Paula M trifft auf Handgesponnenes, Teil 1

1380748563-482Paula M – Ein Stricklabel aus Coburg, das handgestrickte Stirnbänder, Mützen, Stulpen und andere Accessoires herstellt. Susannes Produkte sind seit 2011 über Dawanda zu bekommen und seit Sommer 2017 können endlich einige ihrer Designs auch nach gestrickt werden. Ihr Buch „Stirnbänder stricken“ ist vor einigen Monaten beim Fischer Verlag auf den Markt gekommen und ich möchte es euch nun vorstellen.

Gleich zu Anfang: Ich bin befangen! Wer mich schon eine Weile kennt, weiß, dass Susanne und ich in der gleichen Stadt wohnen und befreundet sind. Klar, stricksüchtig trifft auf spinnsüchtig, 2 Nerds in einer kleinen Stadt, da war unsere Freundschaft vorprogrammiert.

Dennoch schätze ich Susanne nicht nur als Freundin, sondern auch als Kollegin. Sie ist eine Perfektionistin und sie ist besessen von ihrer Arbeit, genau wie ich auch. Und so hatten wir schon stundenlange Gespräche über die beste Wolle, das ideale Maschenbild, den richtigen Drall und Bounce für Mütze xy. Und genau deshalb weiß ich, wie ihre Designs entstehen, warum sie welche Wolle für welches Muster wählt und ich weiß mit wieviel Liebe und Perfektion sie ihre Bestellungen herstellt. Da muss man schon als Freundin mit Antworten leben, wie: „… sorry, ich konnte nicht ans Telefon gehen, weil ich das Stirnband nicht weglegen wollte. Das könnte man im Maschenbild sehen…“ Etwas irre, aber perfekt.

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Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich eines ihrer Buchexemplare bekommen habe und ich begann ihre Stirnbänder zu stricken. Aber mit meinem eigenen Garn. Und davon möchte ich euch berichten: Stricken mit handgesponnenen Garn.

Dieser Blogbeitrag ist nur ein erster Teil meines Berichtes. Dieses kleine Strick-Projekt, das abends hier und da bei mir mitläuft, dauert etwas länger. Ich habe im Moment sehr wenig Freizeit und ich werde sicher noch bis ins Frühjahr daran weiter stricken. Aber ich möchte euch jetzt schon etwas zeigen, denn jetzt ist Winter und jetzt steht Weihnachten vor der Tür.

Ich habe einige Garne bei mir in der Werkstatt liegen gehabt und dazu passende Projekte nach der ungefähr passenden Nadelstärke heraus gesucht.

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Da wäre einmal mein Garn GRETA. Das ist ein Serien-Garn für mein Stirnband GRETA aus meinem Shop. Es ist ein melierter N-Ply aus Merino mit Maulbeerseide als Halbkammgarn gesponnen.

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Dann hätte ich da ein Einzelstück. Ebenfalls wie GRETA ein melierter N-ply aus Merino mit schwarzen Bambus und Ramie gemischt.

 

IMG_6075Und ich hatte noch ein Reststrang eines wundervollen handgesponnen Garnes, das nicht von mir stammt, sondern, welches ich von einer anderen Spinnerin für ein Strickprojekt abgekauft hatte: Ein ebenfalls melierters Garn, 2-ply aus Corriedale und Alpaka in Halbkammgarnqualität.

Für diese 3 Garne habe ich mir diese Muster heraus gesucht:

ELISA – Das Flechtband

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 14.50.56Nadelstärke: 7,0mm

Lauflänge: 120m

Maschenprobe: 16 M x 20 R = 10 x 10 cm

Hier passte meine Garnstärke nicht ganz. Die Nadelstärke gefällt mir sehr gut für mein Garn, jedoch entwickelte es sich in der Musterprobe als breiter. Eigentlich wäre das bei dem Stirnband total egal, denn es sieht auch breiter echt super cosy aus. Aber ich hatte nur eine begrenzte Lauflänge. Ich bin das Risiko eingangen und habe dann dann Muster weniger Maschen gestrickt (6 Maschen pro Flechtband). Das Ergebnis finde ich immer noch super schön, aber – Oh nein! – das Garn reichte dann nicht. Deshalb ruht das Band jetzt bis zum nächsten Bier mit Susanne, in der Hoffnung, sie kann mir einen schönen Übergang zaubern.

Fazit: Das Muster an sich ist toll! Wirklich. Es ist total einfach zu stricken und dennoch nicht langweilig. Und der Zopf sieht schön geflochten aus ohne breite Löcher zwischen der Verzopfung zu haben. Mit handgesponnen Garn ist es ebenso unkompliziert (wenn man genug Lauflänge hat, haha). Auch wenn das Garn etwas dicker ist oder man die Nadelstärke nach oben anpassen muss, ist das alles klein Problem. Ich würde die Nadelstärke aber nicht nach unten verändern, denn dann verliert der Zopf seine optimale Breite und sein schönes Volumen, es sei denn ihr fügt wieder Maschen pro Zopf dazu. Hier solltet ihr stets in 2er Schritten pro Zopf erhöhen, sonst funktioniert das Muster nicht!

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SVEJA wurde zu GRETA

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Ich wollte zunächst das Sitrnband Sveja stricken, aber bei der Maschenprobe merkte ich dass das Garn zu dick für die Nadelstärke ist und da ich das Muster nicht anpassen wollte (es ist ein wenig aufweniger) entschied ich mich für das Muster GRETA. Aber genau so läuft es eben mit handgesponnen Garn, es hat meistens genug Eigenwillen, dass nicht nur das Strickmuster den Ton angeben kann.

Nadelstärke: 5,5mm

Lauflänge: 105m

Mascheprobe: 13 M x 19 R = 10 X 10cm

Während den Stricken bemerkte ich, dass mein Garn etwas zu dünn für das Muster ist. Aber dieses Muster ist so einfach, dass es kein Problem ist: Ich habe einfach eine Rippe hinzu gefügt. Bei der einmaligen Verzopfung in der Mitte habe ich dann einfach 3 statt 2 Rippen verzopft.

Fazit: Perfektes Muster für Einsteiger. Es ist richtig einfach zu stricken. Es lässt sich auf für handgesponnenes Garn simpel anpassen. Eine größere Nadelstärke ist überhaupt kein Problem und die kleiner Nadelstärke ist mit meiner Anpassung auch total einfach, sofern euch die zusätzliche Rippe gefällt.

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Stirnband Mila

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Dieses Stirnband ist auch wieder so einfach, dass jeder Einsteiger es lernen kann. Man strickt bis zum Ende einfach nur das Perlmuster und der Kniff am Ende ist der Knoten, der beide Enden zusammen bringt.

Nadelstärke: 5,0 mm

Lauflänge: 225m

Maschenprobe: 17 M x 27 R = 10 x 10cm

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.11.30Ich habe das Muster zunächst genaus so gestrickt, wie von Susanne angegeben. Es war die gleiche Nadelstärke, wie zuvor mein Strickprojekt, für das ich diese Wolle gekauft hatte und dort wie hier habe ich 2-fädrig gestrickt. Das Stirnband ist dadurch einen kleinen Tick breiter geworden, wie die von Susanne angegeben Maße des fertigen Stirnbandes. Ich empfinde es nicht als Problem, denn ich persönlich mag breite Stirnbänder, wo der Dutt oben rausschaut und der restliche Kopf schön warm gehalten werden kann sehr gerne. Das Stirnband ist bei Susanne als Geburtstagsgeschenk gelandet und sie hat es zusammen mit ihren Milas fotografiert. Der Größenunterschied ist kaum zu sehen.

Ich habe Mila dann nochmal für ein Teenager-Mädel gestrickt. Hier habe ich 4 Maschen weniger aufgenommen und das Band etwas kürzer gestrickt und das hat auch wunderbar geklappt.

Fazit: Das Stirnband ist ein Allrounder. Es kann mit fast jeder Wolle gestrickt werden, denn Ab- und Zunahmen sind total leicht umzusetzen. Nur beim Knoten muss man dann eben mal die Maschen zählen und neu aufteilen, aber das sollte jeder hinbekommen.

Dann hatte ich noch etwas von dem letzten Garn übrig und ich habe es wieder doppelfädrig zu einem anderen Stirnband verstrickt.

OLA – Doppellagig und super warm

Nadelstärke: 5,0mm

Lauflänge: 180m

Maschenprobe: 18 M x 24 R = 10 x10 cm

Dieses Stirnband ist einer meiner Lieblinge, denn es ist sehr schlicht. Ich mag besonders den Umschlag im Band, denn es macht eine schöne Gesichtsrahmung, wenn man es trägt. Aber, es ist etwas langweilig zu stricken. Das ist immer der Haken bei schlichten Designs. Das Stirnband wird in der Runde glatt rechts gestrickt. Ich habe diesmal nichts für mein Garn justiert. Aber ich bin mir sicher, dass es absolut kein Problem wäre, sowohl die Maschenanzahl, also auch die Nadelstärke zu verändern. Das Coole an diesem Stirnband ist: Es liegt doppelagig am Kopf und ist sehr warm. Hier pfeift kein Wind durch die Maschen!

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So, das waren meine Stirnbänder bis jetzt. Ich sagte ja, dass ein 2. Teil folgen wird. Hier plane ich dieses Stirnband.

Kaisa – Perfekt für ein Verlaufgarn

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52Hierfür habe ich ein Garn, welches ich aus einen handgefärbten Kammzug gespindelt hatte und n-ply verzwirnte. Wie immer, war die Lauflänge zu kurz und deshalb habe ich einen anderen Kammzug gefunden, der farblich passt, aber noch verspindelt werden muss. Auch dieser wird navajo verzwirnt werden, denn ich möchte einen vollfarbigen Farbverlauf haben, von dem meiner Meinung nach das Muster lebt.

