Paula M trifft auf Handgesponnenes, Teil 1

1380748563-482Paula M – Ein Stricklabel aus Coburg, das handgestrickte Stirnbänder, Mützen, Stulpen und andere Accessoires herstellt. Susannes Produkte sind seit 2011 über Dawanda zu bekommen und seit Sommer 2017 können endlich einige ihrer Designs auch nach gestrickt werden. Ihr Buch „Stirnbänder stricken“ ist vor einigen Monaten beim Fischer Verlag auf den Markt gekommen und ich möchte es euch nun vorstellen.

Gleich zu Anfang: Ich bin befangen! Wer mich schon eine Weile kennt, weiß, dass Susanne und ich in der gleichen Stadt wohnen und befreundet sind. Klar, stricksüchtig trifft auf spinnsüchtig, 2 Nerds in einer kleinen Stadt, da war unsere Freundschaft vorprogrammiert.

Dennoch schätze ich Susanne nicht nur als Freundin, sondern auch als Kollegin. Sie ist eine Perfektionistin und sie ist besessen von ihrer Arbeit, genau wie ich auch. Und so hatten wir schon stundenlange Gespräche über die beste Wolle, das ideale Maschenbild, den richtigen Drall und Bounce für Mütze xy. Und genau deshalb weiß ich, wie ihre Designs entstehen, warum sie welche Wolle für welches Muster wählt und ich weiß mit wieviel Liebe und Perfektion sie ihre Bestellungen herstellt. Da muss man schon als Freundin mit Antworten leben, wie: „… sorry, ich konnte nicht ans Telefon gehen, weil ich das Stirnband nicht weglegen wollte. Das könnte man im Maschenbild sehen…“ Etwas irre, aber perfekt.

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Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich eines ihrer Buchexemplare bekommen habe und ich begann ihre Stirnbänder zu stricken. Aber mit meinem eigenen Garn. Und davon möchte ich euch berichten: Stricken mit handgesponnenen Garn.

Dieser Blogbeitrag ist nur ein erster Teil meines Berichtes. Dieses kleine Strick-Projekt, das abends hier und da bei mir mitläuft, dauert etwas länger. Ich habe im Moment sehr wenig Freizeit und ich werde sicher noch bis ins Frühjahr daran weiter stricken. Aber ich möchte euch jetzt schon etwas zeigen, denn jetzt ist Winter und jetzt steht Weihnachten vor der Tür.

Ich habe einige Garne bei mir in der Werkstatt liegen gehabt und dazu passende Projekte nach der ungefähr passenden Nadelstärke heraus gesucht.

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Da wäre einmal mein Garn GRETA. Das ist ein Serien-Garn für mein Stirnband GRETA aus meinem Shop. Es ist ein melierter N-Ply aus Merino mit Maulbeerseide als Halbkammgarn gesponnen.

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Dann hätte ich da ein Einzelstück. Ebenfalls wie GRETA ein melierter N-ply aus Merino mit schwarzen Bambus und Ramie gemischt.

 

IMG_6075Und ich hatte noch ein Reststrang eines wundervollen handgesponnen Garnes, das nicht von mir stammt, sondern, welches ich von einer anderen Spinnerin für ein Strickprojekt abgekauft hatte: Ein ebenfalls melierters Garn, 2-ply aus Corriedale und Alpaka in Halbkammgarnqualität.

Für diese 3 Garne habe ich mir diese Muster heraus gesucht:

ELISA – Das Flechtband

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 14.50.56Nadelstärke: 7,0mm

Lauflänge: 120m

Maschenprobe: 16 M x 20 R = 10 x 10 cm

Hier passte meine Garnstärke nicht ganz. Die Nadelstärke gefällt mir sehr gut für mein Garn, jedoch entwickelte es sich in der Musterprobe als breiter. Eigentlich wäre das bei dem Stirnband total egal, denn es sieht auch breiter echt super cosy aus. Aber ich hatte nur eine begrenzte Lauflänge. Ich bin das Risiko eingangen und habe dann dann Muster weniger Maschen gestrickt (6 Maschen pro Flechtband). Das Ergebnis finde ich immer noch super schön, aber – Oh nein! – das Garn reichte dann nicht. Deshalb ruht das Band jetzt bis zum nächsten Bier mit Susanne, in der Hoffnung, sie kann mir einen schönen Übergang zaubern.

Fazit: Das Muster an sich ist toll! Wirklich. Es ist total einfach zu stricken und dennoch nicht langweilig. Und der Zopf sieht schön geflochten aus ohne breite Löcher zwischen der Verzopfung zu haben. Mit handgesponnen Garn ist es ebenso unkompliziert (wenn man genug Lauflänge hat, haha). Auch wenn das Garn etwas dicker ist oder man die Nadelstärke nach oben anpassen muss, ist das alles klein Problem. Ich würde die Nadelstärke aber nicht nach unten verändern, denn dann verliert der Zopf seine optimale Breite und sein schönes Volumen, es sei denn ihr fügt wieder Maschen pro Zopf dazu. Hier solltet ihr stets in 2er Schritten pro Zopf erhöhen, sonst funktioniert das Muster nicht!

