Anmeldezeitraum für die Juli-Kurse

Hallo ihr lieben Spinner!

Die Handspinnerei meldet sich aus dem Urlaub zurück 😉

Und gleich kommt eine Kurznachricht für euch, die ins Artyarn-Spinnen einsteigen wollen:

Ich möchte euch an meine beiden Juli-Workshops in der Werkstatt erinnern. Wer Lust hat daran teilzunehmen, der möge sich bitte bei mir per Mail bis zum 17.7. anmelden. Ihr könnt für alle meine Workshops noch ein ausführliches Konzept anfordern, falls ihr euch noch nicht sicher sein solltet.

Es folgen im August und im September noch weitere Workshops. Mehr dazu findet ihr auf der Workshop-Seite hier im Blog.

Ich freu mich auf euch, hier in der Coburger Werkstatt!

Mail: backtothewheel(at)iCloud.com

 

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Neue Workshops zum Artyarn spinnen…

spinntüten WorkshopHeute darf ich euch 3 neue Workshops in der Coburger Werkstatt für Handspinnerei ankündigen. Alle Workshops drehen sich um den Einstieg in die Artyarn-Spinnerei. Wenn euch ein Kurs interessiert, dann könnt ihr per Mail ein Konzept anfordern, darin findet ihr dann ausführliche Kapitelbeschreibung und die Workshopstruktur. So könnt ihr euch ein genaues Bild machen, ob der Kurs euren Interessen entspricht.

Zu jedem Kurs biete ich ein ALL-IN-Faserpaket an. Dort findet ihr alle Fasern, Beilaufgarne, Kerne und ADD-Ons in passender Menge auf die einzelnen Kapitel optimiert.

Neue Termine:

Tages-Workshop: LOWTWIST & CHUNKY SPINNEN, 23. 07. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

Tages-Workshop: LOCKENGARN SPINNEN, 24.07. 2016, Sonntag 10-16 Uhr ODER 20. 08. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

2-Tages-Workshop: CORESPINNING, 18. 09. 2016 + 19. 09. 2016, Samstag + Sonntag, 10-16 Uhr.

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LOWTWIST & CHUNKY SPINNEN – Der Einstieg ins Artyarn Spinnen

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Tages-Workshop, 23. 07. 2016, Samstag 10-16 Uhr

Inhalt: 6 Kapitel,

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 65€ + Faserpaket

Material: 15€ (170g Fasern, Zwirn- & Kerngarne)

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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LOCKENGARN SPINNEN – Viele Methoden Edle Lockengarne herzustellen

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Tages-Workshop,24.07. 2016, Sonntag 10-16 Uhr ODER 20. 08. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

 

Inhalt: 6 Kapitel

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 65€ + Faserpaket

Material: 25€ (150g Locken, Kerne, Add-Ons, Basefasern)

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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CORESPINNING – Der zweite Einstieg ins Artyarn-Spinnen

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2-Tages-Workshop. 18. 09. 2016 + 19. 09. 2016, Samstag + Sonntag, 10-16 Uhr.

Inhalt: 12 Kapitel

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 120€ + Faserpaket

Material: 25€ (300g Fasern, Kerne, Beilauf- &Zwirngarne, Add-Ons, )

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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Anmeldung: Bitte per E-Mail oder Facebook-Nachricht.

backtothewheel(at)icloud.com oder FB: Back to the Wheel

Ich freu mich auf euch!!!

Chunky Spinnen mit Seidenhankies

Seidenhankies2Seide spinnen ist nicht Jedermanns Sache. Dabei ist Seide so ein wahnsinnig schönes Material.

Seide pur zu spinnen führt meist zu deinem feinen bis sehr feinen Garn, welches für hauchdünne Lacestrickereien genutzt werden könnte. Klar, Seide ist teuer, ultra glatt, hat endlos Fasern und läßt sich unsagbar dünn ausspinnen. Da liegt es doch nahe solch ein Garn zu spinnen. Seidenspinnerei ist zudem fast ein eigenes Spinngenre, da die Technik geübt werden muss. Seide hat eben ganz eigenen Fasereigenschaften.

Als Ausgangsform kann für die Seidenspinnerei Seidenkammzüge, Seidenbänder oder Seidenhankies genutzt werden. Um diese Seidenhankies soll es sich heute drehen. Doch wer mich kennt, würde sich wundern, wenn ich nun mit Lacespinnerei beginnen würde 😉

Goldfrucht3Ich finde die Seidenhankies grandios, denn sie lassen sich so vielfältig färben, ja fast bemalen. Deshalb wollte ich es ausprobieren, diese Hankies für ein Artyarn zu nutzen.

Die Hankies haben einen praktischen Vorteil. Es sind in quadratische Form in die Fläche gezogene Seidencocoons. Daher liegen die hauchdünnen Fäden nicht, wie bei Kammzügen oder Bändern, parallel ausgerichtet, sondern spinnennetzartig verwoben. Das ist praktisch, denn zieht man sie weiter aus, bleibt der Zusammenhalt der Verwebung noch bestehen und das möchte ich nutzen.