 

 

Lotta – die Mütze

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.32.02Und zu guter letzt habe ich hier noch ein anderes hangesponnenes Garn aus einem handgefärbten Kammzug mit Nylon. Aus diesem Garn wird LOTTA gestrickt werden, eine Mütze, die zwar nicht in Susannes Stirnband-Buch zu finden ist – es ist ja auch eine Mütze 😉 – aber ihr könnt die Anleitung in ihrem Shop als PDF-Anleitung kaufen. Besonders schön ist, dass es dazu auch die passenden Handstulpen gibt. 🙂

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Die Fakten

„Stirnbänder Stricken“ von Susanne Müller ist in jedem Buchhandel erhältlich oder auch über ihren Dawanda-Shop.

Susannes Strickstücke sind über ihren Dawanda-Shop erhältlich. Dort gibt es auch PDF-Anleitungen von Produkten, die nicht im Buch enthalten sind.

Susanne hat außerdem einen Insta-Account, der echt pure Inspiration ist und wo ihr auch Kontakt zu ihr aufnehmen könnt.

Und wer nun noch ein schnelles Weihnachtsgeschenk braucht, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herzen legen. Entweder zum Verschenken oder auch um kleine Geschenke zu stricken, die wirklich in 1-2 Stunden am Abend umzusetzen sind.

Ich wünsche euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit. Da ich mich wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr melden werde, wünsche ich euch auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo ich mich dann aus der neuen Location der Werkstatt wieder melden werde.

Alles Liebe!

 

 

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Neues aus der Werkstatt

Hallo ihr Lieben,

ich erinnere mich gerade an das, was ich zum Jahresbeginn schrieb und mir vornahm: Weniger Stress und mehr Ruhe beim Tun. Ähm, ja. Da wusste ich auch noch nicht, dass unser Traum vom eigenen Hof und einer Hofgemeinschaft zum Greifen nah war.

Pünktlich zur Sommersonnwende war es dann so weit. Nun stecken wir also bis zu allen Ohren in Sanierungsarbeiten, so neben der Arbeit und dem restlichen Leben, und leben übergangsweise in unserem Gartenhaus.

Warum schreibe ich euch das? Weil auch die Werkstatt und der Shop davon betroffen sind. Zum einen bin ich gerade dazu gezwungen quasi nur halbtags zu Arbeiten und zum anderen wird die Werkstatt nun in wenigen Wochen auf unseren Hof ziehen. Und das hat kleine Übergangsanpassungen im Shop zur Folge.

Wir können endlich, pünktlich zur Übergabe des alten Werkstatthäuschen, unsere eigene Wohnung beziehen und das Gartenhaus wieder frei machen. Hier kommt im Dezember die Werkstatt rein. Und auch das wird nur ein Zwischenspiel sein, denn die Werkstatt wird (hoffentlich) in 2018 in ihre eigentliche Location eingerichtet.

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Vielleicht erinnert ihr euch an unsere Sanierung das alten Werkstatthäuschen. Hier ein kleiner Rückblick. Oh Mann, das war schon was…

 

Okay, zugegeben, heute ist etwa das doppelte an Wolle und Werkzeug drin und nicht mehr so gechillt. Aber genau deswegen gibt es ja bald die große Werkstatt.

 

Das hier wird die neue große Werkstatt werden. Wir können es einfach nicht lassen, haha. Darauf können wir uns wirklich freuen, denn sollte sie (vielleicht) im Sommer 2018 bezugsfertig sein, dann haben wir viel Platz. Wir haben Platz für Kurse ohne Platzbeengtheit, wir haben Platz für z.B. Färbekurse – die lieben Kursleiter haben sich schon versprochen, danke an euch! :-* Und wir haben Platz für alles, was das Wollherz begehrt… draußen wie drinnen. Das ist meine Motivation, wieder  die Mörtelkelle zu schwingen und die Schuttmulde zu bestellen.

Aber zurück zum Shop. Für alle meine lieben Kunden gibt es ein paar Zeitfenster, die ich euch jetzt gerne zusammenstelle und auch noch auf meiner Webseite vermerken werde:

Die Werkstatt zieht in der ersten Dezemberhälfte um. Das heißt, dass es im Dezember folgende Produkte vorübergehend nicht geben wird.

Nicht im Dezember 2017:

  • Handgefärbtes wie das Kammzug-Abo
  • Knitkits

Einige Produkte wird es während der Umzugsphase nicht geben, da wir eben alles einpacken und umziehen müssen, damit auch alle Geräte, wie Kardiermaschinen, Kämme etc.

Nicht zwischen 11. und 18. Dezember (ca.):

  • Individualanfertigungen & Handkardiertes
  • Alle Tüten
  • Rolag- und Vliesabo

Zur Sicherheit werde ich diese Produkte ein wenig früher schon im Shop pausieren.

Im Prinzip, könnt ihr nichts falsch machen, denn ich werde alles entsprechend pausieren. Aber vielleicht wollt ihr noch was als Weihnachtsgeschenk, dann wäre es ratsam, es noch im November zu bestellen.

Ab dem neuen Jahr, wird alles wieder wie gewohnt laufen. Es betrifft eigentlich nur den Dezember.

Und dann sind da noch die Weihnachtstage, bzw. die Rauhnächte. Wie ihr wisst lege ich großen Wert auf die Rauhnächte und ihr Spinnverbot zu Ehren der Holle, unsere mitteldeutsche große Spinnerin. Sie beginnen bei mir am 21.12., der Wintersonnwende und ich beende sie etwas später mit dem Holletag bzw. Heilige Drei Könige am 6.1.

Dafür gibt es aber ein Trostpflaster für euch, nämliche einen Rauhnachtssale! Der Shop ist zwar im Urlaub, dh. praktisch, dass ich nicht arbeite. Aber der Shop bleibt für euch geöffnet. In dieser Zeit findet ein Sale von 20% statt. Ihr könnt ganz einfach bestellen. Die Bestellungen werden aber erst ab dem 6.1., also quasi der 2. Januarwoche bearbeitet.

Der Code für den Sale lautet: RAUCHNACHTSZAUBER

Hier möchte ich auch auf einen kleinen Druckfehler in meinen Weihnachtskarten hinweisen. Hier heißt es, dass die Bestellungen ab dem 1.6. bearbeitet werden. Das ist natürlich ein Zahlendreher gewesen.

Jetzt hat sich unser Leben auch noch einen Scherz erlaubt und gedacht, dass es bei uns gerade nicht stressig genug sei und ein weiteres eigentlich frohes Ereignis unerwartet eingeschoben. Nein, keine Schwangerschaft, sondern eine Disputation am genau 21.12. Aus diesem Grund müssen wir schon am 20.12. unsere 7 Sachen packen und in den hohen Norden reisen.

So ergeben sich folgende Weihnachtstermine für den Shop:

  • Shopurlaub vom 19.12. – 6.1.
  • Bestellschluss für eine Lieferung bis Weihnachten: 15.12 bzw. das Wochenende um den 15./ 16. 12. Ihr könnt danach gerne noch bestellen, aber ich kann euch dann keine pünktliche Lieferung mehr zu sagen.
  • Bestellbearbeitung bis zum 18.12. (inkl.)
  • Päckchenversand bis zum 20.12.
  • Sale: 21.12-6.1.
  • Bestellbearbeitung im neuen Jahr: ab 6.1.
  • Versand im neuen Jahr: ab 8.1. (Montag)

 

Ein letzter Hinweis zu den Kalendern: Ja, alle Kalender werden pünktlich bei euch sein, auch wenn ihr jetzt im Moment vielleicht noch nichts von mir zu eurer Kalenderbestellung gehört habt. Ich arbeite weiter meine Liste ab und bin jetzt bei etwa 2 Drittel angelangt, die gemischt sind und entweder schon ausgeliefert wurden, oder gerade bei der Packfee liegen.

Ein paar Bilder für die Vorfreude

 

Nun wünsche ich euch eine schöne Zeit bis zum Advent!

Liebe Grüße aus der Werkstatt ❤

Adventskalender REFILL

Ein kleiner Nachtrag zur Adventskalender-Aktion, die schon heiß angelaufen ist.

Ich möchte nächstes Jahr, also ab 2018, ein REFILL-Angebot in den Shop stellen. Es richtet sich an die „alten Hasen“ unter den Adventskalender-SpinnerInnen hier.

Wenn ihr Lust habt, dann könnt ihr die handgestempelten Tütchen des Back to the Wheel-Kalenders für das FolgeJahr aufheben. Das REFILL-Angebot ist genau für solche Fälle da. Es bietet eine Kalender-Mischung an, die ich euch dann in die leeren Tütchen des Vorjahres wieder einpacke. So bleibt für euch die Überraschung erhalten und die Tütchen müssen nicht in den Müll wandern. Der REFILL enthält, wie die normalen Kalender auch, 150g Verlaufsmischung in 24 Röllchen, nur ohne die Tütchen. Somit wird das Angebot natürlich auch günstiger werden.

So geht´s:

  • Wer möchte, der kann seine leeren Tütchen aufheben.
  • Im Folgejahr steht ein REFILL-Angebot im Shop zusammen mit einer Versandadresse (neue Werkstattadresse ab 2018!).
  • Dort könnt ihr die leere Tütchen aus dem Vorjahr hinsenden.
  • Der Rest bleibt wie gehabt: Ihr sucht euch ein Farbschema für den Kalender im REFILL-Angebot aus.
  • Ich mische euch die Röllchen und verpacke sie wieder in die alten Tütchen.
  • Der recycelte Kalender geht dann wieder an euch zurück.