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SVEJA wurde zu GRETA

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Ich wollte zunächst das Sitrnband Sveja stricken, aber bei der Maschenprobe merkte ich dass das Garn zu dick für die Nadelstärke ist und da ich das Muster nicht anpassen wollte (es ist ein wenig aufweniger) entschied ich mich für das Muster GRETA. Aber genau so läuft es eben mit handgesponnen Garn, es hat meistens genug Eigenwillen, dass nicht nur das Strickmuster den Ton angeben kann.

Nadelstärke: 5,5mm

Lauflänge: 105m

Mascheprobe: 13 M x 19 R = 10 X 10cm

Während den Stricken bemerkte ich, dass mein Garn etwas zu dünn für das Muster ist. Aber dieses Muster ist so einfach, dass es kein Problem ist: Ich habe einfach eine Rippe hinzu gefügt. Bei der einmaligen Verzopfung in der Mitte habe ich dann einfach 3 statt 2 Rippen verzopft.

Fazit: Perfektes Muster für Einsteiger. Es ist richtig einfach zu stricken. Es lässt sich auf für handgesponnenes Garn simpel anpassen. Eine größere Nadelstärke ist überhaupt kein Problem und die kleiner Nadelstärke ist mit meiner Anpassung auch total einfach, sofern euch die zusätzliche Rippe gefällt.

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Stirnband Mila

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Dieses Stirnband ist auch wieder so einfach, dass jeder Einsteiger es lernen kann. Man strickt bis zum Ende einfach nur das Perlmuster und der Kniff am Ende ist der Knoten, der beide Enden zusammen bringt.

Nadelstärke: 5,0 mm

Lauflänge: 225m

Maschenprobe: 17 M x 27 R = 10 x 10cm

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.11.30Ich habe das Muster zunächst genaus so gestrickt, wie von Susanne angegeben. Es war die gleiche Nadelstärke, wie zuvor mein Strickprojekt, für das ich diese Wolle gekauft hatte und dort wie hier habe ich 2-fädrig gestrickt. Das Stirnband ist dadurch einen kleinen Tick breiter geworden, wie die von Susanne angegeben Maße des fertigen Stirnbandes. Ich empfinde es nicht als Problem, denn ich persönlich mag breite Stirnbänder, wo der Dutt oben rausschaut und der restliche Kopf schön warm gehalten werden kann sehr gerne. Das Stirnband ist bei Susanne als Geburtstagsgeschenk gelandet und sie hat es zusammen mit ihren Milas fotografiert. Der Größenunterschied ist kaum zu sehen.

Ich habe Mila dann nochmal für ein Teenager-Mädel gestrickt. Hier habe ich 4 Maschen weniger aufgenommen und das Band etwas kürzer gestrickt und das hat auch wunderbar geklappt.

Fazit: Das Stirnband ist ein Allrounder. Es kann mit fast jeder Wolle gestrickt werden, denn Ab- und Zunahmen sind total leicht umzusetzen. Nur beim Knoten muss man dann eben mal die Maschen zählen und neu aufteilen, aber das sollte jeder hinbekommen.

Dann hatte ich noch etwas von dem letzten Garn übrig und ich habe es wieder doppelfädrig zu einem anderen Stirnband verstrickt.

OLA – Doppellagig und super warm

Nadelstärke: 5,0mm

Lauflänge: 180m

Maschenprobe: 18 M x 24 R = 10 x10 cm

Dieses Stirnband ist einer meiner Lieblinge, denn es ist sehr schlicht. Ich mag besonders den Umschlag im Band, denn es macht eine schöne Gesichtsrahmung, wenn man es trägt. Aber, es ist etwas langweilig zu stricken. Das ist immer der Haken bei schlichten Designs. Das Stirnband wird in der Runde glatt rechts gestrickt. Ich habe diesmal nichts für mein Garn justiert. Aber ich bin mir sicher, dass es absolut kein Problem wäre, sowohl die Maschenanzahl, also auch die Nadelstärke zu verändern. Das Coole an diesem Stirnband ist: Es liegt doppelagig am Kopf und ist sehr warm. Hier pfeift kein Wind durch die Maschen!

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So, das waren meine Stirnbänder bis jetzt. Ich sagte ja, dass ein 2. Teil folgen wird. Hier plane ich dieses Stirnband.

Kaisa – Perfekt für ein Verlaufgarn

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52Hierfür habe ich ein Garn, welches ich aus einen handgefärbten Kammzug gespindelt hatte und n-ply verzwirnte. Wie immer, war die Lauflänge zu kurz und deshalb habe ich einen anderen Kammzug gefunden, der farblich passt, aber noch verspindelt werden muss. Auch dieser wird navajo verzwirnt werden, denn ich möchte einen vollfarbigen Farbverlauf haben, von dem meiner Meinung nach das Muster lebt.

