Spinnen mit der Kreuzspindel

Heute möchte ich gerne zeigen, wie ich mit der Kreuzspindel spinne und den Knäuel auf dem Kreuz winde.

Seitdem ich die Matthesspindeln in meinem Shop habe und unter anderem auch die Kreuzspindeln anbiete, bemerke ich, dass die Kreuzis nicht nur bei erfahrenen Handspinnern beliebt sind, sondern auch bei den Anfängern. Und so hatte ich bereits in einer Insta-Story kurz gezeigt, wie ich den Knäuel winde, um einigen Kreuzis-Neulingen eine kleine Starthilfe zu geben. Jetzt möchte ich das ein bisschen ausführlicher machen.

Die Spindeln

 

Hier sind ein paar Kreuzspindelformen, die ich in letzter Zeit in meinem Shop hatte. Ihr seht hier 2 unterschiedliche Armtypen: Die konvexen Armen – in großer und in kleiner Ausführung – und, die geschwungenen Armen – in einfacher Holzgestaltung und in 2-farbiger Holzgestaltung. Auf diesen Unterschied komme ich weiter unten nochmal zu sprechen. Oben links seht ihr, wie das Kreuz grundsätzlich aufgebaut ist. Beide Arme können in einander gesteckt werden, um das Kreuz zu bilden, welches dann auf den Schaft aufgesteckt wird. Je nach dem ob es eine Fußspindel ist, wie die hier gezeigten Spindeln, oder ob es eine Kopfvariante ist, weißt der Schaft eine unterschiedlich positionierte Verdickung auf um das Kreuz zu fixieren. Hier ist die Verdickung am unteren Ende des Schaftes und der Kreuz wird von oben über den Haken aufgesteckt und durch die Verdickung unten gestoppt.

Spinnen mit der Kreuzspindel

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Ich zeige euch meine Variante des Windens, wohl wissentlich, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, den Knäuel aufzubauen und zu wickeln. Im Grunde geht es einfach darum, den Faden auf das Kreuz zu wickeln und gleichzeitig den fast meditativen Aspekt zu genießen, ein schönes Farbmandala zu erzeugen. Einfach weil es schön aussieht und sehr entschleunigend wird. Diese Art zu Spinnen dauert natürlich sehr viel länger, als mit einer normalen Kopf- oder Fußspindel, wo der Faden einfach nur konenförmig auf den Schaft gedreht wird, ohne ihn besonders zu sortieren. Also für Ungeduldige ist diese Handspindel nichts 😉

Anspinnen ohne Leader

Ich zeige euch zunächst, wie ich die ersten Fasern an der Spindel anspinne. Das lässt sich auch auf eine normale Spindel übertragen und hat nichts mit der Kreuzspindel an sich zu tun. Ich persönlich bin eher der faule Typ und verzichte auf einen Leader um neue Fasern an die Spindel zu spinnen. Statt dessen hänge ich die ersten losen Fasern in einer Schlaufe an den Haken und spinne sie zu einem kurzen Faden. Dann drehe ich diesen Ansatz mit den Fingern wieder soweit auf, dass sich eine Schlaufe von der Größe des Schaftdurchmessers bildet. Jetzt kann ich diese Schlaufe auf den Schaft schieben und unten am Wirtel positionieren. Du kannst den Ansatz auch vom Haken nehmen und von UNTEN auf den dicken Teil des Schaftes schieben. Das ist total egal, denn im Grunde wirst du das sehr schnell nicht mehr sehen, wenn du das Winden beginnst. Ich winde den Faden wieder hoch zum Haken und beginne das ganz normale Spinnen. Et voilá: Die Fasern sind angesponnen und der Leader wird eigentlich gar nicht gebraucht.

 

Das Winden

Bei der Kreuzspindel beginne ich – ist eine Armlänge gesponnen – das Winden. Entweder man kann erstmal ein paar Meter spinnen und auf den Schaft winden um einen Vorrat an Faden anzulegen und DANN das Knäuel winden. Oder man windet immer nach einer Armlänge Faden gleich das Knäuel, das ist einfach eine persönliche Vorliebe. Ich winde immer gleich das Knäuel. Und das mache ich so:

1: Der Faden verläuft UNTER 1 Arm,

2: dann weiter ÜBER 2 Arme,

3: dann wieder UNTER 1 Arm, usw.

 

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_39abDabei sollte der Faden immer gut unter Spannung gehalten werden, klar, sonst kräuselt sich der Faden. Aber auch das Knäuel sollte straff gewickelt werden, sonst wird es viel zu lose und könnte später zu weich und wabbelig werden oder gar auseinander brechen. ABER, das Knäuel darf auch nicht zu fest gewickelt werden, sonst fällt es schwer, es später vom Kreuz zu lösen. Es ist einfach eine Frage von Gefühl. Eine gute Orientierung ist es, wenn sich die Fäden schön neben einander setzten lassen ohne zu verrutschen, ohne in die untere Lage einzuschneiden und ohne den Knäuel zu deformieren.

 

Und so sieht das ganze dann von oben und von unten aus.

 

Jetzt ist die Frage, wie lange setzte ich einen Faden neben den anderen und wann beginne ich eine neue Lage. Wenn die Fäden sich nicht mehr schön neben einander setzten lassen und beginnen übereinander zu rutschen, beginne ich eine neue Lage. Ich wechsele aber auch erst zur neuen Lage, wenn die aktuelle Lage, die darunter liegende Lage vollständig von der aktuellen Lage verdeckt wird. Hier kann man nun überlegen, ob der Rhythmus, mit dem gewickelt wird, umgekehrt werden soll. Also:

1: ÜBER 1 Arme,

2: UNTER 2 Arm,

3: ÜBER 1 Arme, usw.

Damit wird das Muster einfach von untern nach oben vertauscht. Ich mache das inzwischen abwechselnd, denn das formt dem Knäuel symmetrisch, betrachtet man in der horizontalen Ebenen. Also die 1. Lage so herum und die 2. Lage anders herum und die 3. Lage wieder wie die 1. Lage usw.

Wenn das Knäuel anwächst, kann es dann so aussehen – und mit einem Verlaufskammzug finde ich es besonders hübsch. Hier würde ich übrigens noch 3-4 Fäden neben einander setzten und dann die Lage wechseln.

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Das Abziehen des Knäuels

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_39c0Hier habe ich mit einer anderen Spindel gesponnen. Die Kreuzspindel aus dem oberen Beispiel ist eine kleine Spindel, mit konvexen Armen. Diese Spindel hat geschwungene Arme. Ein wunderschönes Model, doch leider habe ich hier ein kleines Problem bekommen: Die Arm, der den inneren Arm aufnimmt ist so geformt, dass er an der Stelle, wo er den inneren Arm aufnimmt, anschwillt. Da ich das Knäuel recht fest winde hatte es dann an der Stelle, wo der Arm wieder abschwillt den Knäuel vom Herausziehen blockiert. Tattaaa, doofe Sache. Ich habe also den Knäuel nicht mehr vom Kreuz bekommen.

Normalerweise läuft das so, und mit den konvexen Kreuzen ist das auch überhaupt kein Problem: Ich ziehe zunächst den Schaft in der Mitte heraus. Dann habe ich das Kreuz mit Knäuel darauf in der Hand. Nun ziehe ich den inneren Arm aus den Kreuz heraus und zuletzt dann den äußeren Arm, sodass ich nur noch das Knäuel in der Hand halte.

 

Nun habe ich die Option mehrere Knäule mit einander zu verzwirnen und dabei kann ich den Faden aus dem Inneren des Knäules ziehen, sodass er nicht weg kullert (abgesehen davon, dass es so tolle Hilfsmittel gibt, wie Garnschalen, Schuhkartons oder DIY-Lazy Kates auch für Knäule). Ich habe aber auch die Option ein 2-ply aus nur einem Knäuel zu Zwirnen. Aber hier ist Vorsicht geboten: Durch das Abwickeln des Fadens von Außen kann sich etwas Drall zusätzlich hinein oder heraus drehen im Vergleich zu dem Fadenende, welches aus dem Inneren gezogen wird. Also einfach schauen, ob es ein Problem produziert oder nicht (bei Lacefeinheiten und der hohen Drallmenge per inch ist das wohl kaum spürbar).

In meinem Problemfall hätte ich das Knäuel wohl einfach etwas lockerere aufwinden sollen. Tja, shit happens… 😉 Aber letztlich lernt man ja einfach nur dazu und das Spinnen mit den Kreuzis macht trotzdem sehr viel Spaß und entschleunigt wunderbar.

Zuletzt eine kleine Bildergalerie zu verschiedenen Schritten des Mandalas:

  1. Hier bin ich kurz vor dem Wechsel von einer Lage zur nächsten Lage.
  2. Hier habe ich die Lagen gewechselt, bin aber beim gleichen Rhythmus (2 oben) geblieben.
  3. Hier das Gleiche, nur etwas weiter vorangeschritten.
  4. Die gleiche Lage von unten fotografiert.
  5. Hier habe ich nun eine weitere Lage aufgewunden, aber mit dem gewechselten Rhythmus (1 oben).

