Adventskalender REFILL

Ein kleiner Nachtrag zur Adventskalender-Aktion, die schon heiß angelaufen ist.

Ich möchte nächstes Jahr, also ab 2018, ein REFILL-Angebot in den Shop stellen. Es richtet sich an die „alten Hasen“ unter den Adventskalender-SpinnerInnen hier.

Wenn ihr Lust habt, dann könnt ihr die handgestempelten Tütchen des Back to the Wheel-Kalenders für das FolgeJahr aufheben. Das REFILL-Angebot ist genau für solche Fälle da. Es bietet eine Kalender-Mischung an, die ich euch dann in die leeren Tütchen des Vorjahres wieder einpacke. So bleibt für euch die Überraschung erhalten und die Tütchen müssen nicht in den Müll wandern. Der REFILL enthält, wie die normalen Kalender auch, 150g Verlaufsmischung in 24 Röllchen, nur ohne die Tütchen. Somit wird das Angebot natürlich auch günstiger werden.

So geht´s:

  • Wer möchte, der kann seine leeren Tütchen aufheben.
  • Im Folgejahr steht ein REFILL-Angebot im Shop zusammen mit einer Versandadresse (neue Werkstattadresse ab 2018!).
  • Dort könnt ihr die leere Tütchen aus dem Vorjahr hinsenden.
  • Der Rest bleibt wie gehabt: Ihr sucht euch ein Farbschema für den Kalender im REFILL-Angebot aus.
  • Ich mische euch die Röllchen und verpacke sie wieder in die alten Tütchen.
  • Der recycelte Kalender geht dann wieder an euch zurück.

Aber: Dieses Angebot gilt nur für „alte Hasen“ und für die Back to the Wheel-Tütchen. Das REFILL-Angebot gilt nicht für das Befüllen von „Fremdtütchen“. Vielmehr soll es die vielen handbestempelten Tütchen recyceln & die vielen Stunden Handarbeit, die darin steckt vor der Tonne bewahren. Wäre doch schade drum, oder?

Das REFILL-Angebot steht ab 2018 zur Verfügung. Falls jemand von euch zufällig schon letztes Jahr die Kalender-Tütchen aufbewahrt hat, der kann mir gerne direkt eine Mail schicken an backtothewheel(at)icloud.com. Dann schnüre ich vorzeitig ein Proto-Angebot für einen REFILL.

Liebe Grüße aus der Werkstatt!

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Advent, Advent…

Kaum zu glauben, dass die Adventszeit schon bald vor der Türe steht. Aber hier in der Werkstatt werden schon die Schneeflockenstempel geschwungen. Die Vorbereitungen für den Adventskalender laufen schon auf Hochtouren und es wird Zeit euch über Altbekanntes und Neues über den Adventskalender zu informieren.

Jeden Tag ein Rolag…

Wie letztes Jahr gibt es wieder den Adventskalender, der aus 24 Rolags in 24 handgestempelten Kraftpapiertütchen besteht. Und das bleibt beim Alten: Der Kalender besteht aus 150g Merinofasern (26 mic), die mit unterschiedlichen Beimengfasern wie Seide, Viskose, Bambus oder Angelina gemischt werden und auf 24 Rolags verteilt werden. Über die gesamten 24 Rolags wechselt die Farbe und bietet die Möglichkeit ein langes Verlaufsgarn zu spinnen. Wie bei den bisherigen Kalendern handelt es sich um einen Überraschungskalender, d.h. die genaue Gestaltung des Farbverlaufes bleibt ein Geheimnis und enthüllt sich nur Schritt für Schritt beim Öffnen des täglichen Tütchens.

Und das ist diesmal neu:

Allen voran ist neu, dass der Kalender nur in einer limitierten Auflage von 50 Kalendern verfügbar ist. Das gibt uns in der Werkstatt einen planbaren Material- und Arbeitsaufwand. Und ganz besonders wichtig für uns: Wir können die Arbeit dosieren und sicher gehen, dass kurz vor dem Advent kein Arbeitsstau entsteht, der den Versand der letzten Kalender in Bedrängnis bringen könnte.

Dieses Jahr habe ich mir Unterstützung geholt. Eine Stempelfee hilft mir die 1200 Tütchen zu stempeln. Um diese Arbeit fair entlohnen zu können wird der Kalender ab dieses Jahr etwas teurer als letztes Jahr sein.

Die letzte Neuerung betrifft den Bestellvorgang. Zum einen wird es statt einer unverbindlichen Vorbestellliste eine verbindliche Vorbestellung im Shop geben. Die Vorbestellung ist ab jetzt bereits möglich. Der Versand der Bestellungen erfolgt im November und die Kalender werden chronologisch nach Bestelldatum angefertigt. Der Bestellschluss wird in der 3. Novemberwoche sein um die letzten Kalender noch pünktlich zum 1.12. liefern zu können.

Eine Überraschung bleibt eine Überraschung!

Die andere Änderung im Bestellvorgang betrifft die Farbauswahl. Es war bisher immer eine sehr spannende Sache, die verschiedenen Farbwünsche um zusetzten und mich davon kreativ inspirieren zu lassen. Doch dieses Vorgehen beinhaltet natürlich das Risiko, dass zwei Köpfe zwei unterschiedliche Vorstellungen von der gleichen Farbbenennung haben. Es ist für einen kleinen Handwerksbetrieb wie die Handspinnerei nicht möglich bei so einem großen Arbeitsaufwand, wie der in diesem Produkt, in so einem Fall einen Kalender erneut anzufertigen und zu ersetzten. Vor allem dann nicht, wenn das Produkt an sich einwandfrei ist und bereits geöffnet und angesponnen. Aus diesem Grund gibt es nun eine Farbvorauswahl. Es kann zwischen einer großen Anzahl von Farbkombinationen ausgewählt werden und der Rest der Gestaltung bleibt eine Überraschung. Ich bitte daher jeden/r InteressentenIn sich vor dem Kauf zu überlegen, ob er/sie Überraschungen mag und ob er/sie das farbliche Restrisiko tragen möchte und sich auf die kleine kreative Freiheit meinerseits beim Mischen einlassen möchte. Wo bliebe denn die Überraschung, wenn der Kalender nach einem Farb-Rezept gekocht werden würde?

Und das sind die Farbgruppen:

  • Pastelzart: Zarte pastellige Töne, warm und kühl
  • Naturtöne: Natürliche Farben von naturweiß, Grautöne und Brauntöne, aber auch gedecktes grün, zartes lila oder blau sein, warm und kühl
  • Meerestöne: Alles aus der blauen & türkisfarbenen Ecke, kann hell, dunkel oder beides sein
  • Beerentöne: Alles von rot bis lila, warm, kann knallig sein, muss aber nicht
  • Nordischer Strand: Kühle und gedeckte Töne, die sich an der Nordsee finden lassen
  • Erdtöne: Braun-, Ocker-, Ziegeltöne, warm
  • Regenbogen: Bunt durch den Regenbogen, Verlaufsmischung
  • Septemberfarben: leuchtende Farben wie blau, gelb, gold und bunte Laubfarben, warm & kühl
  • Hawaitöne: Der perfekte Strand mit Palmen, heller Sand, strahlender Sonne und türkisfarbenen Meer, kühler als „Sommercocktail“
  • Sommercocktail: Fruchtiger Cocktail aus gelb, orange, lachsfarben, pink, himmbeerrot und frischen grün, wärmer als „Hawaitöne“
  • Herbstlaub: Grün-, Gelb- und Orangetöne eines Oktoberwaldes, warm
  • Eiskristalltöne: Kühle helle Farben eines Eiskristalls
  • Nachthimmel: Blau, violett & schwarz, dunkel und eher kühl
  • Vulkanfeuer: Feurig und Erdig, warm und eher dunkel
  • Rosengarten: Verschiedene Rosenfarben kombiniert mit grün, eher warm
  • Provence: Lavendeltöne kombiniert mit grün, eher kühl
  • Bollywood: Knallig, farbenfroh und ein bisschen wild, kann Sariseidenfasern und Neonfarben enthalten
  • Sommerwiese: Sonnige Farben kombiniert mit grün, warm mit Spritzer von bunt
  • Jägersgrün: Verschiedene eher dunkle Grüntöne mit Spritzern von petrol, lila oder Beerenfarben
  • Frühlingsgrün: verschiedene eher helle Grüntöne, frisch bis eher warm
  • Pink Panther: Rosa, Pink kombiniert mit schwarz, knallig
  • Graue Eleganz: Elegante Grautöne, kühl und Graustufen

Oben seht ihr übrigens ein Beispiel für die Farbgruppe „September“. Ich behalte mir die Option vor, die Farbpalette bei einem Anfall von Inspiration noch zu erweitern 😉 Und ich werde mich bemühen noch eine Möglichkeit im Shopsystem zu finden eine No-Go-Liste einzuarbeiten.

3 weitere Beispiele für Verläufe aus den vergangenen Jahren. Da ich hier noch nicht diese Farbgruppen hatte, treffen sie nicht perfekt auf meine jetzigen Gruppen zu. Aber im Groben würde ich sie in Gruppe „Sommercocktail“, „Graue Eleganz“ mit etwas weinrot und „Eiskristall“ ein ordnen.