 

 

Lotta – die Mütze

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.32.02Und zu guter letzt habe ich hier noch ein anderes hangesponnenes Garn aus einem handgefärbten Kammzug mit Nylon. Aus diesem Garn wird LOTTA gestrickt werden, eine Mütze, die zwar nicht in Susannes Stirnband-Buch zu finden ist – es ist ja auch eine Mütze 😉 – aber ihr könnt die Anleitung in ihrem Shop als PDF-Anleitung kaufen. Besonders schön ist, dass es dazu auch die passenden Handstulpen gibt. 🙂

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Die Fakten

„Stirnbänder Stricken“ von Susanne Müller ist in jedem Buchhandel erhältlich oder auch über ihren Dawanda-Shop.

Susannes Strickstücke sind über ihren Dawanda-Shop erhältlich. Dort gibt es auch PDF-Anleitungen von Produkten, die nicht im Buch enthalten sind.

Susanne hat außerdem einen Insta-Account, der echt pure Inspiration ist und wo ihr auch Kontakt zu ihr aufnehmen könnt.

Und wer nun noch ein schnelles Weihnachtsgeschenk braucht, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herzen legen. Entweder zum Verschenken oder auch um kleine Geschenke zu stricken, die wirklich in 1-2 Stunden am Abend umzusetzen sind.

Ich wünsche euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit. Da ich mich wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr melden werde, wünsche ich euch auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo ich mich dann aus der neuen Location der Werkstatt wieder melden werde.

Alles Liebe!

 

 

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Das Fotoshooting ist vorbei!

Dieses Jahr war einfach irre. Normalerweise habe ich in der Werkstatt einen Jahresrhythmus, doch der ging dieses Jahr völlig in die Hose. Wenn ich sonst im späten Frühjahr neue Garne herstelle und mit ihnen neue Muster für die KNIT KITs teste, hatte ich dieses Mal einen viel höheren Wolldurchlauf im Färbetopf. Für die Spinner sind dann einige neue Produkte, wie handgefärbte Seide und die Wundertüten dazu gekommen.

Bei den KNIT KITS wird es aber nur ein neues Garn geben – dafür in vielen neuen Farben. Alle KNIT KITS haben eine neue Farbkarte bekommen und das KNIT KIT HANNAH hat eine neue Anleitung für einen mehrfarbigen SNOOD bekommen.

Neu dazu gekommen ist PINA: Ein extra langer CHUNKY-Schal mit Farbverlauf. Und auch der ZEBRA-Schal ist um ein Knäuel länger geworden.

Und zu guter Letzt ist PETE auch als PETE DE LUXE zu bekommen. Eine Variante der Bommelmütze mit dezentem Glitzer.

Doch besonders habe ich mich dieses Jahr über mein Model Sarah gefreut. Eigentlich sollte sich schon letztes Jahr das Gesicht für meinen Dawanda-Shop werden, doch das Leben hatte andere Pläne. Um so mehr freue ich mich, dass sie jetzt mein Gesicht ist.

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Das Shooting war wieder mal eine ganz schöne Aktion. Im Laufe des Jahres wurde die Werkstatt voller – natürlich mit Unmengen an Wolle – und wir mussten alles erstmal heraus räumen. Dann hatten wir einen Tag lang Spaß und natürlich gab es auch die ein oder andere Hürde und Wartepausen für Sarah.

Nach ausreichend fränkischen Schnaps, einer toten Maus zwischen 4 stolzen Katzenbabies, mit Bier und Pizza ruhig gestellten Männer hinter den Kulissen und einen schweißgebadeten Fotografen, waren alle Teile im Kasten.

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Dieses Jahr neu sind auch die Einzelgarn. Einige Garne aus den KNIT KITS habe ich ausgegliedert und sie sind auch als Einzelknäuel, also ohne Strickmuster, erhältlich.

Das D&D-Garn und das CHUNKY-Garn gibt es als 50g-Knäuel und kann in 33 Farben gesponnen werden. Das CHUNKY-Garn ist auch als Verlauf-Garn erhältlich, wobei der Verlauf ebenfalls selbst gestaltet werden kann.

Es wird noch ein paar Tage dauern bis alle Produkte online sind, aber dann kann der Winter kommen und das Spinnrad schnurren!

Liebe Grüße aus der Werkstatt 🙂

Teeswaterlocken

Aus meiner Lockenkiste habe ich heute noch einen Schwung handgefärbter Teeswarterlocken gezogen.

Foto 3-7Diese Locken waren neu für mich. Sie sind handgefärbt und haben wunderbar intensive Farben, die auch innerhalb einer Locke wechseln. Das gefällt mir besonders gut. Es war zu sehen, dass diese Locken in der Gruppe gefärbt wurden und jede Farbe dort landete wo wie eben landete. Mir gefällt diese Variante von gefärbten Locken sehr gut.