Ziel ist es ein „Cocoon“-Überzug über ein Chuncky-Garn zu ziehen.

Und so bin ich Schritt für Schritt vorgegangen:

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Schritt 1: Das Vlies wurde wie immer in Bänder unterteilt und gepredraft.

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Schritt 2: Das Vliese wurde dick aber gleichmäßig versponnen. Dabei springen die Leinenfasern immer wieder mal chaotisch aus der Fadenoberfläche. Danach habe ich den Faden navajo-gezwirnt. Und jetzt wird es interessant, denn die Verwirrung habe ich nur unterdreht angelegt und nicht bis zum Ende verdreht und fertig gestellt. Das fertig gezwirnte Garn ist also noch nicht fertig, sondern total unterdreht und muss noch nachgedrallt werden. Und ist wichtig. Je weniger Drall in Zwirn steckt, desto besser!

Schritt 3: Ich bereite meine Hankies vor. Dazu löse ich erstmal die einzelnen Lagen von einander und gehe dann mit meinen Fingern in die Mitte einer Lage, mache ein Loche hinein und ziehe sie zu einem Kreis auf. Dann streche ist den Seidenkreis in die Länge und reiße ihn irgendwann auf und habe ein Seidenvorgarn. Übrigens liegen in so einem Hankiestapel immer 5-6 Stück übereinander!

Schritt 4: Jetzt geht es ans Wrappen. Ich dralle dabei den Zwirn nach und hafte das Seidenvorgarn an und ziehe es während den Überspinnen weiter ganz dünn aus und überlagere diese Seidenfasern dann über den Zwirn. Manchmal wechsele ich vom Überlagern zum Einzwirnen. Dazu fasse ich das Vorgarn zusammen (nehme die Fläche weg) und lege es zwischen die Zwirnfäden des n-ply Garnes als 4. Strang hinein. Dann wechsle ich wieder zum flächigen überlagern zurück. Einfach nach Lust und Laune.

Dabei ist sehr darauf zu achten, dass man das Garn nicht überdrallt. Also sehr behutsam treten, die langsamste Übersetzung wählen und flott arbeiten.

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Und das ist das Garn: 18m bei ca. 70g und etwa 2 wpi. Der Seidenmantel ist hauch dünn, hier auf den Bilder schwer zu sehen. Er verändert die Farbe darunter, da ja ein Farbschimmer darüber liegt. Das Garn wird natürlich auch sehr seidig beim Anfassen und fühlt sich sicher auf verstrickt toll an (das kann natürlich auch in einer normalen Nadelstärke gesponnen werden ;-).

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Diesmal landete es auf einen mäßig hübschen Lampenschirm, den ich zuvor abgezogen habe. Das Garn habe ich einfach je zweimal um einen der beiden Ringe gewickelt und dann zum anderen Ring geführt, wieder zweimal gewickelt usw. Als das ganze Garn auf den Ringen war und diese wieder an Ort uns Stelle hängten, habe ich die Lage der Fäden noch durch Einweben eines Seidenfadens direkt an den Ringen fixiert.

Ich hoffe ich habe euch etwas Lust auf Seide gemacht und konnte zeigen, dass man Seide nicht immer dünn auspinnen muss 🙂 Viel Spaß!

Artyarn spinnen – Alles was geht…

IMG_3752Der Fasertauschkreis im Mai hat mir ein besonders schönes Päckchen beschert. Meine liebe Versenderin wusste um meine Liebe zum Artyarn spinnen und schnürte mir eine kleine Herausforderung. Danke liebe Silagloria!

Zunächst einmal war das Batt ein Genuss für die Nase, denn es wurden Lavendelblüten einkardiert, was nicht zu überriechen war. Dann hat sie das Batt mit Spitzenstreifen verschnürt, die sollte natürlich mit eingesponnen werden. Und die Fasermischung war neben vielen guten Wünschen, die auch mit drinsteckten ein flauschiger Traum in Lavendel: Polwarth, Merino, Polwarth mit Seacell, Leinen, Spitze und Lavendelblüten.

Das es ein Artyarn wird, war sofort klar. Aber welches? Ich wollte einmal die Gelegenheit nutzen und ein Garn machen, das wirklich nicht zum Stricken geeignet ist und bei dem man sich Austoben kann. Ich wollte etwas ausprobieren, was ich sonst nie mache, eben wegen der Unstrickbarkeit: Supercoils navajozwirnen….