Die Verlosung

Wie letztes Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder ein Weihnachtsverlosung. Diese erfolgt aus allen BestellerInnen des Kalenders, die automatisch in den Lostopf wandern, am Weihnachtsabend. Der Versand wird nach der Rauhnachtsruhe erfolgen. Der Preis werden 3 kleine Wundertüten sein.

Advent mit Back to the Wheel!

Wie gewohnt gibt es wieder in der Ravelry-Gruppe Back to the Wheel! einen Adventskalender-Thread, wo jeder herzlich willkommen ist, mit zu spinnen, mit zu quatschen und seine Rolags zu zeigen.

Auf Instagram gibt es den Hashtag #Adventmitbacktothewheel. Hier könnt ihr auch gerne eure Spinnereien zeigen und ich kann ein bisschen Mäuschen spielen und sehen, was ihr so aus den Fasern zaubert 🙂

Hier noch ein letzter Link zum Adventskalender im Shop.

Ich freue mich auf eine neue Wintersaison mit euch. Und auch wenn es noch ab und an sommerlich warm ist – der Advent kommt bestimmt 😉

Liebe Grüße aus der Werkstatt,

Kathrin.

Drachenfels handgesponnen – Ein Erfahrungsbericht.

Endlich habe ich mal wieder ein privates Projekt beenden können.

IMG_5915Seit etwa eineinhalb Jahren hänge ich damit an den Nadeln: Das Drachenfelstuch von Melanie Berg. Eigenlich stehe ich gar nicht auf Tücher, sie sind einfach nicht mein Ding. Aber eines wollte ich mal ausprobieren und das Drachenfelsmuster find ich wirklich schön. Gleichzeitig fand ich eine Fasermischung, die auch mal anspinnen wollte und somit war die Gelegenheit da.

Das Garn für das Tuch sollte natürlich handgesponnen sein. Ich fand bei Wollschaf die Mischung Alpaka-Seide 50:50. Das ist wirklich eine fantastische Mischung. Sie gibt es in gleich mehreren Farbtönen und ich entschied mich für schwarz, haselnussbraun und silbergrau. Durch die naturfarbene Seide, die in recht breiten Bändern im Kammzug liegt, wird das Garn natürlich meliert.

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Also ran an die Spulen. Es wird 300g zu je 300m/100g round about benötigt. Ich wollte einen Zwirn verstricken und nicht unbedingt eine Ewigkeit daran spinnen, also entschied ich mich für einen 2-fachen Zwirn, statt für einen 3-fachen, was eigentlich mein Lieblingszwirn ist. Das Tuch wird später kraus rechts gestickt und somit war schon klar, dass genug Tiefe ins Tuch kommt und ein 2-facher Zwirn völlig ausreicht.

14716518_165454813913383_3533526850628222976_n_medium2Alpaka ist eine Faser, die sehr glatt und lang ist. Daher ist Alpakagarn immer ziemlich schwer in Relation zur Lauflänge. Die Fasern liegen einfach recht kompakt beieinander. Sowohl im Kammzug, als auch später im Garn. Die Seide verhält sich ähnlich. Sehr lange Fasern, extrem glatt und daher schwer, gerechnet auf die Länge einer Kammzuges oder Garnes. Klar ist auch, beide Fasern müssen glatt zu einem Kammgarn versponnen werden. Da gibt es keine sinnvolle Alternative. Somit war die Garnplanung schnell beendet und es hieß nun die Zielvorgaben, insbesondere die Lauflänge, zu erreichen.

Die Mischung lässt sich grandios verspinnen. Ich kann nur empfehlen sie einmal gesponnen zu haben. Sie ist rutschig und lang und es sollte immer dabei aufgepasst werden, dass sich hinten in der Faserhand keine Wolke bildet. Mit dem kurzen Auszug nach vorne kann da aber nicht viel schief gehen. Die Mischung braucht auch einen guten Drall, etwas mehr als die üblichen Wollen, sonst wird der Zwirn etwas lose werden. Das war ein Punkt, den ich etwas unterschätzte.

15253202_1225459547537435_680086489110937600_n_medium2Die Feinheit der Melierung kann beim Spinnen gesteuert werden. Wird die Fasermischung einfach so runtergesponnen und das vielleicht besonders fein, so wird es immer wieder reinfarbige Stellen geben. Das Alpaka und die Seide ist nicht sehr stark miteinander vermischt, das könnt ihr oben im Bild mit dem Kammzügen gut sehen. Wer eine Melierung im Garn haben will, die homogen verteilt erscheint, so wie ich es anstrebte, der sollte beim Predraften der Fasern darauf achten, dass im Vorgarn stets beide Fasersorten vorliegen. Das lässt sich ja beeinflussen. Würde man einfach nach dem Zufallsprinzip aus den Kammzug direkt herausspinnen, würden auf jeden Fall viele Fadenabschnitte nur eine Fasersorte beinhalten. Das Zwirnen hat später den Effekt noch ein wenig verstärkt und die Fasern optisch verteilt.

Leider hatte ich es nicht perfekt geschafft, die Ziellauflängen zu erreichen. Beim braunen Garn fehlten mir ca. 20m und beim grauen Garn waren es etwa 30m zu viel. Leider habe ich mir die Daten nicht gespeichert… Aber im großen und Ganzen hat es gepasst.

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Das Stricken mit dieser Fasermischung ist ebenfalls ein Traum. Das Garn rutscht gerade zu über die Nadeln. Aber bald stellte ich fest, dass dieses Garn nicht optimal zum Muster passt. Es gibt immer wieder ein Reihenkombination, die in das Muster eingeschoben wird, in der eine Farbe mit übergehobenen Maschen kleine Punkte erzeugen soll. Das kommt leider durch die Melierung gar nicht gut zur Geltung. Ich habe 2 mal diese Kombi eingestrickt und es wirkt eher als ein Bruch im Muster, weil die einzelnen Maschen nicht richtig farblich heraus springen können. ( Oben im Bild seht ihr die Reihen im rechten Bereich des Bildes) Bei den anderen Tüchern, die mit einfarbigen Garnen gestrickt wurden kommt dieser hingegen Effekt super raus. Naja, das ist ja kein Beinbruch… ich habe einfach das Muster angepasst und statt dessen die Farben so abgewechselt, wie ich gerade Lust dazu hatte.

Mit der Zeit bemerkte ich aber auch, dass die Garnlängen noch weniger passten, als ich es gehofft hatte. Rechnerisch war die Differenz zur Ziellänge zwar nicht so dramatisch, aber beim Stricken merkte ich, dass mir einiges an Braun fehlt. Und so ließ ich es mit dem Muster gut sein und strickte einfach nur noch frei nach Laune. Außerdem muss ich zugeben, dass ich es gar nicht leiden kann, wenn handgesponnenes Garn übrig bleibt;-) Im Grunde war das Muster, das die Tuchform erzeugt, total einfach und musste nur vom Anfang bis zum Ende durchgezogen werden. Und die Streifen, die wirken, wie ich finde auch, wenn sie sich etwas anders, als in der Vorgabe abwechseln. Und so strickte ich das letzte Drittel einfach so, wie es mit dem Garn gut ausging und – voilà – das Tuch ist endlich fertig.

Die Mischung Alpaka-Seide ist wie erwartet recht schwer. Aber ich mag das sehr gerne. Das Strickstück fällt von ganz alleine, ich muss gar nichts stretchen oder setzten. Ich hab es von den Nadeln genommen und fertig. Auf der Haut fühlt es sich grandios an. Ein richtiger Hautschmeichler und für Jeden geeignet, der findet, das Wolle kratzt. Hier kratzt gar nichts mehr. Es ist weich, seidig, anschmiegsam, sehr wärmend und gleichzeitig etwas kühlend durch die Seide 🙂

Mein Learning: Handgesponnenes Garn hat immer seine eigenen Bedürfnisse, die, meiner Meinung nach, vor dem Muster stehen sollten. Und: 900 lm sind verdammt viel 😉

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Was es so Neues gibt…

Oh Schreck, es ist schon wieder bald ein viertel Jahr vergangen, seit dem ich mir vornahm, einen Gang zurück zu schalten. Zumindest in einer Sache habe ich die Arbeit in der Werkstatt etwas, naja, nicht zurück genommen, aber dennoch abgefangen.

Die Verpackungsfee

Elli2Seit März gibt es eine Neuerung im Online-Shop: Die Werkstatt hat Zuwachs bekommen. Das ist Elli, die Verpackungsfee. Mir ist es besonders wichtig, dass alle Bestellungen, wenn sie ankommen, ein wenig Freude in den Alltag zaubern und nicht einfach ein schnöder Packkarton ankommt. Das kostet natürlich ziemlich viel Zeit und langsam wurde es ein relevanter Faktor in der Werkstatt, den ich aber nicht „wegverbessern“ wollte. Dafür ist nun Elli da, die mir zur Hand geht, wenn es mal heiß her geht. Und um das ganze etwas zu organisieren, haben wir nun 2, bei vielen Bestellungen auch 3 fixe Versandtage in der Werkstatt.Ellisstempel

  • DI: Alle Bestellungen, die bis Montag Mittag im Shop eingehen.
  • (DO: Alle Bestellungen, die bis Mittwoch Mittag in Shop landen)
  • Sa: Alle Bestellungen, die bis Freitag Mittag eingegangen sind.

