihr eurer FaserversenderIn ein Thema zum Mischen als Herausforderung mitgeben.

Die Voraussetzung ist ein Faschingsthema, z.B.: Meerjungfrau, Prinzessin, Clown, Cowboy, Elvis Presley, Alf, Minions, Darth Vader oder irgendetwas anderes, als das man sich oder die Fasern verkleiden kann.

Euer Thema wird zusammen mit eurer Versandadresse an eure ausgeloste VersenderIn weiter geleitet. So haben beide, Empfänger und Versender einen Überraschungseffekt. Ich denke, das könnte spannend werden.

Und nun die Termine:

Der „Anmeldezeitraum“ ist diese Woche bis zum kommenden Wochenende (1. Feb.WE). Die Verlosung der Versenderrunde mache ich dann am Sonntag den 5.2.

Ziel ist es über die Faschingsferien spinnen zu können, daher schlage ich als Versandzeitraum die 3. Februar-Woche vor. Also bis spätestens zum Freitag den 17.2. sollte das Päckchen raus sein. Wir haben also dann 2 Wochen Zeit, die Fasern klar zu machen.

Der Faserrahmen: 50g / Maxibriefversand / handverarbeitete Fasern (gefärbt, kardiert oder sonst wie gemischt) / Thema des Empfängers wird integriert. Da die Ferien ja eher kurz sind, dachte ich, wir versuchen es mit 50g.

Ravelry: Wer Lust hast der kann zu uns in die Gruppe Back to the Wheel in Ravelry überschauen. Dort haben wir einen Thread mit Anmeldeliste. Und ihr könnt schon mal in die Wunschthemen rein spicken. Ihr könnt mir auch einfach eine Mail schreiben und ich setzte euch dann dort auf die Liste. In Ravelry könnt ihr wie immer eure Bilder posten mit uns Quatschen.

Instagram: Oder Ihr könnt auch auf Instagram posten unter den Tag #Faschingmitbacktothewheel

Yep, das wäre es also. Also, macht mit und verlegt wie ich den Fasching ans Spinnrad, denn die Straße wird mich niemals mit Clownsnase sehen ;-)…

Der neue Online-Shop

Es ist vollbracht!

Der neue hauseigene Online-Shop ist online und nutzbar.

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Hier findet ihr nun die ganze Produktpalette, die zuvor auf Dawanda verfügbar war. Dort, auf Dawanda, wird die Produktpalette reduziert werden. Hintergrund sind die verdoppelten Verkäuferkosten, die seit Januar 2017 fällig sind und worüber ich schon Anfang des Monats berichtet hatte.

Was geht:

Nun ist also der neue Shop die Alternative, denn hier kann ich die Produkte zu den bisherigen Preise für euch anbieten. Und so siehts aus:

Auf der Startseite findet ihr eine horizontale Navigationsleiste, wo ihr zu allen Produktgruppen findet oder ihr könnt über die Bilder der Startseite zu bestimmten Produkten direkt hingeführt werden.

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Die Anmeldung & der Kundenbereich:

Ihr könnt dort, unter „Anmelden“ ganz oben rechts, ein Kundenkonto anlegen, wo ihr all eure Bestellungen, Gutschriften, Rabatte und eure Kundendaten einsehen und verwalten könnt. Ihr könnt mir dort jeder Zeit Nachrichten zu euren Bestellungen schicken und eure Gestaltungswünsche für individualisierte Produkte übermitteln.

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Wenn ihr dann angemeldet und eingeloggt seid, sieht das so aus:

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Ihr könnt auch über den Footer direkt zu euren Kundenseiten kommen. Dort finden sich außerdem alle Infos zum Shop, die Fakten zum Ablauf in aller Kürze, einen Direktkontakt zu mir und natürlich die AGBs.

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Alles in Allem ist die Bestellverwaltung detailtiefer und flexibler als bei Dawanda. Ich kann nun viel leichter in bereits laufenden Bestellungen Anpassungen vornehmen und die Bestellhistorie verfolgen, sodass sich nachträglich Gutschriften einfügen lassen oder Kundenwünsche besser überblickt werden können.

Bestellung & Abwickelung:

 

Der Versand wird weiterhin ausschließlich mit der Deutschen Post / DHL erfolgen und beinhaltet immer auch die Verpackung im Preis. Aber entgegen der Optionen bei Dawanda kann hier der passende Versand nach Produktgewicht automatisch kalkuliert werden. Als Standart-Versand wird zunächst das Päckchen als Versand im Warenkorb angezeigt. Doch später im Bestellvorgang werden alle für diese Bestellung mögliche Versandmöglichkeiten angezeigt und können gewählt werden.

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Die Bestellbestätigung und die Rechnung erfolgen automatisch, was mir imens viel Zeit spart und ich so mehr Fasern für euch mischen kann 🙂 Ihr bekommt nach Abschluss der Bestellung eine Bestätigungsmail und bei Zahlung per Banküberweisung eine zweite Mail mit den Bankdaten. Nach Eingang der Zahlung erhaltet ihr eine Rechnungsmail und werden über euren Bestellstatus informiert. Ihr könnt auch jederzeit Bestellstatus in eurem Kundenkonto abrufen. Auch bei dringenden Bestellungen ist eine Banküberweisung kein Problem. Ich könnt mir einen Screenshot der Zahlungsanweisung mailen und ich sende eure Bestellung sofort raus.

Leider gibt es aktuell noch einen Bug: Die Shop-Software ist modular aufgebaut und so gibt es ein Paypal-Modul, welches den Shop mit Paypal verbindet. Hier sitzt ein Bug in der Programmierung des Moduls, der zur Folge hat, das in der Darstellung der Rechnung, meine Bankverbindung (die um mit Paypal zu zahlen ohnehin irrelevant ist) nicht im vorgefertigten Fenster eingefügt wird. Also kein funktionaler Fehler, sondern ein Schönheitsfehler. Ich kann ihn leider nicht beheben, denn er liegt auf der Programmierungsebene. Laut Paypal sollte er aber beim nächsten Update behoben sein.

Neues Produkt, Übergangsphase & ein Begrüßungsgeschenk:

Der Shop in der nächsten Zeit noch weiter bestückt werden. Garne, Knit Kits und Ready-to-wear Produkte sind noch nicht online, aber alles rund um das Spinnen und Fasern ist wieder verfügbar.

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Und es gibt ein neues Abo-Produkt: Handgefärbte Kammzüge zu je 100g in 3 Lieferungen.

 

Hier mit eröffne ich also den neuen Shop! Und als Danke schön für diejenigen, die den Weg zur Unabhängigkeit von Dawanda mit mir gehen möchten gibt es ein kleine Begrüßungsgeschenk bei ihrem Ersteinkauf mit ihrem neuen Kundenkonto.

Ich freue mich auf euch!

Das Hollefest – ein Rückblick

Zwei Wochen sind wir schon im neuen Jahr und ich habe das Gefühl dass alles Neue, von dem ich dachte, es wird sich im Laufe des Jahres langsam einfinden, bereits in den ersten 2 Wochen mit lautem Klopfen an der Türe bemerkbar macht. Meine Hoffnung schwindet, dass es ein ruhiges Jahr werden könnte. Doch wie soll es auch anders sein, wenn da immer heißt: Im jeden Ende liegt bereits ein neuer Anfang. Ich hatte mich wohl einfach in der Annahme, der Jahreswechsel sei der finale Paukenschlag nach einem intensiven und arbeitsreichen Jahr, geiirt. Denn es scheint auch gleich der Auftakt in ein weiteres intensives Jahr zu werden. Und ich hatte zu Silvester auch darum gebeten, dass meine Projekte weiter gedeihen mögen. Man achte auf seine Wünsche…;-)

Doch ich möchte euch anstatt von den Projekten von Silvester berichten. Wie ich es ja schon beworben hatte, fand am Jahreswechsel das Holle-Fest statt und ich hatte das Vergnügen dort als Spinnerin teilnehmen zu dürfen. Üblicherweise findet es 1 x pro Jahr, meist um den 6.1. – der Tag der Holle – statt. Doch dieses Mal fielen die Wochentage und die Wochenenden so, dass es zufällig Silvester wurde.

Das Tagungsthema war das „Blaue Ländle – Vom Spinnen und Weben“. Wer die Mythologie um die Holle kennt, weiß, dass sie sehr viel reichhaltiger und vielschichtiger ist, als uns das Grimm´sche Märchen von der kissenschüttelnden Frau im Himmel erzählt. Die Holle hat viele Aspekte, viele Gesichter und viele Lebensbereiche, in denen sie einwirkt. Das Spinnen und Weben ist ein Themenbereich in der Holle-Mythologie und um diesen drehte sich unser Treffen.