IMG_3767Und so kramte ich alles aus meinem Stash, was farblich gut passen könnte. Und das sind die Zutaten:

  • mehrere Konengarne, eines davon als Bouclé
  • Silberfaden
  • Perlen
  • Seidenzwirn
  • Fellgarn

Und jetzt möchte ich euch auf dem Artharn-Trip mitnehmen:

IMG_3763Schritt 1: Das Vliese habe ich zerlegt. In Längsstreifen zerteilt, gepredraftet und nach Farbverlauf geordnet. Der sollte genauso wieder im Garn stecken. Also alles schön zurecht gelegt. Dazu kamen die Konengarnen und der Silberfaden. Die sollten als Kern für ein Kerngarn herhalten.

Das Spinnrad sollte Artyarn tauglich sein, dh. eine langsame Übersetzung sollte möglich sein, große Spulen und ein großes Einzugsloch vorhanden sein. Ich spinne das immer auf meinem Kromsky Sonata mit dem Jumbo-Aufsatz. Das Einzugsloch ist 1 cm im Durchmesser – das Minimum. Ebenso die Jumbospulen, auf denen locker 100g Platz finden, sind ein Muss. Denn das Gewicht, dass darauf passt ist nicht der Punkt. Das Volumen ist entscheidend. 100g können super volumensparend als dünner Garn auf der Spule Platz finden. Aber ein Mega-Bulky-Garn braucht sehr viel Platz! Ein Astford-Country-Spinner wäre eine interessante Überlegung, für Spinner, die überwiegend solche Garne spinnen möchten. Dann kann dieses Spinnrad, als 2.-Rad, sich wirklich lohnen.

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Schritt 2:  Alle 4 Fäden werden an den Leader geknotet, die langsamste Übersetzung eingestellt und dann geht es mit dem Corespinning los. Achtung: der Faserwinkel von mind. 60° oder mehr ist hier entscheidend, denn das Kerngarn wird wieder verzwirnt und so lugt später kein Kernfaden heraus. Auch ist das vordrallen der Kernfäden hier nicht notwendig. Im Gegenteil: wir benötigen ein hightwist-Single zum Supercoilen.

IMG_3774Während dem Spinnen lege ich immer wieder 1, 2 oder alle 4 Fäden aus dem Fadenzentrum heraus. Lege ich nicht alle 4 Fäden heraus, belasse ich die restlichen Fäden als Kern und spinne via corespinning ganz normal weiter. Die außenliegenden Fäden führe ich dann im kleinen Finger meiner Faserhand mit und lasse sie außen auf den Faden aufwickeln. Sie können auch ungeführt, als Autowraps, mitlaufen.

Lege ich alle 4 Fäden nach außen, wechsele ich in der Spinntechnik zum Singlespinnen. Die Fäden laufen wie oben beschrieben außen mit. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Single-Abschnitt genauso viel Drall – also hightwist – mit bekommt. Singles lassen sich flotter spinnen und neigen dazu weniger Drall zu benötigen, wie auch anzusammeln. Normalerweise ist das kein Thema, aber hier schon, denn der Drall im Faden soll homogen sein.

Eine andere Möglichkeit ist noch das Chaoswrappen: ich ziehe den Silberfaden eine beliebige Schlaufenlänge heraus und spinne wieder normal weiter. So ist die Schlaufe durch des Fadeninneren weiterhin fixiert. Durch die Drehung des Fadens wickelt sich die Schlaufe chaosartig und wirrer als bei Autowraps, um den Faden. Die Schlaufenendung fange ich aber wieder ein und fixiere sie mit dem Corespinning. So hängt nichts frei herum.

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Schritt 3: Nun geht es ans Zwirnen: Supercoils. Dazu wird wieder in Kerngarn gebraucht. Ich wähle diesmal das Fellgarn. Zum einen finde ich es spannend, wenn später Fellhaare zwischen den Supercoils heraus schauen, zum anderen bietet es viel Haftung, damit die Supercoil später nicht auf dem Kern rutschen. Zusätzlich wähle ich noch den Seidenzwirn, auf den ich die Perlen auffädele. Der ist superglatt und gut für Add-Ons, denn sie rutschen problemlos während dem Spinnen nach unten und können bei Bedarf nach oben in den Zwirn geholt werden. Ich habe also wieder 2 Fäden als Kern. Jetzt wird gezwirnt. Dabei spielt der Drall auch wieder eine kleine Rolle. Ich muss den Kern nicht vordrallen, denn der Zwirn wird ja wieder verzwirnt. Anders wäre es, wenn das Garn als Supercoils verbleiben sollte.

Jetzt kommt mit der Faserwinkel vom Corespinning zu Gute. Das Kerngarn flufft durch das Zwirnen wieder auf, aber der Kernfaden bleibt versteckt. Auch die Autowraps gehen auf und bilden nun kleine Loops.

IMG_3794-1Ab und an hole ich deine Perle hoch und binde sie zwischen den Supercoils ein. Hier ist keine besondere Fixierung nötig. Das passiert automatisch, da sich beide Kernfäden miteinander verdrehen und die Perle zwischen den Supercoils festsitzt.