Nachmittags landen die fertig bearbeiteten Bestellungen dann bei Elli, aber manchmal auch bei mir, in der Verpackungsschleife. Wer gerade für euch am Werk war, könnt ihr dann am Verschlusssticker sehen.

Neue Locken-Schafe

thumb_IMGP4513_1024Dann hat mich diesen Monat ein neuer Umstand überrascht. Mein bisheriger Wensleydale-Schäfer hat seine Lockenschafe abgegeben. Das war natürlich eine Nachricht, die ich sehr sehr schade fand. Die Locken stammen aus Deutschland und waren von wirklich schöner Qualität.

Doch es gibt bereits eine Alternative. Ich habe einen Lieferanten in Deutschland gefunden, der ebenfalls Wensleydales in kleinem Rahmen hält und mir weiße Rohwolle liefern wird. Neu ist aber, dass auch braune Wensleydale-Locken mit in die Handspinnerei aufgenommen werden, die natürlich naturbraun bleiben werden. Es wird somit zu den bisherigen handgefärbten und sortierten Locken auch braune naturfarbene Locken im Angebot sein. Des Weiteren möchte ich ab diesem Jahr auch ungefärbte weiße Locken in unterschiedlichen Bearbeitungsstufen anbieten: gewaschene, weiße Locken für Selbstfärber, vorgereinigte Rohwolle, für Lockenfans, die selber waschen wollen und eben gewaschene und sortierte braune Locken.

Bis dahin findet im April ein Lockenausverkauf der handgefärbten Locken von 2016 statt.

Lockenaktion

Island und die Schafe

Ein anderes Highlight Anfang März war der Workshop bei Karolina Mende zum Islandschaf in Bayreuth. Einen Nachmittag ging es um die eisige Insel, den Schafen dort und ihre Wolle. Grandios!

Über Karoline Mende könnte ich so vieles erzählen, dass mich begeisterte, und würde ihr wohl dennoch nicht gerecht werden. Also belasse ich es besser bei einem kurzem Bericht vom Workshop ;-). Sie hat uns vieles über Island erzählt, das mich nicht nur einfach von diesem Land zu träumen beginnen ließ, sondern auch etwas versöhnlich stimmte, wenn ich mir im Stillen meine Gedanken um Fragen der Schafhaltung und der Haltung des Menschen zum (Nutz-)Tier im Allgemeinen, in Deutschland oder dem globalen Wirtschaftsweisen mit den Schafprodukten mache. Island hat hier einen ganz interessanten Umgang gefunden, der mich wohl noch länger beschäftigen wird. Karoline Mende überrascht auch mit einem wirklich interessanten und bewundernswerten Weg hin zur Schafhalterin von im Moment 26 Islandschafen. Ein Projekt, dass ich einfach nur toll finde!

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Natürlich war auch die Wolle der überaus spannenden Schafrasse am Start und hier hatte ich einen erneuten Aha-Effekt, der mich nachhaltig beeinflussen wird. Eine Kleinigkeit aber alles andere als Banal: Der Geruch der Rohvliese. Ich hatte schon einige Kilo Rohwolle unterschiedlicher Schafe in der Hand, in der Werkstatt, in der Badewanne und unter der Nase – alle aus Deutschland und von Schafhaltern mit den besten Absichten und dem Bemühen, das Beste für ihre Tiere zu tun. Doch kein einziges Vlies roch so. Es ist sicher schräg für einen Nicht-Woll-Junky, doch für euch ist es wohl nicht so schräg, wenn ich sage: die Wolle duftete! Das ist mein Ernst. Ein Vlies hatte sogar einen leicht süßlichen Geruch, doch alle hatten einen angenehmen Lanolingeruch. Ja, „angenehm“, „duftend“, „süßlich“, „lecker“! Kein Urin- oder beißender Mischmasch-Geruch aus allem Möglichen, das ich mal mehr, mal weniger, bei deutschen Vliesen erlebe. Karolina erklärte woran das liegt und auch, warum kein Einstreu in der Wolle hängt und sonstiger Dreck, der vor dem Waschen heraus sortiert werden muss. Die Vliese konnten direkt versponnen werden. Ein Waschen vor dem Spinnen ist nicht unbedingt nötig. Kann, muss aber nicht. Außerdem hatten die Vliese absolut keinen Filz in der Unterwolle. Kein Anzeichen, dass die Schafe schon das Schwitzen begannen oder die Wolle zu lange am Tier war. Die beste Vliesqualität, die ich in Händen hielt. Das ist Island und das Islandschaf!

Zu guter Letzt, neben vielen interessanten Infos über Wollen mit Unterwolle und Deckhaar, verführte mich Island noch mit seiner kulinarischen Seite. Zugegeben, das ist Geschmacksache, doch meiner war es 🙂 Karolina brachte einiges an typisch isländischen Speisen mit: Trockenfisch, Flachbrot, süßes Roggenbrot und isländischen Käse, sowie ein isländisches Rezept für einen Rosinenkuchen. All diese Leckereien, einschließlich der Wolle, nahmen meine Sinne in Beschlag und ich vergaß darüber, dass ich Fotos für diesen Blog machen wolle. Shit happens 😉 Doch schaut doch einfach mal auf ihre Webseite. Dort gibt es sehr Vieles zu entdecken, denn ihr könnte ihre Vliese aus Island kaufen, sie hat eine Reihe spannender kleiner Bücher geschrieben, 2, bald 3 DVDs gemacht und es gibt die Möglichkeit eine Patenschaft für eines ihrer Schafe zu übernehmen. Darüber hinaus ist sie ein Experte für Island und Sprachlehrerin. Also, wer im Schafparadies mal Urlaub machen mag…

Hier seht ihr eine Auswahl der Farben, die es als Vliese im Workshop gab, sowie das Deckhaar, welches von der Unterwolle getrennt wurde. Im Verlauf des Jahres werde ich euch sicher nochmal von der Islandwolle schreiben, denn wir Teilnehmer durften von ihren Vliesen Einiges mitnehmen, dass nun in der Werkstatt wartet, versponnen zu werden. Zum Spinnen der Wolle gibt es natürlich auch Vieles zu sagen, denn die zwei unterschiedlichen Faserqualitäten in einem Vlies haben ihre Ansprüche. Einiges schrieb ich ja schon im Faserkalender im Advent 2016.

Zuletzt möchte ich euch aber noch einen kleinen Test zeigen, ob Islandschaf auch Artyarn kann. Eine liebe Freundin, die ebenfalls mit am Start war (und eigentlich die Sache bei mir lostrat 😉 ) hatte mir noch ein Paar ihrer handgefärbten Islandflocken in die Tasche gesteckt. Die habe ich versucht zu einem Lockengarn zu spinnen und das möchte ich euch noch zeigen.

Die Flocke besteht aus den wunderbar langen Deckhaaren, die sich zu Locken zusammen finden und von der Unterwolle getrennt werden sollten. Das lässt sich eigentlich ganz leicht mit einem gezielten Zug an der Lockenspitze bewerkstelligen.

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Die Locken habe ich separiert, da ich diese als Locken in das Garn ankern wollte. Die Unterwolle bildete die Garnbasis in Form eines corespun Singles. Der Kern war ein Mohairfaden, der ab und an als Autowrap an die Oberfläche des Singles wechseln durfte.

In dieses Garn habe ich dann die Locken aus Deckhaar, mit der Spitze zu Spule ausgerichtet, eingesponnen. Hier sollte bei jeder Locke geprüft werden, ob sie zusätzlich im Faden geankert werden sollte, da sie sonst später wieder heraus gezogen werden könnte.

Diese Lockenspinnerei hat ein paar Hürden. Ich habe das Garn ausnahmsweise auf der Suzie gesponnen, die über einen Sliding Hook verfügt. Das ist in Kombination mit diesen langen, glatten Locken eine schlechte Kombi. Auch normale Hacken können hinderlich sein, denn die Locken bleiben auf dem Weg zu Spule gerne hängen. Ich denke, dass der Country Spinner, der bei Artyarns in der Werkstatt zum Einsatz kommt, die bessere Wahl gewesen wäre, sein (auch) Sliding Hook ist vergleichsweise riesig und wäre sicher nicht so verfänglich für die Locken gewesen. Wie dem auch sein, die Locken sind im Garn und das ist es.

Vielen Dank, liebe Ilonka, für deinen Anschub und die Orga-Mühen für den Workshop. Und vielen Dank, liebe Karolina, für die Begeisterung und spannenden Infos, die auf uns Teilnehmer herüber schwabben durften!

Über Karolina:

http://verlag-alpha-umi.de/eine-seite/

https://islandwollprojekt.wordpress.com

http://www.badische-zeitung.de/liebe-familie/zwei-deutsche-erfuellen-sich-ihren-traum-von-island–108809711.html

 

 

Faserkalender – Türchen 24: Steinschafe

Halleluja! Es ist so weit, endlich ist Weihnachten 🙂

Und heute schreibe ich meinen letzten Schafbeitrag für dieses Jahr. Ich hoffe, die Kalender-Reihe hat euch gefallen. Der Schafkosmos hat sich noch lange nicht erschöpft und ich werde im neuen Jahr immer wieder über unsere Wolllieferanten schreiben. Doch dann nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern konzentrierter auf bestimmte Familien.