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Das Spinnen und Weben ist ein Thema der Fäden. Diese Fäden können jene sein, die wir mit der Spindel aus Wolle und Flachs fertigen und dann in Textil weiter verarbeiten. Sie können aber auch symbolische Fäden sein. Der Lebensfaden, den die Nornen entstehen, verknüpfen und vergehen lassen und der dann der Goldmarie im Märchen von Frau Holle riss und ihr den Weg in das Hollereich zeigte.

Wir alle kamen in der eisigen Kälte des beginnenden Abends im Feriendorf von Hübingen an. Schon auf dem Weg begleitete uns die Holle, denn die ganze Landschaft war völlig in Eis & Frost gehüllt. Das erste Weben begann bereits nach der Ankunft. Sieglinde Müssig-Jarnicki begleitete uns mit Gesang und Gitarre auf den spiralförmigen Wegen von Volkstänzen, bei denen sich die Tanzenden an den Händen haltend umeinander winden und sich zu verknoten drohten und jedes Gesicht an dem des anderen vorbei zog.

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Vera Zingsem leitete unser Eröffnungsritual in Sinne der Nordamerikanischen Tradition und bließ den Rauch der Pfeife in unsere Runde und lud die Götter und die Holle zu uns ein. Danach deckten wir den Tisch für die Holle mit allerei natürlichen Leckereien, die in großer Fülle von allen mitgebracht wurden. Das Depatcho ist wie die Pfeife eine indianische Tradition, wo Mutter Erde ihrer Gaben gedankt wird und ihr ein Mahl zurückgeben wird. Wie ein Mandala wurden ihre Speisen trappiert. Ein Kreis aus Flachs bildete den Rahmen und das Zentrum bildet eine Muschel. Diese Muschel bleibt mit Glück am Ende in der Glut übrig und kann im nächsten Jahr wieder verwendet werden.

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Unter dem klaren und brillanten Sternenhimmel an diesem Abend wurde ein Feuer einzündet und ihre Speisen dem Feuer übergeben. Schmatzend verbreiteten sich die Gerüche von Nüssen, Schokolade und dem ein oder anderen Zimtstern in unseren Nasen. Der Holle scheint es geschmeckt zu haben und der himmlische Spinnrocken (der Gürtel des Orion) leuchtete direkt über uns. Die Muschel lag wie in Altar im Feuer auf dem zwei Walnüsse glühten. Sie blieb uns tatsächlich erhalten und war durch das Feuer wunderschön gezeichnet.

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Am nächsten Tag haben wir uns mit beiden Seiten des Spinnens, der irdischen Seite des Handwerks und der jenseitigen Seite des Netzes aus Lebensfäden, dass uns alle verbindet, beschäftigt. Stets schnurrte das Spinnrad von Gaby Fischer, neben dem der Rocken mit selbst verarbeiteten Flachs stand. Sie erzählte uns in spinnender Weise von der Flachsverarbeitung, vom Anbau der Leinpflanze, ihrer Verarbeitung und von den Mühen, die ein fertiges Leinen fordert. Der Flachs, der in der Blüte so Blau wir der Himmel ist und für wenige Tage Holles Blaues Ländle zeigt. Aber sie erzählte uns auch einige ihrer Geschichten, die sie von den Alten ihrer Region mündlich gesammelt hat und die noch voleinn den Spinnstuben und dem allerlei seltsamen, was in den dunklen Nächten geschehen konnte, aus eigenem Erleben berichten konnten. Da ging es um die Orakeltraditionen der Rauhnächte und um den Schabernack der Jungen Leute, den sie im Schutze der Dunkelheit trieben und von den Gaben des wilden Heeres, das durch die Dörfer fegte. Alles an der Grenze zwischen der Wirklichkeit und dem Reich der Holle.

Danach durften alle ihr Glück versuchen und wir erprobten uns mit Handspindeln und den ersten Fasern. Ganz anders als in den üblichen Einsteigerkursen, die sich nur auf das Handwerk und das technische Prinzip des Spinnen und der Wollverarbeitung widmen, fanden diese Versuche in einem anderen Geist statt. Das Spinnen war mehr, denn es war der Nachmittag vor Silvester und der Abend des Orakelns und der Gedanken an das Neue stand und bevor. So bekam ein Satz, mit dem die Holle oft umschrieben wird eine ganz reale Bedeutung: „… und sie spinnt die Wirklichkeit aus den Wünschen und Hoffnungen der Menschen…“ Und genau das taten wir. In einer Spinnmeditation erfuhren wir das Spinnen des Fadens als eine symbolische Handlung für das Schöpfen von Wirklichkeit. Wir taten das, was die Holle tut, wenn sie die Wirklichkeit spinnt. Und jeder konnte in seine Schöpfung die Wünsche und Hoffnungen für das neue Jahr legen. Diese wunderbare Erfahrung begleitete Lydia Burghart auf ihrer Harfe, die uns mit ihren Klängen ein wenige jenseits der Wirklichkeit führen konnte. Momente der Stille, der Achtsamkeit und der Verbundenheit untereinander, die ich so noch nie bei einem Einsteiger-Workshop mit 25 Menschen erlebte. Ein Geschenk, das wahrlich von der Holle kam!

bildschirmfoto-2017-01-17-um-15-10-57Alle hatten ein erstes eigenes Garn und konnten daraus einen Talisman binden. Für mich ist ein handgesponnenes Garn etwas stark mit Energie Aufgelandenes. Jeder noch so kleine Zentimeter wandert durch unsere Finger. Jede einzelne Fasern wird in ihre Lage gebracht und jede Einzelne Farbe nehmen wir war. Wir treten mir unseren Füßen oder kreiseln die Spindel mit unseren Fingern und erzeugen Energie, die in den Faden wandert und die losen Fasern zu etwas Konkreten und Belastbaren machen. Für mich ist diese Arbeit magisch. Denn wir Schöpfen etwas aus einem Dunst von Fasern, die alles Möglich werden können. Aber wir gestalten und erschaffen etwas. Und ähnlich wie beim Backen und Kochen, denke ich, dass es eine Rolle spielt, mit welchen Gedanken und in welchem Geist wir das tun.

ak_10067505_gr_1Ein Garn zu spinnen, in dem all die guten Gedanken des Herzens stecken, hat für mich eine Kraft. Und kann ich auch all meine Wünsche dort hinein konzentrieren und sie in die Wirklichkeit holen. Das ist für mich der Talisman. Seine roten Perlen erinnern mich an die Ebereschenbeeren, die gerne für Schutzamulette genutzt wurden. Sie erinnern mich aber auch an die Blutstropfen, die die Goldmarie und Dornröschen verloren, als sie sich stachen und die wir Frauen zu jedem Mond opfern, wenn wir ein Stück unserer Lebensenergie der Erde zurückgeben. Die Holle ist auch eine Frauengöttin, die in 3-facher Gestalt zu finden ist. Im Grimm´schen Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot finden wir sie in ihren drei Farben Weiß, Rot und Schwarz als das Schneeweißchen, das etwas ruhiger und sanfter beschrieben wird, als Rosenrot, die als lebhabft und keck beschrieben wird und als die Mutter, die weise den rechten Rat hat. Und da haben wir noch den Bären, der seinen Winter bei den Dreien verbringt, der sonst seinen Winterschlaf in der Höhle oder einem Erdloch unter der Schneedecke verbringt. So finden wir auch hier wieder die Erdmutter, die tief unter der Erde lebt, wo der Weg zu ihr über Höhlen, Brunnen und tiefe Seen führt. Hier verbringt der Bär seine Zeit und amüsiert sich mir den beiden Mädchen. Doch als er sie im Frühjahr verlässt, reißt er sich sein Fell auf und der Glanz der Sonne in Form von purem Gold schaut unter seinem Fell hervor. Nicht nur der Bär zieht sich in seine Höhle zurück, sondern auch die Sonne verbringt ihren Winter bei der Holle.

freyr_by_johannes_gehrtsUm die Sonne drehte sich auch unserer Jul-Eber-Ritual. Der Eber ist wie der Bär ein Symbol für die Sonne. Das goldene Glücksschwein, das wir alle von den Neujahrs Traditionen kennen hat hier seinen Ursprung. Der Eber Gullinborsti, dessen goldenen Borsten die Strahlen der Sonne repräsentiert, gehört zu den Heiligen Tieren des Frey, der Gott, der am engsten mit der Fruchtbarkeit der Natur assoziert wird. Das Neujahrsschwein nahm unsere Wünsche und Vorsätze für das neue Jahr entgegen, die dann der Erde und dem Reich der Holle übergeben wurden. Danach wurde orakelt, die Runen und die Karten befragt, gesungen und getanzt und der ein oder andere Wein vergossen.

dsc05329Der nächste Morgen war so unerbittlich, wie die Holle nun mal sein konnte. Sie erinnert einen stets an die Konsequenzen, die man zu tragen hat auch wenn man das ein oder andere Gläschen in ihrem Namen gehoben hat. Doch die Geschichten, von Holle, Wodan, den Nornen und dem Weltenbaum fielen wie ein Balsam auf den noch nicht ganz im nächsten Morgen angekommenen Geist. Auch an diesem Tag war die Landschaft wir in ein Kristallkleid gehüllt und erinnert an die Geschichten, die man sich in den Alpen über die Eiskönigin mit den Schloß aus Kristall erzählte und eine andere Facette der Holle spiegelt, die als Eisrießin an ihre Ursprünge aus Eiszeit der Menschenheitsgeschichte erinnert.