Auch das Fellgarn lässt sich entweder plattdrückend oder eben aufbauschen. Je nach den schaut das Fell zwischen den Supercoils heraus oder nicht.

Schritt 4: Jetzt wird es auf der Spule schon mächtig eng. Ich bin mit dem Spulenvolumen eigentlich schon über der Grenze. Aber das Garn unterteilen kommt nicht in Frage. So muss jetzt beim Navajozwirnen ziemlich nachhelfen. Die Haken am Flügel machen mich zusätzlich das Aufwickeln schwer. Wer auf solche Garne steht, der sollte echt über einen Ashford Countryspinner nachdenken, da besteht das Volumenproblem nicht.

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Das Navajozwirnen ist mit Supercoils überhaupt kein Problem. Es braucht sehr wenig Drall, das Garn wird sehr dick und ein paar mal Treten reicht aus um das Garn zu zwirnen und balancieren. Und Ja: die Supercoils können perfekt balanciert sein. Die Wendepunkte beim Navajozwirnen nutze ich um die Spitzenstreifen einzuhängen und gedoppelt als 4 Faden einzuzwirnen. Auch das ist keine große Schwierigkeit. Die größte Herausforderung besteht jetzt nur darin, das fette Garn auf die Spule zu bekommen. Da muss ich eben per Hand durchziehen und die Spule drehen. Was soll´s, die Lauflänge ist nicht so lang, als dass es wirklich nervt.

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Et voilà: Das fertige Garn in der Stärke eines Seils von knapp  2 WPI, haha! Die Lauflänge war ca. 15 m.

Tja und jetzt? Stricken geht zwar theoretisch, aber was wäre da sinnvoll? Ich weiß ja nicht… Aber ich habe schon lange eine alte Türrahmenleiste von der Werkstattrenovierung herumstehen. Aus der baue ich jetzt einen Rahmen, verschraube ihn hinten mit Winkel und fertig. Da spanne ich das Garn nun ein und befestige es mit Reißzwecken. Ich hatte mehrere Möglichkeiten ausgetestet und mit Reißzwecken geht es am einfachsten und unkompliziertesten, besonders dann, wenn man eine Zwecke wieder etwas versetzen will.

Und das ist das Ergebnis: Artyarn im Rahmen 😉

Ich hoffe, der Spinnbericht hat euch gut mitgenommen und ihr könnt das ein oder andere selbst ausprobieren. Und ich bin gespannt, was euch als Verwendung solcher Garne noch einfällt. Ich werde mich sicherlich weiterhin diesen Spinnereien widmen, denn es mach einfach ultra viel Spaß!!!!

 

 

Locken ohne Ende…

Gerade eben war ich etwas auf Facebook in der Spinngruppe stöbern und bin über handgefärbte Locken gestoßen, die mit der Frage gepostet wurden, wie man die denn verspinnen kann, dass die Löckchen dabei schön zu sehen sind.

Ich dachte ich antworte mal schnell darauf und dann erinnerte ich mich an ein Garn, dass ich vor Jahren mal machte… also flott ins Fotoarchiv und Bild rausgezogen. Dabei bemerkte ich, dass ich immer wieder Lockengarne fotografiert hatte, die ich schon völlig vergessen hatte, also schob ich immer noch ein Bild in den Antwort-Thread bis ich bemerkte, dass es ganz schon viele werden…Ähm, sorry an dieser Stelle…

Also schreibe ich jetzt mal flott einen Post und suche mal alle meine Lockengarne raus und zeige euch die unterschiedlichen Methoden, die ich ausprobiert hatte…

Meine Fazit vorweg:

IMG_0933Die Locken sollten vor dem Spinnen sorgfältig vorbereitet werden. Wie immer ist Faservorbereitung die halbe Miete. Die häufigste Vorbereitung bei mir ist das Trennen der Locken aus dem Verbund zu Einzelnen. Das macht man am besten indem man die Locken von den Spitzen nach oben zu den Schnittenden auseinander zieht / abzieht. Anders herum Ziehen zerstört die Lockenform!

Danach öffne ich die Schnittenden mit der Flickkarde vollkommen auf, dass die Fasern super fuffly liegen und alle kürzeren Haare raus gekämmt sein. Denn die geben nur eine Verdickung beim Einspinnen.

In meine Shop biete ich meine handgefärbten  Locken nur so fertig vorbereitet an, das sieht dann so aus:

 

IMG_0934Bei einige Methoden, kann man Locken auch direkt aus dem Vlies oder aus der Flocke spinnen. Darunter fallen Methode 1, 2, und 7 (Magic Thumb). In gewässerweise auch Methode 8, denn beim Kardieren, werden die Locken auch geöffnet. Dennoch würde ich sie in letzten Fall vorher Picken, sonst ist es kein Vergnügen für das Kardiergerät und die Langlebigkeit seines Belages.