Zuletzt werde ich nun zu den Steinschafen recherchieren und ich zeige euch hier eine wunderschöne dunkle Steinschafwolle vom Lamm im Vlies. Und das sind die Angaben: 60 % naturfarbene Wolle + 40 % schwarz eingefärbt Wolle, mittelfein mit 27 mic.

Das Steinschaf gehört zu den Bergschafrassen, von denen ich gestern berichtete. Hier viel schon ein paar Mal das Steinschaf, als Züchtungsgrundlage für das weiße Bergschaf, doch ich habe es ein wenige versucht zu umschiffen, denn heute geht es ja um das Steinschaf.

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Heute ist die Schafrasse von Aussterben bedroht und wird nur noch in kleinen Beständen als Hobby oder Nebenerwerb gehalten. Das Schaf ist ideal an die Hochgebirgslage angepasst. Es besitzt sehr harte Klauenum in dem steinigen und steilen Gelände gut voran zu kommen. Es hat einen feingliedrigen Körperbau und seine Wollfarben sind sehr vielfältig. Sein Vlies ist wieder „double-coated“ mit einer feinen Unterwolle und einem aus langen Grannenhaaren bestehenden Deckhaar. (1) 2009 war das Steinschaf die  Gefährdete Nutztierrasse des Jahres. (2)

Ich habe nun eine interessante Seite entdeckt, die sich ausschließlich mit dem Alpinen Steinschaf beschäftigt (3). Und hier wird die Entwicklungsgeschichte des Schafes noch einmal genauer aufgeführt. Zum Teil habe ich gestern schon die Geschichte des Bergschaftes beschrieben, doch ich möchte noch einmal darauf eingehen, denn diese Seite ist einfach detailreicher als meine Quellen von gestern. Zunächst wird die Domestikationsgeschichte des Schafes aufgerollt (4):

10000 v. Chr. Vorderasien erste Nutzbarmachung vom Wildschaf zum Hausschaf Fleischschaf
7000 v. Chr. Europa erste Hausschafe (sh.Produkte/Wolle) erreichen Europa Fleischschaf , Haarschaf
Neolithikum (durch Knochenfunde belegt) klein-und schlankwüchsig
6000 v. Chr. älteste Darstellung eines Wollschafes
(Tonstatuette aus dieser Zeit)
1830 v. Chr. Altbabylon.
Reich
erste Unterscheidung zwischen Woll- und Fleischschaf
bei den Wollschafen sogar zwischen weißer und brauner Farbe
1991-1650 v. Chr. Ägypten wolltragende Schafe
4000 v. Chr. Griechenland
(ausVorderasien)
Einfuhr einer größeren Schafrasse vermutlich Wollschaf
3000 v. Chr. Mitteleuropa
Skandinavien
Verbreitung dieser Schafrasse Wolle
2000 v. Chr. Funde Untersuchungen an Textilfasern Wolle zur dominierende Textilfaser
(2000 v. Chr.) Sudan Diese Wollschafe wurden nach Europa eingeführt und verdrängten wohl
das Haarschaf in Europa (Nachweis durch Hautuntersuchungen an Fundplätzen)
Schaf mit Haar-Mischwolle
Römische Zeit Italien versch. Fellfarben, Kurz- u.Mischwolle, Feinwolle Woll- und Milchnutzung
Germania Mitteleuropa wie in Römischer Zeit
3.-4. Jahrh. n. Chr. Britannien Wollindustrie
Mittelalter Europa Entwicklung der Landrassen
(z.B. Widerristhöhe zwischen Nord-und Ostsee zum Alpenraum 10 cm
Unterschied, d.h. im Alpenraum siedelte man die kleineren Schafe an.)

Die Geschichte des Steinschafes beginnt dann mit dem Zackelschaf von gestern. Hier wird das Zackelschaf „Zaupelschaf“ (5) genannt. Es ist der Begriff, der für das früher in den Alpen am meisten genutzten Schaf. „Anhand der Zuchtgeschichte können das ausgestorbene Zaupelschaf und die noch lebenden Rassen: Skudde, Heidschnucke, Zackelschaf, Walliser Schwarznasenschaf, Gotlandschaf, Shetlandschaf und das Soay-Schaf auf bereits im Mittelalter gehaltene Landrassen zurückgeführt werden. Im Jahre 1536 wurde das Zaupelschaf von Herzog Ulrich von Würtemberg unter Strafe verboten, da die Mischwolle mehr und mehr abgelehnt wurde. Nur noch kleine Restbestände hielten sich in Bayern.“ (6)

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Es wird nun weiter berichtet, dass ab der 2. Hälfte des 19. Jh.s begonnen wurde, die Bergamaskerschafe aus Norditalien einzukreuzen und im Kärtner Raum auch in geringen Maße das Paduaner Schaf. Es entwickelten sich dadurch in den verschiedenen Alpenräumen unterschiedliche Eigenschaften der Tiere. Ab 1900 unterteilte man an Hand dieser Eigenschaften die Schafe und benannte sie dann Steinschafe, Bergamaskerschafe und Krainer Schafe. Die verbleibenden Schafe, deren Einkreuzungen nicht genau zugeordnet werden konnten, wurden Zackelschafe genannt. (7) Hier sind wir also an dem Punkt, wo ich gestern mit meinem Bericht startete.

Heute sprechen wir von einer Gruppe von Steinschafen, welche aus folgenden Rassen besteht:

  • Alpinies Steinschaf
  • Krainer Steinschaf
  • Tiroler Steinschaf
  • Montafoner Steinschaf

Auf der Seite der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht findet ihr informative Profile zu allen heimisch relevanten Schafen, so auch zu den Steinschafen:

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Alpines Steinschaf: „(…) Es ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Schaf, mit breitem und tiefem Körper. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen, die Ohren stehen leicht hängend ab. Die Böcke tragen häufig einfach gebogene oder schneckenartige Hörner, bei Mutterschafen sind gelegentlich Knaupen oder einfach gebogene Hörner anzutreffen. Der lange bewollte Schwanz reicht bis zum Sprunggelenk, das Ende ist häufig geknickt. Das Gesichtsfeld, der Bauch und die Füße sind in der Regel unbewollt. Das Vlies ist mischwollig und es kommen alle Wollfarben und Farbzeichnungen vor, vor allem auch graue Wollen.(…)“ (8)

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Krainer Steinschaf: „(…) Es ist ein feingliedriges, kleines bis mittelgroßes Schaf. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein leicht gebogen, die Ohren stehen waagrecht ab. Die Böcke und Mutterschafe sind überwiegend hornlos. Der lange bewollte Schwanz reicht bis zum Sprunggelenk. Das Gesichtsfeld, der Bauch und die Füße sind in der Regel unbewollt. Das Vlies ist mischwollig und es kommen überwiegend die Wollfarben schwarz und weiß sowie verschiedene Farbzeichnungen vor. Vor allem die Köpfe sind bunt gezeichnet.(…)“(9)

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Tiroler Steinschaf: „(…) Es ist ein mittelgroßes bis großes Schaf mit einem stark geramsten Kopf und starkem, nicht zu eng anliegendem, gleichmäßig geschwungenem Horn. Die Ohren sind spitz bis mittelbreit und nicht hängend. Das mischwollige, lang abgewachsene Vlies ist grau oder weiß.(…)“

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Montafoner Steinschaf: „(…) Das relativ kleine Schaf steht auf dünnen Beinen und besitzt einen schmalen Kopf mit geradem Profil, beide Geschlechter sind hornlos oder gehörnt, wobei dann die Böcke Schnecken und die Auen sichelförmige Hörner tragen. Vlies besteht aus grober Mischwolle in allen Farben.(…)“ (11)

thumb_imgp3502_1024Nun frage ich mich natürlich wieder, wenn wir Wolle von Steinschaf kaufen, welches Steinschaf ist es dann, oder ist es Wollgemisch? In diesem Fall ist es Lammwolle, aber ich habe keine Ahnung, von welchen Lamm. Macht es einen Unterschied, welches Steinschaf es ist? Ich vermute auf jeden Fall. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Erfahrung mit dem Steinschaf? Ich habe gehört, dass Filzer gerne Bergschafvliese filzen. Als Spinner habe ich weder Bergschaf noch Steinschaf bisher genutzt, denn die Wolle ist eher gröber. Das werde ich in der Zukunft nachholen. Nachdem ich für meinen Shop viel mit Flauschefasern arbeite, ich privat aber langsam mehr den robusteren Fasern annähere, werde ich dies auf meine private Projektliste setzten. Ich freue mich dann euch, mehr aus der Perspektive des Spinners, über die Verarbeitung diese Wollen berichten zu können.

namida

 

