Kinder-Mobile mit gestrickten Vögelchen

Pünktlich zum Frühlingsanfang war es Zeit die Baumwolle raus zu packen. Entstanden ist ein Kinder-Mobile mit kleinen gestrickten Vögelchen. Wenn ihr es nach bauen wollt, dann schaut her… 🙂

BaumwolleIhr braucht:

  • Baumwolle nach Wahl
  • kleines Nadelspiel 2,5er oder 3,0er
  • Schere
  • Häklenadel
  • Nähnadel
  • transparentes Nähgarn
  • Messingröhrchen (4mm x 1m)
  • kleiner Rohrschneider

 

 

Zunächst geht es ans Stricken:

Bildschirmfoto 2016-03-27 um 21.43.07Das Muster der Vögelchen stammt nicht von mir sondern von  Sara Elizabeth Kellner und heißt Bluebird of Happiness und gibt es for free auf Ravelry.

Es ist klasse Muster, für erfahrene Stricker super easy, für Anfänger nicht ganz leicht, denn die Maschen sollten schön straff gestrickt werden, damit sich eine geschlossene Oberfläche bildet und später die Watte nicht durch schein. Baumwollegarn ist ja sehr glatt und das Maschenbild klar definiert, deshalb empfehle ich eher die kleineren Nadeln. Ich habe die Vögel mit ein 2,5er Nadelspiel gestrickt, obwohl für das Baumwollgarn 3,5er – 4er Nadeln empfohlen wurde. Für Stricker, die sehr fest stricken würden auch 3er Nadeln passen. Das ganze Gestrick wird dann etwas härter, aber das Maschenbild ist geschlossen. Anders wäre es, würdet ihr mit einen flauschigen oder einem Streichgarn stricken.

Bildschirmfoto 2016-03-27 um 21.46.31Die Nadelgröße entscheidet auch über die Größe des Vögelchen. Meine Vögel schwanken zwischen 8 und 10cm. Anfangs waren sie etwas größer, da ich noch lockerer strickte. Je straffer ich strickte, desto schöner und geschlossener wurde das Ergebnis.

Das Vögelchen wird in 2 Teilen gestrickt. Es wird mit dem Körper am Hals begonnen und Schwanz beendet, wobei der Schwanz nicht zugezogen wird, da der Vogel hier später mit Watte gefüllt wird.

Als zweites wird der Kopf des Vogels gestrickt. Es werden neue Maschen aus dem Anschlag des Körper heraus geholt, so dass die Nahtstelle später unsichtbar ist. Der Kopf endet mit dem Schnabel.

Jetzt wird das Tierchen mit Watte befüllt und in Form gebracht.

Übrigens: auf dem Bild unten steht ihr was ein Unterschied von 0,5er Nadelstärke aus macht. Das weiße, rosa und linke Vögelchen wurden mit 2,5er Nadeln gestickt und der Rest in 3,0er Nadeln.

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Jetzt geht es ans Mobile bauen:

IMG_3410Dafür habe ich eine Messingröhre im Baumarkt geholt. Sie einen Durchmesser von 4 mm und ist 1 m lang. Mit einem kleinen Rohrschneider (ebenfalls im Baumarkt erhältlich) habe ich die Röhre auf 3 Längen gekürzt: 20 cm, 30 cm und 50 cm (40 cm wären besser gewesen)
Mit einem transparenten Nähgarn (bei Ikea oder online erhältlich) auf der Nähnadel, habe ich mir zunächst eine Masche am Rücken eines Vogels gesucht, die den Vogel gut balanciert hängen lässt und ein Tierchen befestig. Dann wird die Nadel durch das Röhrchen gefädelt und der zweite Vogel auf der anderen Seite befestigt.

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Wenn so alle Vögel untergebracht sind müssen noch die Mobile-Röhrchen übereinander gehängt werden. Das habe ich auch mit dem transparenten Garn gemacht, da es recht belastbar ist. Eine Alternative wären solche Mobile-Stangen, die es im Bastelbedarf gibt. Der schwierigste Teil ist das Ausbalancieren der Stangen. Am besten funktioniert es, wenn es an Ort und Stelle hängt.