Aber: Dieses Angebot gilt nur für „alte Hasen“ und für die Back to the Wheel-Tütchen. Das REFILL-Angebot gilt nicht für das Befüllen von „Fremdtütchen“. Vielmehr soll es die vielen handbestempelten Tütchen recyceln & die vielen Stunden Handarbeit, die darin steckt vor der Tonne bewahren. Wäre doch schade drum, oder?

Das REFILL-Angebot steht ab 2018 zur Verfügung. Falls jemand von euch zufällig schon letztes Jahr die Kalender-Tütchen aufbewahrt hat, der kann mir gerne direkt eine Mail schicken an backtothewheel(at)icloud.com. Dann schnüre ich vorzeitig ein Proto-Angebot für einen REFILL.

Liebe Grüße aus der Werkstatt!

Advent, Advent…

Kaum zu glauben, dass die Adventszeit schon bald vor der Türe steht. Aber hier in der Werkstatt werden schon die Schneeflockenstempel geschwungen. Die Vorbereitungen für den Adventskalender laufen schon auf Hochtouren und es wird Zeit euch über Altbekanntes und Neues über den Adventskalender zu informieren.

Jeden Tag ein Rolag…

Wie letztes Jahr gibt es wieder den Adventskalender, der aus 24 Rolags in 24 handgestempelten Kraftpapiertütchen besteht. Und das bleibt beim Alten: Der Kalender besteht aus 150g Merinofasern (26 mic), die mit unterschiedlichen Beimengfasern wie Seide, Viskose, Bambus oder Angelina gemischt werden und auf 24 Rolags verteilt werden. Über die gesamten 24 Rolags wechselt die Farbe und bietet die Möglichkeit ein langes Verlaufsgarn zu spinnen. Wie bei den bisherigen Kalendern handelt es sich um einen Überraschungskalender, d.h. die genaue Gestaltung des Farbverlaufes bleibt ein Geheimnis und enthüllt sich nur Schritt für Schritt beim Öffnen des täglichen Tütchens.

Und das ist diesmal neu:

Allen voran ist neu, dass der Kalender nur in einer limitierten Auflage von 50 Kalendern verfügbar ist. Das gibt uns in der Werkstatt einen planbaren Material- und Arbeitsaufwand. Und ganz besonders wichtig für uns: Wir können die Arbeit dosieren und sicher gehen, dass kurz vor dem Advent kein Arbeitsstau entsteht, der den Versand der letzten Kalender in Bedrängnis bringen könnte.

Dieses Jahr habe ich mir Unterstützung geholt. Eine Stempelfee hilft mir die 1200 Tütchen zu stempeln. Um diese Arbeit fair entlohnen zu können wird der Kalender ab dieses Jahr etwas teurer als letztes Jahr sein.

Die letzte Neuerung betrifft den Bestellvorgang. Zum einen wird es statt einer unverbindlichen Vorbestellliste eine verbindliche Vorbestellung im Shop geben. Die Vorbestellung ist ab jetzt bereits möglich. Der Versand der Bestellungen erfolgt im November und die Kalender werden chronologisch nach Bestelldatum angefertigt. Der Bestellschluss wird in der 3. Novemberwoche sein um die letzten Kalender noch pünktlich zum 1.12. liefern zu können.

Eine Überraschung bleibt eine Überraschung!

Die andere Änderung im Bestellvorgang betrifft die Farbauswahl. Es war bisher immer eine sehr spannende Sache, die verschiedenen Farbwünsche um zusetzten und mich davon kreativ inspirieren zu lassen. Doch dieses Vorgehen beinhaltet natürlich das Risiko, dass zwei Köpfe zwei unterschiedliche Vorstellungen von der gleichen Farbbenennung haben. Es ist für einen kleinen Handwerksbetrieb wie die Handspinnerei nicht möglich bei so einem großen Arbeitsaufwand, wie der in diesem Produkt, in so einem Fall einen Kalender erneut anzufertigen und zu ersetzten. Vor allem dann nicht, wenn das Produkt an sich einwandfrei ist und bereits geöffnet und angesponnen. Aus diesem Grund gibt es nun eine Farbvorauswahl. Es kann zwischen einer großen Anzahl von Farbkombinationen ausgewählt werden und der Rest der Gestaltung bleibt eine Überraschung. Ich bitte daher jeden/r InteressentenIn sich vor dem Kauf zu überlegen, ob er/sie Überraschungen mag und ob er/sie das farbliche Restrisiko tragen möchte und sich auf die kleine kreative Freiheit meinerseits beim Mischen einlassen möchte. Wo bliebe denn die Überraschung, wenn der Kalender nach einem Farb-Rezept gekocht werden würde?

Und das sind die Farbgruppen:

  • Pastelzart: Zarte pastellige Töne, warm und kühl
  • Naturtöne: Natürliche Farben von naturweiß, Grautöne und Brauntöne, aber auch gedecktes grün, zartes lila oder blau sein, warm und kühl
  • Meerestöne: Alles aus der blauen & türkisfarbenen Ecke, kann hell, dunkel oder beides sein
  • Beerentöne: Alles von rot bis lila, warm, kann knallig sein, muss aber nicht
  • Nordischer Strand: Kühle und gedeckte Töne, die sich an der Nordsee finden lassen
  • Erdtöne: Braun-, Ocker-, Ziegeltöne, warm
  • Regenbogen: Bunt durch den Regenbogen, Verlaufsmischung
  • Septemberfarben: leuchtende Farben wie blau, gelb, gold und bunte Laubfarben, warm & kühl
  • Hawaitöne: Der perfekte Strand mit Palmen, heller Sand, strahlender Sonne und türkisfarbenen Meer, kühler als „Sommercocktail“
  • Sommercocktail: Fruchtiger Cocktail aus gelb, orange, lachsfarben, pink, himmbeerrot und frischen grün, wärmer als „Hawaitöne“
  • Herbstlaub: Grün-, Gelb- und Orangetöne eines Oktoberwaldes, warm
  • Eiskristalltöne: Kühle helle Farben eines Eiskristalls
  • Nachthimmel: Blau, violett & schwarz, dunkel und eher kühl
  • Vulkanfeuer: Feurig und Erdig, warm und eher dunkel
  • Rosengarten: Verschiedene Rosenfarben kombiniert mit grün, eher warm
  • Provence: Lavendeltöne kombiniert mit grün, eher kühl
  • Bollywood: Knallig, farbenfroh und ein bisschen wild, kann Sariseidenfasern und Neonfarben enthalten
  • Sommerwiese: Sonnige Farben kombiniert mit grün, warm mit Spritzer von bunt
  • Jägersgrün: Verschiedene eher dunkle Grüntöne mit Spritzern von petrol, lila oder Beerenfarben
  • Frühlingsgrün: verschiedene eher helle Grüntöne, frisch bis eher warm
  • Pink Panther: Rosa, Pink kombiniert mit schwarz, knallig
  • Graue Eleganz: Elegante Grautöne, kühl und Graustufen

Oben seht ihr übrigens ein Beispiel für die Farbgruppe „September“. Ich behalte mir die Option vor, die Farbpalette bei einem Anfall von Inspiration noch zu erweitern 😉 Und ich werde mich bemühen noch eine Möglichkeit im Shopsystem zu finden eine No-Go-Liste einzuarbeiten.

3 weitere Beispiele für Verläufe aus den vergangenen Jahren. Da ich hier noch nicht diese Farbgruppen hatte, treffen sie nicht perfekt auf meine jetzigen Gruppen zu. Aber im Groben würde ich sie in Gruppe „Sommercocktail“, „Graue Eleganz“ mit etwas weinrot und „Eiskristall“ ein ordnen.

Die Verlosung

Wie letztes Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder ein Weihnachtsverlosung. Diese erfolgt aus allen BestellerInnen des Kalenders, die automatisch in den Lostopf wandern, am Weihnachtsabend. Der Versand wird nach der Rauhnachtsruhe erfolgen. Der Preis werden 3 kleine Wundertüten sein.

Advent mit Back to the Wheel!

Wie gewohnt gibt es wieder in der Ravelry-Gruppe Back to the Wheel! einen Adventskalender-Thread, wo jeder herzlich willkommen ist, mit zu spinnen, mit zu quatschen und seine Rolags zu zeigen.

Auf Instagram gibt es den Hashtag #Adventmitbacktothewheel. Hier könnt ihr auch gerne eure Spinnereien zeigen und ich kann ein bisschen Mäuschen spielen und sehen, was ihr so aus den Fasern zaubert 🙂

Hier noch ein letzter Link zum Adventskalender im Shop.

Ich freue mich auf eine neue Wintersaison mit euch. Und auch wenn es noch ab und an sommerlich warm ist – der Advent kommt bestimmt 😉

Liebe Grüße aus der Werkstatt,

Kathrin.

Fraktal Spinnen

Vor einigen Jahren, noch bevor der Blog „Back to the Wheel“ wurde, schrieb ich mal einen Beitrag zum Fraktal spinnen. Im Laufe der Zeit fiel er der Speicherplatzentschlackung zum Opfer. Im Frühjahr habe ich mich nochmal, diesmal etwas systematischer, diesem Thema gewidmet. Und so möchte ich heute ein wenig über das fraktale Spinnen berichten, euch von meinem neuen Workshop zu diesem Thema erzählen und einen kleinen Ausblick darauf geben, was fraktal noch so geht…

Die Diskussionen zu diesem Thema beginnen oft mit der Frage „Was ist ein Fraktal?“ oder „… das erscheint mir ziemlich mathematisch…“ Ja, das Fraktal hat etwas mit Mathematik zu tun, aber letzten Endes, beim Spinnen, ist es doch relativ leicht zu verstehen und noch leichter anzuwenden.