Mein Fazit zum Kalender

Als ich den Kalender startete und alle meine naturfarbenen Wollen aus der Werkstatt kramte, dachte ich, dass da ja ultra viele unterschiedliche Wollen liegen und ich mir die Hände rieb um mich auf eine aufschlussreiche Recherche gefasst machte. Zum Teil war es auch so. Der Kalender gab mir die Gelegenheit, mich mal diszipliniert täglich hin zu setzten und mich mit meinen eigenen Wollen zu beschäftigen. Und ich bemerkte, wie wenig ich eigentlich über ihre Herkunft weiß. Ich konnte einiges Neues lernen und viele Schafe, die von Namen her kannte, haben ein Gesicht und eine Geschichte bekommen. Doch gleichzeitig gab es Tage, an denen ich ziemlich frustriert war, denn ich kam in der Recherche nicht weiter. Ich lernte, dass es genauso viel Wollen gab, die für die Spinnerei interessant sind, die auch sicher wertvoll sind, denn es sind eben nicht die Wollen, die in großen Mengen produziert werden, über die aber fast nichts, mit überschaubaren Rechercheaufwand in Erfahrung zu bringen ist. Es vor allem die „Länderwollen“, die für ich eine Blackbox blieben. Hier würde ich mir mehr Transparenz wünschen. Ich vermute, dass die Händler innerhalb ihrer Handelskette, die Informationen irgendwo verfügbar hätten, bloß dass ab einem Punkt in der Kette es nicht wichtig erscheint und nicht weitergegeben wird. Ich kann hier nur für mich sprechen: Für mich als Spinner ist es definitiv relevant! Ich möchte wissen welches Schaf ich verspinne, welcher Herkunft die Wolle ist und ich möchte mir so meinen Erfahrungsschatz, der sich in meine Fingern bildet so mit Fakten und Eckdaten in Bezug setzten lässt. Erkenntnisse wie: „Diese Wolle spinnt sich toll“ bringt mir nichts, wenn ich weiß, warum es so ist! Und das warum möchte ich durch die Herkunft, die Rasse oder Rassen bei Mischwollen, ihre Verarbeitung/Behandlung und ihre Transportweg ergründen. Ich möchte feststellen können, wenn sich Fasereigenschaften von Jahr zu Jahr schwanken. Und ich möchte auch entscheiden können, ob ich diese Wolle aus ethischen Gründen kaufen oder vielleicht nicht kaufen möchte. Das geht nur mit Transparenz! Was ist mein Wunsch für die Zukunft in Sachen Wollmarkt.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein paar ruhige, besinnliche und entspannte Tage zwischen den Jahren. Habt ein wundervolles Weihnachtsfest und einen fröhlichen Jahreswechsel!!!

Danke an euch fürs Lesen und ich freue mich euch im nächsten Jahr wieder zu sehen!

Eure Kathrin 🙂

PS.: Die Weihnachtsverlosung für die Adventskalender-Spinner auf Ravelry und auf Instagram wird um ein paar Tage verschoben. So habt ihr noch etwas Zeit für das Zwirnen, könnt noch ein paar Bilder zeigen und habt einfach mehr Ruhe. Die Verlosung findet aber auf jeden Fall zwischen den Jahren statt und der Versand der Gewinne soll am 30.12.16 erfolgen und ihr werdet sie dann als Start ins neue Jahr erhalten.

 

Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Alpines_Steinschaf am 24.12.16.

(2) Ebd.

(3) http://www.alpines-steinschaf.net/abstammung1.php am 24.12.16.

(4) Ebd.

(5) Ebd.

(6) Ebd.

(7) Vgl.: ebd.

(8) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/alpines-steinschaf am 24.12.16.

(9) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/krainer-steinschaf am 24.12.16.

(10) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/tiroler-steinschaf am 24.12.16.

(11) http://www.bhg-schafzucht.de/index.php/schafrassen/bergschafe/montafoner-steinschaf am 24.12.16.

Bildquellen: 

Alpine Steinschafe: http://www.g-e-h.de/geh/jupgrade/images/stories/geh-raku/schafe/AlpineStein_Aschauer_kl..jpg am 24.12.16. & http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=6571&ph=3 am 24.12.16.

Steinschafbock: https://www.dbu.de/media/wdu/181109012119so34.jpg am 24.12.16.

Krainer Steinschafe: http://www.suedsteiermarkwissen.com/wp-content/uploads/2014/07/DSC00444.jpg am 24.12.16.

Tiroler Steinschaf:  https://media.manufactum.de/is/image/Manufactum/1000w_shop/Tiroler-Steinschaf-01-41446.jpg am 24.12.16.

Montafoner Steinschaf: http://www.montafonlive.at/userfiles/bergbauernleben/schaf_gross.jpg am 24.12.16.

Alpinies Steinschaf-Lamm: http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.lebenswelt-mont.ch%2Fcms%2Fwp-content%2Fuploads%2F2013%2F09%2FNena-und-Junge.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.lebenswelt-mont.ch%2Falpine-steinschafe%2F&h=600&w=900&tbnid=neCagRPmG9oOXM%3A&vet=1&docid=CeBAFnoDEJ8iaM&ei=VXxeWPDMLZPjwALQiaaABw&tbm=isch&client=opera&iact=rc&uact=3&dur=2864&page=6&start=105&ndsp=23&ved=0ahUKEwiwy83l-4zRAhWTMVAKHdCECXA4ZBAzCBIoEDAQ&bih=644&biw=1232 am 24.12.16.

 

 

Faserkalender – Türchen 23: Das Bergschaf

Nur noch ein Tag, dann ist Weihnachten. Ich muss gestehen, langsam erfordert mein spontaner Recherche-Kalender immer mehr Disziplin. Der Shop ist bereits geschlossen, die Weihnachtsgeschenke liegen beisammen, der Kühlschrank ist gefüllt und die Morgen ziehen sich weit in den Mittag hinein. So auch die Blogbeiträge, die heute und sicherlich auch morgen, immer später am Tag veröffentlich werden 😉

Heute wende ich mich dem Bergschaf zu.

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Ich hatte vor 2 Tagen über die Einteilung der Schafe nach Verwendungszweck gesprochen und dabei dann über das Landschaf berichtet (1).

  • Wollschafe
  • Landschafe
  • Merinoschafe
  • Fleischschafe

So gehört auch das Bergschaf zu Kategorie der schlichtwolligen deutschen Landschafe. Es ist heute ein gezüchtetes Schaf, das aus verschiedenen Bergrassen entwickelt wurde. Gestern habe ich das Schaf im Bericht über die Walliser Schwarznasen ganz am Rande gestreift.

Das heutige Zuchtziel ist „(…) ein schlichthaariges, fruchtbares, widerstandsfähiges und genügsames Schaf, das in der Lage ist, Almflächen bis zur Baumgrenze zu nutzen und trotz der hohen Niederschläge bei zweimaliger Lammung im Jahre eine gute Woll- und Fleischleistung zu erzielen.“ (2) „Das Vlies besteht aus einer lang abgewachsenen, leicht gewellten, weißen Schlichtwolle mit seidigem Glanz, die eine Feinheit von 32 bis 36 Mikron hat. Zweimal jährlich Schur.“ (3)

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Seine Geschichte

Zunächst war der Begriff ein Oberbegriff für verschiedene Schafrassen, die in den Alpen genutzt wurden. Zu Beginn des 20. Jh.s waren 4 Bergschafrassen vorherrschend: das Steinschaf, das Goggel- oder Zackelschaf, das Kärntnerschaf und das Bergamaskerschaf. Zackelschaf war ebenfalls eine übergeordnete Bezeichnung für alle Kreuzungen aus Steinschaf und Bergamaskerschaf. Diese beiden Rassen waren die Ausgangsbasis für alle weiteren Bergschafrassen. (4)

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Das ursprünglich genutzte Bergschaf in den bayrischen Alpen war lange Zeit  das mischwollige Zackelschaf. „Um die Wende des 17. zum 18. Jahrhundert wurden die aus Italien eingeführten großen Bergamaskerschafe erstmalig im bayerischen Gebirge eingesetzt.“(5) Das Bergamaskerschaf ist in Bergamo, Como und der Lombardei beheimatet. Auch das Paduanerschaf hatte einen Einfluss auf die Bergschafrassen, besonders auf das Kärntnerschaf. Es stammt aus dem östlichen Teil Oberitaliens und ist dem Bergamasker ähnlich, typisch für das Paduanerschaf waren die Brillenzeichnung und die schwarzen Ohrenspitzen.

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Noch in der 1. Hälfte des 20. Jh.s wurde die Schafe von Kleinbauern gehalten mit meist nur 3-10 Tieren. 1923 wurde der erste Bergschafzuchtverein begründet und die erste Schafschau veranstaltet, bei der 26 Steinschafe, 27 Goggelschafe, 15 Bergamaskerschafe und 25 Kreuzungstiere vorgeführt wurden. 1940 wurde ein Höhepunkt in der Anzahl der Tiere erreicht, welche am Almtrieb beteiligt waren. Ab 1938 wurde mit der Herdbuchführung und mit Leistungsprüfungen bei Bergschafen begonnen. „In den 70er Jahren gründeten sich in allen Gebirgslandkreisen gut organisierte Schafhaltervereinigungen.“(6) Heute ist das Bergschaf die dominierende Rasse in den Gebirgsgegenden und seit 1938 als eigenständige Rasse anerkannt. (7)

Das Tiroler Bergschaf und das braune Bergschaf

Das Bergschaf ist auch den den Tiroler Alpen die meist verbreitete Bergschafrasse und ist die Züchtungsgrundlage für das braune Bergschaf. (8) „Aus Überlieferungen von Hirten und Schäfern geht hervor, dass damals der Anteil von farbigen Steinschafen weitaus größer war als der weißen.“ (9) Seine Wolle ist „cognac- bis dunkelbraun, schlicht und leicht gekräuselt“(10).