Methode 1: Corespinning ohne „Fertigcore“.

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Mit „Fertigcore“ meine ich das Umspinnen eines fertigen Garnes, dass als stabiler Kern fungiert. Das ist der normale Weg des Corespinnings und auch ziemlich praktisch, wenn man ein reißfestes Garn haben will. In diesen Fall aber, soll das Lockengarn als Single verbleiben. Also strebe ich einen Single mit möglichst wenig Drall an, sodass er nicht überdrallt ist und nicht überbadet werden muss. Ich löse das immer mit den „coreless“ Corespinning, wobei ich während dem Spinnen der Locken noch weitere Fasern (meist günstigere Naturfarbene Fasern um nicht die Edelfasern zu verschwenden) mitlaufen lasse und daraus den Core spinne. Ich spinne also 2 Dinge auf einmal: den Core mit „günstigen“, am besten krauseren Fasern (da haften die anderen Fasern darauf besser) und dann spinne ich die Oberfläche mit den Locken oben auf. Bei den Locken zupfe ich die Schnittenden zuvor mit der Flickkarde auf, die Lockenenden bleiben aber intakt. Die Locken werden dann mit den geflufften Schnittenden voran an den Core gehaftet und nach einander auf den Core gesponnen. Das der Core gleichzeitig gesponnen wird hat einen Vorteil: er ist dünner als das komplette Garn und verträgt dadurch mehr Drall als das dickere Komplettgarn auf die gleiche Strecke (Drall sammelt sich ja immer an der dünnsten Stelle). So verhindere ich das Überdrallen. Außerdem bieten die ausgesponnene Faserlage noch Widerstand gegen den Core-Drall und wirken ein wenig drallneutralisierend?

Methode 2: Corespinning mit Spiralply

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Ein vielleicht einfacherer Weg ist das normale Corespinning mit einem dünnen reißfesten Fertiggarn als Core (z.B.: ein Baumwollhäkelgarn für Gardinen). Die Locken werden ebenfalls zuvor einzeln mit der Flickkarde an den Schnittenden geöffnet und dann an den Kern angehaftet und aufgesponnten.

Wichtig ist hierbei der Faserwinkel von fast 90°!

Der Single wird überdrallt werden, aber das macht nichts. Der Drall wird im nächsten Schritt mit dem Zwirnen wieder heraus geholt. Ich zwirne dabei gerne mit einem sehr dünnen Nähgarn, Seidengarn oder Glitzergarn. Das nimmt kaum Einfluss auf die Locken und bleibt dezent im Hintergrund der Garnoberfläche. Spiralply funktioniert indem man die zu verzwirnenden Fäden mit einem Tick unterschiedlicher Fadenspannung hält und den Winkel zueinander leicht variiert: das Nähgarn hat etwas mehr Spannung und der Lockenfaden in einem etwas größeren Winkel als sonst abgewendet. So wird der Lockensingle zu einer schönen Spirale.

 
Durch das Zwirnen gehen die Locken wieder schön auf und bekommen Weichheit und Volumen. Damit hier der Core nicht hervor blitzt wurde zuvor beim corespinnen der Winkel von fast 90° beibehalten, ansonsten befinden sich zu wenig Locken pro Fadenabschnitt an Ort und Stelle und können nach den Auffluffen im Zwirnprozess den Core nicht vollständig bedecken.

bildschirmfoto-2016-11-11-um-14-03-34Weitere Möglichkeiten: Du hast noch super viele andere Gestaltungsmöglichkeiten. Du kannst Perlen auf den Zwirnsfaden fädeln, du kannst während dem Corespinning Cocoons oder anderen Effekte aufspinnen – das geht übrigens auch während dem Zwirnschritt – oder du kannst Beilaufgarne in beiden Schritten mitlaufen lassen. (Dieses Garn ist übrigens aus der Flocke von Heidschnuckenlocken gesponnen.)

Methode 3: Eine Locke nach der anderen.

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Du kannst auch einen Singlefaden spinnen, indem du eine Locke nach der andern hintereinander reihst und verdrehst. Öffne wieder die Schnittenden aller Locken mit der Flickkarde und dann spinnst du die Locken aneinander indem du die Locken Spitzen nach oben (also zum Einzugsloch hin) hälst. Du setzt eine Locke nach der andern an und überlabbst aber die Lockenspitzen so dass ein Teil frei stehen bleibt. Die aufgeflufften Enden verdrehen sich gut und ergeben ein festes Garn.

 

Besonders Locken mit mehr Lanolin eigenen sich gut. Das Lanolin kannst du nach dem Spinnen beim Baden heraus waschen. Der Single muss noch verzwirnt werden, dazu verwende ich gerne wieder die spiralply-Methode.

Kleine Alternative: Bei kurzen Locken kannst du zusätzliche Fasern ohne Locken der gleichen Farbe hinzunehmen um die Fadenbasis zu spinnen in die die Locken, wie oben beschrieben, eingesetzt werden.