Wie ist das nun mit der Mathematik?

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Die Mandelbrotmenge

Das Fraktal ist ein Begriff aus der Mathematik. Er leitet sich vom Lateinischen frangere brechen oder zerbrechen ab und beschreibt heute bestimmte geometrische Muster, die nicht eindeutig einer Dimension zugeordnet werden kann, d.h. dass sie z.B. nicht eindeutig linear, oder eindeutig räumlich sind, sondern etwas dazwischen. Mathematisch gesprochen sind sie nicht ganzzahlig. Das klingt jetzt kompliziert und scheint noch schwerer bildhaft vorstellbar zu sein. Doch ihr kennt vielleicht die Mandelbrotmenge oder das Sierpinski-Dreieick.

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Das Sierpinski-Dreieick

Für uns ist das zunächst einfach nur die Erklärung für den Begriff. Ihr müsst nicht zum Mathecrack werden, um fraktal zu spinnen oder gar die Dimensionen wechseln 😉

Selbstähnlichkeit ist der Schlüssel

Für uns interessant ist ausschließlich eine bestimmte Gruppe der fraktalen Muster: diejenigen mit einer hohen Selbstähnlichkeit. Das bedeutet, dass das Muster aus einem Muster zusammen gesetzt ist, welches eine Kopie seiner selbst ist. Eine sogenannte strikte Selbstähnlichkeit gibt es nur in der Mathematik. Hierbei kann in ein Muster unendlich lange hinein gezoomt werden und es würde stets aus dem gleichen Muster bestehen, egal welche Vergrößerungsstufe erreicht werden würde. Das Sierpinski-Dreieick ist solch ein Beispiel.

Selbstähnliche (nicht strikt selbstähnliche) Muster lassen sich auch in der Natur finden. Der Farn, der Blumenkohl, die Schneeflocke oder unsere Blutgefäße sind nur einige Beispiele. Das Farnblatt besteht aus vielen kleinen Blättchen, die für sich genommen die gleiche Form haben, wie das Farnblatt in seiner Gänze.

Der Farn als Vorlage

Was in der Mathematik die Struktur oder das Muster ist, ist bei uns im Spinnen die Farbe.

1907293_origDas Farnblatt bietet uns eine gute Analogie, für das, was wir nun mit Farben nachstellen wollen. Wir wollen ein Garn spinnen, in dem übertragen gesprochen ein großes Farnblatt und gleichzeitig viele kleine Farnblätter stecken. Dies geht nur mit einem Zwirn aus mindestens 2 Fäden. Der eine Faden enthält den großen Farn und der andere Faden enthält die sich wiederholenden kleinen Farnblätter. Verzwirnt ist der Faden, schachteln sich dann die kleinen Farnblätter in das große Farnblatt.

Wir übertragen also die Idee der Selbstähnlichkeit einfach auf die Farben.

Und nun mit Wolle

Was genau passiert nun? Nehmen wir an, wir spinnen mit einem handgefärbten Kammzug. Die Farbgestaltung, die durch die Färbung im Kammzug steckt, entspricht dem Muster, welches im Fraktal kopiert und skaliert in einander geschachtelt wird.

Der Faden 1 enthält diese Farbgestaltung 1:1. Der Kammzug wird direkt ohne weitere Unterteilung versponnen und die Farben ziehen sich so, wie sie gefärbt wurden in die Länge.

Der Faden 2 enthält das Muster in mehrfacher Wiederholung hintereinander gereiht und damit im kleineren  Maßstab. Durch das Aufteilen eines Kammzugs in mehrere Bänder wird das Muster kopiert und gleichzeitig verkleinert. Die Bänder sind dünner, ergeben also weniger Lauflänge und die Farben ziehen sich in kürzer Abschnitte, wie beim Faden 1. Dafür wiederholt sich das Farbmuster aber so oft, wie Bänder zuvor abgeteilt wurden.

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D.h. die Anzahl der Bänder für Faden 2 bestimmt die Skalierung des Musters, sowie die Anzahl seiner Wiederholungen.

Fraktal3In der Grafik stellt ein Dreieck das Muster bzw. die Farbabfolge des Kammzuges dar. In Faden 1 kommt es nur 1 Mal vor. In Faden 2 mehrmals. Durch das Zwirnen werden die kleinen Muster in das große Muster geschachtelt. Jedes kleines Muster von Faden 2 trifft auf das Muster im Faden 1.

Angenommen das Muster besteht aus Gelb, Blau und Grün und der Faden 2 aus 3 Musterabschnitten, dann trifft Gelb, Blau, Grün im Faden 2 auf Gelb im Faden 1. Dann trifft Gelb, Blau, Grün vom Faden 2 auf Blau im Faden 1 und zu letzt  Gelb, Blau, Grün von Faden 1 auf Grün im Faden 1.

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Das hat zur Folge, dass es in einem fraktalen Garn stets 2-farbige Abschnitte gibt, sowie 1-farbige.

Organisch oder Exakt?

Ich unterscheide nun in meinem Workshop zwischen 2 Arten ein Fraktal zu spinnen: Das organische Fraktal und das exakte Fraktal. Ihr erinnert euch vielleicht an die oben erwähnte Unterscheidung der Mathematik in strikt und nicht stirkt. Das meine ich hier nicht wörtlich, aber es lehnt sich an diese Unterscheidung an.

Handgefärbte Kammzüge bieten einen einfachen Einstieg in die fraktale Farbgestaltung. Dennoch sind die Farben darin nicht grammgenau gleich verteilt. Und auch unser Unterteilen des Kammzuges erfolgt nach Gefühl und nicht grammgenau. Dabei kann es sein, dass die zwei Fäden unterschiedlich lang ausfallen und beim Zwirnen ein Rest auf einer Spule übrig bleibt. So verschieben sich auch die Farbverläufe zu einander. Zudem haben wir eine willkürliche Anzahl von Bändern für Faden 2 unterteilt. Beides führt dazu, dass die Farbabschnitte des Fadens 2 willkürlich auf die Farben des Musters in Faden 1 treffen. Das nenne ich ein intuitives Vorgehen. Und dieses Vorgehen passt einfach gut zu einem handgefärbten Kammzug.

Eine andere Vorgehensweise ist das grammgenaue Abwiegen der Farben. Dazu wird die Anzahl der Teilmengen, die im Faden 2 aneinander gereiht werden, exakt nach der Anzahl der verwendeten Farben gewählt. So werden sich alle Farben im Faden 2 genau einmal mit jeder Farbe im Faden 1 treffen. Auch die beiden Einzelfäden müssen hierbei exakt gleich stark und gleich lang gesponnen werden, damit dieses Vorgehen funktioniert. In der Praxis, wird solch ein Garn wohl eher nicht gesponnen werden, denn die Farbübergänge sind hart und das Vorgehen etwas mühsam, doch es zeigt ein fraktales Garn in seiner Reinform und stellt eine technische Spielerei dar.

Der Vergleich

Schauen wir es uns mal in der Strickprobe an.

Zunächst einmal sieht man im Zwirn keinen Unterschied zu einem normalen, bunten 2-fach-Zwirn. Das Fraktal entfaltet sich erst im Strickstück sichtbar. Im Vergleich zum fraktale Garn wurde noch ein Navajozwirn gesponnen, der einmal das Farbmuster enthält zur Orientierung dienen soll.

Schon beim Vergleich des vollfarbigen Musters ist zu sehen, dass die Farben des handgefärbten Kammzuges nicht klar von einander abgetrennt sind und auch nicht als klare Reinfarben auftauchen. Das führt dazu, dass das Fraktal schon alleine durch die Färbung schwerer zu erkennen ist, als wenn das Garn aus Einzelfarben fraktale gesponnen wurde.

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Das organische Fraktal: Hier wird es, zusätzlich zur Färbung an sich, durch das intuitive Teilen schwierig, die einzelnen Abschnitte von einander zu unter-scheiden. Dies kann natürlich auch gewollt sein, denn die Farbentwicklung wirkt weicher und zufälliger. Einscheidend ist aber, dass sich stets 2-farbige Abschnitte mit vollfarbigen Abschnitten abwechseln.

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Das exakte Fraktal: Die Strickprobe des exakt abge-wogenen Fraktals zeigt hingegen die genau kalkulierte Farbabfolge. Es sind 4 Abschnitte zu erkennen die je eine übergreifende Farbe mitlaufen haben: Orange, gelb, hellgrün & grün. Diese Abfolge ist oben im vollfarbigen Muster nach zu verfolgen. Dies kommt zustande, da wir mit 4 Farben und 4 Teilmengen gearbeitet haben. Auf die gleiche Weise schachteln sich die Farben noch einmal in jeden Abschnitt. So erscheint in jedem Abschnitt auch ein vollfarbiger Bereich.

 

Ein 3-faches Fraktal

Alles was wir mit einem 2-fachen Zwirn gemacht haben, können wir auch mit einem 3-fachen Zwirn machen. Sicherlich ließen sich die Einzelfäden nach diesem Prinzip noch weiter steigern, doch ist es fraglich, ab wann das Fraktal noch sichtbar und strickbar ist. Im Workshop habe ich zu diesem Fraktal, wie auch zu 2-fädrigen Fraktalen eine Art Spinnrezept geschrieben – eine Art systematische Auflistung, für das Abwiegen der Einzelfarben und deren Reihenfolge in jedem Faden.