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Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf am 21.12.16.

(2) http://www.vieh-ev.de/Rassen/Schafe/bergschaf.html am 23.12.16.

(3) Ebd.

(4) Vgl.: Ebd.

(5) Ebd.

(6) Ebd.

(7) Vgl.: Ebd.

(8) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Tiroler_Bergschaf am 23.12.16.

(9) https://de.wikipedia.org/wiki/Braunes_Bergschaf am 23.12.16.

(10) http://www.alpinetgheep.eu/tiroler-bergschaf.html am 23.12.16.

Bildquellen:

Bergschaf: http://www.held-innsbruck.at/media/files/gallery/2/45-Tiroler-Bergschaf-a18323007.jpg.gallery.big.jpg am 23.12.16.

Bergamaskerschaf: https://www.prospecierara.ch/uploads/gallery/591/saaser_mutten_top_neu.jpg am 23.12.16.

Brillenschaf: Wikipedia Commons am 23.12.16.

Braune Bergschaf: Ebd.

 

 

Faserkalender – Türchen 22: Walliser Schwarznasen

Die Angaben zur heutigen Wolle lautete: Walliser Schwarznase  im Vlies, naturweiß, mittelfein mit 27 mic. Wunderbar! Ich mag diese ursprünglichen Schafe besonders.

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Die Walliser Schwarznasen gehören zu den Hausschafen und werden im Oberwallis, im Süden der Schweiz, gehalten. Sie sind sehr gut an die karge Höhenlange im Gebirge angepasst. Sie sind gute Kletterer und können so auch schwer erreichbare Bereich im Gebirge beweisen. Sie gelten „als primitive Schafsrasse, die eng mit der Wildform der Urschafe verwandt ist.“(1) Als Zuchtgrundlage wurden mit den Walliser Schwarznasen auch andere Bergschafe entwickelt, wie die gehörnten, braunwolligen Alweg, die Vispertalerschafe und die norditalienische Bergamaskerschafe. (2)

Ihre Geschichte

Sie wurden im 15. Jh. erstmalig erwähnt und Mitte des 16. Jh.s wird es als Kupferschaf erneut. Vermutlich fand es in vorrömischer Zeit seinen Weg in die Alpentäler, wo es auf Grund der Abgeschiedenheit kaum fremder Einflüsse ausgesetzt war.

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Im 19. Jh. fand die erste Verbesserung der Schwarznasen statt. Man kreuzte australische Southdown-Schafe ein, um so eine standardisierte Schafrasse für die Schweiz zu entwickeln, die einen hohen Wollertrag und eine hohe Fleischleistung erbringen. Allerdings hatte die Vermessung zur Folge, dass die Tiere weniger gut an die Höhenlange angepasst waren und weniger genügsam und robust. Auch die Wolle wurde durch die Southdown-Gene kürzer und die Schäfer, die auf auch Heimspinner waren, waren wenig begeistert. Ebenso unerfreut waren die Metzger, die den höheren Fettanteil ablehnten.

In den 30er-60er wurde erneut versucht, die Schwarznasen zu normieren und entwickelten das Weiße Bergschaf, welches staatlich gefördert wurde. Alte Schafrassen, waren nicht mehr gewollt, durften nicht mehr prämiert werden und sollten langfristig ausgerottet werden. Zusätzlich wurden große Teile der alten Schafbestände gekeult, um zeitgleich grassierenden Epidemien in den Tälern einzudämmen.

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Ab den 60ern führten vermehrte Schlachtimporte zu einer höheren Konkurrenz auf dem Fleischmarkt und gezüchtete Schafrassen mit einer höheren Fleischleistung und kürzeren Mastzeiten wurden bevorzugt. Und so wurde erneut versucht, durch Einkreuzungen die Fleischleistung der Schwarznasen zu erhöhen, was von traditionellen Schwarznasenzüchtern abgelehnt wurde und in Folge in den 79ern wieder eingestellt wurde. Des Weiteren wurden die Schafe darauf hin gezüchtet, dass ihre Beine und Köpfe frei von langer Wolle blieb und so die Schur erleichtert wird. Nebenerwerbs- und Hobbyschäfern legten hingegen ihr Augenmerk auch zunehmend auf ästhetische Gesichtspunkte bei ihren Zuchtbemühungen, hin zu behaarten Gesichtern und Beinen bei modernen Walliser Schwarznasen. Der Oberwalliser Schwarznasenschafzuchtverband wurde 1948 gegründet. Erst 1962 wurde das Walliser Schwarznasenschaf als Rasse anerkannt und 1964 in den Schweizer Schafzuchtverband aufgenommen. (3)

Ihre Nasen und die Wolle

Die Walliser Schwarznasen bilden gedrehte Hörner und haben auffällige schwarze Bereiche im Gesicht: Nase, Augen und Ohren sind am Kopf schwarz, ebenso an den Beinen und am Schwanz finden sich schwarze Regionen. Das restliche Fell ist weiß. Das ursprüngliche Schaf ist vollständig bewollt und liefert 3-4,5kg Vlies.

Die Wolle ist eher grob, von langer Stapellänge (-10cm) und hat neben der Oberwolle, welche sich an den Spitzen kräuselt, feine Unterwolle.(4)

 

Zuletzt habe ich noch einen Filmtipp: Es gibt einen Dukumentarfilm

  • Sylviane Neuenschwander: Schneeweisse Schwarznasen. Dokumentarfilm, Ghornuti Productions, Ayent VS 2006

Dazu der Trailer:

 

Und noch ein weitere kleiner Kurzfilm für euch:

 

Viel Spaß beim Schauen 🙂

Quelle: 

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Walliser_Schwarznasenschaf am 22.12.16.

(2) Vgl.: ebd.

(3) Vgl.: ebd.

(4) Vgl.: ebd.

Bildquellen: Wikipedia Commons am 22.12.16.

Faserkalender – Türchen 21: Landschafe

Auf ein Neues: eine unbekannte Wolle – „Landschafwolle“ – und eine neue Recherche.

Was sind eigentlich Landschafe?

Hier sind wir wieder bei der Schafrasseneinteilung. Es kann nach Wolltyp unterschieden werden, das haben wir bereits in einem früheren Post getan. Man kann die Rassen aber auch nach ihren Verwendungszweck unterscheiden:

  • Wollschafe
  • Landschafe
  • Merinoschafe
  • Fleischschafe

Die Landschafe lassen sich folgendermaßen einteilen(1):

  • Mischwollige deutsche Land- und Heideschafe: Heidschnucke, Bentheimer Landschaf, Rauwolliges Pommersches Landschaf
  • Schlichtwollige deutsche Landschafe: Bergschaf, Rhönschaf, Ostfriesisches Milchschaf, Schwarzwaldschaf
  • Schlichtwollige Landschafe im übrigen Europa
  • Steppenschafe (mischwollige): Fettschwanzschaf, Fettsteißschaf

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Die Mischwolligen Landschafe

Über das Friesische Milchschaf habe ich gestern berichtet. Heute möchte ich etwas über das Bentheimer Landschaf, das Pommersche Landschaf und die Heidschnucke schreiben.

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Das Bentheimer Landschaf ist erstmals 1864 nachgewiesen und ist in der Region um Bentheim beheimatet. In der ehemaligen Grafschaft wurde das deutsche Heideschaf mit holländischen Heideschafe gekreuzt. Das gleiche geschah auch in Holland und dort entstand eine Schwesterrasse, das Schoonebeker Schaf. Heute ist das Bentheimer Schaf vom Aussterben bedroht. 2005 wurde es zum Haustier des Jahres ernannt und 2011 waren knapp 2500 Tiere in Deutschland gelistet. Als Nutzrasse wird das Bentheimer Schaf zur Landschaftspflege und in Sand- und Moorheiden eingesetzt. Im Tierpark Nordhorn und im Wildpark Schwarze Berge wird das Bentheimer Landschaf als bedrohte regionale Haustierrasse erhalten und gezüchtet. (2)

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Das Rauwollige Pommersche Landschaf ist eine andere Hausschafrasse. (3)

Die Tiere haben eine schwarze Haut und liefern eine Mischwolle die fast schwarz (blau) bis grau ist. Sie kann versponnen werden und eignet sich für strapazierfähige Garne für Outerwear.