 

 

Wie ihr seht, könnt ihr mit dem Winden gerne etwas Spielen. Wichtig ist, dass das Knäuel einfach nicht rutscht und jeder Faden schön neben dem anderen sitzt, sodass ein schönes Mandala entsteht. Der Rest ist eurer Kreativität überlassen!

So, nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Spinnen mit den Kreuzis! ❤

 

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Shopumbau & Freundeskreis

Es ist soweit, ich muss es tun.

Seit einem halben Jahr denke ich konkret darüber nach, wie ich es bewerkstelligen kann, der Arbeit im Shop Herr oder Frau zu werden ohne den Shop schließen zu müssen. Und es ist wirklich schräg, denn eigentlich freut man sich, wenn man ein „Baby groß zieht“ und es wird dann tatsächlich größer wird als man dachte. Und ich freue mich tatsächlich, aber gleichzeitig weiß ich nicht mehr, wie es schaffen soll.

Eines ist klar: Ich möchte nicht wachsen. Normalerweise wäre es der normale Schritt, wenn die Arbeit die eigene Kapazität überschreitet, jemanden einzustellen und mit zu wachsen. Das möchte ich aus vielerlei Gründen nicht. Abgesehen davon, dass es formale und steuerliche Konsequenzen hat, die sich leider mit der Realität von Handwerksbetrieben und unseren Marktpreisen von handgefertigter Wolle beißen und automatisch in ein Handelsgewerbe führen wird, möchte ich es aus mehreren ideellen Gründen nicht. Und hier bin ich straight, andere sagen stur 😉 Ich sage, ich bin mir meiner Vorstellung vom Arbeiten und meiner kleinen Manufaktur treu.

Der Shop bleibt klein

Aus diesem Grund möchte ich ein 1-Frau-Betrieb bleiben. Ich möchte nicht umsatzorientiert arbeiten und mich ständig fragen, wie ich mehr Gewinn machen kann, wo ich Werbung platzieren muss um mehr Kunden anzuziehen, wie ich die Preise nach oben treiben kann und wie ich alle und jeden in Kauflaune halten kann. Ich möchte auch nicht Dinge, wie die Steuer, Buchhaltung oder Webseitenpflege outsourcen. Nein, das ist nicht meine Art. So will ich nicht arbeiten.

Ich liebe, was ich tue und ich möchte jedes Produkt mit Aufmerksamkeit und Liebe herstellen. Das ist heut zu Tage nicht wirtschaftlich und es ist mir egal. Es ist meine Überzeugung, der ich folge. Und genau deshalb kann und will ich nicht wachsen. Ich möchte klein und besonders bleiben und nicht eine Schnellabfertigung bei meinen Bestellungen machen oder die Nachfrage über den Preis reduzieren müssen. Ich liebe es, wenn ich für Kunden besondere Mischungen herstellen darf, ihre Wünsche, erfüllen kann. Und ich liebe es mit Muse einen Tag lang Mischungen für den Shop herzustellen. Aber es geht nicht mehr in dieser Menge.

Die Änderungen im Shop

Deshalb kommt es nun zu folgenden Änderungen im Shop:

  • Es gibt keine Individualbestellungen frei verkäuflich
  • Ebenso gibt es keine Abo-Produkte mehr
  • Es gibt nur noch Ready-to-Buy-Produkte
  • Es bleibt bei dem wöchentlichen Versandtermin am Freitag

Zusätzlich, das hat aber nichts mit der Arbeit zu tun, gibt es keine 26mic Produkte mehr, sondern 21mic- und 18/19mic-Produkte. Einfach nur, weil die feineren Fasern beliebter sind.

Die Alternative für Stammkunden

Ersatzweise gibt es aber nun den Back to the Wheel – Freundeskreis.

Dieses Verfahren hat sich in der letzten Zeit zusammen mit einigen wenigen Stammkunden sehr bewährt und bietet folgendes:

  • Neue Faserangebote vor den Shop-Updates per Newsletter direkt nach der Herstellung
  • Individuelle Reservierungen durch eine Faserbox hier vor Ort
  • Dadurch eine Produktablage in der Werkstatt und kein sofortiger Versand
  • Eine Monatslieferung oder nur auch erst nach mehreren Monaten und damit verringerte Versandkosten
  • Bequem zahlen nach Paketerhalt
  • Faserabo & Individualbestellungen wie Mysteries auf Wunsch integriert & nur noch exklusiv für Mitglieder
  • Besondere textile Produkte während und nach der Neuausrichtung des Shops

Diese Maßnahmen machen für mich das Arbeiten wesentlich planbarer und direkter, also zeitsparender. Vieles wird einfach erst nicht im Shop landen sondern ihr könnt, wenn ihr die Newsletter erhalten einfach sagen: Ich hätte gerne dieses und jenes in meiner Faserbox. Und diese Faserbox wird maximal 1x im Monat versendet, oder aber auch später, wenn sie etwas voller geworden ist. Das reduziert für euch die Versandkosten.

Eine Mitgliedschaft

Eine Verbindlichkeit hat die Sache aber und deshalb richtet sich dieser Freundeskreis an Stammkunden: Es gibt eine verbindliche Anmeldung mit einen Mitgliedsbeitrag. Dieser Beitrag sind die monatlichen Versandkosten. Und sollten diese nicht jeden Monat genutzt werden, werden sie mit dem Warenwert der Produkte einfach verrechnet. Ihr zahlt also nichts drauf. Es ist einfach nur eine Verbindlichkeit, damit nicht eine wildere und unverbindlichere Variante vom Shop entsteht. Damit wäre das die Herausforderung eben nicht genommen, sondern verschärft 😉

Ich hoffe, dass euch dieses Konzept gefällt. Wenn ihr möchtet bekommt ihr ausführliche Infos als PDF. Schreibt mir einfach dazu eine Mail und ich schicke sie euch zu.

Die Produkte vom aktuellen Newsletter

Und damit ihr wisst, was ein Newsletter dann so enthält, zeige ich euch die aktuellen Produkte, die erst in den Shop wandern werden, wenn ich wieder Zeit für ein Update habe. Bis dahin sind sie per Newsletter & Faserbox verfügbar.

Das hier sind Kammzüge aus 50% Alpaka und 50% Tussahseide! Der Wahnsinn, wie weich sie sind… Davon gibt es 10 Stück.

 

Und dann habe ich hier ganz exklusiv, die Matthes-Spindelanhängerchen. Diesmal sind Spulenspindelchen dabei mit abnehmbaren Spulen.

 

Im nächsten Newsletter wird es dann um Kreuzspindeln der Matthes und noch weitere Kammzüge aus extra für mich angefertigte Fasermischungen. Doch lasst euch überraschen, hier lagern noch einige Schätze, die ich ein halbes Jahr lang anschauen musste und nicht dazu kam sie zu färben 😉

Also, wenn ihr Lust habt, dann schreibt mir direkt eine Mail und ich beantworte gerne auch eure Fragen.

Alles Liebe, Kathrin ❤

Spindelalarm!

Es ist mal wieder soweit: Heute gab es ein Shop-Update mit neuen Matthes-Spindeln.

Dieses Mal sind viele Kreuzspindeln in verschiedenen Größen dabei. Darunter auch eine Multiplex-Spindel 🙂 Dazu ein paar Reifspindeln, von denen ich euch im letzten Matthes-Post ausführlicher berichtet habe und die wieder super schön gelungen sind.

Und es kamen noch ein paar „Genußspindeln“, wie ich sie immer nenne mit. Spindeln, die außerhalb meiner Spindel-Wunschkategorien für den Shop rangieren. Diese habe ich nun zur ultimativen Genuß-Wundertüte für Handspinner geschnürt: die Spindeltüte.

Die Spindeltüte beinhaltet die jeweils angegebene Spindel und wird dann bei Bestellung noch mit einer Edelfasermischung nach Wunsch bestückt. Das Prinzip der Wunschfasern läuft wie bei dem anderen Fasertüten auch: Farbbereich angeben, Mischungsgrad angeben, No-Gos wie Glitzer angeben und dann noch, bei dieser Tüte, entscheiden, ob ihr lieber Rolags oder Vliese haben wollt und fertig. Das landet dann mit in der Spindeltüte. Also eine echte DE LUXE Überraschung! 🙂

Und dann gibt es noch eine Besonderheit von den Matthes: die Spindelanhängerchen von Angela! Ich freu mich total, dass 10 Stück von diesen Schätzen mit in der Lieferung dabei waren. Hier zeige ich euch mal 5.

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Wie immer war es schwer, meinen eigenen Spindelstash beim Shop-Update nicht zu erweitern. Ob es mir gelungen ist oder nicht, tja… das bleibt mein Geheimnis, haha.