Den Abschluss unserer 3 Tage leitete Vera wieder in nordamerikanischer Tradition mit dem Rauch der Pfeife ein, mit dem symbolisch die Götter in Dank verabschiedet werden. Wir alle freuten uns erneut über die geteilten Momente, über die neuen Knoten, die wir in das Netz knüpften und über alles, was jeder Einzelne in die Runde brachte. Es waren 3 Tage voller Energie und Inspiration und es war ein wahrlich magischer Übergang in das neue Jahr.

Ich möchte gerne allen die dort den Mut hatten, die Spindel in die Hand zu nehmen danken. Zu sehen, wie ihr auf solch eine besondere Art in die Welt von uns Spinnern eintaucht, war eine sehr berührende Erfahrung an die ich stets mit Freude zurück denken werde. Ich hoffe sehr, die ein oder andere wieder zu treffen. Und ich danke Vera für die Einladung zu so einem bereichernden Erlebnis mit euch allen!

Als letzter Nachhall habe ich hier noch ein kleines poetisches Rätsel. Ich denke, dass alle, die sich an die Spinnmeditation erinnern, schnelle alle Zeilen gelöst haben werden. Und selbst verständlich ist das Rätsel auch für alle anderen Spinnerinnen etwas, die sich auf eine etwas andere Weise dem Spinnen nähern mögen. Viel Glück 🙂

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Und zu guter Letzt möchte ich gerne allen vom Hollefest die Spinnmeditation als PDF anbieten. Schreibt mir eine Mail an backtothewheel(at)icloud.com und ich sende es euch zu. Genauso, wie das Spinnskript, wenn einer von euch die Spinnerei vertiefen möchte!

Aller liebste Grüße an alle, schön euch getroffen zu haben!

Bildquellen:

  • Nornen: Wiki Commons
  • Bilder von Hollefest: Vera Zingsem
  • Flachs: http://www.alice-wonderland.de/wp-content/uploads/lein.jpg
  • Schneeweißchen: http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.ansichtskarten-center.de%2Fwebshop%2Fshop%2FProdukteBilder%2F10139%2FAK_10067505_gr_1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.ansichtskarten-center.de%2Fmaerchen-nr-2-schneeweisschen-und-rosenrot-baer&h=640&w=447&tbnid=GgiWS5NOO04lQM%3A&vet=1&docid=hu9VLwYJn_1LNM&ei=0yZ-WJjCEqyBgAbDn4HAAg&tbm=isch&client=opera&iact=rc&uact=3&dur=273&page=0&start=0&ndsp=21&ved=0ahUKEwjY97bfrsnRAhWsAMAKHcNPACgQMwgiKAgwCA&bih=668&biw=1280
  • Frey: Wiki Commons

2017 und viel Neues

Ein wunderbares neues Jahr 2017 mit vielen tollen Spinn- und Wollprojekten!!!

Das neue Jahr ist am Start, der Shop wird wieder aufgeschlossen und es stehen auch viele Veränderungen vor der Türe. Einige waren geplant, einige absehbar und einige völlig kurzfristig, aber leider notwendig.

Dawanda-Shop-Veränderungen / Neuer Online-Shop / Kursplanung für 2017

DAWANDA-SHOP: Zu den letzteren zählt die Anpassung im Dawanda-Shop. Mitten im Weihnachtstrubel erreichte mich die Info, dass Dawanda seine Verkäuferprovision ab 2017 erhöhen wird. Für die, die Dawanda nicht so gut kennen: Bei einem Verkauf zahlen wir Verkäufer an Dawanda eine Einstellgebühr, damit das Produkt im Shop überhaupt verfügbar ist und dann die Verkäufer-Provisionen. Diese waren zunächst bei 5% des Produktpreises. Nun werden sie auf 9,7% des Produktpreises erhöht, also quasi verdoppelt. Das ist gigantisch. 10%! Und das im Handwerk, wo es praktisch keine Gewinnzone gibt, wenn man die Arbeitszeit einrechnet. Diese Nachricht hat kurz vor Weihnachten gesessen.

Deshalb gibt es nun folgende Veränderungen:

  1. Es wird einen neuen Onlineshop geben, mit den bisherigen Preisen, jenseits von Dawanda
  2. Die Produktpreise im Dawanda-Shop werden um 5% erhöht, um diese Verkäuferprovisionserhöhung abzufangen.
  3. Die Produktpalette im Dawanda-Shop wird stark reduziert werden und statt dessen auf den zukünftigen unabhängigen Online-Shop von Back to the Wheel! umgezogen.

Ich möchte euch, meine Stammkunden, dazu motivieren, den neuen Online-Shop zu nutzen. Hier bleibt für euch alles beim Alten (außer das Shop-Aussehen und der Verkaufsprozess natürlich) und ich muss mich nicht von Dawanda abziehen lassen. Win-Win für uns alle.

Für diejenigen, die meinen Shop noch nicht kennen und nach Spinnfutter suchen, bleibt eine Grundpalette auf Dawanda online, jedoch mit erhöhten Preisen. Ich möchte mich noch nicht vollständig von Dawanda lösen, denn es hat ein paar Jahre Mühe und Schweiß gekostet, dort einen guten Ruf und Stammkunden aufzubauen. Dawanda hat eben Vor- und Nachteile.

NEUER ONLINE-SHOP: Was hat es nun mit dem neuen Online-Shop auf sich?

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In aller Eile und Dringlichkeit habe ich nun einen Online-Shop erstellt. Noch ist er nicht ganz fertig. Die Verkaufsabwicklung muss noch in einigen Testläufen geprüft werden, ein paar Bugs müssen entfernt werden und die rund 200 Produkte müssen eingetippt werden. Es könnte also noch ein paar Wochen dauern. Ich hoffe, dass ich es bis zum Ende des Monats schaffen werde. Dann werde ich euch über eine Online-Schaltung informieren. Er wird über meine Webseite http://www.backtothewheel.de erreichbar sein. Statt der Verlinkung mit dem Dawanda-Shop wird dann dort mein eigener Shop verlinkt sein.

PRODUKTINVENTUR: Während der Shop für euch geschlossen war, war ich mit einem Workshop meinen Fasern auf Reisen. Da sind einige Produkte jenseits des Shops in neue Hände gegangen, sodass nun eine Inventur ansteht. Solange sind die verfügbare Produkte auf Dawanda ebenfalls auf die individualisierten Produkte beschränkt. Möglicherweise wird auch die Inventur genau mit der Online-Schaltung des neuen Shops beendet sein, sodass einiges gar nicht mehr auf Dawanda landen wird. Mal sehen, das kann ich jetzt noch nicht ganz absehen. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

Ich weiß, das ist jetzt viel Veränderung auf einmal und ich hatte gehofft, das Ganze mit etwas mehr Zeit und Ruhe, langsam vollziehen zu können. Doch die neuen Dawanda-Agbs haben mir diese Entscheidung abgenommen. Ich hoffe, ihr macht diesen Wandel mit mir und etwas Geduld mit. Ich bemühe mich, so schnell wie möglich wieder klare und stabile Shop-Verhältnisse anzubieten.

WAS BEIM ALTEN BLEIBT: Ihr könnt mir jederzeit eine Mail mit Bestellwünschen schicken. Die Werkstatt bleibt wie immer in Betrieb und die eigentliche Arbeit hinter den Kulissen verändert sich nicht. Nur der Bestellweg wird sich verändern.

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Und nach den turbulenten Veränderungen wird es auch geplante Neuigkeiten geben.

NEUE KURSTERMINE: Wie im letzten Jahr wird es die aktuellen Kurse & Workshop geben. Die Frage ist nur wann? Ich plane also gerade die neuen Termine und ihr könnt mir eure Wünsche schicken.

Einsteiger & leicht Fortgeschrittene:

  • Anfänger-Handspindel-Workshop: April 2017
  • Handspindel-/Spinnrad-Workshop mit Farbe für leicht Fortgeschrittene: April 2017
  • Laufender Kurs für Fortgeschrittene an der Handspindel/Spinnrad, 6 Termine: Zeitraum nach Wahl

Die Artyarn-Workshop-Serie:

  • Lowtwist&Chunky (1 Tag)
  • Locken spinnen (1 Tag)
  • Corespinning (2 Tage)

Hier möchte ich gerne wissen, welcher Veranstaltungsmodus für euch lieber wäre: Die 3 Workshops verteilt auf 2 Wochenenden, so wie letztes Jahr? Oder: Ein Spinnmarathon im Sommer, 4 Tage hintereinander und ein Abschluss-Grillfest am Abend. Hier würde ich auch neue Workshops mit dazu gesellen. In Frage kommt der Zeitraum Ende August/Anfang September, also die Sommerferienzeit. Was haltet ihr davon?