Ein kleines Problem war auch hier, dass sich durch das Färben (so nehme ich an) die Fasern recht stark verhakt haben. Die Locken waren immer noch glatt und geschmeidig, aber sie mussten von einander gelöst werden und mit der Flickkarde gelockert werden. Dadurch wurden die Locken sehr fluffig, aber auch die Lockenform verliert ihre Definition. Es war nicht ganz einfach, die richtige  Balance zu finden. Das Ausziehen war nicht möglich.

Foto 2-10So ergab es sich, dass es nicht möglich war ein einfaches unterdrehtes einfädriges Garn herzustellen, denn die Locken waren so geschmeidig, dass sie auseinander flutschten, wenn ich versuchte sie aneinander zu spinnen. Da das Ausziehen entfiel, war es nicht möglich diese einzelnen Locken mit einander zu verspinnen in dem ich die einzelnen Fasern zu einander verschiebe.

Foto 1-13Deshalb versuchte ich es mit Corespinning. Auch hier war es schwierig. Die glatten Fasern haften schwerer am Kern. Das führt schnell zu mehr Drall als dass ein Singlegarn bestehen bleiben kann. So kam es dann zum Verzwirnen mit einem dünnen Faden. Die Fasern öffnen sich dabei auf eine sehr schöne Art und die Lockenform tritt wieder stärker hervor. Wenn man geschickt zwirnt erwischt man den Abstand der sich durch die natürlichen Wellen ergibt und die Wellen treten besonders schön hervor. Allerdings muss vorher gut auf einen großen Faserwinkel beim Kernspinnen geachtet werden, denn der Kernfaden liegt nach den Zwirnen hier bei diesen Locken besonders schnell frei. Das ist mir bei diesem ersten Lockengarn auch passiert, trotzdem gefällt mir dieses Garn mit seiner Textur ziemlich gut, zumal der Kern farblich nicht besonders auffällt.

Das fertige Garn fühlt sich sehr seidig und weich an. Ich muss mich wieder sehr zurück halten noch ein Strickprojekt anzufangen:-)

Polwarth und Seide

Foto 1-12Vor einiger Zeit kaufte ich unterschiedliche Kammzüge auf der Wollmesse in Leipzig. Ich möchte möglichst viele unterschiedliche Anbieter ausprobieren, um zu lernen wo die Unterschiede liegen, welche Eigenschaften ich an einem Kammzug finden möchte und worauf ich beim Einkauf achten will. Das hier ist einer aus Polwarth mit Tussahseide.

Foto 3-6Ich hatte mir für diese Garn vorgenommen in einer kontrollierten Stärke zu spinnen und zwar mit nur so viel Drall wie nötig, sodass das Garn beim Zwirnen so gut wie möglich aufgeht und zu einem voluminösen elastischen und etwas dickerem Garn wird. Ich finde es gar nicht so einfach NICHT maximal dünn zu spinnen. Es gibt ja so eine individuelle Spinnstärke, ich denke die hat jeder, oder? Und genau die möchte ich dahin gegen los werden, als dass sich jede gewünschte Spinnstärke komfortabel anfühlt. Das heißt für mich dann immer, bei solch einer Übung, langsames voran kommen… 🙂

Der Kammzug war etwas schwierig. Die Fasern waren sehr kompakt verhakt. Ich würde nicht sagen angeflitzt, aber so eine leichte Vorstufe davon, die sich durch das predraften lösen lies. Ich kenne das selbst ganz gut, denn das war bei meinen gefärbten Kammzügen auch der Fall. Da ich nur sehr selten selbst gefärbt habe, kann ich nicht sagen, ob es wirklich am Färbeprozess liegt, vielleicht fanden die Temperaturschwankungen nicht langsam genug statt. Aber das ist nur Spekulation. Da ich im Sommer selbst Kammzüge färben möchte, werde ich darauf besonders achten. Es ist etwas schade, denn wenn ich den Kammzug zum Vorgarn ausziehe, so möchte ich, dass es kontrolliert passiert. Es ich nichts nerviger, als wenn das Vorgarn zu dünn wird und unterbrochen werden muss um es dann beim Spinnen zu doppeln. Die Einzelfäden werden dann einfach nicht so stabil und gehen beim Zwirnen nicht so schön auf, wie wenn das Vorgarn intakt war. Durch diese Verhakung konnte das Ausziehen nicht so kontrolliert stattfinden, es brauchte etwas mehr Kraft und löste sich gerne mal im einem kleinem Ruck und schon war das Vorgarn dünner oder unterbrochen. Außerdem möchte ich gerne die Wahl haben direkt aus dem Kammzug zu spinnen. Meiner Meinung nach hat das einen Einfluss auf den Farbwechseln und die Farbsättigung im Garn. Das war ein Punkt, den ich bei anderen handgefärbten Kammzügen auch schon und wesentlich schwächer beobachtet habe. Besonders auffällig waren diese Unterschiede bei der Wollmesse, denn dort konnte ich die Kammzüge von den unterschiedlichen Ständen direkt vergleichen. Und ja, es gab Unterschiede. Das war ein extrem interessantes learning, was mich seit dem beschäftigt, wenn ich Fasern einkaufe und für die Färbereien im Sommer sehr aufmerksam gemacht habe. Ich bin sehr gespannt, ob ich herausfinden kann, wie ich diese Sache bei meinen Färbereien vermeiden kann. Mich würde interessieren, ob ihr auch solche Unterschiede bemerkt habt und wie ihr damit umgeht, besonders wenn ihr übers Netz einkauft und anfühlen nicht möglich ist.