Heute möchte ich noch drei kurze Hinweise loswerden.

  1. Ich werde die FB-Seite für den Shop löschen. Die Diskussion um FB ist ein alter Hut, darum geht es nur bedingt. Der Hauptgrund ist einfach die große Zeitfrage. Ich möchte lieber nur noch ein Social Media nutzen, in diesem Fall wird es Instagram bleiben, als mehrere und diese nicht wirklich bespielen zu können. Keep it simple.
  2. In meinem Shop wird es in der nächsten Zeit auch zur Reduktion der Produktarten kommen. Der Grund ist der gleiche, ich renne der Zeit hinterher und die Wartezeiten bis zum Versand werden länger. Und so werde ich in den kommenden Monaten den Shop mehr auf versandfertige Fasermischungen konzentrieren, und auch um für euch die Wartezeiten zu reduzieren. Dennoch bleibt die Option der individualisierten Mischungen in Form der Fasertüten erhalten. Wegfallen werden als erstes die Abo-Angebote. Nach dem Versand der TDF-Kalender wird der Shop wieder mit fertigen Mischungen neu aufgestockt werden.
  3. Es wird 2 Urlaubszeiten im Shop geben: Die ersten 2 Juni-Wochen wird der Shop pausiert sein, da ich mit Workshops unterwegs sein werde. Bis dahin werde ich versuchen, alle vorher eingetroffenen TDF-Bestellungen zu versenden. Leider ließen sich die Workshoptermine nicht anders legen, so dass ich eben kurz vor der Tour de Fleece pausieren muss. Danach wird es noch eine Woche geben, in die Kalender bestellt werden können und danach ist ja schon der Endspurt für den Versand. Und dann wird der Shop während der TDF im Juli und etwas danach in einen langen Sommerurlaub gehen. Eigentlich wird es kein Urlaub, denn es ist die Hauptsanierungsphase bei uns auf dem Hof und die neue Werkstatt soll ja irgendwann noch fertig werden 😉 Aber um ordentlich durch arbeiten zu können und weil ihr meistens auch in dieser Zeit erstmal gut mit Fasern eingedeckt seid, wird der Shop in dieser Zeit im Sommerurlaub sein.

So, viel Orga-Kram im Moment, aber das nächste Mal zeig ich euch meine aktuelle Fermentation am Hof, denn seit die Sonne den Frühling einläutet, habe ich die Rohwolle ausgepackt 😉

Liebe Grüße vom Hof!

Stricken mit Isager und ein paar andere Bücher

Ich bin schon lange ein Fan von Helga Isagers Mustern. Seit ein paar Jahren stricke ich ein Muster nach dem anderen ab – zugegeben: seeeehr langsam. Jedes Teil mutiert bei mir zu Jahresprojekten. Aber ein Paar sind inzwischen entstanden und die möchte ich euch mal zeigen.

IMG_1437-1Zunächst zeige ich euch das Buch – mein Lieblingsstrickbuch: Maschenpoesie von Helga Isager ( Helga Isager: Maschenpoesie. 24 traumhafte Modele stricken mit feinen Garnen, Stockholm 2012.)

Das Buch ist alles andere als neu, aber immer noch mein Liebling, denn ich liebe ihre zeitlosen Teile. Ich denke, ich bin noch einige Jahre damit beschäftigt, die Teile zu stricken, die mir besonders gut gefallen. Und ja, auch weil ich so lange für jedes Teil brauche 😉 Zum anderen gefällt mir das Design von diesem Buch richtig gut. leicht monochromatische und schwarzweiße Landschaftsbilder und dazwischen wirklich geschmackvolle Aufnahmen der Strickstücke. Dass ich nicht die Einzige bin, der es gut gefällt, zeigt auch, dass in den letzten Jahren immer wieder Strickbücher auf dem Markt kommen, die sich an dieses Design anlehnen.

Aber erstmal zu meinen UFOS, die, bis auf ein Teil, keine mehr sind.

Das erste Teil war die Strickjacke NIGHTINGALE.

IMG_1438Sie wird aus 2 Garnen von Isager gestrickt: Die HIGHLAND WOOL zusammen mit der ALPACA 1 werden 2-fädrig gestrickt. Die Farben der beiden Wollen sind nicht ganz deckungsgleich, so habe ich mich für ein Curry entschieden, allerdings in 2 verschiedenen Tönen, sodass die Weste leicht meliert erscheint.

Das Muster ist richtig cool. Die Weste passt einfach super und ich liebe diese Glockentextur. Allerdings ist das Muster nicht ganz einfach zu stricken. Bei den Abnahmen am Hals gab ein paar Probleme und ich habe improvisiert. Entweder hatte ich an dieser Stelle etwas nicht geschnallt oder da steckt ein Fehler drin, der bei der Skalierung des Musters oder auch bei der Übersetzung entstanden ist. Warum ich das vermute ist, dass es mir bei anderen Muster ebenfalls passierte und es mir unwahrscheinlicher wurde, dass ich jedesmal etwas nicht geschnallt hatte… Aber wer weiß. Da ich denke, dass die Meisten, die dieses Buch stricken, erfahrene Stricker sind, wird sicher Jeder an der einen oder anderen Stelle etwas improvisieren können. Einem Anfänger würde ich dieses Buch auch unabhängig davon nicht empfehlen.

Auf der Isager-Webseite findet ihr unteranderem alle Garne von der dänischen Marke.

Das zweite Teil, dass ich strickte, war die Weste AMBER.

IMG_1443Die Weste ist etwas rustikaler, aber das Perlmuster kommt klasse in der Fläche und der dicke Zopf, sieht in echt genauso schön aus, wie auf dem Bild. Das Muster empfiehlt die Garne ALJ, ALPACA 1, ALPACA 2 und die TIVINNI. Ich habe allerdings mit handgesponnen Garn gestrickt. Das Garn stammt ausnahmsweise nicht von meiner Spule, sondern ich hatte mich auf Ravelry spontan verliebt und es einer anderen Spinnerin abgekauft. Es besteht aus Alpaka naturbraun mit orange gefärbten Corriedale 50:50. Gesponnen als 2-ply habe ich es 2-fädrig gestrickt und es passte zufällig exakt zum Isager Muster mit der 7er Nadel. Perfekt also.

Das Muster war super leicht zu stricken, aber auch hier musste ich bei dem Halsabnahmen ein klein wenig improvisieren. Aber wie gesagt: was soll´s 😉 Oh nein, ich sehe gerade, dass ich gar kein Foto von der fertigen Weste gemacht habe. Das hol ich bald nach!

Nebenher mein Mega-UFO: Das Shirt LEMON.

IMG_1441Eigentlich kaufte ich das Buch wegen diesem Pulli. Und ich startete wie vorgegeben mit der SPINNI Wolle in Hellgrau. Begonnen wird mit den 2 Mittelteilen und das war noch ganz interessant zu stricken. Dann ging es an die Biesen. Ehrlich, das war richtig nervig. Der seitliche Anschluss war auch etwas nervig, denn hier sollten die Maschen richtig gleichmäßig auf die gesamte Anschlusslänge verteilt werden. Dann geht es an die Fledermausärmel. Das war das Langweiligste, was ich je gestrickt habe: Glatt rechts auf ewig lange Reihen. Puh! Das war auch der Grund, warum der Pulli zu einem UFO wurde. Auf der anderen Seite liebe ich ganz einfache Strickmuster und glatt rechts sieht getragen einfach zeitlos aus und passt zu jeder jungen Mode. Also, Zähne zusammen beißen und durch…

Am Ende passierte aber das, was mich wirklich frustriert: Das gesamte Strickstück ist verzogen. Da ich auch Spinner bin, war sofort klar, was da los ist. Beim Dämpfen und Beobachten der einzelnen Maschen bestätigte sich meine Vermutung: Das SPINNI Garn war überdrallt. Die SPINNI ist ein traditionelles Single-Garn aus dänischer Wolle mit Ober- und Unterwolle. Der Verzug ist systematisch auf beiden Ärmel, die glatt rechts gestrickt wurden, nach links zu erkennen. Ich sprach mit anderen Strickerinnen, die ebenfalls das LEMON mit der SPINNI gestrickt hatten und sie hatten diese Panne glücklicherweise nicht, sodass wir nun vermuten, dass es ein Montagsknäuel war. Tja. Sh.t! Nach 2 Jahren UFO ist das richtig doof. Ich hab mein Bestes mit Waschen, Stretchen und Dämpfen getan, aber den Verzug nicht 100% raus bekommen. Wer von euch also noch eine Idee hat, vielleicht auch etwas radikaler, dem bin ich für einen Tipp dankbar.

Und dann hätte ich noch das letzte Teilchen: Das Top CORAL.

Gestrickt wird es mit 2 Garnen: VISCOLIN am Korpus und BOMULD am Träger.