NEUE WORKSHOPS: Und es wird neue Workshops für Fortgeschrittene geben.

  • Single-Garn spinnen. Drallmanagement & Fasereigenschaften, 1 Tag
  • Fraktales Spinnen. Farbe und Zwirnen à la Mandelbrot, 2 Tage
  • Cablé-Garn spinnen. Varianten von Mehrfachzwirnung (empfohlen als Vorkenntnis für den Bouclé-Workshop), 1 Tag.
  • Bouclé-Garn spinnen. Drallmanagement und leichte Fake-Varianten, 2 Tage

Diese Workshops plane ich eher im Spätsommer / Herbst. Falls ihr Lust auf einen Spinnmarathon habt, dann würde ich diese neuen Kurse zeitnah anbieten oder sogar direkt hinten anhängen. Doch dazu würde ich gerne von euch wissen, was euch am Besten passen würde.

Also, schreibt mir und teilt mir eure Wünsche mit, noch ist alles in der Planung 🙂

rhoen_schneetreiben_mg-kIn diesem Sinne wünsche ich euch aus dem tierverschneiten Oberfranken einen guten Jahresstart und hoffe, dass es bei euch etwas weniger turbulent losgeht, aber genauso spannend und mit vielen neuen Projekten! Frohes Spinnen!

 

Bildquelle Schaf im Schnee: http://www.badische-zeitung.de/fotos-tiere-im-schnee-x1x?id=80237774

Faserkalender – Türchen 24: Steinschafe

Halleluja! Es ist so weit, endlich ist Weihnachten 🙂

Und heute schreibe ich meinen letzten Schafbeitrag für dieses Jahr. Ich hoffe, die Kalender-Reihe hat euch gefallen. Der Schafkosmos hat sich noch lange nicht erschöpft und ich werde im neuen Jahr immer wieder über unsere Wolllieferanten schreiben. Doch dann nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern konzentrierter auf bestimmte Familien.

Zuletzt werde ich nun zu den Steinschafen recherchieren und ich zeige euch hier eine wunderschöne dunkle Steinschafwolle vom Lamm im Vlies. Und das sind die Angaben: 60 % naturfarbene Wolle + 40 % schwarz eingefärbt Wolle, mittelfein mit 27 mic.

Das Steinschaf gehört zu den Bergschafrassen, von denen ich gestern berichtete. Hier viel schon ein paar Mal das Steinschaf, als Züchtungsgrundlage für das weiße Bergschaf, doch ich habe es ein wenige versucht zu umschiffen, denn heute geht es ja um das Steinschaf.

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Heute ist die Schafrasse von Aussterben bedroht und wird nur noch in kleinen Beständen als Hobby oder Nebenerwerb gehalten. Das Schaf ist ideal an die Hochgebirgslage angepasst. Es besitzt sehr harte Klauenum in dem steinigen und steilen Gelände gut voran zu kommen. Es hat einen feingliedrigen Körperbau und seine Wollfarben sind sehr vielfältig. Sein Vlies ist wieder „double-coated“ mit einer feinen Unterwolle und einem aus langen Grannenhaaren bestehenden Deckhaar. (1) 2009 war das Steinschaf die  Gefährdete Nutztierrasse des Jahres. (2)

Ich habe nun eine interessante Seite entdeckt, die sich ausschließlich mit dem Alpinen Steinschaf beschäftigt (3). Und hier wird die Entwicklungsgeschichte des Schafes noch einmal genauer aufgeführt. Zum Teil habe ich gestern schon die Geschichte des Bergschaftes beschrieben, doch ich möchte noch einmal darauf eingehen, denn diese Seite ist einfach detailreicher als meine Quellen von gestern. Zunächst wird die Domestikationsgeschichte des Schafes aufgerollt (4):

10000 v. Chr. Vorderasien erste Nutzbarmachung vom Wildschaf zum Hausschaf Fleischschaf
7000 v. Chr. Europa erste Hausschafe (sh.Produkte/Wolle) erreichen Europa Fleischschaf , Haarschaf
Neolithikum (durch Knochenfunde belegt) klein-und schlankwüchsig
6000 v. Chr. älteste Darstellung eines Wollschafes
(Tonstatuette aus dieser Zeit)
1830 v. Chr. Altbabylon.
Reich
erste Unterscheidung zwischen Woll- und Fleischschaf
bei den Wollschafen sogar zwischen weißer und brauner Farbe
1991-1650 v. Chr. Ägypten wolltragende Schafe
4000 v. Chr. Griechenland
(ausVorderasien)
Einfuhr einer größeren Schafrasse vermutlich Wollschaf
3000 v. Chr. Mitteleuropa
Skandinavien
Verbreitung dieser Schafrasse Wolle
2000 v. Chr. Funde Untersuchungen an Textilfasern Wolle zur dominierende Textilfaser
(2000 v. Chr.) Sudan Diese Wollschafe wurden nach Europa eingeführt und verdrängten wohl
das Haarschaf in Europa (Nachweis durch Hautuntersuchungen an Fundplätzen)
Schaf mit Haar-Mischwolle
Römische Zeit Italien versch. Fellfarben, Kurz- u.Mischwolle, Feinwolle Woll- und Milchnutzung
Germania Mitteleuropa wie in Römischer Zeit
3.-4. Jahrh. n. Chr. Britannien Wollindustrie
Mittelalter Europa Entwicklung der Landrassen
(z.B. Widerristhöhe zwischen Nord-und Ostsee zum Alpenraum 10 cm
Unterschied, d.h. im Alpenraum siedelte man die kleineren Schafe an.)

Die Geschichte des Steinschafes beginnt dann mit dem Zackelschaf von gestern. Hier wird das Zackelschaf „Zaupelschaf“ (5) genannt. Es ist der Begriff, der für das früher in den Alpen am meisten genutzten Schaf. „Anhand der Zuchtgeschichte können das ausgestorbene Zaupelschaf und die noch lebenden Rassen: Skudde, Heidschnucke, Zackelschaf, Walliser Schwarznasenschaf, Gotlandschaf, Shetlandschaf und das Soay-Schaf auf bereits im Mittelalter gehaltene Landrassen zurückgeführt werden. Im Jahre 1536 wurde das Zaupelschaf von Herzog Ulrich von Würtemberg unter Strafe verboten, da die Mischwolle mehr und mehr abgelehnt wurde. Nur noch kleine Restbestände hielten sich in Bayern.“ (6)

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Es wird nun weiter berichtet, dass ab der 2. Hälfte des 19. Jh.s begonnen wurde, die Bergamaskerschafe aus Norditalien einzukreuzen und im Kärtner Raum auch in geringen Maße das Paduaner Schaf. Es entwickelten sich dadurch in den verschiedenen Alpenräumen unterschiedliche Eigenschaften der Tiere. Ab 1900 unterteilte man an Hand dieser Eigenschaften die Schafe und benannte sie dann Steinschafe, Bergamaskerschafe und Krainer Schafe. Die verbleibenden Schafe, deren Einkreuzungen nicht genau zugeordnet werden konnten, wurden Zackelschafe genannt. (7) Hier sind wir also an dem Punkt, wo ich gestern mit meinem Bericht startete.