Foto 5-6Davon abgesehen sind die Farben gigantisch schön, brilliant und intensiv. Sie machen Lust darauf sie gleich anzustricken:-).

Die Faserzusammensetzung hatte ich so bisher noch nicht versponnen. Ich liebe Polwarth schon pur, da diese Faser einige Eigenschaften hat, die mir wichtig ist. Allen voran ist es möglich besonders elastische Garne zu spinnen, die trotz kurzem Auszug und recht glatter Optik, so einen kleinen Crimp besitzen, der dem Garn eine besonders leichte Dichte gibt, die etwas an ein Streichgarn erinnert und es bouncy macht (ich kann es leider nicht anders beschreiben).

Die Tussahseide: ja, keine Ahnung. Die hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Sie soll ja einen seidigen Schimmer einbringen und ja, minimal ist er da, aber nicht in dem Maße wie ich es von 50% gedacht hätte. Und dazu fühlt es sich fast genauso an, wie reines Polwarth. Ich tendiere dazu, diese Mischung nicht mehr zu nehmen, denn der Zugewinn ist mir zu gering, wenn ich dabei an die Gewinnung der Seidenfaser denke. Ich wollte es trotzdem mal testen und ich habe auch noch ein paar andere Kammzüge mit Seide. Vielleicht stimmen diese mich noch um. Im Moment ziehe ich die Mischung mit Milchseide oder Ramie, der echten Seide vor. Mal sehen…

 

Deb Menz: Color in Spinning

Heute möchte ich ein Buch vorstellen, dass ich in den letzten Tagen gelesen habe:

518N50B1SZL._SL500_AA300_Color in Spinning von Deb Menz

In diesem Buch wird geht es ausschließlich um den Einsatz der Farbe in Garnen. Deb Menz beginnt dabei bei der Farbtheorie. Im ersten Moment habe ich einen ermüdenden Theorieteil über etwas erwartet, was eigentlich offensichtlich ist und sich dem Gefühl von alleine erschließt… dachte ich. Aber nein. 0068.deb.jpg-550x0Natürlich ging es um die üblichen Punkte: Das Farbrad, Primärfarben, Gegensätze, wie Komplementärfarben oder Farbwärme, Sättigung, Farbwert usw. Jeder, der mal Spaß im Kunstunterricht hatte, kennt das. Aber sie fasst diese so detailliert und strukturiert zusammen, dass es gewinnbringend ist, sich das alles noch mal in aller Ruhe zu vergegenwärtigen. Besonders interessant für das Spinnen ist auch der optische Effekt, dass das Gehirn Farbpunkte ab eine bestimmten Entfernung wieder mischt. Klar, aber wichtig, für das Endergebnis Strickstück, denn schon das Mischen von Fasern entscheidet über die optische Nah- und Fernwirkung. Foto 3-5Im Prinzip sind das alles die alten Punkte, die es zu bedenken gibt, doch Den Menz schafft mit ihrer analytischen und strukturierten Arbeitsweise alles ziemlich gut zu objektivieren. Perfekt zur Erinnerung oder einfach zum Nachvollziehen, möchte man sich selbst die ganzen Test und Experimente bis man zu diesen wirklich sehr nützlichen Erfahrungen kommt, ersparen. Besonders deutlich wird es beim Färben von einfarbigen Vliesen. Sie behandelt das Immersionsfärben von Protein- und Zellulosefasern und gibt detaillierte Mischrezepte für zwei Farbserien an, aber auch allgemeine Anleitungen für das Färben, die auf alle Farbserien anzuwenden sind.

Foto 2-9Vom einfarbigen Färben kommt sie zum Mischen von Farben. Multicolored Yarns ist das zentralste Thema und sie behandelt alle angrenzenden Techniken: Mischen mit dem Drumcarder, mischen mit unterschiedlichen Kämmen, Mischen von Farben beim Färben von Kammzügen und das Mischen durch das Zwirnen und letztlich dem Stricken oder Weben. Dazu gibt es immer ausführliche Anleitung für dein Einsatz der Geräte, die somit nicht auf das Thema Farbe beschränkt sind.

Foto 1-9Besonders schön finde ich die äußerst reichliche Farbbebilderung. Es ist wunderbar möglich, das Vorher-Nachher mit zu erleben. Was passiert wenn ich diese oder jene Farbe auf die eine oder andere Weise miteinander Mische und dann ein Garn daraus
produziere. Für mich persönlich ist das die beste Art zu lernen: Das Vorher und Nachher neben einander zu sehen.