IMG_1442IMG_1432Ich habe mich für die gleiche Farbe entschieden und bin bis jetzt begeistert. Der Träger ist klasse geworden und das Garn passt super zum Strickmuster. Dann geht es weiter mit der VISCOLIN und die strickt sich auf einfach nur gut. Aber dieser Teil hat wieder UFO-Qualitäten. So hänge ich im Moment noch mitten in der Mitte des Shirts fest. Aber mal sehen, vielleicht wird es diesen Sommer noch was, haha.

Jetzt möchte ich euch noch 3 weitere Bücher zeigen, die in mein Beuteschema fallen.

Das letzte Buch, das ich fand ähnelt sehr auffällig dem Isagerbuch: EINRUM. Erstes Buch.

Verlegt wird es vom Verlag einrum ehf. Ihr findet es auch auf der Webseite von Einrum. Entdeckt habe ich das ganz neue Label auf der h+h Cologne ganz unten im hintersten Eck. Das Ehepaar, zwei dänische Architekten, haben es gegründet und wollten ein Garn aus isländischer Wolle entwickeln, allerdings nicht tradtionell als Singlegarn sondern sie wollten es weicher gestalten. Und so kamen sie auf die Idee, die Fasern durch das Zwirnen zu öffnen und haben einen exotischen Zwirnparter gewählt: Thailändische Seide. Das Garn besteht also aus 2 Fäden: Isländische Wolle + Thailändische Seide. Und das Garn ist tatsächlich weicher als die traditionellen Garne. Klar, aber thailändische Seide? Hm, das überzeugt mich persönlich nicht wirklich.

Die Darstellung der Garne ist aber wieder sehr gut gelungen. Sie bedienen dem Naturhype und nutzen wie Isager monochromatische Bilder, isländische Landschaftsaufnahmen und dazu kommt ein wunderschönes Model, das die Tochter der beiden Labelgründer ist. Die Farben der Garne wurden an Mineralien angelehnt, eine Idee, die ich fast poetisch finde! Auch das Buch enthält schöne, ganz einfache und zeitlose Muster. Gelungene Inspiration, wenn auch sehr nahe an Isager angelehnt.

Ein andere Buch ist SWOOM maine von Carrie Bostick Hodge for madder. Maine 2015.

IMG_1450Das Buch ist quasi ein Sampler und veröffentlich Muster verschiedener kleiner Strickdesigner, die gleichzeitig ihre Garne, die sie featuren, vorstellen. Die Muster sind auch alle sehr einfach und zeitlos, manche vielleicht sogar ein wenig zu einfach. Aber dafür ist das Buch wieder ein kleiner Augenschmaus. Es kombiniert die Strickstücke ebenfalls mit viel Natur und schönen, diesmal farbigen, Naturaufnahmen. Angestrickt habe ich bisher noch keines der Muster, aber liebäugele mit dem Norwegerpulli für den ich bereits das Garn hier liegen habe 😉

Das letzte Buch, welches mir in die Hände fiel heißt WOODS und stammt von Making Stories, Verena Cohrs und Lisa Haferkamp. Berlin 2017.

IMG_1454Auch diese Buch ist ein Sampler von verschiedenen Strickdesignern die verschiedene Garnlabels vorstellen. Unter anderem die pflanzengefärbten Hey Mama Wolf Garne, die ich ziemlich cool finde. Das Buch unterscheidet sich im Konzept kaum vom Buch SWOOM mit farbigen Naturaufnahmen und dem Drum herum um die Muster. Was aber anders ist, sind die Profile von Garn und Designer, kleine Interviews, die wirklich charmant sind. Auf jeden Fall für denjenigen einen Kauf wert, der kleine Labels unterstützen will!

So, das war´s erstmal von mir und meiner Strickereien.

Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende!

 

 

Osterüberraschung im Shop

Eine kleine Kurzmeldung zu Ostern: Es gibt eine kleine Osterüberraschung im Shop für OstereinkäuferInnen.

Osterbox

Ich habe kleine Osterboxen gepackt. Darin befinden sich 50g eines Überraschungskammzuges, der sich erst während dem Spinnen entpuppt. Durch einen Schlitz in Deckel kann der Kammzug Stück für Stück beim Spinnen heraus gezogen werden.

Die Boxen sind bei einem Einkauf ab 50€ mit in der Bestellung dabei. Die Farben des Kammzuges richte ich in etwa nach den Farben die in der Bestellung gewählt wurden.

Eine kleine Neuerung gibt es noch: Ab sofort werden alle Bestellungen einer Woche zusammen gefasst und an jedem Freitag versendet. Wenn es eine dringende Kurz-vor-Knapp-Bestellung ist, könnt ihr mir, wie bei allen anderen Anliegen, immer eine Nachricht dazu senden 🙂

Viel Spaß beim Stöbern und frohe Ostern!

 

 

Stricken mit Paula M – Teil 2

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Geschafft! Ich habe fast alle Teile aus dem Buch von Susanne Müller „Stirnbänder Stricken“ testgestrickt, die ich mir vorgenommen hatte. Einige davon hatte ich im Teil 1 schon vorgestellt. Und einige waren noch in Arbeit.

Stirnband KAISA:

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52In Arbeit war noch das KAISA, dessen Garn ich aus einem handgefärbten Kammzug mit vollfarbigen Verlauf (n-ply) spinnen wollte. Gesponnen hatte ich im Laufe unserer privaten Baustelle mit Handspinden. Leider ist das Garn ein wenig zu dick ausgefallen. An sich war das Ergebnis farblich, wie ich es mir vorstellte. Letzte Woche war ich dann bei Susanne und konnte das Original-Garn ansehen und stellte fest, dass es um einiges dünner war und – das konnte man im Buch nicht erkennen – nicht wirklich vollfarbig. Das Garn Wärmebild von Schoppel, Merino extrafein superwash (ll150/50g) ist ein 2-ply mit Verlauf, wobei der Verlauf aber – würden wir ihn von Hand spinnen – 2 fädrig gesponnen werden würde und damit beim Verzwirnen nicht völlig kongruent liegen würde, sondern eine leichte Melierung entstehen würde. Aber letztlich spielt das keine große Rolle für mich, schließlich wollte ich das Stirnband nicht kopieren 😉 Was aber eine Rolle spielt ist, dass mein Garn zu dick für eine 3,5er Nadel war. Angestrickt fühlte sich das Stirnband eher wie ein Topflappen an. Also nix für den Kopf. Da es nun mein letztes Teil ist und ich nicht gerade viel lila-pink trage, habe ich keinen weiteren Versuch gestartet, die Nadelstärke anzupassen und dann wieder am Muster herum zu schrauben, um die Stirnbandbreite zu erhalten.

IMG_0946Mein Fazit: Super schönes Muster – ich mag es, wenn sich die Zacken langsam herausbilden. Aber möchte man es mit handgesponnenes Garn stricken, sollte man definitiv mehr Sorgfalt beim Spinnen walten lassen als ich es tat. Diesmal wäre eine Spinnprobe und eine Strickprobe wirklich angeraten gewesen. Dieses Muster sollte wie angegeben mit einer 3,5er Nadel gestrickt werden, denn viele Anpassungen sind hier nicht möglich. Das Stirnband besteht aus 3 Zacken, die man höchsten in sich schmaler oder breiter gestalten könnte, aber nicht um eine Zacke reduzieren oder erweitern sollte.

Garnempfehlung: Schoppel Edition 3, Merino extrafine superwash (ll150/50g) Wärmebild 50g

Nadelstärke: 3,5

Stirnband ELISA:

ELISA war beim letzten Teil auch gerade noch in Arbeit. Bereits angestrickt, hatte ich es noch nicht fertig gestellt. Susanne hatte mir hier noch einen kleinen Insider-Tipp gegeben. Im Buch ist angegeben, dass die Bänder normal angeschlagen werden sollen und später dann mit einem Matratzenstich geschlossen werden soll. Ich habe es genau so gemacht und es funktioniert super. Von außen ist die Naht nicht zu sehen. Von Innen schon. Da ich aber so ein Kandidat bin, der sich gerne NICHT an Mustern hält oder einfach verpennt wieder ins Buch zu sehen, passiert es mir öfters, dass solche Nähte nicht mehr exakt hinten sitzen. Deshalb ziehe ich es vor – prophylaktisch sozusagen – Stirnbänder offen anzuschlagen. Und genau das macht Susanne bei Ihren Dawanda-Stirnbänder auch. Ihr Tipp war, alle Stirnbänder im Buch (die einfach hinten geschlossen werden würden) offen anzuschlagen und mit einem Maschenstich zu schließen. Bei ELISA habe ich das dann auch gemacht. Dafür war es aber in meinem Fall notwendig, die ersten Reihen, vor dem Verzopfen zu reduzieren und die Verzopfung sofort zu beginnen. Ich hatte ja im Teil 1 schon geschrieben, dass ich mal wieder das Muster angepasst hatte, indem ich die Breite um 6 Maschen reduzierte (also 2 Maschen pro Zopf), weil mein handgesponnenes Garn etwas in die Breite geht. Damit reduzierten sich die Verzopfung auch um je ein Maschenpaar und somit dann auch um 2 Reihen je Verzopfung. Eines führte  zum Anderen. ABER: Es ist kein Problem. Denn, mein Fazit:

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Das Muster ist super easy. Eine schlichte und Art plastisch zu Zopfen, die sich leicht justieren lässt. Das Muster lässt sich also beliebig skalieren. Auch der offene Anschlag zusammen mit dem Maschenstich klappt sehr leicht und perfektioniert das Stirnband, weil am Ende nicht mehr zu sehen ist, wo mal der Anfang war. Also, super Muster für Handgesponnenes!