Heute sprechen wir von einer Gruppe von Steinschafen, welche aus folgenden Rassen besteht:

  • Alpinies Steinschaf
  • Krainer Steinschaf
  • Tiroler Steinschaf
  • Montafoner Steinschaf

Auf der Seite der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht findet ihr informative Profile zu allen heimisch relevanten Schafen, so auch zu den Steinschafen:

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Alpines Steinschaf: „(…) Es ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Schaf, mit breitem und tiefem Körper. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen, die Ohren stehen leicht hängend ab. Die Böcke tragen häufig einfach gebogene oder schneckenartige Hörner, bei Mutterschafen sind gelegentlich Knaupen oder einfach gebogene Hörner anzutreffen. Der lange bewollte Schwanz reicht bis zum Sprunggelenk, das Ende ist häufig geknickt. Das Gesichtsfeld, der Bauch und die Füße sind in der Regel unbewollt. Das Vlies ist mischwollig und es kommen alle Wollfarben und Farbzeichnungen vor, vor allem auch graue Wollen.(…)“ (8)

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Krainer Steinschaf: „(…) Es ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Schaf. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen, die Ohren stehen waagrecht ab. Die Böcke und Mutterschafe sind überwiegend hornlos. Der lange bewollte Schwanz reicht bis zum Sprunggelenk. Das Gesichtsfeld, der Bauch und die Füße sind in der Regel unbewollt. Das Vlies ist mischwollig und es kommen überwiegend die Wollfarben schwarz und weiß sowie verschiedene Farbzeichnungen vor. Vor allem die Köpfe sind bunt gezeichnet.(…)“(9)

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Tiroler Steinschaf: „(…) Es ist ein mittelgroßes bis großes Schaf mit einem stark geramsten Kopf und starkem, nicht zu eng anliegendem, gleichmäßig geschwungenem Horn. Die Ohren sind spitz bis mittelbreit und nicht hängend. Das mischwollige, lang abgewachsene Vlies ist grau oder weiß.(…)“

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Montafoner Steinschaf: „(…) Das relativ kleine Schaf steht auf dünnen Beinen und besitzt einen schmalen Kopf mit geradem Profil, beide Geschlechter sind hornlos oder gehörnt, wobei dann die Böcke Schnecken und die Auen sichelförmige Hörner tragen. Vlies besteht aus grober Mischwolle in allen Farben.(…)“ (11)

thumb_imgp3502_1024Nun frage ich mich natürlich wieder, wenn wir Wolle von Steinschaf kaufen, welches Steinschaf ist es dann, oder ist es Wollgemisch? In diesem Fall ist es Lammwolle, aber ich habe keine Ahnung, von welchen Lamm. Macht es einen Unterschied, welches Steinschaf es ist? Ich vermute auf jeden Fall. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Erfahrung mit dem Steinschaf? Ich habe gehört, dass Filzer gerne Bergschafvliese filzen. Als Spinner habe ich weder Bergschaf noch Steinschaf bisher genutzt, denn die Wolle ist eher gröber. Das werde ich in der Zukunft nachholen. Nachdem ich für meinen Shop viel mit Flauschefasern arbeite, ich privat aber langsam mehr den robusteren Fasern annähere, werde ich dies auf meine private Projektliste setzten. Ich freue mich dann euch, mehr aus der Perspektive des Spinners, über die Verarbeitung diese Wollen berichten zu können.

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Mein Fazit zum Kalender

Als ich den Kalender startete und alle meine naturfarbenen Wollen aus der Werkstatt kramte, dachte ich, dass da ja ultra viele unterschiedliche Wollen liegen und ich mir die Hände rieb um mich auf eine aufschlussreiche Recherche gefasst machte. Zum Teil war es auch so. Der Kalender gab mir die Gelegenheit, mich mal diszipliniert täglich hin zu setzten und mich mit meinen eigenen Wollen zu beschäftigen. Und ich bemerkte, wie wenig ich eigentlich über ihre Herkunft weiß. Ich konnte einiges Neues lernen und viele Schafe, die von Namen her kannte, haben ein Gesicht und eine Geschichte bekommen. Doch gleichzeitig gab es Tage, an denen ich ziemlich frustriert war, denn ich kam in der Recherche nicht weiter. Ich lernte, dass es genauso viel Wollen gab, die für die Spinnerei interessant sind, die auch sicher wertvoll sind, denn es sind eben nicht die Wollen, die in großen Mengen produziert werden, über die aber fast nichts, mit überschaubaren Rechercheaufwand in Erfahrung zu bringen ist. Es vor allem die „Länderwollen“, die für ich eine Blackbox blieben. Hier würde ich mir mehr Transparenz wünschen. Ich vermute, dass die Händler innerhalb ihrer Handelskette, die Informationen irgendwo verfügbar hätten, bloß dass ab einem Punkt in der Kette es nicht wichtig erscheint und nicht weitergegeben wird. Ich kann hier nur für mich sprechen: Für mich als Spinner ist es definitiv relevant! Ich möchte wissen welches Schaf ich verspinne, welcher Herkunft die Wolle ist und ich möchte mir so meinen Erfahrungsschatz, der sich in meine Fingern bildet so mit Fakten und Eckdaten in Bezug setzten lässt. Erkenntnisse wie: „Diese Wolle spinnt sich toll“ bringt mir nichts, wenn ich weiß, warum es so ist! Und das warum möchte ich durch die Herkunft, die Rasse oder Rassen bei Mischwollen, ihre Verarbeitung/Behandlung und ihre Transportweg ergründen. Ich möchte feststellen können, wenn sich Fasereigenschaften von Jahr zu Jahr schwanken. Und ich möchte auch entscheiden können, ob ich diese Wolle aus ethischen Gründen kaufen oder vielleicht nicht kaufen möchte. Das geht nur mit Transparenz! Was ist mein Wunsch für die Zukunft in Sachen Wollmarkt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein paar ruhige, besinnliche und entspannte Tage zwischen den Jahren. Habt ein wundervolles Weihnachtsfest und einen fröhlichen Jahreswechsel!!!

Danke an euch fürs Lesen und ich freue mich euch im nächsten Jahr wieder zu sehen!

Eure Kathrin 🙂

PS.: Die Weihnachtsverlosung für die Adventskalender-Spinner auf Ravelry und auf Instagram wird um ein paar Tage verschoben. So habt ihr noch etwas Zeit für das Zwirnen, könnt noch ein paar Bilder zeigen und habt einfach mehr Ruhe. Die Verlosung findet aber auf jeden Fall zwischen den Jahren statt und der Versand der Gewinne soll am 30.12.16 erfolgen und ihr werdet sie dann als Start ins neue Jahr erhalten.

 

Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Alpines_Steinschaf am 24.12.16.

(2) Ebd.

(3) http://www.alpines-steinschaf.net/abstammung1.php am 24.12.16.

(4) Ebd.

(5) Ebd.

(6) Ebd.

(7) Vgl.: ebd.

(8) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/alpines-steinschaf am 24.12.16.

(9) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/krainer-steinschaf am 24.12.16.

(10) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/tiroler-steinschaf am 24.12.16.

(11) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/montafoner-steinschaf am 24.12.16.

Bildquellen: 

Alpine Steinschafe: http://www.g-e-h.de/geh/jupgrade/images/stories/geh-raku/schafe/AlpineStein_Aschauer_kl..jpg am 24.12.16. & http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=6571&ph=3 am 24.12.16.

Steinschafbock: https://www.dbu.de/media/wdu/181109012119so34.jpg am 24.12.16.

Krainer Steinschafe: http://www.suedsteiermarkwissen.com/wp-content/uploads/2014/07/DSC00444.jpg am 24.12.16.

Tiroler Steinschaf:  https://media.manufactum.de/is/image/Manufactum/1000w_shop/Tiroler-Steinschaf-01-41446.jpg am 24.12.16.

Montafoner Steinschaf: http://www.montafonlive.at/userfiles/bergbauernleben/schaf_gross.jpg am 24.12.16.

Alpinies Steinschaf-Lamm: http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.lebenswelt-mont.ch%2Fcms%2Fwp-content%2Fuploads%2F2013%2F09%2FNena-und-Junge.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.lebenswelt-mont.ch%2Falpine-steinschafe%2F&h=600&w=900&tbnid=neCagRPmG9oOXM%3A&vet=1&docid=CeBAFnoDEJ8iaM&ei=VXxeWPDMLZPjwALQiaaABw&tbm=isch&client=opera&iact=rc&uact=3&dur=2864&page=6&start=105&ndsp=23&ved=0ahUKEwiwy83l-4zRAhWTMVAKHdCECXA4ZBAzCBIoEDAQ&bih=644&biw=1232 am 24.12.16.

 

 

Faserkalender – Türchen 23: Das Bergschaf

Nur noch ein Tag, dann ist Weihnachten. Ich muss gestehen, langsam erfordert mein spontaner Recherche-Kalender immer mehr Disziplin. Der Shop ist bereits geschlossen, die Weihnachtsgeschenke liegen beisammen, der Kühlschrank ist gefüllt und die Morgen ziehen sich weit in den Mittag hinein. So auch die Blogbeiträge, die heute und sicherlich auch morgen, immer später am Tag veröffentlich werden 😉

Heute wende ich mich dem Bergschaf zu.

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Ich hatte vor 2 Tagen über die Einteilung der Schafe nach Verwendungszweck gesprochen und dabei dann über das Landschaf berichtet (1).

  • Wollschafe
  • Landschafe
  • Merinoschafe
  • Fleischschafe

So gehört auch das Bergschaf zu Kategorie der schlichtwolligen deutschen Landschafe. Es ist heute ein gezüchtetes Schaf, das aus verschiedenen Bergrassen entwickelt wurde. Gestern habe ich das Schaf im Bericht über die Walliser Schwarznasen ganz am Rande gestreift.