Und fertig ist das Kinder-Mobile für das Kinderzimmer, das Kinderbettchen oder dem Laufstall…

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Knit Kit hinterm Türchen

Das erste Lichtlein brennt und morgen ist das erste Türchen dran. Es ist die Zeit der kleinen Überraschungen und hinter einem Türchen gibt es auch ein von Back to the Wheel! zu gewinnen.
Bildschirmfoto 2015-11-30 um 20.36.52Wer dabei sein will, dem sei der Blog Dreickchen ans Herz gelegt. Sara, Janine und Consti schreiben den Lifestyle-Blog mit vielen inspirierenden Posts übers Reisen, Essen, Genießen, DIY, Mama-Sein und vieles mehr, was das Leben schöner macht

Dreieckchen findet ihr auch bei Instagram und Pinterest. Ihre vielen wirklich schönen Bilder machen einfach nur Lust aufs Essen, Kochen, Shoppen und neuen Urlaub planen.

Ab 1.12. gibt es die Überraschungseckchen, ein Adventskalender bei dem es hinter jedem Türchen etwas zu gewinnen gibt. Viele tolle Shops beteiligen sich, wie Stoff&Stil, Eulenschnitt oder Nu3.

Bildschirmfoto 2015-11-30 um 20.37.48
Auch Back to the Wheel! ist dabei, doch hinter welchen Türchen und welches Kit es sein wird, das bleibt eine Überraschung. Wer es gewinnt bekommt das Knit Kit frisch gesponnen von mir geschickt. 🙂

Ich freu mich sehr, dass ich mit dabei sein darf. Vielen lieben Dank an Sara, Janine und Consti!

Folgt Dreieckchen über Facebook, Pinterest und Instagram und bleibt up to date.

Und euch viel Spaß beim Türchen öffnen. Ich freue mich aufs Versenden einer kleinen Überraschung!

 

DIY – Haarschleife für den Dutt

DIY – Klappe die Zweite.

Emmagarnundstirnband KopieInzwischen ist auch die zweite Strickanleitung für Dawanda auf dem DIY-Portal online. Sie wird, wie das Stirnband, aus einem dicken, weichen und superkuscheligen Garn aus reinem Merino gestrickt, das zweifarbig gesponnen wird und verstrickt einen Marmoreffekt erzeugt.

Hier ist sie nun auch für euch – die Haarschleife mit Haargummi. Sie ist ein wenig kniffeliger als das Stirnband, aber auch flotter fertig. Das passende Garn in 4 Farben gibt es hier.

Zeitaufwand: unter 1 Stunde

Schwierigkeit: fortgeschritten

Du brauchst:

  • 1 Strang Chunky Emma
  • 1 Haargummi, Haarklammer oder Haarnadel
  • 1 8er Nadelspiel
  • evtl. Häkelnadel
  • Garnrest ca. 20 cm
  • Schere
  • Stopfnadel

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Und los geht´s:

Schritt 1:

Wickele aus dem Strang Garn ein Knäuel. Häkele aus dem Garnrest eine Luftmaschenkette mit 9 Maschen und ziehe das Fadenende durch die letzte Masche fest.

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Schritt 2:

Knote das Strickgarn an das Ende der Luftmaschenkette. Auf der Rückseite der Kette findest du 8 Maschenschenkel durch die du 8 Maschen aufnehmen kannst (offener Anschlag).

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Schritt 3:

Wende das Strickstück und stricke die erste Rückreihe mit linken Maschen. Achtung, die Randmaschen (erste und letzte Masche) strickst du verschränkt, d.h. du stichst nicht wie üblich hinter den vorderen Maschenschenkel ein, sondern du stichst hinter den hinteren Maschenschenkel ein. So verdreht sich die gestrickte Masche und es bildet sich später der Knötchenrand.

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Schritt 4:

Jetzt wendest du das Strickstück und strickst eine Hinreihe rechts. Auch hier strickst du beide Randmaschen verschränkt ab.

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Wiederhole Schritt 3 (Rückreihe) und Schritt 4 (Hinreihe) bis du 16 Reihen gestrickt hast. Ende mit der Rückreihe.

Schritt 5:

Fädele von rechts nach links die Maschen des offenen Anschlags auf eine weitere Stricknadel. Dazu strichst du von oben nach unten in die Maschen und schiebst sie auf die Nadel.

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Schritt 6:

Jetzt kannst du die Luftmaschenkette einfach lösen.