Garnempfehlung: Lamana Puno, Alpaka/Merino (LL60m/50g), 100g

Nadelstärke: 7,0

LOTTA, die Mütze

Die Mütze LOTTA ist natürlich kein Stirnband und damit nicht in Susannes Buch zu finden. Das Muster LOTTA ist bei Susanne direkt in ihrem Dawanda-Shop als PDF erhältlich. Ich hatte schon länger ein handgesponnenes Garn hier liegen, dass ich farblich total schön fand und das eine Mütze werden sollte, doch wusste ich lange nicht, welches Muster ich nehmen möchte. Es sollte etwas im Muster passieren, also kein glatt rechtes, aber es durfte auch nicht zu verspielt sein, da ich es nicht als passend für das Garn empfand. Es sollte etwas mit klaren Formen sein. LOTTA sollte zufällig exakt mit der Nadelstärke gestrickt werden, die auch mein Garn brauchte. Perfekt! Das Muster ist wieder mal sehr einfach zu stricken. Das gilt eigentlich für sehr viele Muster von Susanne. Dieses hier ist wieder einsteigertauglich, denn die Zöpfe sind keine Zöpfe. Das Muster entsteht durch Zu- und Abnahmen und einem Rapport, der leicht zu merken ist. Es hat quasi keine Fallstricke, die ein Lesemuffel beim Stricken, wie ich es bin, verpassen könnte 😉

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Ein kleines Problemchen habe ich jedoch: Mein handgesponnenes Garn hat nicht so viel Sprungkraft, wie das Origialgarn, das Susanne verwendet: Debbie Bliss Rialto Chunky. Debbie Bliss hat generell sehr bouncy Garne, doch dazu im letzten Abschnitt. Handgesponnenes Kammgarn (also gesponnen aus 1. einem Kammzug, 2. der aus langen, eher glatten Fasern besteht, und 3. mit dem kurzen Auszug) hat per se nicht viel Elastizität verglichen mit einem Garn aus anderen Fasern oder mit einer anderen Spinntechnik versponnen wurde. Diese Tatsache zeigt sich jetzt in der Mütze. Die Größe passt perfekt, aber die fehlende Elastizität ist unvorteilhaft für das Mützenbündchen. Meine Lösung wird jetzt sein, dass ich ein feines Gummiband in das Bündchen einweben werde.

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Fazit: LOTTA ist mein Lieblingsmuster! Es ist für jeden geeignet, der schon ein klein wenig Strickerfahrung hat und ein bisschen Action beim Stricken haben mag.

Garnempfehlung: Debbie Bliss Rialto Chunky (LL 65m/50g), 150g

Nadelstärke: 5.0 und 6,5

Stirnband NOVA:

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.12.37Zu guter Letzt zeige ich euch NOVA. Dieses Stirnband war zwar nicht eingeplant, aber ich bekam von Susanne zu Weihnachten 2 Knäuel Debbie Bliss Cashmerino Aran Tonals in grau geschenkt. Dazu suchte ich mir dann das Stirnband NOVA aus. Dieses Mal konnte nichts schiefgehen, denn das Garn passte exakt zum Muster. Ha! Dachte ich. Ich Muster-Muffel habe das Stricken bekommen und schnell gedacht, jetzt hast du das Muster gecheckt und das Buch beiseite gelegt und gemütlich auf der Couch vor mich hin gestrickt. Tja, dieses Mal wird der Knoten aber nicht am Ende, beim Schließen ins Stirnband gebracht, sondern genau in der Mitte und das Schließen erfolgt am Hinterkopf. Also durfte ich wieder aufribbeln. Gleichzeitig kam ich zum Schluss, dass ich das Stirnband wieder mit einem Maschenstich schließen wollte, statt mit einer Naht auf der Rückseite. Zunächst hatte ich wie das Muster im Buch sagt, geschlossen angeschlagen und das wollte ich nun auch ändern. Also ribbelte ich das gesamte Stirnband wieder auf. Das Garn von Debbie Bliss machte das super mit und es war überhaupt kein Problem. Also, 2. Anlauf, offener Anschlag, brav in der Mitte verknotet und am Ende mit einem Maschenstich geschlossen. Perfekt!

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Fazit: Wer das Muster auch liest, muss sich eigentlich nur die Frage stellen, ob er offen Anschlagen will oder nicht. Das Muster ist ein Halbpatent und strickt sich wirklich schnell und kurzweilig, obwohl es die meiste Zeit das Gleiche ist. Das Garn ist grandios! Wirklich. Es ist ein Kammgarn und dementsprechend glatt und leicht glänzend. Zusätzlich ist es richtig elastisch. Das kommt durch die Konstruktion des Garnes zustande, welches aus 4 Einzelfäden besteht, die mit einer guten Portion Drall gesponnen  und dann verzwirnt sind. Handgesponnen würde das Garn sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb habe ich nun ein Auge auf die Debbie Bliss Garne geworfen, obwohl ich eigentlich sehr selten meine Garne nicht selbst spinne.

Garnempfehlung: Schoppel Alpaka Queen, Alpaka/Merino (LL 200m/100g), 100g

Nadelempfehlung: 4,0

Ganz zum Schluss möchte ich ein paar Worte zum Buch an sich verlieren.

Ich habe bisher die Schwächen des Buches nicht angesprochen. Natürlich sind einige da. Das betrifft einige Schreibfehler, sowie wirklich ernste Schwächen im Grundlagenteil und einige Kritikpunkte an einem Teil der Bebilderung. Ich möchte hier deshalb nicht weiter darauf eingehen, denn diese Kritikpunkte richten sich nicht an die Autorin, sondern an den Verlag selbst. Die Autorin hatte nur eingeschränkt Einfluss auf die Gestaltung des Buches. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf den Inhalt, also die Muster selbst, denn nur diese stammen wirklich aus Susannes Feder. Letztlich muss einfach festgestellt werden, dass der Autor zwar auf der Klappe eines Buches steht, aber nicht für alles verantwortlich ist, was zwischen diesen Klappen geboten wird.

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.40.47Deshalb möchte ich auch noch zusätzlich zu dem Buch auf Susannes PDF-Anleitungen hinweisen, die in ihrem Dawanda-Shop erhältlich sind und sehr leicht verständlich sind und ohne fragwürdiges Buchlayout, Bebilderung und Lektorat entstanden sind.

Die Fakten zu Paula M:

  • Paula M alisa Susanne Müller
  • Dawanda-Shop: Paula_M https://de.dawanda.com/shop/paulam
  • Insta: Paulastrickt https://www.instagram.com/paulastrickt
  • Das Buch: Susanne Müller, Stirnbänder stricken, 20 traumhafte Designs & spannende Muster, 2017 erschienen beim Fischer-Verlag.

Viel Spaß beim Stricken ❤

 

 

Noch mehr Matthes-Spindeln

Das Spindelglück geht weiter! Pünktlich zum Februar kann ich euch weitere Matthes-Spindeln anbieten.

Diesen Monat führe ich andere Spindeln aus der Drechselwerkstatt Matthes Senior im Shop ein. Letzten Monat habe ich euch erstmals die Einsteiger-Spindeln vorgestellt, die die beiden Matthes nach meinen Gewichts- und Wirtelwünschen angefertigt haben. Jetzt möchte ich euch 3 Spindelklassen vorstellen, die Uwe & Angela für die fortgeschrittenen Spinner angefertigt haben.

Es wird 3 Spindelklassen geben. Sie sind dieses Mal nach ihren Gewicht unterschieden.

  • Zwirnspindeln
  • Mittelgewichte
  • Reifspindeln

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Ähnlich wie die Einsteigerspindeln gehören die Zwirnspindeln zur der „schweren“ Gewichtsklasse (ca. 30-39g) der Handspindeln. Die Wirtelgestaltung kann entweder wie die Anfängerspindeln als Scheibenspindel ausgeführt sein, dann verfügen sie über eine langsamere aber langanhaltenden Drehung. Oder der Wirtel kann kompakter geformt sein und damit schnellere Drehgeschwindigkeiten erreichen. Somit sind die Zwirnspindeln bedingt auch für die ersten Spinnversuche geeignet.