Das heutige Zuchtziel ist „(…) ein schlichthaariges, fruchtbares, widerstandsfähiges und genügsames Schaf, das in der Lage ist, Almflächen bis zur Baumgrenze zu nutzen und trotz der hohen Niederschläge bei zweimaliger Lammung im Jahre eine gute Woll- und Fleischleistung zu erzielen.“ (2) „Das Vlies besteht aus einer lang abgewachsenen, leicht gewellten, weißen Schlichtwolle mit seidigem Glanz, die eine Feinheit von 32 bis 36 Mikron hat. Zweimal jährlich Schur.“ (3)

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Seine Geschichte

Zunächst war der Begriff ein Oberbegriff für verschiedene Schafrassen, die in den Alpen genutzt wurden. Zu Beginn des 20. Jh.s waren 4 Bergschafrassen vorherrschend: das Steinschaf, das Goggel- oder Zackelschaf, das Kärntnerschaf und das Bergamaskerschaf. Zackelschaf war ebenfalls eine übergeordnete Bezeichnung für alle Kreuzungen aus Steinschaf und Bergamaskerschaf. Diese beiden Rassen waren die Ausgangsbasis für alle weiteren Bergschafrassen. (4)

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Das ursprünglich genutzte Bergschaf in den bayrischen Alpen war lange Zeit  das mischwollige Zackelschaf. „Um die Wende des 17. zum 18. Jahrhundert wurden die aus Italien eingeführten großen Bergamaskerschafe erstmalig im bayerischen Gebirge eingesetzt.“(5) Das Bergamaskerschaf ist in Bergamo, Como und der Lombardei beheimatet. Auch das Paduanerschaf hatte einen Einfluss auf die Bergschafrassen, besonders auf das Kärntnerschaf. Es stammt aus dem östlichen Teil Oberitaliens und ist dem Bergamasker ähnlich, typisch für das Paduanerschaf waren die Brillenzeichnung und die schwarzen Ohrenspitzen.

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Noch in der 1. Hälfte des 20. Jh.s wurde die Schafe von Kleinbauern gehalten mit meist nur 3-10 Tieren. 1923 wurde der erste Bergschafzuchtverein begründet und die erste Schafschau veranstaltet, bei der 26 Steinschafe, 27 Goggelschafe, 15 Bergamaskerschafe und 25 Kreuzungstiere vorgeführt wurden. 1940 wurde ein Höhepunkt in der Anzahl der Tiere erreicht, welche am Almtrieb beteiligt waren. Ab 1938 wurde mit der Herdbuchführung und mit Leistungsprüfungen bei Bergschafen begonnen. „In den 70er Jahren gründeten sich in allen Gebirgslandkreisen gut organisierte Schafhaltervereinigungen.“(6) Heute ist das Bergschaf die dominierende Rasse in den Gebirgsgegenden und seit 1938 als eigenständige Rasse anerkannt. (7)

Das Tiroler Bergschaf und das braune Bergschaf

Das Bergschaf ist auch den den Tiroler Alpen die meist verbreitete Bergschafrasse und ist die Züchtungsgrundlage für das braune Bergschaf. (8) „Aus Überlieferungen von Hirten und Schäfern geht hervor, dass damals der Anteil von farbigen Steinschafen weitaus größer war als der weißen.“ (9) Seine Wolle ist „cognac- bis dunkelbraun, schlicht und leicht gekräuselt“(10).

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Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf am 21.12.16.

(2) http://www.vieh-ev.de/Rassen/Schafe/bergschaf.html am 23.12.16.

(3) Ebd.

(4) Vgl.: Ebd.

(5) Ebd.

(6) Ebd.

(7) Vgl.: Ebd.

(8) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Tiroler_Bergschaf am 23.12.16.

(9) https://de.wikipedia.org/wiki/Braunes_Bergschaf am 23.12.16.

(10) http://www.alpinetgheep.eu/tiroler-bergschaf.html am 23.12.16.

Bildquellen:

Bergschaf: http://www.held-innsbruck.at/media/files/gallery/2/45-Tiroler-Bergschaf-a18323007.jpg.gallery.big.jpg am 23.12.16.

Bergamaskerschaf: https://www.prospecierara.ch/uploads/gallery/591/saaser_mutten_top_neu.jpg am 23.12.16.

Brillenschaf: Wikipedia Commons am 23.12.16.

Braune Bergschaf: Ebd.

 

 

Faserkalender – Türchen 22: Walliser Schwarznasen

Die Angaben zur heutigen Wolle lautete: Walliser Schwarznase  im Vlies, naturweiß, mittelfein mit 27 mic. Wunderbar! Ich mag diese ursprünglichen Schafe besonders.

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Die Walliser Schwarznasen gehören zu den Hausschafen und werden im Oberwallis, im Süden der Schweiz, gehalten. Sie sind sehr gut an die karge Höhenlange im Gebirge angepasst. Sie sind gute Kletterer und können so auch schwer erreichbare Bereich im Gebirge beweisen. Sie gelten „als primitive Schafsrasse, die eng mit der Wildform der Urschafe verwandt ist.“(1) Als Zuchtgrundlage wurden mit den Walliser Schwarznasen auch andere Bergschafe entwickelt, wie die gehörnten, braunwolligen Alweg, die Vispertalerschafe und die norditalienische Bergamaskerschafe. (2)

Ihre Geschichte

Sie wurden im 15. Jh. erstmalig erwähnt und Mitte des 16. Jh.s wird es als Kupferschaf erneut. Vermutlich fand es in vorrömischer Zeit seinen Weg in die Alpentäler, wo es auf Grund der Abgeschiedenheit kaum fremder Einflüsse ausgesetzt war.

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Im 19. Jh. fand die erste Verbesserung der Schwarznasen statt. Man kreuzte australische Southdown-Schafe ein, um so eine standardisierte Schafrasse für die Schweiz zu entwickeln, die einen hohen Wollertrag und eine hohe Fleischleistung erbringen. Allerdings hatte die Vermessung zur Folge, dass die Tiere weniger gut an die Höhenlange angepasst waren und weniger genügsam und robust. Auch die Wolle wurde durch die Southdown-Gene kürzer und die Schäfer, die auf auch Heimspinner waren, waren wenig begeistert. Ebenso unerfreut waren die Metzger, die den höheren Fettanteil ablehnten.

In den 30er-60er wurde erneut versucht, die Schwarznasen zu normieren und entwickelten das Weiße Bergschaf, welches staatlich gefördert wurde. Alte Schafrassen, waren nicht mehr gewollt, durften nicht mehr prämiert werden und sollten langfristig ausgerottet werden. Zusätzlich wurden große Teile der alten Schafbestände gekeult, um zeitgleich grassierenden Epidemien in den Tälern einzudämmen.

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Ab den 60ern führten vermehrte Schlachtimporte zu einer höheren Konkurrenz auf dem Fleischmarkt und gezüchtete Schafrassen mit einer höheren Fleischleistung und kürzeren Mastzeiten wurden bevorzugt. Und so wurde erneut versucht, durch Einkreuzungen die Fleischleistung der Schwarznasen zu erhöhen, was von traditionellen Schwarznasenzüchtern abgelehnt wurde und in Folge in den 79ern wieder eingestellt wurde. Des Weiteren wurden die Schafe darauf hin gezüchtet, dass ihre Beine und Köpfe frei von langer Wolle blieb und so die Schur erleichtert wird. Nebenerwerbs- und Hobbyschäfern legten hingegen ihr Augenmerk auch zunehmend auf ästhetische Gesichtspunkte bei ihren Zuchtbemühungen, hin zu behaarten Gesichtern und Beinen bei modernen Walliser Schwarznasen. Der Oberwalliser Schwarznasenschafzuchtverband wurde 1948 gegründet. Erst 1962 wurde das Walliser Schwarznasenschaf als Rasse anerkannt und 1964 in den Schweizer Schafzuchtverband aufgenommen. (3)

Ihre Nasen und die Wolle

Die Walliser Schwarznasen bilden gedrehte Hörner und haben auffällige schwarze Bereiche im Gesicht: Nase, Augen und Ohren sind am Kopf schwarz, ebenso an den Beinen und am Schwanz finden sich schwarze Regionen. Das restliche Fell ist weiß. Das ursprüngliche Schaf ist vollständig bewollt und liefert 3-4,5kg Vlies.

Die Wolle ist eher grob, von langer Stapellänge (-10cm) und hat neben der Oberwolle, welche sich an den Spitzen kräuselt, feine Unterwolle.(4)

 

Zuletzt habe ich noch einen Filmtipp: Es gibt einen Dukumentarfilm

  • Sylviane Neuenschwander: Schneeweisse Schwarznasen. Dokumentarfilm, Ghornuti Productions, Ayent VS 2006

Dazu der Trailer:

 

Und noch ein weitere kleiner Kurzfilm für euch:

 

Viel Spaß beim Schauen 🙂

Quelle: 

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Walliser_Schwarznasenschaf am 22.12.16.

(2) Vgl.: ebd.