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Schritt 7:

Klappe die beiden Nadeln zusammen. Die Vorderseite des Strickstücks befindet sich aussen. Du hast nun auf jeder Nadel 8 Maschen, wobei sich die erste Randmasche der hinteren Nadel aus dem Fadenanfang, der über der Stricknadel liegt, ergibt. Stricke eine rechte Reihe indem du stets eine Masche der vorderen Nadel mit einer Masche der hinteren Nadel zusammen strickst. Auch jetzt werden die Randmaschen verschränkt gestrickt. So fixiert sich auch die Randmasche der hinteren Nadel.

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Schritt 8:

Die erste Schleifenseite ist geschlossen und du hast wieder eine Nadel mit 8 Maschen. Diese Maschen verteilst du auf 3 Nadeln: 2 Maschen auf die erste Nadel, 4 Maschen auf die mittlere Nadel und 2 Maschen auf die dritte Nadel.

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Schritt 9:

Jetzt wird es etwas kniffelig: der Haargummi wird eingestrickt. Als erstes legst du den Gummi über die rechte Nadel, der Strickfaden bleibt hinten. Als nächstes fädelst du die linke Nadel durch den Gummi, sodass sie hinter dem Gummi liegt. Du hast damit die rechte mit der linken Nadel vertauscht (gezopft). Zuletzt ziehst du den Haargummi von der Rückseite aus nach hinten. Der Strickfaden befindet sich rechts vom Gummi.

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Schritt 10:

Stricke die erste und die dritte Nadel rechts ab, damit hast alle 4 Maschen auf einer Nadel. Die mittlere Nadel kannst du einfach ignorieren.

Wende dein Strickstück und stricke die eben ignorierte Nadel links ab. Hier strickst du ausnahmsweise keine verschränkten Randmaschen, sondern du strickst alle 4 Maschen gleich.

So hast keine 2 Reihen gestrickt, sondern eine Runde. Wende dein Strickstück erneut und du bis wieder am Ausgangspunkt angekommen.

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Schritt 11:

Teile die Maschen der hinteren Nadel werden wieder auf 2 Nadeln auf, 2 Maschen pro Nadel. Klappe die vordere Nadel nach hinten zwischen die beiden hinteren Nadeln und stricke alle drei Nadeln nach der Reihe rechts ab. Die Randmaschen strickst du wieder verschränkt. Alle Maschen befinden sich auf einer Nadel.

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Schritt 12:

Jetzt kommt die zweite Schleifenseite an die Reihe. Dazu musst du erst einige Maschen aus dem Querfaden aufnehmen. Dazu wendest du dein Strickstück und strickst eine Randmasche. Während du die linke Rückreihe stickst nimmst du zwischen jeder linken Masche eine weitere Masche auf. So kommen 7 weitere Maschen dazu und zuletzt strickst du wieder eine verschränkte Randmasche. Und so nimmst du die Maschen auf: Nimm den Querfaden von hinten nach vorne auf die linke Nadel, lege den Strickfaden vor den Querfaden und stricke den Querfaden links ab.

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Schritt 13:

Die 15 Maschen verteilst du auf 2 Nadeln. Die Neuzugänge sortierst du auf die zweite und hintere Nadel. Auf der vorderen Nadel befinden sich 8 Maschen und auf der hinteren Nadel 7 Maschen. Diesmal ignorierst du die hintere Nadel, die Maschen werden stillgelegt. Stricke die vordere Nadel wie gewohnt rechts (Hinreihe) und links (Rückreihe) ab. Stricke so 12 Reihen. Du endest mit einer Rückreihe.

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Schritt 14:

Lege dein Strickstück mit der linken Seite nach oben vor dich hin und schneide den Faden ab. Er sollte 3 – 4 mal so lang sein, wie die Breite der Schleife. Fädele den Faden auf eine Stopfnadel und verzwirbele das Fadenende in Drallrichtung. Das luftige Garn wird so kompakter und unempfindlicher gegen Reibung.

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Schritt 15:

Klappe die Nadel mit den 8 Maschen nach hinten zu der Nadel mit den stillgelegten Maschen.