Methode 4: Tailspinning.

Orangevio10Das Tailspinning ist für besonders lange und / oder glatte Locken sehr gut geeignet. Hier werden die geöffneten Lockenenden nacheinander gereiht versponnen. Das kann man mit Methode 3 aber auch mit Methode 1 machen. Nur das Verzwirnen sollte man sich schenken, denn die langen Locken verheddern sich gerne im Einzugsloch/Öse oder in den Haken / Öse des Flügels. Einmal reicht da wirklich… Bei diesem Garn habe ich noch mal eine andere Technik-Kombi verwendet:

 

Methode 5: Simple Coreless mit einzelnen Tails

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Ich habe ein normales coreless Coreyarn wie in Methode 1 gesponnen – ohne Locken. Ganz normal, mit Merinokammzug in ausgewählten Farben, die zu den Lockenverläufen passen. Dann habe ich während dessen in regelmäßigen Abständen die langen Locken eingesponnen und mit dem Fasern für die Garnoberfläche zusätzlich fixiert/geankert. So sitzen die Locken bombenfest im Garn, denn Wensleydale ist glatt und rutscht gerne.

Für Kontrollfreaks: Der Grund, warum ich das machte war, dass ich meiner Kundin ein stressfreies Stricken ermöglichen wollte. Locken können in den Stricknadeln verheddern, Aufribbeln wird eine Nervenfrage und das Maschenbild wird heterogen. Das ist was für Strick-Freestyler. Als habe ich ein ganz glattes Kerngarn gesponnen, das all den Stress nicht mitbringt: es ist stabil, rutsch beim Aufribbeln gut auf und bietet ein gleichmäßiges und definiertes Maschenbild. Die Lockenteils habe ich in einem Abstand eingesponnen, dass sie ungefähr bei jeder 3. -4. Masche aufsitzen. Das ist ja zu kalkulieren. Die Garnstärke führt zur Nadelstärke und die zur Garnstrecke, die eine Masche in etwa benötigt um sich zu bilden. So tauchen die Locken in regelmäßigen Abständen auf und die Lockenoberfläche im fertigen Strickbild ist gleichmäßig.

Achtung: Wer beim Spinnen in Maschen kalkuliert, sollte wissen ob das Garn zum Stricken oder Häkeln verwendet wird. 1. dementsprechend sollte die Spinnrichtung angepasst werden, spinnt man Singlegarne!!! 2. Häkelmaschen nötigen mehr Lauflänge/Masche als Strickmaschen. Die Lockenabstände sollten bei Häkelgarnen also größer sein. Außerdem sollten die Locken nicht bei jeder Masche auftauchen, da sie sonst eine zu dicke Oberfläche bilden und die Lauflänge des Garnen stark reduzieren. Ein Strickstück hat ja viele Reihen übereinander, die genug Locken überlagern werden, dass es eine tierisch schöne Oberfläche ergibt.

Methode 6: Supercoils mit Locken.

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Du kannst auch Superdröhnung an Locken produzieren. Du spinnst nach Methode 2 einen Lockensingle mit Kern, der stark überdrallt ist. Dann nimmst du diesen Single und spinnst ihn erneut auf einen Kern und bildest Supercoils dabei. Diesmal sollte der Kern aber in Gegenrichtung stark vorgeprallt sein. Du hältst beim Supercool-Zwirnen beide Fäden in einen ca. 100-120° Winkel auseinander: 90°Winkel für den Lockensingle und 10-20° für den Kern. so fixieren sich die Supercoils nochmal etwas an Ort und Stelle. Beim Spinnen des Lockensingles kannst alle möglichen Autowrapfäden mitlaufen lassen und viel Bewegung zusätzlich in das Garn bringen.

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Methode 7: Laura Spinners Magic Thumb.

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Eine weitere Methode möchte ich als 7 und nicht die meinige vorstellen: Magic Thumb von Laura Spinner. Für diejenigen Bologneser unter euch, die den Thread in Facebook nicht verfolgt haben, möchte ich diese Methode der Vollständigkeit wegen noch verlinken. Ich finde sie ziemlich cool, denn es ist dem coreless Corespinning, wie es viele machen (ohne extra Fasern für den sich bildenden Kern, so wie ich es mache) sehr ähnlich. Ich habe nur die Frage, wie Laura Spinner die überrollten Singles nach dem Spinnen wieder balanciert, denn die fertigen Garne von ihr sehen schon balanciert aus. Hat sie sie beim Baden mit Gewichten behängt? Ich werde die Methode als ausprobieren und mal sehen, wie ich das Problem lösen könnte… hm.

Vielleicht wisst ihr mehr, dann schreibt doch dazu!