Fraktale Faservorbereitung

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_2adSoll ein fraktales Garn aus Einzelfarben gesponnen werden, so empfiehlt es sich, die Farben nicht einzeln hinter einander zu verspinnen, sondern die Farben in einander übergehen lassen. So werden die Übergänge harmonischer. Eine Möglichkeit bietet das Kämmen. Besonders einfach lässt es sich fraktale Kammzüge auf einer Hackle Row herstellen, da diese eine breite Zahnreihe hat, auf die Farben nach einander auf gehängt werden können.

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_2b6Auch fraktales Kardieren ist möglich. Natürlich wäre es möglich exakt das gleiche Vorgehen wie oben beim Kämmen beschrieben auch auf das Kardiergerät anzuwenden. D.h. 2 Vliese zu kardieren, in denen die Farben fraktal angeordnet sind. Doch es kann auch anders vorgegangen werden und Vlies mit Rolags kombiniert werden.

Aber es kann auch ganz einfach ein Verlaufsvlies fraktal abgesponnen werden. Das ist ein sehr einfacher und unkomplizierter Weg zum fraktalen Garn. Die Farbabfolge liegt bereits im Vlies vor und nur die Richtung, in der du das Vlies abspinnst, entscheidet über die Lage der Abfolge im Faden. Natürlich wird so ein eher organisches Fraktale entstehen.

Ein neuer Workshop

All diese Vorbereitungsarten werden wir in diesem Workshop zusammen machen. Wir werden ein organisches Fraktal spinnen, ein Exaktes zusammen berechnen und wer mag auch ein 3-faches Fraktal anfertigen.

Wie immer in meinen Kursen werden wir mit kleinen Spinnproben arbeiten und es gibt wieder eine Spinnmappe mit Skript und Spinndokumentation. Der Kurs geht über 2 Tage, also insgesamt 12 Stunden.

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Diesmal geht es in diesem Kurs nicht um Spinntechnik im Sinne neuer Auszüge, Drallmanagement oder Artyarnkonstruktion. Dieser Kurs setzt einfach nur das geübte Spinnen mit dem kurzen Auszug voraus. Dafür geht es mehr um die geplante Farbgestaltung eines Garnes. Ideal ist dieser Kurs für SpinnerInnen, die gerne 2-fache Zwirne oder mehrfarbige Zwirne spinnen oder auf das Kombo-Spinnen stehen, welches ja gerade en vogue ist, denn hier werden verschiedene Kammzüge miteinander kombiniert, was auch fraktal erfolgen könnte!

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig mit dieser Art zu gestalten anfixen und zumindest mal die gängigen Fragen zum Fraktal klären. 🙂

Wer Lust auf einen Kurs hat, der möge sich einfach der Webseite up do date halten. Dort oder auf Ravelry & Facebook gebe ich bald wieder neue Termine bekannt. Oder ihr schreibt mir eine Mail mit einem Wunschzeitraum. Noch können Termine geschoben werden…

Frohes Spinnen!

Eure Kathrin.

Drachenfels handgesponnen – Ein Erfahrungsbericht.

Endlich habe ich mal wieder ein privates Projekt beenden können.

IMG_5915Seit etwa eineinhalb Jahren hänge ich damit an den Nadeln: Das Drachenfelstuch von Melanie Berg. Eigenlich stehe ich gar nicht auf Tücher, sie sind einfach nicht mein Ding. Aber eines wollte ich mal ausprobieren und das Drachenfelsmuster find ich wirklich schön. Gleichzeitig fand ich eine Fasermischung, die auch mal anspinnen wollte und somit war die Gelegenheit da.

Das Garn für das Tuch sollte natürlich handgesponnen sein. Ich fand bei Wollschaf die Mischung Alpaka-Seide 50:50. Das ist wirklich eine fantastische Mischung. Sie gibt es in gleich mehreren Farbtönen und ich entschied mich für schwarz, haselnussbraun und silbergrau. Durch die naturfarbene Seide, die in recht breiten Bändern im Kammzug liegt, wird das Garn natürlich meliert.

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Also ran an die Spulen. Es wird 300g zu je 300m/100g round about benötigt. Ich wollte einen Zwirn verstricken und nicht unbedingt eine Ewigkeit daran spinnen, also entschied ich mich für einen 2-fachen Zwirn, statt für einen 3-fachen, was eigentlich mein Lieblingszwirn ist. Das Tuch wird später kraus rechts gestickt und somit war schon klar, dass genug Tiefe ins Tuch kommt und ein 2-facher Zwirn völlig ausreicht.

14716518_165454813913383_3533526850628222976_n_medium2Alpaka ist eine Faser, die sehr glatt und lang ist. Daher ist Alpakagarn immer ziemlich schwer in Relation zur Lauflänge. Die Fasern liegen einfach recht kompakt beieinander. Sowohl im Kammzug, als auch später im Garn. Die Seide verhält sich ähnlich. Sehr lange Fasern, extrem glatt und daher schwer, gerechnet auf die Länge einer Kammzuges oder Garnes. Klar ist auch, beide Fasern müssen glatt zu einem Kammgarn versponnen werden. Da gibt es keine sinnvolle Alternative. Somit war die Garnplanung schnell beendet und es hieß nun die Zielvorgaben, insbesondere die Lauflänge, zu erreichen.

Die Mischung lässt sich grandios verspinnen. Ich kann nur empfehlen sie einmal gesponnen zu haben. Sie ist rutschig und lang und es sollte immer dabei aufgepasst werden, dass sich hinten in der Faserhand keine Wolke bildet. Mit dem kurzen Auszug nach vorne kann da aber nicht viel schief gehen. Die Mischung braucht auch einen guten Drall, etwas mehr als die üblichen Wollen, sonst wird der Zwirn etwas lose werden. Das war ein Punkt, den ich etwas unterschätzte.

15253202_1225459547537435_680086489110937600_n_medium2Die Feinheit der Melierung kann beim Spinnen gesteuert werden. Wird die Fasermischung einfach so runtergesponnen und das vielleicht besonders fein, so wird es immer wieder reinfarbige Stellen geben. Das Alpaka und die Seide ist nicht sehr stark miteinander vermischt, das könnt ihr oben im Bild mit dem Kammzügen gut sehen. Wer eine Melierung im Garn haben will, die homogen verteilt erscheint, so wie ich es anstrebte, der sollte beim Predraften der Fasern darauf achten, dass im Vorgarn stets beide Fasersorten vorliegen. Das lässt sich ja beeinflussen. Würde man einfach nach dem Zufallsprinzip aus den Kammzug direkt herausspinnen, würden auf jeden Fall viele Fadenabschnitte nur eine Fasersorte beinhalten. Das Zwirnen hat später den Effekt noch ein wenig verstärkt und die Fasern optisch verteilt.

Leider hatte ich es nicht perfekt geschafft, die Ziellauflängen zu erreichen. Beim braunen Garn fehlten mir ca. 20m und beim grauen Garn waren es etwa 30m zu viel. Leider habe ich mir die Daten nicht gespeichert… Aber im großen und Ganzen hat es gepasst.

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Das Stricken mit dieser Fasermischung ist ebenfalls ein Traum. Das Garn rutscht gerade zu über die Nadeln. Aber bald stellte ich fest, dass dieses Garn nicht optimal zum Muster passt. Es gibt immer wieder ein Reihenkombination, die in das Muster eingeschoben wird, in der eine Farbe mit übergehobenen Maschen kleine Punkte erzeugen soll. Das kommt leider durch die Melierung gar nicht gut zur Geltung. Ich habe 2 mal diese Kombi eingestrickt und es wirkt eher als ein Bruch im Muster, weil die einzelnen Maschen nicht richtig farblich heraus springen können. ( Oben im Bild seht ihr die Reihen im rechten Bereich des Bildes) Bei den anderen Tüchern, die mit einfarbigen Garnen gestrickt wurden kommt dieser hingegen Effekt super raus. Naja, das ist ja kein Beinbruch… ich habe einfach das Muster angepasst und statt dessen die Farben so abgewechselt, wie ich gerade Lust dazu hatte.

Mit der Zeit bemerkte ich aber auch, dass die Garnlängen noch weniger passten, als ich es gehofft hatte. Rechnerisch war die Differenz zur Ziellänge zwar nicht so dramatisch, aber beim Stricken merkte ich, dass mir einiges an Braun fehlt. Und so ließ ich es mit dem Muster gut sein und strickte einfach nur noch frei nach Laune. Außerdem muss ich zugeben, dass ich es gar nicht leiden kann, wenn handgesponnenes Garn übrig bleibt;-) Im Grunde war das Muster, das die Tuchform erzeugt, total einfach und musste nur vom Anfang bis zum Ende durchgezogen werden. Und die Streifen, die wirken, wie ich finde auch, wenn sie sich etwas anders, als in der Vorgabe abwechseln. Und so strickte ich das letzte Drittel einfach so, wie es mit dem Garn gut ausging und – voilà – das Tuch ist endlich fertig.

Die Mischung Alpaka-Seide ist wie erwartet recht schwer. Aber ich mag das sehr gerne. Das Strickstück fällt von ganz alleine, ich muss gar nichts stretchen oder setzten. Ich hab es von den Nadeln genommen und fertig. Auf der Haut fühlt es sich grandios an. Ein richtiger Hautschmeichler und für Jeden geeignet, der findet, das Wolle kratzt. Hier kratzt gar nichts mehr. Es ist weich, seidig, anschmiegsam, sehr wärmend und gleichzeitig etwas kühlend durch die Seide 🙂

Mein Learning: Handgesponnenes Garn hat immer seine eigenen Bedürfnisse, die, meiner Meinung nach, vor dem Muster stehen sollten. Und: 900 lm sind verdammt viel 😉

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Was es so Neues gibt…

Oh Schreck, es ist schon wieder bald ein viertel Jahr vergangen, seit dem ich mir vornahm, einen Gang zurück zu schalten. Zumindest in einer Sache habe ich die Arbeit in der Werkstatt etwas, naja, nicht zurück genommen, aber dennoch abgefangen.