Ich habe eine Seite gefunden, die historische Zuchtziele dokumentiert. Ich habe euch hier die Ziele bezüglich der Wolle heraus geschrieben(4):

Gaede, 1926: „(…) Die Länge der Wolle ist bedeutend. Spricht man von einer Länge der Wolle, so ist Voraussetzung, das ihr Wachstum 1 Jahr gedauert hat und dass beim Messen die Kräuselungsbögen gerade gestreckt sind, ohne dass eine Dehnung des Haares stattgefunden hat. Die grauwolligen Landschafe haben häufig eine Wollänge von 28-36 cm. Infolgedessen teilt sich auch die Wolle auf dem Rücken und fällt seitwärts ab. Diese Art der Wollagerung auf dem Körper ist von großer Bedeutung, da die Tiere dadurch in der Lage sind, selbst bei nassem Wetter auf der Weide zu bleiben, ohne dass die Gefahr besteht, dass das Wasser bis auf die Haut eindringen und so leicht eine Erkältung herbeiführen könnte. Das Wasser bleibt nur auf dem Vlies und tropft hier ab. Die Eigenschaft, Strähnchen und Stapel zu bilden, besitzen die Wollhaare der grauwolligen Landschafe nicht, allerdings mit der Einschränkung, dass diejenigen Schafe, deren Wolle noch nicht zu lang ist, eine gewisse Stapelbildung zeigen, deren Form offen und spießig ist. Jedoch mit Zunahme des Wachstums der Wollhaare verliert sich diese Eigenschaft mehr und mehr. Die Haare liegen dann neben- und aufeinander und geben dadurch dem Körper eine schützende Decke.(…)“

Arcularius (1939): “ (…) Feinheit C-D-E. Lange Mischwolle. Ausgeglichenheit wird angestrebt. Spinnfähigkeit für Hausfleiß muß erhalten bleiben.(..)“

Hering (1941): „(…) Die Wollfeinheit von D-E wird aufrecht erhalten, wie die Länge und die hellgraue, graublaue und grauschwarze Naturfarbe, weil diese Wolle im Haushalt zur Werkkleidung verarbeitet wird und von keiner anderen ersetzt werden kann. (…)“

1955: „(…) Landschaf mit rauer Wolle bei guter Fruchtbarkeit und bester Kondition mit befriedigender Fleisch- und Wolleistung zu züchten. Dabei sollte die Wolle bei graublauer bis blaugrauer Farbe mit stahlblauem Glanz eine C- bis CD-Feinheit aufweisen (30-34 µ). (…)“

1956 ( Tierzuchtinspektion Schwerin): „(…) Wolle: mischwollig, C-CD Sortiment, guter Flankenbesatz, Mindestlänge 12 cm, Farbe graublau bis blaugrau. Wolleistung: Böcke 5 kg, Muttern 3,5 kg, Rendement mindestens 55 %. (…)“

Heute: „(…) Kräftige, sehr lange Mischwolle in den Feinheiten C-D mit feiner, dichter Unterwolle. Wollfarben grau bis blau, im Vlies ausgeglichen. (..)“

Exkurs: Wollklassifizierung

Ich hatte ja bereits über Wollfeinheiten gesprochen, allerdings bezogen auf Merinowolle und dabei ließ ich unsere deutschen Wollklassen außer Acht, welche mit Großbuchstaben von A-E eingeteilt werden. Deshalb möchte ich eine Tabelle nachtragen welche, diese Feinheiten mit den mic in Bezug setzt (5):

Länge in cm Mikron µ England USA Deutschland
5 – 8 16 – 18 80’s Very fine XXX (80’s) AAA
3 – 5 19 – 20 70/80’s Fine XX (70’s) AA
2 – 3 21 – 22 64’s Fine medium X (64’s) A
6 – 8 23 – 24 60/64’s High Half Blood (60’s) A/AB
8 – 10 25 – 26 60’s Half Blood (60’s) AB/B
10 – 12 27 – 28 58’s 5/8 Blood (56’s) B
10 – 12 29 – 30 56’s High 1/4 Blood (50’s) C1
12 – 15 31 – 33 48/50’s 1/4 Blood (48’s) C2/D
15 – 18 34 – 36 44/46’s Low 1/4 D1
16 – 18 37 – 39 44’s Common (44’s) D2
18 – 20 40 – 41 40’s Braid (40’s) E
20 – 22 42 – 44 36’s EE

 

Die Heidschnucke gehört zu den Nordischen Kurzschwanzschafen. Hierzu zählen weitere Schafe, von denen wir schon ein paar kennen gelernt haben:

  • Graue Gehörnte Heidschnucke
  • Weiße Hornlose Heidschnucke (Moorschnucke)
  • Weiße Gehörnte Heidschnucke
  • Skudden
  • Ouessantschaf aus Frankreich
  • Gotlandschaf
  • Guteschaf
  • Ålandschaf

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Die Heidschnucke stammt wohl vom Mufflon in Sardinien und Korsika ab. Ursprünglich wurde sie als Heideschafe in weiten Regionen wie der Bretagne, Schottland, Norddeutschland, Skandinavien und Sibirien eingesetzt. In Deutschland und in der Lüneburger Heide hat sich die graugehörnte Heidschnucke durchgesetzt. Ihre Wolle wurde auf Heidehöfen traditionell für Teppiche und Outerwear genutzt, ihr Fleisch diente der Ernährung der Familie und das Tier wurde in der Landschaftspflege eingesetzt.(6) Die Wolle der grauen Heidschnucke ist grau und ihre Haut ist schwarz. Die Lämmer werden mit schwarzer Wolle geboren, die sich später aufhellt. Es gibt auch einige weiße Tiere der grauen Heidschnucke. Heute wird die Wolle auf Grund ihrer Grobheit kaum noch genutzt, statt dessen werden die Schafe überwiegend zur Fleischgewinnung gehalten.

Übrigens: Jedes Jahr, immer am zweiten Donnerstag im Juli, findet in Müden der Heidschnuckentag statt. (7)

Fazit: 

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Das Bentheimer Landschaft hat eine weiße, recht grobe und langfaserige Wolle. Das Pommersche Wollschaf soll eine Wollfeinheit von 30-34 mic aufweisen und im blauen Farbbereich liegen.Und die Heidschnucke hat ebenfalls eine blaue/graue Wolle, die sehr grob ist. Das Friesische Milchschaf kann weiß bis schwarzbraun sein und soll eine Feinheit von 32-38 mic aufweisen.

Unsere Wolle hier ist mittel-braun meliert und hat eine Feinheit von 25 mic, somit entfallen alle Kandidaten für unsere Wolle und die Frage, welches Landschaf es sein könnte, muss zunächst offen bleiben.

In den letzten Türchen kommen noch ein paar weitere Schafe, darunter auch die Bergschafe, und vielleicht hilft diese Recherche noch etwas weiter.

Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Hausschaf am 21.12.16.

(2) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Bentheimer_Landschaf am 21.12.16.

(3) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Rauwolliges_Pommersches_Landschaf am 21.12.16.

(4) http://www.pommernschafe.de/histoziel.html am 21.12.16.

(5) http://www.handspinnen.de/klass/index.html am 21.12.16.

(6) Vgl.: http://www.schafzucht-niedersachsen.de/Schafzucht-Verbaende-Niedersachsen/index.php?option=com_content&view=article&id=22&Itemid=664&lang=de am 21.12.16.

(7) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Heidschnucke am 21.12.16.

Bildquellen:

Heidschnuckenherde: Wikipedia Commons am 21.12.16

Bentheimer Landschaf: ebd.

Pommersche Landschaf nach der Schur: ebd.

Heidschnucken: ebd.

Faserkalender – Türchen 20: Portugal, Käse und das Friesische Milchschaf

Portugal und die Schafe… Puh. Das ist wieder eine schwierige Recherche. Wie ihr euch denken könnt lässt ich über die Wolle nichts sagen, was ich in den letzten Posts schon sagte: spannende Farbe, schön kardiertes Vlies, aber keine weiteren Infos, über die Region der Herkunft oder die Schafrasse. Mein Standarttipp aus der Faserkalender-Erfahrung: Merino? Ich glaube, das wird der Scherz dieser Blog-Aktion 😉

Gut. Aber was ist mit Portugal? Wer kenn nicht die tolle Schaf- und Ziegenkäse? Und Portugal kann auch mit alten Traditionen in der Schafhaltung, Herdentrieb und Hirtenkultur aufwarten.

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Schafhaltung in Portugal

Ich habe eine Studie gefunden, die einen Überblick über die Schaf- und Milchproduktion von 1999 bis 2009 vermittelt. Hier wurden 52.000 Schafgarbe mit um 2.2 Millionen Schafe dokumentiert. 50% der Schafe werden in der Region Alentejo gehalten. Etwa 424.000 Tiere werden zur Milchgewinnung gehalten. Ca. 20% der Schafe werden zur Fleischproduktion gehalten. Die Milchproduktion findet verstärkt in den Regionen Beira Interior (BI) und Beira Litoral (BL) statt, doch die stärkste Milchproduktion findet sich auch in Alentejo.

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Die Schaffarmen halten im Durchschnitt eher kleine Herden von 5-50 Tiere und es handelt sich somit um kleine Betriebe mit einer starken regionalen Ausrichtung. In den starken Produktionsregionen, wie in Alentejo,  steigt natürlich die Anzahl an Betriebe mit größeren Schafbeständen, des Weiteren weisen Milchbetriebe tendenziell größere Bestände als Fleischbetriebe auf.