Mit dem Maschenstich kannst du beide Enden miteinander verbinden. Beginne indem du den Faden durch die zuletzt gestrickte Masche von hinten nach vorne ziehst. Wechsele zur hinteren Nadel und steche in die erste Masche von oben ein und in die zweite von unten. Hebe die erste Masche von der Nadel und ziehe den Faden durch. Die zweite Masche bleibt auf der Nadel. Wechsele wieder zur vorderen Nadel. Steche von die erste Masche von oben ein, hebe sie von der Nadel und steche in die zweite Masche von hinten nach vorne ein. Ziehe den Faden durch. Wechsele wieder zur hinteren Nadel und steche wieder von oben in die Masche, die zuvor noch auf der Nadel verblieb. Hebe die Masche ab und steche von unten in die folgende Masche. Auf diese Weise verbindest du alle Maschen miteinander.

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Schritt 16:

Nun musst du nur noch die Fadenenden vernähen. Du ziehst sie auf der linken Seite schräg durch die linken Maschen. Sie sind auf der Vorderseite nicht nicht mehr zu sehen.

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Tipp: Statt dem Haargummi kannst du auch Haarnadeln oder eine flache Haarklammer an der Schleife befestigen. Du kannst die Schleife auch mit einer Broschennadel oder einem Band als Fliege tragen.

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Und fertig! 🙂

So, ich bin gespannt, was ihr draus macht. Haut rein und schreibt mir eure Gedanken in die Kommentare. Ich freu mich!

EMMA Haarschleife
EMMA Haarschleife

DIY-Anleitung für das Stirnband EMMA

Heute habe ich eine DIY-Anleitung für ein Stirnband, die es in Kürze auf dem Dawanda DIY-Portal geben wird.

Das Stirnband EMMA ist ein superbreites und richtig warmes Stirnband, dass den ganzen Kopf warmhalten soll und trotzdem den Dutt nicht ruiniert. Es wird aus einem dicken Merino-Singlegarn gestrickt, dass es in passender Lauflänge im Dawanda-Shop gibt.

Die Anleitung ist super easy und richtet sich an Anfänger oder absolute Erststricker.

Zeitaufwand: unter 2 Stunden.

Du brauchst dazu folgende Materialien:Material

  • Garn Emma
  • 8er- Rundsticknadel
  • Häkelnadel
  • Schere
  • große Stopfnadel
  • Garnrest von ca. 30 cm
  • evtl. ein Maßband

Und so geht´s:

Schritt 1: Wickele aus dem Strang Garn ein Knäuel. Häkele aus dem Garnrest eine Luftmaschenkette von 17 Maschen und ziehe das Fadenende durch die 17. Masche fest.

Luftmaschenkette

Schritt 2: Knote das Strickgarn an das Ende der Luftmaschenkette. Auf der Rückseite der Kette findest du 16 Maschenschenkel durch die du 16 Maschen aufnehmen kannst (offener Anschlag).

anschlag

Schritt 3: Wende das Strickstück und stricke die erste Rückreihe mit linken Maschen. Achtung, die Randmaschen (erste und letzte Masche) strickst du verschränkt, dh. du stichst nicht wie üblich hinter den vorderen Maschenschenkel ein, sondern du stichst hinter den hinteren Maschenschenkel ein. So verdreht sich die gestrickte Masche und bildet später den Knötchenrand. Alle weiteren Maschen strickst du ganz normal.

linkemaschen

Schritt 4: Jetzt wendest du das Strickstück und strickst eine Hinreihe rechts. Auch hier strickst du beide Randmaschen verschränkt ab.

rechte maschen

Wiederholung: Schritt 3 (Rückreihe) und 4 (Hinreihe) wiederholst du nun bis dein Stirnband die passende Länge hat. Ende mit einer Rückreihe. Auf der Vorderseite erscheint dein Muster glatt rechts und auf der Rückseite glatt links, der Rand bildet kleine Knötchen aus.

Knötchenrand

Schritt 5: Messe deinen Kopfumfang und ziehe davon 2 cm ab. Nun messe die Länge deines Strickstückes während du es etwas auf Zug hälst. Die Maße werden sich grob zwischen 46 und 50 cm bewegen. In Reihen werden das etwa 56 Reihen (+/- 2) sein inkl. dem Maschenanschlag.