Die Verpackungsfee

Elli2Seit März gibt es eine Neuerung im Online-Shop: Die Werkstatt hat Zuwachs bekommen. Das ist Elli, die Verpackungsfee. Mir ist es besonders wichtig, dass alle Bestellungen, wenn sie ankommen, ein wenig Freude in den Alltag zaubern und nicht einfach ein schnöder Packkarton ankommt. Das kostet natürlich ziemlich viel Zeit und langsam wurde es ein relevanter Faktor in der Werkstatt, den ich aber nicht „wegverbessern“ wollte. Dafür ist nun Elli da, die mir zur Hand geht, wenn es mal heiß her geht. Und um das ganze etwas zu organisieren, haben wir nun 2, bei vielen Bestellungen auch 3 fixe Versandtage in der Werkstatt.Ellisstempel

  • DI: Alle Bestellungen, die bis Montag Mittag im Shop eingehen.
  • (DO: Alle Bestellungen, die bis Mittwoch Mittag in Shop landen)
  • Sa: Alle Bestellungen, die bis Freitag Mittag eingegangen sind.

Nachmittags landen die fertig bearbeiteten Bestellungen dann bei Elli, aber manchmal auch bei mir, in der Verpackungsschleife. Wer gerade für euch am Werk war, könnt ihr dann am Verschlusssticker sehen.

Neue Locken-Schafe

thumb_IMGP4513_1024Dann hat mich diesen Monat ein neuer Umstand überrascht. Mein bisheriger Wensleydale-Schäfer hat seine Lockenschafe abgegeben. Das war natürlich eine Nachricht, die ich sehr sehr schade fand. Die Locken stammen aus Deutschland und waren von wirklich schöner Qualität.

Doch es gibt bereits eine Alternative. Ich habe einen Lieferanten in Deutschland gefunden, der ebenfalls Wensleydales in kleinem Rahmen hält und mir weiße Rohwolle liefern wird. Neu ist aber, dass auch braune Wensleydale-Locken mit in die Handspinnerei aufgenommen werden, die natürlich naturbraun bleiben werden. Es wird somit zu den bisherigen handgefärbten und sortierten Locken auch braune naturfarbene Locken im Angebot sein. Des Weiteren möchte ich ab diesem Jahr auch ungefärbte weiße Locken in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen anbieten: gewaschene, weiße Locken für Selbstfärber, vorgereinigte Rohwolle, für Lockenfans, die selber waschen wollen und eben gewaschene und sortierte braune Locken.

Bis dahin findet im April ein Lockenausverkauf der handgefärbten Locken von 2016 statt.

Lockenaktion

Island und die Schafe

Ein anderes Highlight Anfang März war der Workshop bei Karolina Mende zum Islandschaf in Bayreuth. Einen Nachmittag ging es um die eisige Insel, den Schafen dort und ihre Wolle. Grandios!

Über Karoline Mende könnte ich so vieles erzählen, dass mich begeisterte, und würde ihr wohl dennoch nicht gerecht werden. Also belasse ich es besser bei einem kurzem Bericht vom Workshop ;-). Sie hat uns vieles über Island erzählt, das mich nicht nur einfach von diesem Land zu träumen beginnen ließ, sondern auch etwas versöhnlich stimmte, wenn ich mir im Stillen meine Gedanken um Fragen der Schafhaltung und der Haltung des Menschen zum (Nutz-)Tier im Allgemeinen, in Deutschland oder dem globalen Wirtschaftsweisen mit den Schafprodukten mache. Island hat hier einen ganz interessanten Umgang gefunden, der mich wohl noch länger beschäftigen wird. Karoline Mende überrascht auch mit einem wirklich interessanten und bewundernswerten Weg hin zur Schafhalterin von im Moment 26 Islandschafen. Ein Projekt, dass ich einfach nur toll finde!

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Natürlich war auch die Wolle der überaus spannenden Schafrasse am Start und hier hatte ich einen erneuten Aha-Effekt, der mich nachhaltig beeinflussen wird. Eine Kleinigkeit aber alles andere als Banal: Der Geruch der Rohvliese. Ich hatte schon einige Kilo Rohwolle unterschiedlicher Schafe in der Hand, in der Werkstatt, in der Badewanne und unter der Nase – alle aus Deutschland und von Schafhaltern mit den besten Absichten und dem Bemühen, das Beste für ihre Tiere zu tun. Doch kein einziges Vlies roch so. Es ist sicher schräg für einen Nicht-Woll-Junky, doch für euch ist es wohl nicht so schräg, wenn ich sage: die Wolle duftete! Das ist mein Ernst. Ein Vlies hatte sogar einen leicht süßlichen Geruch, doch alle hatten einen angenehmen Lanolingeruch. Ja, „angenehm“, „duftend“, „süßlich“, „lecker“! Kein Urin- oder beißender Mischmasch-Geruch aus allem Möglichen, das ich mal mehr, mal weniger, bei deutschen Vliesen erlebe. Karolina erklärte woran das liegt und auch, warum kein Einstreu in der Wolle hängt und sonstiger Dreck, der vor dem Waschen heraus sortiert werden muss. Die Vliese konnten direkt versponnen werden. Ein Waschen vor dem Spinnen ist nicht unbedingt nötig. Kann, muss aber nicht. Außerdem hatten die Vliese absolut keinen Filz in der Unterwolle. Kein Anzeichen, dass die Schafe schon das Schwitzen begannen oder die Wolle zu lange am Tier war. Die beste Vliesqualität, die ich in Händen hielt. Das ist Island und das Islandschaf!

Zu guter Letzt, neben vielen interessanten Infos über Wollen mit Unterwolle und Deckhaar, verführte mich Island noch mit seiner kulinarischen Seite. Zugegeben, das ist Geschmacksache, doch meiner war es 🙂 Karolina brachte einiges an typisch isländischen Speisen mit: Trockenfisch, Flachbrot, süßes Roggenbrot und isländischen Käse, sowie ein isländisches Rezept für einen Rosinenkuchen. All diese Leckereien, einschließlich der Wolle, nahmen meine Sinne in Beschlag und ich vergaß darüber, dass ich Fotos für diesen Blog machen wolle. Shit happens 😉 Doch schaut doch einfach mal auf ihre Webseite. Dort gibt es sehr Vieles zu entdecken, denn ihr könnte ihre Vliese aus Island kaufen, sie hat eine Reihe spannender kleiner Bücher geschrieben, 2, bald 3 DVDs gemacht und es gibt die Möglichkeit eine Patenschaft für eines ihrer Schafe zu übernehmen. Darüber hinaus ist sie ein Experte für Island und Sprachlehrerin. Also, wer im Schafparadies mal Urlaub machen mag…

Hier seht ihr eine Auswahl der Farben, die es als Vliese im Workshop gab, sowie das Deckhaar, welches von der Unterwolle getrennt wurde. Im Verlauf des Jahres werde ich euch sicher nochmal von der Islandwolle schreiben, denn wir Teilnehmer durften von ihren Vliesen Einiges mitnehmen, dass nun in der Werkstatt wartet, versponnen zu werden. Zum Spinnen der Wolle gibt es natürlich auch Vieles zu sagen, denn die zwei unterschiedlichen Faserqualitäten in einem Vlies haben ihre Ansprüche. Einiges schrieb ich ja schon im Faserkalender im Advent 2016.

Zuletzt möchte ich euch aber noch einen kleinen Test zeigen, ob Islandschaf auch Artyarn kann. Eine liebe Freundin, die ebenfalls mit am Start war (und eigentlich die Sache bei mir lostrat 😉 ) hatte mir noch ein Paar ihrer handgefärbten Islandflocken in die Tasche gesteckt. Die habe ich versucht zu einem Lockengarn zu spinnen und das möchte ich euch noch zeigen.

Die Flocke besteht aus den wunderbar langen Deckhaaren, die sich zu Locken zusammen finden und von der Unterwolle getrennt werden sollten. Das lässt sich eigentlich ganz leicht mit einem gezielten Zug an der Lockenspitze bewerkstelligen.

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Die Locken habe ich separiert, da ich diese als Locken in das Garn ankern wollte. Die Unterwolle bildete die Garnbasis in Form eines corespun Singles. Der Kern war ein Mohairfaden, der ab und an als Autowrap an die Oberfläche des Singles wechseln durfte.

In dieses Garn habe ich dann die Locken aus Deckhaar, mit der Spitze zu Spule ausgerichtet, eingesponnen. Hier sollte bei jeder Locke geprüft werden, ob sie zusätzlich im Faden geankert werden sollte, da sie sonst später wieder heraus gezogen werden könnte.

Diese Lockenspinnerei hat ein paar Hürden. Ich habe das Garn ausnahmsweise auf der Suzie gesponnen, die über einen Sliding Hook verfügt. Das ist in Kombination mit diesen langen, glatten Locken eine schlechte Kombi. Auch normale Hacken können hinderlich sein, denn die Locken bleiben auf dem Weg zu Spule gerne hängen. Ich denke, dass der Country Spinner, der bei Artyarns in der Werkstatt zum Einsatz kommt, die bessere Wahl gewesen wäre, sein (auch) Sliding Hook ist vergleichsweise riesig und wäre sicher nicht so verfänglich für die Locken gewesen. Wie dem auch sein, die Locken sind im Garn und das ist es.