Betriebe mit 1-9 Schafe machen 50% des gesamten Schafbestandes aus. Große Farmen mit über 500 Tieren bilden nur 2%. Kleinstbetriebe finden sich verstärkt in der nördlichen Küstenregion und im Landesinneren finden sich eher mittlere Betriebe.(1)

Alentejo und die „Käseschafe“

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Alentejo liegt im südlichen Landesinneren Portugals und ist das Hauptanbaugebiet der Korkbäume. Hier können die Sommer sehr trocken werden und die Schie müssen das Aushalten. Überwiegend werden, wie wir nun wissen, Milchschafe gehalten und ich las einen Hinweis, dass das deutsche Milchschaft eingekreuzt wurde oder gehalten wird, da es die Trockenheit wohl gut aushält. (2)

21Es ist also in der Schafhaltung Portugals und auch in der Region Alentejo, die Milchproduktion, die neben der Ziegenmilch, die Grundlage der Käseherstellung ist. Der bekannteste Käse der Serra da Estrela Region ist der Queijo da Serra und vergleichbar mit dem Brie-Käse. Ein anderer typischer Käse ist der Serpa-Käse mit strengen Geruch und leicht scharfen Geschmack. Er wurde zunächst aus der Milch einheimischer Merinos hergestellt. Später wurden auch die französischen Lacaune-Schafe eingesetzt. (3)

 

Selbstverständlich muss es auch andere einheimische Rassen in Portugal geben. Hier konnte ich folgende Rassen finden (4):

  • Mondegueiro-Schaf (gleichnamiger Käse)
  • Bragancano-Schaf
  • Kreuzung von Bragancano-Schaf mit Milchschaf
  • Sarda
  • Badano
  • Churra-Schaf  (Dazu habt ihr schon in einem älteren Post gelesen 🙂 Spanischer Schafkäse)

Zur Wolle

Zur Wollproduktion fand ich folgende Information: Ein Großteil der Wolle in Portugal wird, obwohl eine große Nachfrage an Wolle besteht, importiert. Dennoch bestehen keine großen Bestrebungen den Wollertrag zu erhöhen, ebensowenig hinsichtlich der Verbesserung der Qualität in Bezug auf Feinheit, Stapellänge und Vliesverschmutzung. Die Schafhaltung spielt aus wirklich nur in der Fleisch- und Milchproduktion eine wichtige Rolle. Auch die Crossbreedung-Programme zielen auf die Verbesserung der heimischen Rassen in Bezug auf Fruchtbarkeit, fettere Lämmer, robustere Gesundheit und bessere Strapazierfähigkeit während der heißen Sommer, Dürreperioden und den regionalen Wetterbedingungen ab. Hier wird die Einkreuzung von „highquality breeds“ wie das Romanov-Schaf, das Finnisch Landschaf und das Deutsches Milchschaf, oder auch das île de France-Schaf, Texel oder das Charolais-Schaf empfohlen. (5)

Exkurs: Das deutsche Milchschaf oder das Ostfriesische Milchschaf

Das Deutsche Milchschaf ist das Friesische Milchschaf. Es stammt von der friesischen Nordseeküste und wird in der gesamten Norddeutschen Region, in den Niederlanden und in Belgien gehalten. Es ist die wichtigste friesische Schafrasse und ein höchstproduktives Milchschaf. Sie können in besonders großen Herden gehalten werden und lassen sich in viele andere Schafrassen gut einkreuzen. (6)

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Friesische Wolle: 7-15 cm Stapellänge / 26 -37 mic, durchschnittlich 28-33 mic / blockartige Locken mit aus gebleichten Spitzen, definierte, aber eher unregelmäßige  Kräuselung / natürliche Farben: weiß und schwarz

Verwendung: Kürzerer Staple können kardiert werden, längere können gekämmt werden und aus der Falte gesponnen werden. Es kann Streich-, wie auch Kammgarn gesponnen werden. In beiden Varianten, wird vermehrt Luft im Garn sein. Generell wird die Wolle eher für Außenbekleidung, aber nicht für direkten Hautkontakt geeignet sein. (7)

Dies war nun meine Ausbeute zur #Portugal #Schafe und #Wolle. Die Wolle musste diesmal zurück treten, dennoch hoffe ich, dass etwas Interessante für euch dabei war und ihr jetzt vielleicht Lust auf Schafskäse bekommen habt 😉

Quellen:

(1) Vgl.: http://file.scirp.org/Html/5-7200736_46913.htm am 20.12.16.

(2) Vgl.: https://montelevartempo.wordpress.com/tag/milchschafe/ am 20.12.16.

(3) Vgl.: http://lovemyportugal.blogspot.de/2008/04/serpa-cheese-dop.html am 20.12.16.

(4) Vgl.: http://pdf.usaid.gov/pdf_docs/PDAAM876.pdf am 20.12.16.

(5) Vgl.: ebd.

(6) Vgl.: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=2776&ph=4 am 20.12.16.

(7) Vgl.: D. Robson u. C. Ekarius: The Fleece & Fiber sourcebook, North Adams 2011, S. 259f.

Bildquellen:

Schaftrieb: https://backtothewheel.wordpress.com/2016/12/10/faserkalender-tuerchen-10-argentinien-falklandinseln/ am 20.12.16.

Antelejo Landschaft: Wikipedia Commons am 20.12.16.

Schafherde: http://www.wineanorak.com/alentejo/alentejo_1_introduction.htm am 20.12.16.

Käse: http://lovemyportugal.blogspot.de am 20.12.16.

Ostfriesische Lämmer: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=2776&ph=4 am 20.12.16.

Faserkalender – Türchen 19: Russische Wolle

Diese Wolle kommt aus Russland: Eine wunderschön kamelfarbene Wolle im Vlies kardiert. Wie bei der gestrigen Wolle, stammt sie aus der Serie Fasern, die ich probeweise im Vlies bestellt habe. Ihre Feinheit wird mit 34 mic angegeben.

Da es wie immer schwer ist, mehr über diese Faser zu erfahren möchte ich heute schauen, welches Schaf aus Russland vorgestellt werden kann.

Das Romanov-Schaf

Zur Namenherkunft habe ich zwei Thesen gelesen: Eine Benennung nach der Stadt Romanovka und eine Benennung nach dem Adelsgeschlecht der Romanows.(1)

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Die Stadt Romanovka liegt nordöstlich von Moskau und wird heute Jaroslawl genannt. Das Klima ist hart und weist sehr große Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer auf. Die gefühlte Temperatur im Winter kann bis zu -30° C erreichen und die Sommer sind heiß. (2)

Die Schafe werden den Kurzschwanzschafen zugeordnet, wie viele andere nordeuropäische Schafe auch. Bereits berichtet habe ich von dem Gotlandschaf und dem Spelsauschaf. Auch das Shetlandschaf und das Islandschaf, welche ich im letzten Beitrag erwähnte, gehören zu den Kurzschwanzschafe.

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Typisch für die Romanovs ist die hohe Lämmerzahl pro Geburt. Der Durchschnitt liegt bei 3-4 Lämmer, doch auch bis zu 9 Lämmer sind möglich. Ein Romanov-Schaf kann zu dem zwei Mal pro Jahr lammen und die Geburten sollen, trotz der Mehrlinge, leicht verlaufen. (3)

Die Schafe wurde für die Fellproduktion gezüchtet. Ihre Felle waren ein guter Kälteschutz in den kalten Wintermonaten. Erstaunlich finde ich den Hinweis, dass die Felle der Romanov-Schafe nach dem Gerben um einiges leichter sein sollten, als jene von anderen Schafrassen. So wurden natürlich auch die Bekleidung am Körper leichter. (4)

Die Wolle:

Ihre Lämmer werden schwarz geboren. Die Wolle wird später blaugrau, also eine Mischung aus schwarzer Unterwolle und weißer Oberwolle, die im Vlies einen Mischton, blau, erzeugen. Doch auch weiße Schafe sind möglich. Ihr Kopf ist schwarz mit einer weißen Blesse.

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Sie haben also wieder eine „double-coated“ Vlies. Doch ihre Unterwolle ist mit 16-22 mic sehr weich. Ungewöhnlich ist jedoch, dass beide Wollen eine fast gleiche Faserlänge aufweisen. Meist ist sind die Fasern der Oberwolle wesentlich länger als die der Unterwolle. Dies trifft hier nicht zu. (5)

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Fasereigenschaften: 10-13cm Stapellänge / Oberwolle 40-150- mic, Unterwolle 16-22 mic

Verwendung: Die Faservorbereitung dürfte schwierig werden, denn es müssen Ober- und Unterwolle getrennt werden, doch die ähnlichen Faserlängen erschweren dies. Auch das Färben dürfte auf Grund der natürlichen Farben nicht ganz einfach werden und auch für das Spinnen wird wohl etwas Improvisation nötig sein. (6) Ich werde es bald merken 😉

Traditionell wurde diese Wolle nicht versponnen und zu Textilien verarbeitet. Stattdessen nutzte man die ganzen Häute mit dem Fell. Es wurden Mäntel hergestellt oder auch Filzprodukte, wie Stiefelteile oder Handschuhe. (7)

Ich persönlich werde den Versuch wagen, die Vlies möglichst locker, flockig zu einem Supercoil-Artyarn zu verspinnen, dass ich dann in Webstücken oder Wandbehängen austesten möchte.

Quellen:

(1) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Romanow-Schaf am 18.12.2016.

(2) Vgl.: ebd.

(3) Vgl.: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=5647 am 18.12.2016

(4) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Romanow-Schaf am 18.12.2016.

(5) Vgl.: D. Robson u. C. Ekarius: The Fleece & Fiber sourcebook, North Adams 2011, S. 183.

(6) Vgl.: ebd.

(7) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Romanow-Schaf am 18.12.2016.

Bildquelle:

Schaf: http://bib.ge/sheep/sheep_breeds_open.php?id=5647 am 18.12.2016

Landschaft um Jaruslawl: Wikipedia Commons am 18.12.2016