Foto 5-5Am Ende sind einige ihrer Arbeiten zu sehen, die alle von ihrem ganz persönlichen Charme leben. Deb Menz Garne haben alle einen bestimmten Umgang mit Farben, der sich auch durch das ganze Buch durchzieht. Sicherlich ist es nicht Sinn der Sache, ihre Garne zu reproduzieren und zu einem vergleichbaren Stil zu kommen, dennoch sind ihre Garne eine große Inspiration und es ist schön zu sehen, wie es auch in der Spinnerei möglich ist, eine Wiedererkennungswert in seine Garne zu spinnen, die dann einen ganz individuellen Ausdruck in sich tragen.

Das Buch ist definitiv eines der besten, inhaltsreichen und fundiertesten Spinnbücher auf dem Markt. Es nicht zu übersehen, wie viele Jahre der Arbeit und der Erfahrung in diesen gut 200 Seiten stecken.

Hier noch einige weitere Seiten des Buches:

Detailliert beschreibt sie die Harmonie mehrere Farben miteinander, das Abmischen in Vliesen zu gewünschten Sättigungen sowie die Wirkung und Beeinflussung von Hell-Dunkel-Kontrasten nebeneinander.

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Quelle: Foto Deb Menz: http://www.spinningdaily.com/resized-image.ashx/__size/550×0/__key/CommunityServer.Blogs.Components.WeblogFiles/linda/0068.deb.jpg

Wildes Tier

Foto-6Ein Griff in Lockenkiste und es kamen Locken heraus, die ich vor einiger Zeit von Gabi auf DaWanda erstanden habe: Wildes Tier. Keine Ahnung, welches Tier es nun wirklich ist. Die Locken sind sehr lang, ungelockt und haben eher dickere Haare. Schön finde ich, dass die Spitzen eine andere Farbe haben als die Schnittenden. Insgesamt sind die Locken sehr fettig, sodass das Garn sicherlich gewaschen werden sollte oder man wäscht die Locken schon vor dem Spinnen. Foto 4-5Vor dem Spinnen müssen auch die Schnittenden mit der Flickkarde geöffnet werden. Dabei kommt einiges an Fasern noch mit heraus, die nicht bis zu den Spitzen reichten. Diese Fasern habe ich zur Seite gelegt, um sie wieder mit den Handkarden zu mischen und eine Spinngrundlage für das Garn zu haben. Dazu kamen diesmal naturbraunes BLF zum Einsatz, gemischt mit weißem Bambus und ein paar bunten Merinofasern.

Foto 2-7Diese Rolags von den Karden wurden kerngesponnen und ab und zu wurden die Locken an den Schnittenden an den Kern gesponnen. Das ist der Moment in dem ich mir einen Countryspinner wünschte. Erstens um das ganze fette Garn auf die Spule zu bekommen und zweitens um die Locken durch das Einzugsloch zu bekommen. Mein Kromsky hat ja schon mit der Artyarn-Spule eine der größten Einzugsöffnungen, abgesehen vom Countryspinner eben, aber hier ist einfach die Grenze des Möglichen erreicht. Noch deutlicher wird es beim Zwirnen, denn dabei wird das Volumen noch größer und es passt noch weniger auf die Spule.

Foto 5-4Zum Zwirnen habe ich einige Merinofarben mit den Handkarden mit Verlauf kardiert und zu einem dünnen Einzelfaden gesponnen, in dem die Farben recht regelmäßig wechseln. Foto 1-8Die Locken machen das Zwirnen durch ihr Eigengewicht etwas schwierig, denn der Einzelfaden dreht nur mit ordentlich Drall so, dass er sich zwirnen lässt. Das führt aber zu einem überdrehten Zwirn, sodass der Drall immer wieder nach Stellen mit Locken in die Länge weiter geleitet werden muss. Alles in allem ein recht langwieriges und nervenzehrendes Garn. Aber die Textur mit den sehr langen Locken ist extrem.

Die ersten Socken

Liebe BlogleserInnen,

heute habe ich eine Frage an euch:

Hat jemand eine Sockenanleitung für Anfänger, die er/sie total mag und empfehlen kann?

Allerdings würde ich gerne von der Spitze an hoch stricken. Es sollen meine ersten Socken werden. Ich habe schon einige Male angefangen und wieder aufgeribbelt. Leider haben meine Tabellen über Maschenanzahl zu Garnstärke und Größe überhaupt nie hingehauen. Außerdem weiß ich nicht wie weit mein Garn reicht. Deshalb möchte ich mit der Spitze anfangen. Ich hoffe dann einfach etwas intuitiver stricken zu können und auch reagieren kann, wenn ich sehe, das Garn neigt sich dem Ende zu. Ich hätte gerne eines mit eignem ganz schlichten Muster auf der Fußreihe. Hat jemand sowas zu Hand?