Methode 8: Einkardieren 😉

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Diese Methode ist die einfachste: Die Locken in das Vlies mit einarbeiten und dann kannst du frei zwischen vielen Spinntechniken wählen: Singlegarn spinnen und die Locken einfach heraus springen lassen, Zwirngarn auf die gleiche Weise Spinnen, Kerngarn mit zusätzlichen Tails, Corespun, Spiralply, Mehrfachzwirn aus Corespun usw…

 

Hier noch mal einige Garne im Überblick…

Zuletzt möchte ich euch einige verstrickte Lockengarne und einige andere Lockengarne zeigen.

 

Wenn ihr noch andere Methoden verwenden, dann schreibt und zeigt doch mal her 🙂

Ich hoffe ich konnte etwas bei der Frage „was kann ich mich Locken machen“ weiter helfen. Frohes Spinnen!

Teeswaterlocken

Aus meiner Lockenkiste habe ich heute noch einen Schwung handgefärbter Teeswarterlocken gezogen.

Foto 3-7Diese Locken waren neu für mich. Sie sind handgefärbt und haben wunderbar intensive Farben, die auch innerhalb einer Locke wechseln. Das gefällt mir besonders gut. Es war zu sehen, dass diese Locken in der Gruppe gefärbt wurden und jede Farbe dort landete wo wie eben landete. Mir gefällt diese Variante von gefärbten Locken sehr gut.

Ein kleines Problem war auch hier, dass sich durch das Färben (so nehme ich an) die Fasern recht stark verhakt haben. Die Locken waren immer noch glatt und geschmeidig, aber sie mussten von einander gelöst werden und mit der Flickkarde gelockert werden. Dadurch wurden die Locken sehr fluffig, aber auch die Lockenform verliert ihre Definition. Es war nicht ganz einfach, die richtige  Balance zu finden. Das Ausziehen war nicht möglich.

Foto 2-10So ergab es sich, dass es nicht möglich war ein einfaches unterdrehtes einfädriges Garn herzustellen, denn die Locken waren so geschmeidig, dass sie auseinander flutschten, wenn ich versuchte sie aneinander zu spinnen. Da das Ausziehen entfiel, war es nicht möglich diese einzelnen Locken mit einander zu verspinnen in dem ich die einzelnen Fasern zu einander verschiebe.

Foto 1-13Deshalb versuchte ich es mit Corespinning. Auch hier war es schwierig. Die glatten Fasern haften schwerer am Kern. Das führt schnell zu mehr Drall als dass ein Singlegarn bestehen bleiben kann. So kam es dann zum Verzwirnen mit einem dünnen Faden. Die Fasern öffnen sich dabei auf eine sehr schöne Art und die Lockenform tritt wieder stärker hervor. Wenn man geschickt zwirnt erwischt man den Abstand der sich durch die natürlichen Wellen ergibt und die Wellen treten besonders schön hervor. Allerdings muss vorher gut auf einen großen Faserwinkel beim Kernspinnen geachtet werden, denn der Kernfaden liegt nach den Zwirnen hier bei diesen Locken besonders schnell frei. Das ist mir bei diesem ersten Lockengarn auch passiert, trotzdem gefällt mir dieses Garn mit seiner Textur ziemlich gut, zumal der Kern farblich nicht besonders auffällt.

Das fertige Garn fühlt sich sehr seidig und weich an. Ich muss mich wieder sehr zurück halten noch ein Strickprojekt anzufangen:-)

Wildes Tier

Foto-6Ein Griff in Lockenkiste und es kamen Locken heraus, die ich vor einiger Zeit von Gabi auf DaWanda erstanden habe: Wildes Tier. Keine Ahnung, welches Tier es nun wirklich ist. Die Locken sind sehr lang, ungelockt und haben eher dickere Haare. Schön finde ich, dass die Spitzen eine andere Farbe haben als die Schnittenden. Insgesamt sind die Locken sehr fettig, sodass das Garn sicherlich gewaschen werden sollte oder man wäscht die Locken schon vor dem Spinnen. Foto 4-5Vor dem Spinnen müssen auch die Schnittenden mit der Flickkarde geöffnet werden. Dabei kommt einiges an Fasern noch mit heraus, die nicht bis zu den Spitzen reichten. Diese Fasern habe ich zur Seite gelegt, um sie wieder mit den Handkarden zu mischen und eine Spinngrundlage für das Garn zu haben. Dazu kamen diesmal naturbraunes BLF zum Einsatz, gemischt mit weißem Bambus und ein paar bunten Merinofasern.

Foto 2-7Diese Rolags von den Karden wurden kerngesponnen und ab und zu wurden die Locken an den Schnittenden an den Kern gesponnen. Das ist der Moment in dem ich mir einen Countryspinner wünschte. Erstens um das ganze fette Garn auf die Spule zu bekommen und zweitens um die Locken durch das Einzugsloch zu bekommen. Mein Kromsky hat ja schon mit der Artyarn-Spule eine der größten Einzugsöffnungen, abgesehen vom Countryspinner eben, aber hier ist einfach die Grenze des Möglichen erreicht. Noch deutlicher wird es beim Zwirnen, denn dabei wird das Volumen noch größer und es passt noch weniger auf die Spule.