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Die mittelgewichtigen Spindeln liegen zwischen 25g – 32g. Sie sind Spinnspindel für die stärkeren Fäden. Sie haben eine vergleichbare Schaftlänge wie die Zwirnspindeln und Einsteigerspindeln, dennoch haben sie meistens eher kompakte Wirtelformen und damit flotte Drehgeschwindigkeiten.

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Die Reifspindeln sind ganz besondere Spindeln. Ihre Wirtel werden aus 2 Hölzern gefertigt. Ein schweres Holz bildet den Reif, während das leichtere Holz den Kern des Wirtes bildet. Diese Konstruktion stabilisiert durch die Dichte- bzw. Gewichtsverteilung im Wirtel das Drehverhalten der Spindel. Zudem handelt es sich mit einem Gewicht zwischen 20g-25g um die Leichtgewichte der 3 Spindelklassen und eignen sich für die Spinnerei von feinen Fäden. Dementsprechend kürzer fällt die Schaftlänge der Spindeln aus.

Angela Matthes hat mir in einem längeren Gespräch genau erklärt, wie diese Spindeln gefertigt werden und ich muss sagen: Hut ab! Das ist Präzisionsarbeit vom Feinsten.

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3045Sie fertigen zunächst den Reif. Er wird immer aus dem dichteren, also schweren Holz gedrechselt. Danach wird er gewogen um zu ermitteln, welches Holz den Kern bilden soll und aus welchem Holz der Schaft gedrechselt wird. Das Ziel ist meist ein bestimmtes Gewicht zu erreichen. Ist die Entscheidung für die Hölzer gefallen, wird auf den Millimeterbruchteil genau der Kern gedrechselt. Dieser muss perfekt in den Reif passen. Beide Teile werden verleimt und dann erneut in einem Stück gedrechselt. Zuletzt kommt der Schaft an die Reihe und der soll auch exakt in den Wirtelkern passen. Und zu guter letzt sollen am Ende alle drei Teile zusammen das Zielgewicht ergeben. Puh! Was für eine Arbeit!

Um so mehr freue ich mich, dass Angela bei der Besprechung des Spindelkonzepts, welches mir für den Shop vorschwebte, dazu geraten hatte die Gruppe der Leichtgewichtspindeln mit diesen kleinen Schätze zu bestücken. Denn sie sind nicht nur optisch echt etwas besonderes, sondern hinter dieser aufwendige Konstruktion und dem Spiel mit den verschiedenen Holzdichten steckt der kleine, aber effektvolle Kniff, dass die Spindeln viel besser laufen.

Vielen Dank liebe Angela für diese wunderbaren Exemplare! ❤

Ein kleines PS zu den Shopangeboten: Ab sofort werden diese Spindeln nur noch in einer versicherten Postsendung versandt. Das dient eurer Sicherheit und der Tatsache, dass es furchtbar schade um die Arbeit von Uwe & Angela wäre, wenn solch eine Spindel im Post-Äther verschwindet.

PPS: Das Shop-Update mit den neuen Spindeln erfolgt am 1. Februar.

Spindel-Glück und neue Faserfeinheiten

Hallo ihr Lieben und ein gesundes, glückliches und wolliges neues Jahr!

Und mit dem neuen Jahr kommen gleich ein paar Neuerungen. Nicht nur, dass hinter den Kulissen endlich wieder alles in seinen Bahnen angekommen ist, die Werkstatt erfolgreich umgezogen ist und endlich wieder Normalität herrschen kann, so gibt es für euch nach dem Shop-Urlaub am 7.1.  auch neue Produkte.

Über eines freue ich mich ganz außerordentlich. Und damit möchte ich euch in 2018 wieder begrüßen:

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Handgedrechselte Spindeln von der Familie Matthes Senior!

Ich gebe gut und gerne zu völlig befangen zu sein, denn ich bin ein Fan der Matthes-Spindeln und spinne selbst ausschließlich mit Ihnen, wenn ich zu Handspindel greife. Und ich tue das, weil ich sie zum Einem wunderschön finde und weil ich das Erleben und  Begreifen von Holz sehr genieße, nicht nur bei Spindeln. Und zum Anderen, weil ich die Spindeln einfach technisch sehr schätze.

Ebenholz6Umso größer ist meine Freude darüber, dass ich nun diese Spindeln bei mir im Shop haben darf. Dabei konzentriere ich mich besonders auf die Einsteiger. Es war mir schon lange ein Bedürfnis, Einsteigern, die im Gegensatz zu uns chronisch Spinnsüchtigen, oftmals noch einen Frustrationsberg während dem Lernen überwinden müssen, die Sache zu erleichtern, indem sie sich zumindest nicht mit so manchen Spindelkeulen, die auf dem Markt als Anfängerspindeln verkauft werden, plagen müssen.

Deshalb beginne ich jetzt mit der Einführung von Einsteigerspindeln von Matthes in meinen Shop als Alternative zu den einfachen, selbstgebauten Anfängerspindeln, welche nach wie vor verfügbar sind. Diese Matthesspindeln für Einsteiger folgen einem Schema: Sie haben ein Gewicht von zwischen 25-35g und sind damit Mittelgewichte (wenn man mal die „Keulen“ mit bis zu 75g als Schwergewichte definiert) und Allrounder, welche noch alle Wege zu Genrevorlieben der Lernenden offen halten. Die Wirtelformen orientieren sich überwiegend an Scheibenspindeln mit einem mittleren bis großen Wirteldurchmesser. So entsteht ein ruhiges, nicht besonders schnelles, aber dafür langanhaltendes Drehverhalten. Der Drall drängt nicht sofort an die Finger des Einsteigers und die Spindel wechselt nicht sofort ihre Drehrichtung und droht zu Boden zu fallen. Der Einsteiger hat etwas mehr Zeit das Spinnen im Flug zu lernen.

Die Spindeln gibt es als Kopf- und Fußspindeln und alle sind wunderschöne Einzelstücke. Die Familie Matthes hat mir wirklich eine Disziplin-Übung während dem Produktshooting zugesendet. Aber schaut einfach selbst:

Es gibt auch wieder die Option ein Spindel-Faser-Set zu schnüren. Dazu habe ich ein „Plusprodukt“ im Shop (Matthes-Spindel-Faser-Set), welches als Ergänzung zu einer Matthesspindel erhältlich ist und wie gewohnt die farbliche Individualisierung anbietet. Leider war es shoplogistisch nicht möglich diese Option IN die einzelnen Spindelangebote mit einzubauen. Aber ich denke ihr findet euch auch so zurecht.

Neue Faserfeinheiten

CollagerolagsEine andere Neuerung ab diesem Jahr betrifft die Faserfeinheiten. Auf Anregung von euch werde ich Schritt für Schritt meine Produkte um 2 andere MIC-Varianten erweitern. Ich habe nun mit der 19mic-Variante begonnen. So gibt es nun das altbekannte Rolag-Abo und auch gleich das neue Matthes-Spindel-Faser-Set aus australischen Merino mit 19 mic Feinheit. In Planung ist eine weitere Variante mit 21mic feinen Merino. Desweiteren gibt auch schon das Kammzug-Abo in einer neuen Variante: 18mic in Bio-Qualität.

Diese Faservarianten werden zur TDF auch den Kalender betreffen. Hier ist noch nicht ganz klar, ob es 1 Alternative zur Standart-Ausführung geben wird oder sogar 2. Doch bis zur TDF ist noch ein wenig Zeit. Auch der Adventskalender wird 2018 in einer feinen Variante verfügbar sein.

Und zu guter Letzt gibt es nach dem Shop-Urlaub noch ein DE LUXE-Rolag-Abo. Dieses besteht auch aus den feinen Fasern zusammen mit einen 25% Anteil an Edelfasern.

Neue Einsteigerkurse beginnen wieder

Einsteigerkurs

Gleich nächste Woche geht es wieder mit 2 Anfängerkursen los. Kommendes Wochenende findet der Chrashkurs für totale Neulinge hier in Coburg statt und am darauf folgenden Wochenende geht es mit dem fortlaufenden Grundlagenkurs für Anfänger mit Vorkenntnissen los. Wer Lust hat, der kann sich gerne noch anschließen. Die Kurse sind im Shop noch buchbar. Für den Chrashkurs, der dieses Mal an nur einem Wochenende stattfinden wird, gibt es bei uns auf dem Hof auch eine Ferienwohnung als Übernachtungsgelegentheit für Weitreisende.

So, nun wünsche ich euch einen tollen Start ins neue Jahr und ich hoffe, dass euch vieles Aufregendes und Wolliges bevor steht!