Ich möchte endlich einmal eine Socke zu ende bekommen ohne sie wieder aufzuribbeln 🙂 Das wäre ganz toll!

Viele liebe Grüße, eure Käthe:-)

Vom Kammzug zum Pulswärmer

Die zweiten Kammzügen die mit meinen neuen Kämmen entstanden sind diese hier: verschiedene Merinofasern zusammen mit Sariseide.

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Daraus wurde ein einfacher glatter 2-rädriger Zwirn. Die Sariseide krisselt sich wie immer an den Stellen, wo sie gehäufter versponnen wurde. An andere Stellen, wo sie stärker mit der Wolle vermischt ist, stehen ihre Enden heraus.

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Und aus diesem Garn wurden Pulswärmer. Ich konnte es nicht erwarten, zu sehen, was passiert, wenn ich diese Sariseide im Garn verstricke.

Foto 4-1 Foto 5-1Die Sariseide wirkt interessant. Einerseits erzeugt sie stellenweise einen schönen Glanz, andererseits erzeugt sie einen leichten „Flaum“, indem ihre Enden hervor stehen. Leider ist das auf den Bilder nicht so recht zu sehen.

Ich habe bei den Pulswärmer einen neuen Anschlag gelernt: den italienischen Anschlag. Und dazu den passenden Abschluss: Tunnelstricken und mit 1/1-Rippenbündchen abgenäht. Nennt man das so? Für mich ist das immer noch ein kleines Mysterium mit den Anschlägen und Abschlüssen. Naja, auf jeden Fall bin ich total begeistert von diesen Varianten, denn die Enden der Pulswärmer sind soo weich und elastisch. Einfach gigantisch. Ich denke ich werde so schnell nicht mehr normal anschlagen :-))).

 

 

Kammzug versus Vlies

Vor einigen Tagen habe ich meine Ladehemmung überwunden und meine Kämme ausprobiert.

Als erstes Herantasten habe ich nur Kammzüge mit bereits gekämmten Fasern gezogen. Ich war überrascht, dass es nach den ersten paar Kämmen schon ganz gut klappte.

Foto 4-1 Hier habe ich den Kamm mit Fasern schichtweise beladen. Hauptsächlich habe ich naturgraues BLF verwendet. Dazwischen habe ich Merino in Rosatönen, weises Ramie und linkes Angelina geschichtet.

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Hier war ich mit dem Beladen fertig und es sind die drei Schichten zu sehen.

Foto 5-3 Hier ziehe ich den ersten Kammzug ab. Ich versuche mich dabei von der eine Seite zur anderen Seite zu arbeiten und von unten nach oben. Durch die nur drei Schichten verändert sich das Verhältnis zwischen BLF und bunten Fasern in den unterschiedlichen Abschnitten des Kammzuges. Und eine weitere Rolle spielen natürlich die Faserlängen. Das Ramie hat sehr lange Fasern, länger als BLF und Merino. Deshalb ziehen sich die Ramiefasern schneller aus, als der anderen Fasern. Das sollte bedacht werden, wird eine gleichmäßige Verteilung angestrebt. In den ersten Zügen war es mir noch nicht wichtig. Außerdem ergibt sich wieder ein Rhythmus, wenn mehre Kammzüge, die so erstellt wurden, hintereinander versponnen werden.

Foto 2 Das ist der Rest, der auf den Kämmen zwischen den Zinken hängen bleibt. Dafür gibt es sicher einen Begriff. Kennt ihr den? Wie nennt man diese Rest aus kurzen Fasern, der auf den Kämmen übrig bleibt? Ich habe ihn mir aufgehoben, um in später in ein Vlies einzukardieren.

Foto 1 Das hier sind die ersten Kammzüge, die entstanden sind. Mir gefällt diese Faseraufbereitung sehr gut. Die Fasern sind alle glatt parallelisiert, vor ausgezogen und gelockert. Perfekt um versponnen zu werden. Alles was ich bisher zum Kämmen und Kammzügen gehört habe hat sich voll bestätigt.

Foto 1 Kopie 2 Hier habe ich einen Kamm wie oben bestückt einmal abgekämmt. Ich wollte wissen, wie sich die Fasern dabei vermischen. Und hier ist zu sehen, dass sie sich ziemlich schnell (hier nach einmal) recht homogen vermischen. Würde ich diese Mischung verspinnen, würde das Garn farblich recht gleichmäßig werden. Ich persönlich finde, dass, möchte man eine gleichmäßige Fasermischung, das Mischen von Fasern so schneller geht, als beim Kardieren.

Foto 3 Die gleiche Fasermischung habe ich zusammen mit dem Rest von Kämmen (der wirklich sehr gering ist) zu einem Vlies kardiert. Das Mischverhältnis ist genau das gleiche wie beim Kämmen. Und auch der Grad der Vermischung ist ähnlich.