Maßband

Schritt 6: Nun werden beide Enden deines Stirnbandes zusammen gestrickt. Dazu wird der Maschenstich benutzt, der einen nahtlosen Übergang erzeugt. Lege beide Enden mit der rechten Seite nach vorne hintereinander. Mit der freien Nadel fädelst du die ersten Maschen von der linken Seite beginnend auf, indem du in jede Masche von oben nach unten einstichst und auf die Nadel schiebst. Beide Nadelspitzen zeigen nach rechts.

fädeln

Schritt 7: Jetzt kannst du die Luftmaschenkette einfach aufziehen.

aufziehen ret

Schritt 8: Kappe nun deinen Faden auf etwa die 3-4 fache Länge von der Breite des Stirnbandes und fädele den Faden auf eine Stopfnadel. Den Faden, der sehr luftig ist, solltest du bevor es losgeht noch ordentlich in Drallrichtung drehen. Dadurch wird er fester und etwas unempfindlicher gegen Reibung. Führe den Maschenstich behutsam aus.

Fadenschneiden

Schritt 9: Beginne den Maschenstich indem du die zuletzt gestrickten Masche von hinten nach vorne einstichst und den Faden durch ziehst. Die Masche bleibt auf der Nadel liegen. Das gleiche machst du mit der gegenüberliegenden ersten  Masche der hinteren Nadel.

MAschenstich1

Schritt 10: Nun wechselt du zur vorderen Stricknadel und stichst von oben nach unten in die Masche ein, aus der bereits ein Faden heraus kommt, hebe sie von der Stricknadel und steche von unten nach oben auf die links folgende Masche und ziehe den Faden durch. Die zweite Masche bleibt wieder auf der Stricknadel. Wechsele wieder zur hinteren Stricknadel und wiederhole den Schritt. Auf diese Weise vernähst du alle Maschen von den Stricknadeln.

Maschenstich23

Schritt 11: Nach dem Vernähen schneidest du den restlichen Faden ab. Du hast nun auf beiden Seiten des Stirnbandes ein Faden enden. Überprüfe, ob es nötig ist die Fadenenden noch ein letztes Mal durch einen der Maschenschenkel nach hinten auf die Rückseite des Stirnbandes zu ziehen. Danach vernähst du die Enden auf der Rückseite, indem du sie schräg durch die linken Maschen ziehst. So ist von der Vorderseite nichts zu sehen.

Vernähen

Schritt 12: Zuletzt wird das Stirnband in der Mitte gerafft. Dazu wendest du das Stirnband wieder auf die Vorderseite und legst es an einer beliebigen Stelle in 3 Falten. Nimm einen Rest des Strickgarnes und fädele es auf die Nähnadel und steche von der Seite quer durch die 3 Falten und von der anderen Seite wieder zurück. Achte darauf, dass sich der zweite Einstich und der zweite Austritt der Nadel nur knapp neben dem Einstich bzw. Austritt befindet, so wird das Zusammennähen unsichtbar bleiben. Ziehe den Faden sanft an und mache einen halben Knoten. Fädele mit der Häkelnadel die beiden einen durch die erste Lage der Raffung auf die Rückseite, verknote ihn dort fest und vernähe ihn.

raffung

Et voilá, dein Stirnband ist fertig. Hast du Fragen oder bist du der Meinung, man sollte das ein oder andere anders machen, dann schreibe doch einfach einen Kommentar dazu 🙂

fertig

DIY Weihnachtsbaum

Zeit an Weihnachten zu denken, oder?

Deshalb gibts heute mal ein DIY für Weihnachtsdeko: ein super einfach zu häkelnder Weihnachtsbaum.

Als Spinner hat man natürlich den Vorteil, dass man nicht lange nach der passenden Wolle suchen muss 🙂 Also einfach drum carder, Kämme oder blending board auspacken und los geht´s! Ein Tannenbaum hat natürliche viele Schattierungen an Grüntönen. Oder soll es eine Blautanne mit vielen Blau- und Grautönen werden? Auch Frost-Weiß, Holz-Braun oder Kerzenlicht-Glitzer kann einfach eingemischt werden.

So entstanden die ersten Rolags mit unterschiedlichen Tannenbaum-Mischungen.

rol5

Für meine Prototyp verspannte ich erstmal die schlichte Grün-Mischung (hinten links) zu einem 3-Ply.

Und nun geht es an die Nadel. Es ist unsinnig hier eine Nadelempfehlung zu geben, denn jeder spinnt sein Garn unterschiedlich. Es kann ja auch einfach ein Garn gekauft werden und je nach Größe des Baumes, kann es auch viel stärker sein, als meines. Wichtig ist aber, eine Nadelstärke kleiner zu nehmen, als man üblicherweise nehmen würde. So wird das Häkelmuster kompakter und der Tannenbaum kann stabil von alleine stehen und braucht kein Futter. In meinem Fall war es eine 4er Nadel für etwa 12 wpi. Auch 3-ply funktioniert besser etwas als ein 2-ply.