Vielen Dank, liebe Ilonka, für deinen Anschub und die Orga-Mühen für den Workshop. Und vielen Dank, liebe Karolina, für die Begeisterung und spannenden Infos, die auf uns Teilnehmer herüber schwabben durften!

Über Karolina:

http://verlag-alpha-umi.de/eine-seite/

https://islandwollprojekt.wordpress.com

http://www.badische-zeitung.de/liebe-familie/zwei-deutsche-erfuellen-sich-ihren-traum-von-island–108809711.html

 

 

Die Tour de Fleece mit Back to the Wheel

Obwohl unsere Gruppen-Aktion schon einige Wochen am Laufen ist und sich regen Austausches erfreut, habe ich noch immer das Gefühl, dass wir irre früh dran sind. Dennoch, es ist notwenig für unser spezielles Feature unserer TdF-Gruppe.

Es geht um die diesjährige Tour de Fleece, die im Juli parallel zur Tour de France statt findet und bei der wir Spinner unsere Räder (oder Spindeln) ebenso sportlich wie leidenschaftlich anschmeißen. Die TdF findet dieses Jahr von 1. – 23. Juli statt. Gesponnen wird gerne in Teams, bei denen es Teamchallenges oder Etappenchallenges geben kann oder bei denen sich die Gruppen unter bestimmen Mottos oder in bestimmten Spinngenres zusammen finden. Oft werden auch Verlosungen mit Etappen- oder Teamzielen verbunden. Selbstverständlich kann auch freifliegend mitgesponnen werden.

Dieses Jahr gibt es zum erstem Mal aus ein Back to the Wheel-Team. Wir haben natürlich auch unsere eigenen Teamziele und Besonderheiten. Begonnen hat unser Team mit folgender Besonderheit:

Wir spinnen die TdF gemeinsam mit einem Faserkalender. Nachdem der Adventskalender so viel Zuspruch bekommen hat und mehrfach der Wunsch geäußert wurde, dass es doch schön wäre, nicht bis zur nächsten Weihnachtszeit warten zu müssen, habe ich mir überlegt, dass die TdF fast genauso lang ist wie der Advent und ziemlich genau auf die Halbzeit des Jahres fällt. Perfekt für einen Faserkalender!

Der Faserkalender

Der Faserkalender funktioniert exakt wie der Adventskalender nur die Fasermenge variiert etwas. Es gibt 21 Tütchen, für jede TdF-Etappe eines. In diesen Tütchen befindet sich je 1 Rolag und zusammen haben wir eine Fasermenge von 175g. Die Farben können wie immer frei gewählt werden und der Kalender eignet sich ideal für einen langen Farbverlauf über alle Rollen. Die Tütchen werden dann durch nummeriert und verschlossen geliefert. Es bleibt also wieder die Überraschung beim Spinnen!

Und so sieht der erste Kalender aus:

 

 

Der Faserkalender ist auch der Grund, warum wir so früh am Start sind. Die Tütchen werden alle einzeln von Hand bestempelt und die Röllchen nach dem Kundenwunsch kardiert. Das dauert. Im letzten Advent uferte der Zeitaufwand so sehr aus, dass ich beschlossen hatte, dass dieses Angebot nur mit Vorbestellung und längerer Vorlaufzeit, in der die Tütchen vorgestempelt werden, möglich ist. Und so sitze ich nun bereits seit einigen Wochen und schiebe immer wieder ein Schwung Tütchen über den Stempeltisch.

tdf17-kopie-2Das ist unser Rennradler, der uns jeden Tag begleiten wird. Er befindet sich auf jedem Tütchen und radelt durch die verschiedenen Landschaften und Stadtkulissen. Die Namenvorschläge variieren gerade noch. Im Rennen sind Eugen Spinner, Willy Wheel u.a….

Unser Team

Während wir uns nun auf Ravelry in der Back to the Wheel Gruppe langsam zusammen fanden, kam 2 weitere Wünsche auf. Einige würden gerne im TdF-Team mitspinnen, aber eigene Fasern verwenden und einige würden gerne den Kalender mitspinnen, aber sich nicht zum TdF-Team in so fern verpflichten, als dass sie täglich mitspinnen müssen oder zu unserer Gruppen-Challenges beitragen müssen. Selbstverständlich muss bei uns niemand irgendetwas. Aber es ergab sich, dass es organisatorisch praktischer erschien, in unseren Team noch 3 Gruppen einzuführen, die mit unserer Team-Challenge in Zusammenhang stehen.

Unsere Team-Challenge: Der Team-Strang. Wir spinnen alle gemeinsam gemütlich vor uns hin und zählen am Ende unsere Garn-Laufmeter zusammen und ermitteln einen virtuellen Team-Strang. Hierbei geht es nicht um Feinspinnen und den längesten Faden. Es geht um den gemeinsamen Strang. Die Garne können hierfür Lace, wie auch Artyarn oder Ultrabulky sein. Jeder Meter trägt zum gemeimsamen Ziel bei. Es gibt kein besser oder schlechter.

Und jetzt zu den Team-Gruppen

Kalender-Gruppe: Diese Gruppe spinnt einfach den Kalender und muss nicht an der Lauflängen-Zählung dabei sein. Sie spinnen mit, quatschen mit und haben einfach Spaß im Team.

Lauflängen-Gruppe: Diese Gruppe ist für jeden, der mit eigenen Fasern mitspinnen möchte, also keinen Kalender abspinnt, aber dafür zu unserem Team-Strang beiträgt. Hier werden die Laufmeter gezählt.

Kalender-Lauflängen-Gruppe: Und zu guter Letzt ist dies unsere ursprüngliche Teamidee. Das gemeinsame Spinnen des Kalenders und dabei, just for fun, sehen, wieviel Garn jeder so aus der gleichen Fasermenge macht und WIE er es macht. Wir haben also die gleichen Startbedingungen, aber jeder gestaltet anders und dennoch ziehen wir alle am gleichen Strang. Hier werden am Ende die Laufmeter gezählt und wir schauen, was jeder so daraus gemacht hat. Es geht also nicht um das sportliche zählen, sondern um den interessanten Vergleich unterschiedlicher Gestaltungen und der Freude an der Vielfalt.

Um die Teammitglieder den Gruppen zuordnen zu können gibt es unser Team-Logo in 3 Varianten. Das Logo wird während der TdF auf das Ravelry-Profilbild montiert. Innerhalb unseres Teams, können wir so ganz leicht erkennen, wer zu welcher Gruppe gehört. Dies wird dann später für die Verlosungen wichtig sein.

 

Die Verlosungen

Die Kalenderverlosung hat in sofern Tradition, als dass ich diese schon im Advent gemacht habe als Dank für das Teilnehmen an meiner Kalender-Aktion, das gemeinsame Spinnen, posten, Quatschen und die schöne Zeit zusammen. Und da die Kalender Gruppe auch unsere Start-Gruppe war, möchte ich dies beibehalten. Wer einen Kalender spinnt nimmt automatisch an der Verlosung teil. Es gibt wie beim letzten Mal 3 Preise. 2 Preise werden an den 2 Ruhetagen verlost und der 3. Preis am Finaltag. Diese Preise sind an keine Challenge gekoppelt, es sind die Kalenderpreise.

Da wir aber auch eine Nicht-Kalendergruppe ins Team gewonnen haben, habe ich nachträglich eine weiteren Preis mit aufgenommen. Es wird einen Spinnmeterpreis geben. Dieser wird erst nach der TdF vergeben, wenn alle in Ruhe abgehaspelt haben und die ihre Spinnmeter ermittelt haben. Achtung, nur für diesen Preis geht es nicht um die Garnlaufmeter, sondern um die Spinnmeter! Und diese Spinnmeter werden außerdem auf 175g runter gerechnet, denn die Kalender-Laufmeter-Gruppe spinnt ausschließlich mit 175g und wir brauchen eine Vergleichsbasis. Dies ist der einzige sportliche Preis und geht an denjenigen, der die meisten Spinnmeter auf 175g hingelegt hat und soll eine Motivation für die sportlichen Spinner unter uns.

Die Preise werde ich noch nicht verraten, aber es gibt genug kleine Spinnleckereien geben.

 

Die Verlosungen

Die Kalenderverlosung hat in sofern Tradition, als dass ich diese schon im Advent gemacht habe als Dank für das Teilnehmen an meiner Kalender-Aktion, das gemeinsame Spinnen, posten, Quatschen und die schöne Zeit zusammen. Und da die Kalender Gruppe auch unsere Start-Gruppe war, möchte ich dies beibehalten. Wer einen Kalender spinnt nimmt automatisch an der Verlosung teil. Es gibt wie beim letzten Mal 3 Preise. 2 Preise werden an den 2 Ruhetagen verlost und der 3. Preis am Finaltag. Diese Preise sind an keine Challenge gekoppelt, es sind die Kalenderpreise.

Da wir aber auch eine Nicht-Kalendergruppe ins Team gewonnen haben, habe ich nachträglich eine weiteren Preis mit aufgenommen. Es wird einen Spinnmeterpreis geben. Dieser wird erst nach der TdF vergeben, wenn alle in Ruhe abgehaspelt haben und die ihre Spinnmeter ermittelt haben. Achtung, nur für diesen Preis geht es nicht um die Garnlaufmeter, sondern um die Spinnmeter! Und diese Spinnmeter werden außerdem auf 175g runter gerechnet, denn die Kalender-Laufmeter-Gruppe spinnt ausschließlich mit 175g und wir brauchen eine Vergleichsbasis. Dies ist der einzige sportliche Preis und geht an denjenigen, der die meisten Spinnmeter auf 175g hingelegt hat und soll eine Motivation für die sportlichen Spinner unter uns.