Ziel war es, die Garne, beider Vorbereitungsarten zu vergleichen. Ich habe aus beiden Fasern, den Kammzügen und dem Vlies, ein unverzwirntes unterdrehtes Garn gesponnen.

Foto 3 Kopie 2Das ist das Kammgarn: es hat eine gleichmäßige glatte Oberfläche. Die farbigen Fasern setzten sich noch gut von den grauen Fasern ab. Sie sind einerseits eingemischt, aber andererseits ist die Mischung nicht homogen und es gibt immer wieder Stellen, an denen die farbigen Fasern überwiegen.Foto 1-1

Foto 1 KopieHier kommt nun das Garn aus dem Vlies. Der Unterschied ist gering, aber spürbar (weniger hier auf den Bildern sichtbar). Ich weiß nicht wie, so ein Garn eingeordnet werden würde. Mit den englischen Kategorien würde ich semi-worsted sagen.

Foto 4 Kopie 2

Nach Anne Field unterscheiden sich die Kategorien so:

  • worsted: Fasern werden parallel ausgerichtet (gekämmt oder mit der Fickkarde) + kurzer Auszug
  • semi-worsted: Fasern werden nicht parallel ausgerichtet (kardiert) + kurzer Auszug
  • woolen: Fasern werden nicht parallel ausgerichtet  + langer oder mittlerer Auszug
  • semi-woolen: Fasern werden parallel ausgerichtet + langer oder mittlerer Auszug

In diesem Fall trifft semi-worsted zu: kardiert aber mit dem kurzen Auszug versponnen.

Die Unterschiede waren besonders beim Spinnen spürbar. Das Vorgarn war wesentlich instabiler. Dadurch das die Fasern nicht in voller Länge parallel lagen, musste ich die drafting zone wesentlich kürzer halten, sonst wäre der Strang gebrochen. Es war auch deutlich sichtbar, das die Fasern nicht parallel lagen und dadurch fühlten sie sich flauschiger an. Und auch das Garn wurde weniger „hart“/glatt, sondern weicher, mit etwas weniger Fasermasse auf die Länge und auch ein Tick weniger stabil. Klar, die Fasern liegen einfach nicht glatt neben einander. Im fertigen Garn sieht man diesen Unterschied an der Oberfläche, es stehen mehr Faserenden heraus (im großen Bild zu sehen, denke ich). Es wirkt ein wenig, wie wenn man es gebürstet hätte. Ein anderer Unterschied ist die Farbverteilung. Es ist kaum sichtbar, aber dennoch vorhanden, die farbigen Fasern setzten sich nicht ganz so direkt ab, sondern sind häufiger stärker in die grauen Fasern eingemischt. Das liegt an dem nicht parallelisierten „Flaum“ des BLF und war während dem Spinnen gut zu beobachten. Trotzdem gibt es noch genauso Abschnitte, in denen die farbigen Fasern überwiegen.

Trotz der Unterschiede, die wirklich minimal sind und in erster Linie spürbar und weniger sichtbar sind, sind es fast identische Garne, die gut zusammen passen. Mich würde es interessieren, ob diese Unterschiede sichtbar werden, wenn man sie verstrickt. Die farblichen Abweichungen sind ja oft erst im Strickstück, also im Überblick der ganzen Lauflänge zu sehen. Ich denke die unterschiedliche Oberfläche wird auch verstricht etwas spürbar sein

Zum Abschluss noch ein Bild mit beiden Garnen nebeneinander. Links liegt das glatter Garn (es hat etwas mehr Lauflänge) und rechts liegt das Garn aus dem Vlies.

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Dreierlei Lacegarn

Foto 2-2 In den letzten Wochen sind drei Garne entstanden, die ich zusammen zeigen möchte, denn die Fasern dazu kommen aus einer Quelle. Die Kammzüge bestehen aus BLF und Milchseide 50:50. Sie wurden von Sabrina in Bina´s Spinnwerkstatt auf DaWanda handgefärbt. Was ich besonders toll fand ist, dass ich mir die Farbmischungen wünschen konnte und Bina hat meine Vorstellungen umgesetzt! Danke Bina, an dieser Stelle für den lieben Service!

Die Fasermischung ist eine super Sache. Erstens glänzt sie auf eine unaufdringliche Art. Zweitens sind die Fasern sehr weich und seidig, klar BLF ist super weich + Seide. Drittens lassen sich die Fasern super easy ausziehen, dank der Seide und viertens ist diese Mischung sehr langfaserig und ermöglicht unterdrehte dünne Lacegarne.

Die zwei Garne links sind etwas dicker gesponnen und das Garn rechts etwas dünner. Beide Varianten waren überhaupt kein Problem, ich habe versucht zu testen, wie sehr unterdreht ich spinnen kann, ohne dass sie reißen. Es geht ziemlich gut, dank der Faserlänge. So gut, dass ich den ersten Versuch nachdrehen musste, um sicher zu gehen, dass es auch beim Stricken stabil bleibt.

Also, ziemlich coole Mischung 🙂

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