Foto 5-4Zum Zwirnen habe ich einige Merinofarben mit den Handkarden mit Verlauf kardiert und zu einem dünnen Einzelfaden gesponnen, in dem die Farben recht regelmäßig wechseln. Foto 1-8Die Locken machen das Zwirnen durch ihr Eigengewicht etwas schwierig, denn der Einzelfaden dreht nur mit ordentlich Drall so, dass er sich zwirnen lässt. Das führt aber zu einem überdrehten Zwirn, sodass der Drall immer wieder nach Stellen mit Locken in die Länge weiter geleitet werden muss. Alles in allem ein recht langwieriges und nervenzehrendes Garn. Aber die Textur mit den sehr langen Locken ist extrem.

Wieder Zeit für ein Effektgarn

Foto 1-2
Heute war mal wieder das Effektspinnen dran. Irgendwie brauche ich immer die Abwechslung. Im Moment mach ich mir viele Gedanken um traditionelle Garne und dann musste das hier mal zwischen drin sein: corespinnung + autowrapping + spiralplying.

Foto 2-1Auf deutsch (ok, ein Versuch), da das ja grad mein aktuelles Thema ist 😉 : kerngesponnen mit Beilaufgarn (das hier trifft es nicht) und spiralförmig verzwirnt. Hm, naja, das muss ich noch üben.

photo 2Das Vlies war eine bunte Mischung aus Merino und gefärbte Eiderwolle zusammen mit gebleichten Leinen als Texturgeber. Auf den Fotos sind leider wenige der Leinen Abschnitte zu sehen. Aber als Texturgeber funktioniert es hervorragend. Es produziert ein sehr eigenes Oberflächengefühl – einerseits sehr weich und wattig, aber mit langen, dickeren und störrigen Fasern. Es lässt sich nur schwer glatt verspinnen und wirkt deshalb chaotisch. Ich mag das ehr, es erinnert mich an Recycling 🙂  Ich werde noch ein paar Detailaufnahmen vom Leinen machen und updaten.

Nachtrag: Hier kommen noch zwei Detail-Bilder zu ein paar Garnabschnitten mit Leinen.

Foto 5 Foto 3-3

Rückblick angekommen

Mein Jahresrückblick ist pünktlich zum Geburtstag meines Spinnrades angekommen. Witziger Zufall. Am 10.3. vor 2 Jahren schenkte mir mein Mann unverhofft ein Spinnrad. Eine nette Idee seinerseits, nachdem ich abends immer vor mich hin spindelte und für mich etwas wofür ich ihm ewig dankbar bin. Ich weiß nicht recht, ob er es heute noch für so eine gute Idee hält, denn seit dem habe ich unzählige Stunden vor diesem Spinnrad verbracht. Er findet kein Kleidungsstück mehr, an dem nicht irgendwo eine Faser rum hängt und mein Equipment hat sich bis heute so vermehrt, dass es das ganze Schlafzimmer übernommen hat.

Wie auch immer, Zufall oder nicht, es ist total praktisch, denn es wurde so was wie ein Spinnprobenkatalog. Nachdem ich ja die Garne immer abgebe, habe ich sie so mit Bild und Konstruktionsbeschreibung dokumentiert. Eine gute Dokumentation beruhigt mich immer ungemein, vielleicht ne Macke aus meiner Studienzeit… 😉 Und ich kann nix vergessen… Es ist ja schon vorgekommen, dass ich mein Gepäck auf den Weg in den Urlaub vergesse habe.

Also, hier das Kompaktjahr:

Foto 1 Foto 3-1 Foto 2 Foto 2-2 Foto 2-1 Foto 3

Das Werkstattbuch wird gedruckt…

Werkstatt2Es hat eine Weile gedauert, bis ich nun einen Anbieter gefunden hat, der mein Portfolio-Büchlein so druckt, wie es mir gefällt. Dazu habe ich mich für ein andere Format entschieden und musste das ganze Layout neu machen. Aber Mac zum trotz gab es die passende Software, die eigentlich ganz gut funktioniert, obwohl sie sehr wenige Funktionen hat und manchmal mit der Hintertür bedient werden muss…;-) Es war noch mal viel Arbeit, aber dafür ist eine neue E-Version herausgesprungen, die mir sogar besser gefällt als die Erste.Werkstatt5

Ich möchte euch ein paar Auszüge davon zeigen.

Wer Interesse an diesem Büchlein hat,  der kann mir gerne eine Mail schicken, denn das ganze ist nun per Mail verwendbar, jippi hei:-) Ich freu mich, wenn ich meine Arbeit teilen kann und andere auch ihre Freude daran haben! ❤Werkstatt8Werkstatt12