Ort des Geschehens und die Kalenderbestellung

Alles findet auf Ravelry statt. In unserer Back to the Wheel Gruppe wird sich schon rege ausgetauscht und hier kann sich jeder Mitspinner anmelden und sich bis zum Juni für eine der 3 Gruppen entscheiden.

Hier wird auch der Faserkalender vorbestellt. Die Vorbestellung ist nicht verbindlich. Sie ist wichtig für mich, da ich die Tütchen vorbereiten muss und genug Fasern auf Lager haben muss. Es ist einfach nicht möglich in 3, 4 Wochen die verbindlichen Bestellungen just in time zu bearbeiten. Dafür dauert so ein Kalender einfach zu lange in der Herstellung. Deshalb gibt es die Vorbestellzeitraum bis zum 1. Juni auf Ravelry.

Im Juni (wahrscheinlich auch etwas früher) beginnt der Kalenderverkauf. Dann wird das Kalender-Angebot im Onlineshop auf verfügbar gestellt und ihr könnt den Kalender verbindlich bestellen und dabei nochmal eure Faserwünsche angeben. Die Ravelry-Vorbestellung ist KEIN VERBINDLICHER KAUF, nur eine Reservierung.

Verkaufschluss ist das Ende der 3. Juni Woche. Das ist Wichtig! Ich schaffe es nicht in der letzten Woche spontane Kalenderbestellungen zu bearbeiten und dann noch pünktlich zu verschicken. In der 4. Woche erfolgt ausschließlich der Versand und ich bin schon gespannt, wie die DHL-Annahmestation 30+x Pakete annehmen wird 😉

Das Kalenderangebot könnt ihr euch schon im Shop ansehen, auch wenn es noch nicht verfügbar ist.

Zur Ravelry-Gruppe findet ihr hier und dort könnte ihr auch Fragen stellen oder euch einfach schon mal dazu gesellen. Dort sind auch schon die Gruppen-Logos verfügbar und ihr seht, wie es mit der Vorbestellung läuft.

Und zu guter Letzt gibt es auch einen Hashtag für Instagram: #tdf2017backtothewheel

Ich freue mich, wenn ihr mit am Start seid!

Liebe Grüße aus der Werkstatt:-)

Fasertausch im Fasching

Der letzte Fasertausch liegt schon wieder 1 Viertel Jahr zurück. Wahnsinn, mir kommt es viel kürzer vor. Aber jetzt steht schon der Fasching vor der Türe. Ich muss gestehen, dass ich der totale Faschingsmuffel bin. Mir muss die Bonbons schon hinterher werfen… Aber bei der Wolle ist ja alles ganz anders! Mit ihr kann man so ziemlich alles kompensieren. Deshalb gibt es jetzt im Februar einen Faschings-Fasertausch. Die Idee stammt von der lieben Ilromasche, dank dir für die Anregung.

Und so schaut´s aus:

Wir bilden wie immer einen Tauschkreis in dem jeder ein Päckchen Fasern für einen anderen zurecht macht. Doch dieses Mal könnt ihr eurer FaserversenderIn ein Thema zum Mischen als Herausforderung mitgeben.

Die Voraussetzung ist ein Faschingsthema, z.B.: Meerjungfrau, Prinzessin, Clown, Cowboy, Elvis Presley, Alf, Minions, Darth Vader oder irgendetwas anderes, als das man sich oder die Fasern verkleiden kann.

Euer Thema wird zusammen mit eurer Versandadresse an eure ausgeloste VersenderIn weiter geleitet. So haben beide, Empfänger und Versender einen Überraschungseffekt. Ich denke, das könnte spannend werden.

Und nun die Termine:

Der „Anmeldezeitraum“ ist diese Woche bis zum kommenden Wochenende (1. Feb.WE). Die Verlosung der Versenderrunde mache ich dann am Sonntag den 5.2.

Ziel ist es über die Faschingsferien spinnen zu können, daher schlage ich als Versandzeitraum die 3. Februar-Woche vor. Also bis spätestens zum Freitag den 17.2. sollte das Päckchen raus sein. Wir haben also dann 2 Wochen Zeit, die Fasern klar zu machen.

Der Faserrahmen: 50g / Maxibriefversand / handverarbeitete Fasern (gefärbt, kardiert oder sonst wie gemischt) / Thema des Empfängers wird integriert. Da die Ferien ja eher kurz sind, dachte ich, wir versuchen es mit 50g.

Ravelry: Wer Lust hast der kann zu uns in die Gruppe Back to the Wheel in Ravelry überschauen. Dort haben wir einen Thread mit Anmeldeliste. Und ihr könnt schon mal in die Wunschthemen rein spicken. Ihr könnt mir auch einfach eine Mail schreiben und ich setzte euch dann dort auf die Liste. In Ravelry könnt ihr wie immer eure Bilder posten mit uns Quatschen.

Instagram: Oder Ihr könnt auch auf Instagram posten unter den Tag #Faschingmitbacktothewheel

Yep, das wäre es also. Also, macht mit und verlegt wie ich den Fasching ans Spinnrad, denn die Straße wird mich niemals mit Clownsnase sehen ;-)…

Der neue Online-Shop

Es ist vollbracht!

Der neue hauseigene Online-Shop ist online und nutzbar.

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Hier findet ihr nun die ganze Produktpalette, die zuvor auf Dawanda verfügbar war. Dort, auf Dawanda, wird die Produktpalette reduziert werden. Hintergrund sind die verdoppelten Verkäuferkosten, die seit Januar 2017 fällig sind und worüber ich schon Anfang des Monats berichtet hatte.

Was geht:

Nun ist also der neue Shop die Alternative, denn hier kann ich die Produkte zu den bisherigen Preise für euch anbieten. Und so siehts aus:

Auf der Startseite findet ihr eine horizontale Navigationsleiste, wo ihr zu allen Produktgruppen findet oder ihr könnt über die Bilder der Startseite zu bestimmten Produkten direkt hingeführt werden.

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Die Anmeldung & der Kundenbereich:

Ihr könnt dort, unter „Anmelden“ ganz oben rechts, ein Kundenkonto anlegen, wo ihr all eure Bestellungen, Gutschriften, Rabatte und eure Kundendaten einsehen und verwalten könnt. Ihr könnt mir dort jeder Zeit Nachrichten zu euren Bestellungen schicken und eure Gestaltungswünsche für individualisierte Produkte übermitteln.

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Wenn ihr dann angemeldet und eingeloggt seid, sieht das so aus:

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Ihr könnt auch über den Footer direkt zu euren Kundenseiten kommen. Dort finden sich außerdem alle Infos zum Shop, die Fakten zum Ablauf in aller Kürze, einen Direktkontakt zu mir und natürlich die AGBs.

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Alles in Allem ist die Bestellverwaltung detailtiefer und flexibler als bei Dawanda. Ich kann nun viel leichter in bereits laufenden Bestellungen Anpassungen vornehmen und die Bestellhistorie verfolgen, sodass sich nachträglich Gutschriften einfügen lassen oder Kundenwünsche besser überblickt werden können.

Bestellung & Abwickelung:

 

Der Versand wird weiterhin ausschließlich mit der Deutschen Post / DHL erfolgen und beinhaltet immer auch die Verpackung im Preis. Aber entgegen der Optionen bei Dawanda kann hier der passende Versand nach Produktgewicht automatisch kalkuliert werden. Als Standart-Versand wird zunächst das Päckchen als Versand im Warenkorb angezeigt. Doch später im Bestellvorgang werden alle für diese Bestellung mögliche Versandmöglichkeiten angezeigt und können gewählt werden.

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Die Bestellbestätigung und die Rechnung erfolgen automatisch, was mir imens viel Zeit spart und ich so mehr Fasern für euch mischen kann 🙂 Ihr bekommt nach Abschluss der Bestellung eine Bestätigungsmail und bei Zahlung per Banküberweisung eine zweite Mail mit den Bankdaten. Nach Eingang der Zahlung erhaltet ihr eine Rechnungsmail und werden über euren Bestellstatus informiert. Ihr könnt auch jederzeit Bestellstatus in eurem Kundenkonto abrufen. Auch bei dringenden Bestellungen ist eine Banküberweisung kein Problem. Ich könnt mir einen Screenshot der Zahlungsanweisung mailen und ich sende eure Bestellung sofort raus.

Leider gibt es aktuell noch einen Bug: Die Shop-Software ist modular aufgebaut und so gibt es ein Paypal-Modul, welches den Shop mit Paypal verbindet. Hier sitzt ein Bug in der Programmierung des Moduls, der zur Folge hat, das in der Darstellung der Rechnung, meine Bankverbindung (die um mit Paypal zu zahlen ohnehin irrelevant ist) nicht im vorgefertigten Fenster eingefügt wird. Also kein funktionaler Fehler, sondern ein Schönheitsfehler. Ich kann ihn leider nicht beheben, denn er liegt auf der Programmierungsebene. Laut Paypal sollte er aber beim nächsten Update behoben sein.

Neues Produkt, Übergangsphase & ein Begrüßungsgeschenk:

Der Shop in der nächsten Zeit noch weiter bestückt werden. Garne, Knit Kits und Ready-to-wear Produkte sind noch nicht online, aber alles rund um das Spinnen und Fasern ist wieder verfügbar.

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Und es gibt ein neues Abo-Produkt: Handgefärbte Kammzüge zu je 100g in 3 Lieferungen.

 

Hier mit eröffne ich also den neuen Shop! Und als Danke schön für diejenigen, die den Weg zur Unabhängigkeit von Dawanda mit mir gehen möchten gibt es ein kleine Begrüßungsgeschenk bei ihrem Ersteinkauf mit ihrem neuen Kundenkonto.

Ich freue mich auf euch!