Häkelteppich

Oh weh, die Zeit vergeht so schnell. Und es sind gerade so viele Dinge in der Pipeline, dass keine richtig fertig wird.

Erst gestern wurde ein Garn aus einem superschönen Angoravlies fertig und das sich nun in einem Cowl verwandelt. Heute wollte ich es euch zeigen und dann sehe ich, dass ich es verdusselt habe ein Bild von dem Vlies zu machen. Es war wirklich richtig schön – ein Seidenhase-Vlies. Ich liebe sie! Also wird es noch etwas dauern, bis ich euch den fertigen Cowl zeigen kann 🙂

Dafür ist heute eine Garn-Leiche in einen nützlichen Zustand überführt worden…

Cottoncandy DetailDas Garn hier war vor fast 3 Jahren meine erster Versuch die Demeterwolle, die ich so gerne habe, zu verspinnen. Gleichzeitig war es mein erster Versuch eines Thick `n´ thins und dann noch mein erster Versuch die scharf abgegrenzten kerngesponnen Abschnitte zu fabrizieren. Tja…. eine echte Garn-Leiche eben, denn als Versuchsgarn, war einiges nicht so super gelungen.

Das Hauptproblem war, dass ich ein krauses Garn, dass eigentlich locker zu einem Streichgarn versponnen werden sollte, mit dem kurzen Auszug zu einem glatten Garn versponnen hatte. Das betrifft die dünnen Stellen des Thick `n´thins und den zweiten Einzelfaden zum verzwirnen. Die Folge war, das Garn ist hart, kratzig, steif und absolut nicht tragbar. Es ist das perfekte Beispiel, wie wichtig es ist, die Spinntechniken zu kennen und sie den Faservorgaben anzupassen. Damals war ich erst kurz beim Spinnen und kannte nur den kurzen Auszug. Und so lag das Garn bei mir herum und ich wusste nicht so recht was ich damit machen sollte. Eine Tasche wäre noch eine Alternative gewesen, denn strapazierfähig ist es wahrlich … 😉

Foto 2In einer Nacht und Nebelaktion wurde dann ein Häkelteppich daraus. Mit einer 15mm Häkelnadel und dem einfachsten Häkelstich habe ich Runden gehäkelt. Am Anfang habe ich jede Masche verdoppelt, nach ein paar Runden dann nur noch jede Zweite, wieder ein paar Runden später jede Dritte Masche und  so wurden es immer weniger Dopplungen, bis ich am Ende gar keine mehr doppelte. Ich denke es ergibt wenig Sinn hier alle Runden zu zählen und die Dopplungen anzugeben, denn das schwankt sicher von Garn zu Garn und von Häklerin und Fadenspannung zu anderen. Ich neige zu festen Maschen und musste immer aufpassen schön locker zu häkeln, damit sich der Rand nicht hochwölbt. Je fester gehäkelt wird, desto mehr Dopplungen braucht man, so viel glaube ich sagen zu können… Ich glaube frei Schnauzte zu häkeln funktioniert besser 🙂

Foto 1Der Teppich fühlt sich irre gut an. Beim Stehen spüre ich die Maschenknubbel und das ist wie eine weiche Fußmassage. Der perfekte Morgentepppich, wenn man mit Zahnbürste verknautscht im Bad steht: fußwarm mit Massage 🙂

Jetzt muss er sich nur noch ein wenig einlegenen. Wahrscheinlich wandert er noch in ein warmes Bad.

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3 Gedanken zu „Häkelteppich“

    1. Hallo Angela,

      gute Frage:-) Ich hab ihn noch nicht gemessen. Allerdings ist er ideal um warm im Badezimmer vor dem Waschbecken zu stehen, also wie so ein Badevorleger…

      Viele liebe Grüße:-)

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