Der Baum wird in einer Spirale gehäkelt. Das kann von unten oder von oben beginnen. Mir fiel es von oben leichter, da ich noch nicht wusste, wie groß ich den Baum werden lassen wollte.

tanne4Das Häkelmuster ist das Popcorn-Muster: eine Runde feste Maschen, *1 feste Masche, 3 Stäbchen in eine  Masche, Nadel aus der Masche ziehen und in der erste Stäbchen stechen, Masche wieder auffangen und einen Umschlag durch beide Maschen ziehen (ich setzte hier noch gerne eine Luftmasche oben drauf)*, von * bis * wiederholen, bis die Runden zu Ende ist. Nun folgt wieder eine Runde feste Maschen… usw.

Um den Baum nun an der Spitze zu beginnen wird eine Spirale von festen Maschen (f Ma) gehäkelt. Dazu 3 f Ma in eine Luftmasche häkeln und diese nun in Runden wiederholen, dabei nach jeder 2. f Ma eine Zunahme machen. Auf diese Weise etwa 4-5 Runden spiralförmig Häkeln. Je nach Länge der Spitze, kann das variiert werden. Ich stach dabei außerdem immer in den inneren Maschenschenkel ein, um an der Spitze auch diese Spirale sehen zu können. Das kann auch einfach weggelassen werden.

Ist die Spitze groß genug, kann das Popcorn-Muster begonnen werden. Damit der Baum immer weiter in die Breite wächst, sind wieder Zunahmen nötig. Diese habe ich ausschließlich in den Runden mit den festen Maschen gehäkelt. Es ist wichtig, diese Zunahmen regelmäßig über eine Runde zu verteilen, sonst wächst der Baum schief. Je spitzer der Baum werden soll, desto weniger Zunahmen müssen pro Runde gearbeitet werden. Je kompakter der Baum werden soll, desto mehr Zunahmen werden benötigt. In meinem Fall waren es an vier Stellen je 1, manchmal auch 2 Zunahmen. Zwei Zunahmen bedeutet ein Popcorn (1 Rapport) mehr. Wer sehr viel Wert auf Symmetrie legt, sollte sich zuvor eine Skizze machen. Es ist aber auf Grund der Zunahmen schwer möglich stets die Noppen zu einander versetzt zu häkeln. Ich persönlich ziehe es vor, Muster nach Gefühl und Verlauf zu häkeln, da ja auch ein Tannenbaum, nicht perfekt symmetrisch wächst.

Ist der Baum nun groß genug geworden, wird er durch 2 (oder bei größeren Baumen mehr) Runden aus festen Maschen abgeschlossen. Hier erfolgen nun keine Zunahmen mehr. So steht die letzte Noppenreihe noch etwas besser hervor. Auf dieser Kante kann nun der Baum ohne Probleme stehen und fällt werden um, noch in sich zusammen.

Viel Spaß beim Häkeln!!! 🙂

DIY Häkel – Hocker

Foto 1-5Letztens, in der Werkstatt, ist meine Jeans drauf gegangen und auf dem Sperrmüll fand ich einen alten Retro-Hocker, an dem das Sitzkissen fehlte. Bei Retro-Möbeln komm ich einfach nicht vorbei…. Also war mal wieder up-cyceln angesagt. 1. Jeans längs dem Bein in lange, schmale Streifen (ca. 0,5-1cm breit) reißen. 2. Mit einer 15er Häkelnadel und festen Maschen in Runden die Sitzfläche häkeln. Die Zunahmen fingen nach jeder 2. M an und mit der Zeit ließ ich sie weniger werden. In den letzten Runden habe ich keine Maschen mehr zugenommen. Wie beim Teppich war das mit den Zunahmen eine Gefühlssache, um eine plane Fläche zu bekommen. Foto 2-53. Die Jeans reichte genau für die Sitzfläche. Der Verbrauch ist erstaunlich hoch… Es war aber auch ganz passend, denn als es zur Rundung kam, wechselte ich zu einem Stretchstoff. So konnte ich etwas fester häkeln und der Überzug sitzt super fix am Hocker. Um die Rundung zu häkeln, einfach etwa 2-3 Runden keine Zunahmen mehr nehmen. Dabei entsteht ein Rand, der gerade nach oben wächst. 4. Nun kommen wieder die Abnahmen dran: Jede 3. Masche überspringen und so etwa 3-4 Runden häkeln. Der Rand wird wieder enger und sitzt später an der Unterseite. Allerdings sollte man nicht zuviel Runden häkeln, denn sonst ist die Öffnung zu eng, um sie noch über die Sitzfläche zu ziehen. Der Stretch ist hier super praktisch. Foto 3-4Bei Ikea gibt es runde Sitzkissen mit Rutschnoppen an der Unterseite. Zufällig passte die Größe genau. Sie sind nicht superweich, aber es lässt sich recht gut drauf sitzen…:-)