(3) Vgl.: ebd.

(4) Vgl.: ebd.

Bildquellen: Wikipedia Commons am 22.12.16.

Faserkalender – Türchen 21: Landschafe

Auf ein Neues: eine unbekannte Wolle – „Landschafwolle“ – und eine neue Recherche.

Was sind eigentlich Landschafe?

Hier sind wir wieder bei der Schafrasseneinteilung. Es kann nach Wolltyp unterschieden werden, das haben wir bereits in einem früheren Post getan. Man kann die Rassen aber auch nach ihren Verwendungszweck unterscheiden:

  • Wollschafe
  • Landschafe
  • Merinoschafe
  • Fleischschafe

Die Landschafe lassen sich folgendermaßen einteilen(1):

  • Mischwollige deutsche Land- und Heideschafe: Heidschnucke, Bentheimer Landschaf, Rauwolliges Pommersches Landschaf
  • Schlichtwollige deutsche Landschafe: Bergschaf, Rhönschaf, Ostfriesisches Milchschaf, Schwarzwaldschaf
  • Schlichtwollige Landschafe im übrigen Europa
  • Steppenschafe (mischwollige): Fettschwanzschaf, Fettsteißschaf

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Die Mischwolligen Landschafe

Über das Friesische Milchschaf habe ich gestern berichtet. Heute möchte ich etwas über das Bentheimer Landschaf, das Pommersche Landschaf und die Heidschnucke schreiben.

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Das Bentheimer Landschaf ist erstmals 1864 nachgewiesen und ist in der Region um Bentheim beheimatet. In der ehemaligen Grafschaft wurde das deutsche Heideschaf mit holländischen Heideschafe gekreuzt. Das gleiche geschah auch in Holland und dort entstand eine Schwesterrasse, das Schoonebeker Schaf. Heute ist das Bentheimer Schaf vom Aussterben bedroht. 2005 wurde es zum Haustier des Jahres ernannt und 2011 waren knapp 2500 Tiere in Deutschland gelistet. Als Nutzrasse wird das Bentheimer Schaf zur Landschaftspflege und in Sand- und Moorheiden eingesetzt. Im Tierpark Nordhorn und im Wildpark Schwarze Berge wird das Bentheimer Landschaf als bedrohte regionale Haustierrasse erhalten und gezüchtet. (2)

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Das Rauwollige Pommersche Landschaf ist eine andere Hausschafrasse. (3)

Die Tiere haben eine schwarze Haut und liefern eine Mischwolle die fast schwarz (blau) bis grau ist. Sie kann versponnen werden und eignet sich für strapazierfähige Garne für Outerwear.

Ich habe eine Seite gefunden, die historische Zuchtziele dokumentiert. Ich habe euch hier die Ziele bezüglich der Wolle heraus geschrieben(4):

Gaede, 1926: „(…) Die Länge der Wolle ist bedeutend. Spricht man von einer Länge der Wolle, so ist Voraussetzung, das ihr Wachstum 1 Jahr gedauert hat und dass beim Messen die Kräuselungsbögen gerade gestreckt sind, ohne dass eine Dehnung des Haares stattgefunden hat. Die grauwolligen Landschafe haben häufig eine Wollänge von 28-36 cm. Infolgedessen teilt sich auch die Wolle auf dem Rücken und fällt seitwärts ab. Diese Art der Wollagerung auf dem Körper ist von großer Bedeutung, da die Tiere dadurch in der Lage sind, selbst bei nassem Wetter auf der Weide zu bleiben, ohne dass die Gefahr besteht, dass das Wasser bis auf die Haut eindringen und so leicht eine Erkältung herbeiführen könnte. Das Wasser bleibt nur auf dem Vlies und tropft hier ab. Die Eigenschaft, Strähnchen und Stapel zu bilden, besitzen die Wollhaare der grauwolligen Landschafe nicht, allerdings mit der Einschränkung, dass diejenigen Schafe, deren Wolle noch nicht zu lang ist, eine gewisse Stapelbildung zeigen, deren Form offen und spießig ist. Jedoch mit Zunahme des Wachstums der Wollhaare verliert sich diese Eigenschaft mehr und mehr. Die Haare liegen dann neben- und aufeinander und geben dadurch dem Körper eine schützende Decke.(…)“

Arcularius (1939): “ (…) Feinheit C-D-E. Lange Mischwolle. Ausgeglichenheit wird angestrebt. Spinnfähigkeit für Hausfleiß muß erhalten bleiben.(..)“

Hering (1941): „(…) Die Wollfeinheit von D-E wird aufrecht erhalten, wie die Länge und die hellgraue, graublaue und grauschwarze Naturfarbe, weil diese Wolle im Haushalt zur Werkkleidung verarbeitet wird und von keiner anderen ersetzt werden kann. (…)“

1955: „(…) Landschaf mit rauer Wolle bei guter Fruchtbarkeit und bester Kondition mit befriedigender Fleisch- und Wolleistung zu züchten. Dabei sollte die Wolle bei graublauer bis blaugrauer Farbe mit stahlblauem Glanz eine C- bis CD-Feinheit aufweisen (30-34 µ). (…)“

1956 ( Tierzuchtinspektion Schwerin): „(…) Wolle: mischwollig, C-CD Sortiment, guter Flankenbesatz, Mindestlänge 12 cm, Farbe graublau bis blaugrau. Wolleistung: Böcke 5 kg, Muttern 3,5 kg, Rendement mindestens 55 %. (…)“

Heute: „(…) Kräftige, sehr lange Mischwolle in den Feinheiten C-D mit feiner, dichter Unterwolle. Wollfarben grau bis blau, im Vlies ausgeglichen. (..)“

Exkurs: Wollklassifizierung

Ich hatte ja bereits über Wollfeinheiten gesprochen, allerdings bezogen auf Merinowolle und dabei ließ ich unsere deutschen Wollklassen außer Acht, welche mit Großbuchstaben von A-E eingeteilt werden. Deshalb möchte ich eine Tabelle nachtragen welche, diese Feinheiten mit den mic in Bezug setzt (5):

Länge in cm Mikron µ England USA Deutschland
5 – 8 16 – 18 80’s Very fine XXX (80’s) AAA
3 – 5 19 – 20 70/80’s Fine XX (70’s) AA
2 – 3 21 – 22 64’s Fine medium X (64’s) A
6 – 8 23 – 24 60/64’s High Half Blood (60’s) A/AB
8 – 10 25 – 26 60’s Half Blood (60’s) AB/B
10 – 12 27 – 28 58’s 5/8 Blood (56’s) B
10 – 12 29 – 30 56’s High 1/4 Blood (50’s) C1
12 – 15 31 – 33 48/50’s 1/4 Blood (48’s) C2/D
15 – 18 34 – 36 44/46’s Low 1/4 D1
16 – 18 37 – 39 44’s Common (44’s) D2
18 – 20 40 – 41 40’s Braid (40’s) E
20 – 22 42 – 44 36’s EE

 

Die Heidschnucke gehört zu den Nordischen Kurzschwanzschafen. Hierzu zählen weitere Schafe, von denen wir schon ein paar kennen gelernt haben:

  • Graue Gehörnte Heidschnucke
  • Weiße Hornlose Heidschnucke (Moorschnucke)
  • Weiße Gehörnte Heidschnucke
  • Skudden
  • Ouessantschaf aus Frankreich
  • Gotlandschaf
  • Guteschaf
  • Ålandschaf

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Die Heidschnucke stammt wohl vom Mufflon in Sardinien und Korsika ab. Ursprünglich wurde sie als Heideschafe in weiten Regionen wie der Bretagne, Schottland, Norddeutschland, Skandinavien und Sibirien eingesetzt. In Deutschland und in der Lüneburger Heide hat sich die graugehörnte Heidschnucke durchgesetzt. Ihre Wolle wurde auf Heidehöfen traditionell für Teppiche und Outerwear genutzt, ihr Fleisch diente der Ernährung der Familie und das Tier wurde in der Landschaftspflege eingesetzt.(6) Die Wolle der grauen Heidschnucke ist grau und ihre Haut ist schwarz. Die Lämmer werden mit schwarzer Wolle geboren, die sich später aufhellt. Es gibt auch einige weiße Tiere der grauen Heidschnucke. Heute wird die Wolle auf Grund ihrer Grobheit kaum noch genutzt, statt dessen werden die Schafe überwiegend zur Fleischgewinnung gehalten.

Übrigens: Jedes Jahr, immer am zweiten Donnerstag im Juli, findet in Müden der Heidschnuckentag statt. (7)

Fazit: 

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Das Bentheimer Landschaft hat eine weiße, recht grobe und langfaserige Wolle. Das Pommersche Wollschaf soll eine Wollfeinheit von 30-34 mic aufweisen und im blauen Farbbereich liegen.Und die Heidschnucke hat ebenfalls eine blaue/graue Wolle, die sehr grob ist. Das Friesische Milchschaf kann weiß bis schwarzbraun sein und soll eine Feinheit von 32-38 mic aufweisen.