Liebe Grüße aus der neuen Werkstatt 🙂

 

Paula M trifft auf Handgesponnenes, Teil 1

1380748563-482Paula M – Ein Stricklabel aus Coburg, das handgestrickte Stirnbänder, Mützen, Stulpen und andere Accessoires herstellt. Susannes Produkte sind seit 2011 über Dawanda zu bekommen und seit Sommer 2017 können endlich einige ihrer Designs auch nach gestrickt werden. Ihr Buch „Stirnbänder stricken“ ist vor einigen Monaten beim Fischer Verlag auf den Markt gekommen und ich möchte es euch nun vorstellen.

Gleich zu Anfang: Ich bin befangen! Wer mich schon eine Weile kennt, weiß, dass Susanne und ich in der gleichen Stadt wohnen und befreundet sind. Klar, stricksüchtig trifft auf spinnsüchtig, 2 Nerds in einer kleinen Stadt, da war unsere Freundschaft vorprogrammiert.

Dennoch schätze ich Susanne nicht nur als Freundin, sondern auch als Kollegin. Sie ist eine Perfektionistin und sie ist besessen von ihrer Arbeit, genau wie ich auch. Und so hatten wir schon stundenlange Gespräche über die beste Wolle, das ideale Maschenbild, den richtigen Drall und Bounce für Mütze xy. Und genau deshalb weiß ich, wie ihre Designs entstehen, warum sie welche Wolle für welches Muster wählt und ich weiß mit wieviel Liebe und Perfektion sie ihre Bestellungen herstellt. Da muss man schon als Freundin mit Antworten leben, wie: „… sorry, ich konnte nicht ans Telefon gehen, weil ich das Stirnband nicht weglegen wollte. Das könnte man im Maschenbild sehen…“ Etwas irre, aber perfekt.

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Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich eines ihrer Buchexemplare bekommen habe und ich begann ihre Stirnbänder zu stricken. Aber mit meinem eigenen Garn. Und davon möchte ich euch berichten: Stricken mit handgesponnenen Garn.

Dieser Blogbeitrag ist nur ein erster Teil meines Berichtes. Dieses kleine Strick-Projekt, das abends hier und da bei mir mitläuft, dauert etwas länger. Ich habe im Moment sehr wenig Freizeit und ich werde sicher noch bis ins Frühjahr daran weiter stricken. Aber ich möchte euch jetzt schon etwas zeigen, denn jetzt ist Winter und jetzt steht Weihnachten vor der Tür.

Ich habe einige Garne bei mir in der Werkstatt liegen gehabt und dazu passende Projekte nach der ungefähr passenden Nadelstärke heraus gesucht.

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Da wäre einmal mein Garn GRETA. Das ist ein Serien-Garn für mein Stirnband GRETA aus meinem Shop. Es ist ein melierter N-Ply aus Merino mit Maulbeerseide als Halbkammgarn gesponnen.

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Dann hätte ich da ein Einzelstück. Ebenfalls wie GRETA ein melierter N-ply aus Merino mit schwarzen Bambus und Ramie gemischt.

 

IMG_6075Und ich hatte noch ein Reststrang eines wundervollen handgesponnen Garnes, das nicht von mir stammt, sondern, welches ich von einer anderen Spinnerin für ein Strickprojekt abgekauft hatte: Ein ebenfalls melierters Garn, 2-ply aus Corriedale und Alpaka in Halbkammgarnqualität.

Für diese 3 Garne habe ich mir diese Muster heraus gesucht:

ELISA – Das Flechtband

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 14.50.56Nadelstärke: 7,0mm

Lauflänge: 120m

Maschenprobe: 16 M x 20 R = 10 x 10 cm

Hier passte meine Garnstärke nicht ganz. Die Nadelstärke gefällt mir sehr gut für mein Garn, jedoch entwickelte es sich in der Musterprobe als breiter. Eigentlich wäre das bei dem Stirnband total egal, denn es sieht auch breiter echt super cosy aus. Aber ich hatte nur eine begrenzte Lauflänge. Ich bin das Risiko eingangen und habe dann dann Muster weniger Maschen gestrickt (6 Maschen pro Flechtband). Das Ergebnis finde ich immer noch super schön, aber – Oh nein! – das Garn reichte dann nicht. Deshalb ruht das Band jetzt bis zum nächsten Bier mit Susanne, in der Hoffnung, sie kann mir einen schönen Übergang zaubern.

Fazit: Das Muster an sich ist toll! Wirklich. Es ist total einfach zu stricken und dennoch nicht langweilig. Und der Zopf sieht schön geflochten aus ohne breite Löcher zwischen der Verzopfung zu haben. Mit handgesponnen Garn ist es ebenso unkompliziert (wenn man genug Lauflänge hat, haha). Auch wenn das Garn etwas dicker ist oder man die Nadelstärke nach oben anpassen muss, ist das alles klein Problem. Ich würde die Nadelstärke aber nicht nach unten verändern, denn dann verliert der Zopf seine optimale Breite und sein schönes Volumen, es sei denn ihr fügt wieder Maschen pro Zopf dazu. Hier solltet ihr stets in 2er Schritten pro Zopf erhöhen, sonst funktioniert das Muster nicht!

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SVEJA wurde zu GRETA

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Ich wollte zunächst das Sitrnband Sveja stricken, aber bei der Maschenprobe merkte ich dass das Garn zu dick für die Nadelstärke ist und da ich das Muster nicht anpassen wollte (es ist ein wenig aufweniger) entschied ich mich für das Muster GRETA. Aber genau so läuft es eben mit handgesponnen Garn, es hat meistens genug Eigenwillen, dass nicht nur das Strickmuster den Ton angeben kann.

Nadelstärke: 5,5mm

Lauflänge: 105m

Mascheprobe: 13 M x 19 R = 10 X 10cm

Während den Stricken bemerkte ich, dass mein Garn etwas zu dünn für das Muster ist. Aber dieses Muster ist so einfach, dass es kein Problem ist: Ich habe einfach eine Rippe hinzu gefügt. Bei der einmaligen Verzopfung in der Mitte habe ich dann einfach 3 statt 2 Rippen verzopft.

Fazit: Perfektes Muster für Einsteiger. Es ist richtig einfach zu stricken. Es lässt sich auf für handgesponnenes Garn simpel anpassen. Eine größere Nadelstärke ist überhaupt kein Problem und die kleiner Nadelstärke ist mit meiner Anpassung auch total einfach, sofern euch die zusätzliche Rippe gefällt.

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Stirnband Mila

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Dieses Stirnband ist auch wieder so einfach, dass jeder Einsteiger es lernen kann. Man strickt bis zum Ende einfach nur das Perlmuster und der Kniff am Ende ist der Knoten, der beide Enden zusammen bringt.

Nadelstärke: 5,0 mm

Lauflänge: 225m

Maschenprobe: 17 M x 27 R = 10 x 10cm

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.11.30Ich habe das Muster zunächst genaus so gestrickt, wie von Susanne angegeben. Es war die gleiche Nadelstärke, wie zuvor mein Strickprojekt, für das ich diese Wolle gekauft hatte und dort wie hier habe ich 2-fädrig gestrickt. Das Stirnband ist dadurch einen kleinen Tick breiter geworden, wie die von Susanne angegeben Maße des fertigen Stirnbandes. Ich empfinde es nicht als Problem, denn ich persönlich mag breite Stirnbänder, wo der Dutt oben rausschaut und der restliche Kopf schön warm gehalten werden kann sehr gerne. Das Stirnband ist bei Susanne als Geburtstagsgeschenk gelandet und sie hat es zusammen mit ihren Milas fotografiert. Der Größenunterschied ist kaum zu sehen.

Ich habe Mila dann nochmal für ein Teenager-Mädel gestrickt. Hier habe ich 4 Maschen weniger aufgenommen und das Band etwas kürzer gestrickt und das hat auch wunderbar geklappt.

Fazit: Das Stirnband ist ein Allrounder. Es kann mit fast jeder Wolle gestrickt werden, denn Ab- und Zunahmen sind total leicht umzusetzen. Nur beim Knoten muss man dann eben mal die Maschen zählen und neu aufteilen, aber das sollte jeder hinbekommen.

Dann hatte ich noch etwas von dem letzten Garn übrig und ich habe es wieder doppelfädrig zu einem anderen Stirnband verstrickt.

OLA – Doppellagig und super warm

Nadelstärke: 5,0mm

Lauflänge: 180m

Maschenprobe: 18 M x 24 R = 10 x10 cm

Dieses Stirnband ist einer meiner Lieblinge, denn es ist sehr schlicht. Ich mag besonders den Umschlag im Band, denn es macht eine schöne Gesichtsrahmung, wenn man es trägt. Aber, es ist etwas langweilig zu stricken. Das ist immer der Haken bei schlichten Designs. Das Stirnband wird in der Runde glatt rechts gestrickt. Ich habe diesmal nichts für mein Garn justiert. Aber ich bin mir sicher, dass es absolut kein Problem wäre, sowohl die Maschenanzahl, also auch die Nadelstärke zu verändern. Das Coole an diesem Stirnband ist: Es liegt doppelagig am Kopf und ist sehr warm. Hier pfeift kein Wind durch die Maschen!