Used-Look-Loop

Heute sollte eine DIY-Anleitung für die Verlosung vom Blog „Kleine Kleinigkeiten“ auf WordPress entstehen.

Foto 3-4Nur blöd, dass mein Mann die Bilder, die während dem Nähen entstanden sind, mit einem Software-update vom Ipad gelöscht hat! Ich hoffe ihr könnt euch das Ganze trotzdem vorstellen…

Vor einigen Tagen bin ich an einem Schaufenster vorbei gelaufen und dort wurde ein Loop mit Klecks-Optik für einen ziemlich überzogenen Preis verkauft. Ein Look, der ja bei jeder Umzugsaktion mit Streichen entsteht. Aber wenn ich grad nicht eine olle Jeans herum liegen habe, sollte es doch trotzdem kein großer Act sein, oder? Also hab ich es mal ausprobiert.

Und das ist der Versuch: Es sollte ein Loop mit Used-Look-Optik werden, aus vorhanden und recycelten Materialen bestehen, Garn beinhalten (schließlich ist das hier ja ne Handspinnere 😉 ) und er sollte schnell gehen.

Zutaten:

  • Stoff aus der Nähkiste
  • Textil- oder Acrylfarbe
  • Zierbordüre
  • Garn aus der Garnkiste
  • und das übliche zum Nähen: Faden, Nadeln, Nähseide, Schere und Nähmaschine
  1. Foto 3-3Ziel war es, den Stoff mit der Textilfarbe so zu beklecksen, dass es aussieht als sei der Stoff eine Weile in einem Malerateilier herum gelegen. Das ist gar nicht so einfach. Zufall ist eben einfach Zufall. Also möglichst zufällig mit der Farbe auf den Stoff klecksen. Das geht am besten wenn sich etwas Farbe an der Tülle anstaut und man dann die Tube mit ordentlich Schwung über den Stoff schlägt und sie dann kurz davor mit der anderen Hand abrupt abbremst. Das schleudert die Farbe recht zuverlässig zufällig auf den Stoff und zieht so kleine Fäden. Dann habe ich an manchen Stellen mit der Farbe ein paar Stempel auf gedruckt. Auch das geht recht gut, funktioniert aber logischerweise mit glatten Stoff viel besser:-). Um ehrlich zu sein, könnt ihr auch Acrylfarbe nehmen, denn die bekommt ihr beim Faschen definitiv nicht mehr raus. Sie ist allerdings nur bedingt flexibel.
  2. Nach dem Trocknen habe ich den Stoff mit der Bordüre benäht. Dabei solltet ihr auf passen, in welche Richtung der Stoff sich dehnt, sollte er dehnbar sein. Ich habe die Bordüren in der nicht dehnbaren Richtung aufgenäht.
  3. JeansAnschließend habe ich ein Strickstück gestrickt und ebenfalls angenäht. Das Garn ist handgesponnen und besteht aus BLF-Faser, gebleichtes Leinen, ein rosa Konengarn und einer aufgelösten und recycelten Jeans. Mehr dazu im Beitrag „Jeans, jeans, jeans“.
  4. Foto 1-4Das Strickstück habe ich Patentmuster gestrickt, damit es von beiden Richtungen gleich aussieht. Dabei habe ich den Stoff in der Länge einmal gedreht. Die Bordüren habe ich dazu genutzt die Naht zum Strickstück zu verbergen. Die Kanten des grünen Stickstoffes habe ich nicht vernäht, denn erstens ist er superflexibel und schwierig zu fassen, und zweitens franzt er nicht sonderlich aus und ich habe mir die Arbeit gespart.
  5. Et voilá: ein Recycling Used-Look-Loop 🙂

Foto 1-3