Unsere Wolle hier ist mittel-braun meliert und hat eine Feinheit von 25 mic, somit entfallen alle Kandidaten für unsere Wolle und die Frage, welches Landschaf es sein könnte, muss zunächst offen bleiben.

In den letzten Türchen kommen noch ein paar weitere Schafe, darunter auch die Bergschafe, und vielleicht hilft diese Recherche noch etwas weiter.

Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf am 21.12.16.

(2) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Bentheimer_Landschaf am 21.12.16.

(3) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Rauwolliges_Pommersches_Landschaf am 21.12.16.

(4) http://www.pommernschafe.de/histoziel.html am 21.12.16.

(5) http://www.handspinnen.de/klass/index.html am 21.12.16.

(6) Vgl.: http://www.schafzucht-niedersachsen.de/Schafzucht-Verbaende-Niedersachsen/index.php?option=com_content&view=article&id=22&Itemid=664&lang=de am 21.12.16.

(7) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Heidschnucke am 21.12.16.

Bildquellen:

Heidschnuckenherde: Wikipedia Commons am 21.12.16

Bentheimer Landschaf: ebd.

Pommersche Landschaf nach der Schur: ebd.

Heidschnucken: ebd.

Faserkalender – Türchen 20: Portugal, Käse und das Friesische Milchschaf

Portugal und die Schafe… Puh. Das ist wieder eine schwierige Recherche. Wie ihr euch denken könnt lässt ich über die Wolle nichts sagen, was ich in den letzten Posts schon sagte: spannende Farbe, schön kardiertes Vlies, aber keine weiteren Infos, über die Region der Herkunft oder die Schafrasse. Mein Standarttipp aus der Faserkalender-Erfahrung: Merino? Ich glaube, das wird der Scherz dieser Blog-Aktion 😉

Gut. Aber was ist mit Portugal? Wer kenn nicht die tolle Schaf- und Ziegenkäse? Und Portugal kann auch mit alten Traditionen in der Schafhaltung, Herdentrieb und Hirtenkultur aufwarten.

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Schafhaltung in Portugal

Ich habe eine Studie gefunden, die einen Überblick über die Schaf- und Milchproduktion von 1999 bis 2009 vermittelt. Hier wurden 52.000 Schafgarbe mit um 2.2 Millionen Schafe dokumentiert. 50% der Schafe werden in der Region Alentejo gehalten. Etwa 424.000 Tiere werden zur Milchgewinnung gehalten. Ca. 20% der Schafe werden zur Fleischproduktion gehalten. Die Milchproduktion findet verstärkt in den Regionen Beira Interior (BI) und Beira Litoral (BL) statt, doch die stärkste Milchproduktion findet sich auch in Alentejo.

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Die Schaffarmen halten im Durchschnitt eher kleine Herden von 5-50 Tiere und es handelt sich somit um kleine Betriebe mit einer starken regionalen Ausrichtung. In den starken Produktionsregionen, wie in Alentejo,  steigt natürlich die Anzahl an Betriebe mit größeren Schafbeständen, des Weiteren weisen Milchbetriebe tendenziell größere Bestände als Fleischbetriebe auf.

Betriebe mit 1-9 Schafe machen 50% des gesamten Schafbestandes aus. Große Farmen mit über 500 Tieren bilden nur 2%. Kleinstbetriebe finden sich verstärkt in der nördlichen Küstenregion und im Landesinneren finden sich eher mittlere Betriebe.(1)

Alentejo und die „Käseschafe“

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Alentejo liegt im südlichen Landesinneren Portugals und ist das Hauptanbaugebiet der Korkbäume. Hier können die Sommer sehr trocken werden und die Schie müssen das Aushalten. Überwiegend werden, wie wir nun wissen, Milchschafe gehalten und ich las einen Hinweis, dass das deutsche Milchschaft eingekreuzt wurde oder gehalten wird, da es die Trockenheit wohl gut aushält. (2)

21Es ist also in der Schafhaltung Portugals und auch in der Region Alentejo, die Milchproduktion, die neben der Ziegenmilch, die Grundlage der Käseherstellung ist. Der bekannteste Käse der Serra da Estrela Region ist der Queijo da Serra und vergleichbar mit dem Brie-Käse. Ein anderer typischer Käse ist der Serpa-Käse mit strengen Geruch und leicht scharfen Geschmack. Er wurde zunächst aus der Milch einheimischer Merinos hergestellt. Später wurden auch die französischen Lacaune-Schafe eingesetzt. (3)

 

Selbstverständlich muss es auch andere einheimische Rassen in Portugal geben. Hier konnte ich folgende Rassen finden (4):

  • Mondegueiro-Schaf (gleichnamiger Käse)
  • Bragancano-Schaf
  • Kreuzung von Bragancano-Schaf mit Milchschaf
  • Sarda
  • Badano
  • Churra-Schaf  (Dazu habt ihr schon in einem älteren Post gelesen 🙂 Spanischer Schafkäse)

Zur Wolle

Zur Wollproduktion fand ich folgende Information: Ein Großteil der Wolle in Portugal wird, obwohl eine große Nachfrage an Wolle besteht, importiert. Dennoch bestehen keine großen Bestrebungen den Wollertrag zu erhöhen, ebensowenig hinsichtlich der Verbesserung der Qualität in Bezug auf Feinheit, Stapellänge und Vliesverschmutzung. Die Schafhaltung spielt aus wirklich nur in der Fleisch- und Milchproduktion eine wichtige Rolle. Auch die Crossbreedung-Programme zielen auf die Verbesserung der heimischen Rassen in Bezug auf Fruchtbarkeit, fettere Lämmer, robustere Gesundheit und bessere Strapazierfähigkeit während der heißen Sommer, Dürreperioden und den regionalen Wetterbedingungen ab. Hier wird die Einkreuzung von „highquality breeds“ wie das Romanov-Schaf, das Finnisch Landschaf und das Deutsches Milchschaf, oder auch das île de France-Schaf, Texel oder das Charolais-Schaf empfohlen. (5)

Exkurs: Das deutsche Milchschaf oder das Ostfriesische Milchschaf

Das Deutsche Milchschaf ist das Friesische Milchschaf. Es stammt von der friesischen Nordseeküste und wird in der gesamten Norddeutschen Region, in den Niederlanden und in Belgien gehalten. Es ist die wichtigste friesische Schafrasse und ein höchstproduktives Milchschaf. Sie können in besonders großen Herden gehalten werden und lassen sich in viele andere Schafrassen gut einkreuzen. (6)

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Friesische Wolle: 7-15 cm Stapellänge / 26 -37 mic, durchschnittlich 28-33 mic / blockartige Locken mit aus gebleichten Spitzen, definierte, aber eher unregelmäßige  Kräuselung / natürliche Farben: weiß und schwarz

Verwendung: Kürzerer Staple können kardiert werden, längere können gekämmt werden und aus der Falte gesponnen werden. Es kann Streich-, wie auch Kammgarn gesponnen werden. In beiden Varianten, wird vermehrt Luft im Garn sein. Generell wird die Wolle eher für Außenbekleidung, aber nicht für direkten Hautkontakt geeignet sein. (7)

Dies war nun meine Ausbeute zur #Portugal #Schafe und #Wolle. Die Wolle musste diesmal zurück treten, dennoch hoffe ich, dass etwas Interessante für euch dabei war und ihr jetzt vielleicht Lust auf Schafskäse bekommen habt 😉

Quellen:

(1) Vgl.: http://file.scirp.org/Html/5-7200736_46913.htm am 20.12.16.

(2) Vgl.: https://montelevartempo.wordpress.com/tag/milchschafe/ am 20.12.16.

(3) Vgl.: http://lovemyportugal.blogspot.de/2008/04/serpa-cheese-dop.html am 20.12.16.

(4) Vgl.: http://pdf.usaid.gov/pdf_docs/PDAAM876.pdf am 20.12.16.

(5) Vgl.: ebd.

(6) Vgl.: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=2776&ph=4 am 20.12.16.

(7) Vgl.: D. Robson u. C. Ekarius: The Fleece & Fiber sourcebook, North Adams 2011, S. 259f.

Bildquellen:

Schaftrieb: https://backtothewheel.wordpress.com/2016/12/10/faserkalender-tuerchen-10-argentinien-falklandinseln/ am 20.12.16.

Antelejo Landschaft: Wikipedia Commons am 20.12.16.

Schafherde: http://www.wineanorak.com/alentejo/alentejo_1_introduction.htm am 20.12.16.

Käse: http://lovemyportugal.blogspot.de am 20.12.16.

Ostfriesische Lämmer: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=2776&ph=4 am 20.12.16.