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_94d Kopie

So, das waren meine Stirnbänder bis jetzt. Ich sagte ja, dass ein 2. Teil folgen wird. Hier plane ich dieses Stirnband.

Kaisa – Perfekt für ein Verlaufgarn

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52Hierfür habe ich ein Garn, welches ich aus einen handgefärbten Kammzug gespindelt hatte und n-ply verzwirnte. Wie immer, war die Lauflänge zu kurz und deshalb habe ich einen anderen Kammzug gefunden, der farblich passt, aber noch verspindelt werden muss. Auch dieser wird navajo verzwirnt werden, denn ich möchte einen vollfarbigen Farbverlauf haben, von dem meiner Meinung nach das Muster lebt.

 

 

Lotta – die Mütze

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.32.02Und zu guter letzt habe ich hier noch ein anderes hangesponnenes Garn aus einem handgefärbten Kammzug mit Nylon. Aus diesem Garn wird LOTTA gestrickt werden, eine Mütze, die zwar nicht in Susannes Stirnband-Buch zu finden ist – es ist ja auch eine Mütze 😉 – aber ihr könnt die Anleitung in ihrem Shop als PDF-Anleitung kaufen. Besonders schön ist, dass es dazu auch die passenden Handstulpen gibt. 🙂

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Die Fakten

„Stirnbänder Stricken“ von Susanne Müller ist in jedem Buchhandel erhältlich oder auch über ihren Dawanda-Shop.

Susannes Strickstücke sind über ihren Dawanda-Shop erhältlich. Dort gibt es auch PDF-Anleitungen von Produkten, die nicht im Buch enthalten sind.

Susanne hat außerdem einen Insta-Account, der echt pure Inspiration ist und wo ihr auch Kontakt zu ihr aufnehmen könnt.

Und wer nun noch ein schnelles Weihnachtsgeschenk braucht, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herzen legen. Entweder zum Verschenken oder auch um kleine Geschenke zu stricken, die wirklich in 1-2 Stunden am Abend umzusetzen sind.

Ich wünsche euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit. Da ich mich wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr melden werde, wünsche ich euch auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo ich mich dann aus der neuen Location der Werkstatt wieder melden werde.

Alles Liebe!

 

 

Neues aus der Werkstatt

Hallo ihr Lieben,

ich erinnere mich gerade an das, was ich zum Jahresbeginn schrieb und mir vornahm: Weniger Stress und mehr Ruhe beim Tun. Ähm, ja. Da wusste ich auch noch nicht, dass unser Traum vom eigenen Hof und einer Hofgemeinschaft zum Greifen nah war.

Pünktlich zur Sommersonnwende war es dann so weit. Nun stecken wir also bis zu allen Ohren in Sanierungsarbeiten, so neben der Arbeit und dem restlichen Leben, und leben übergangsweise in unserem Gartenhaus.

Warum schreibe ich euch das? Weil auch die Werkstatt und der Shop davon betroffen sind. Zum einen bin ich gerade dazu gezwungen quasi nur halbtags zu Arbeiten und zum anderen wird die Werkstatt nun in wenigen Wochen auf unseren Hof ziehen. Und das hat kleine Übergangsanpassungen im Shop zur Folge.

Wir können endlich, pünktlich zur Übergabe des alten Werkstatthäuschen, unsere eigene Wohnung beziehen und das Gartenhaus wieder frei machen. Hier kommt im Dezember die Werkstatt rein. Und auch das wird nur ein Zwischenspiel sein, denn die Werkstatt wird (hoffentlich) in 2018 in ihre eigentliche Location eingerichtet.

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Vielleicht erinnert ihr euch an unsere Sanierung das alten Werkstatthäuschen. Hier ein kleiner Rückblick. Oh Mann, das war schon was…

 

Okay, zugegeben, heute ist etwa das doppelte an Wolle und Werkzeug drin und nicht mehr so gechillt. Aber genau deswegen gibt es ja bald die große Werkstatt.

 

Das hier wird die neue große Werkstatt werden. Wir können es einfach nicht lassen, haha. Darauf können wir uns wirklich freuen, denn sollte sie (vielleicht) im Sommer 2018 bezugsfertig sein, dann haben wir viel Platz. Wir haben Platz für Kurse ohne Platzbeengtheit, wir haben Platz für z.B. Färbekurse – die lieben Kursleiter haben sich schon versprochen, danke an euch! :-* Und wir haben Platz für alles, was das Wollherz begehrt… draußen wie drinnen. Das ist meine Motivation, wieder  die Mörtelkelle zu schwingen und die Schuttmulde zu bestellen.

Aber zurück zum Shop. Für alle meine lieben Kunden gibt es ein paar Zeitfenster, die ich euch jetzt gerne zusammenstelle und auch noch auf meiner Webseite vermerken werde:

Die Werkstatt zieht in der ersten Dezemberhälfte um. Das heißt, dass es im Dezember folgende Produkte vorübergehend nicht geben wird.

Nicht im Dezember 2017:

  • Handgefärbtes wie das Kammzug-Abo
  • Knitkits

Einige Produkte wird es während der Umzugsphase nicht geben, da wir eben alles einpacken und umziehen müssen, damit auch alle Geräte, wie Kardiermaschinen, Kämme etc.

Nicht zwischen 11. und 18. Dezember (ca.):

  • Individualanfertigungen & Handkardiertes
  • Alle Tüten
  • Rolag- und Vliesabo

Zur Sicherheit werde ich diese Produkte ein wenig früher schon im Shop pausieren.

Im Prinzip, könnt ihr nichts falsch machen, denn ich werde alles entsprechend pausieren. Aber vielleicht wollt ihr noch was als Weihnachtsgeschenk, dann wäre es ratsam, es noch im November zu bestellen.

Ab dem neuen Jahr, wird alles wieder wie gewohnt laufen. Es betrifft eigentlich nur den Dezember.

Und dann sind da noch die Weihnachtstage, bzw. die Rauhnächte. Wie ihr wisst lege ich großen Wert auf die Rauhnächte und ihr Spinnverbot zu Ehren der Holle, unsere mitteldeutsche große Spinnerin. Sie beginnen bei mir am 21.12., der Wintersonnwende und ich beende sie etwas später mit dem Holletag bzw. Heilige Drei Könige am 6.1.

Dafür gibt es aber ein Trostpflaster für euch, nämliche einen Rauhnachtssale! Der Shop ist zwar im Urlaub, dh. praktisch, dass ich nicht arbeite. Aber der Shop bleibt für euch geöffnet. In dieser Zeit findet ein Sale von 20% statt. Ihr könnt ganz einfach bestellen. Die Bestellungen werden aber erst ab dem 6.1., also quasi der 2. Januarwoche bearbeitet.

Der Code für den Sale lautet: RAUCHNACHTSZAUBER

Hier möchte ich auch auf einen kleinen Druckfehler in meinen Weihnachtskarten hinweisen. Hier heißt es, dass die Bestellungen ab dem 1.6. bearbeitet werden. Das ist natürlich ein Zahlendreher gewesen.

Jetzt hat sich unser Leben auch noch einen Scherz erlaubt und gedacht, dass es bei uns gerade nicht stressig genug sei und ein weiteres eigentlich frohes Ereignis unerwartet eingeschoben. Nein, keine Schwangerschaft, sondern eine Disputation am genau 21.12. Aus diesem Grund müssen wir schon am 20.12. unsere 7 Sachen packen und in den hohen Norden reisen.

So ergeben sich folgende Weihnachtstermine für den Shop:

  • Shopurlaub vom 19.12. – 6.1.
  • Bestellschluss für eine Lieferung bis Weihnachten: 15.12 bzw. das Wochenende um den 15./ 16. 12. Ihr könnt danach gerne noch bestellen, aber ich kann euch dann keine pünktliche Lieferung mehr zu sagen.
  • Bestellbearbeitung bis zum 18.12. (inkl.)
  • Päckchenversand bis zum 20.12.
  • Sale: 21.12-6.1.
  • Bestellbearbeitung im neuen Jahr: ab 6.1.
  • Versand im neuen Jahr: ab 8.1. (Montag)

 

Ein letzter Hinweis zu den Kalendern: Ja, alle Kalender werden pünktlich bei euch sein, auch wenn ihr jetzt im Moment vielleicht noch nichts von mir zu eurer Kalenderbestellung gehört habt. Ich arbeite weiter meine Liste ab und bin jetzt bei etwa 2 Drittel angelangt, die gemischt sind und entweder schon ausgeliefert wurden, oder gerade bei der Packfee liegen.

Ein paar Bilder für die Vorfreude

 

Nun wünsche ich euch eine schöne Zeit bis zum Advent!

Liebe Grüße aus der Werkstatt ❤