Stricken mit Paula M – Teil 2

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Geschafft! Ich habe fast alle Teile aus dem Buch von Susanne Müller „Stirnbänder Stricken“ testgestrickt, die ich mir vorgenommen hatte. Einige davon hatte ich im Teil 1 schon vorgestellt. Und einige waren noch in Arbeit.

Stirnband KAISA:

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52In Arbeit war noch das KAISA, dessen Garn ich aus einem handgefärbten Kammzug mit vollfarbigen Verlauf (n-ply) spinnen wollte. Gesponnen hatte ich im Laufe unserer privaten Baustelle mit Handspinden. Leider ist das Garn ein wenig zu dick ausgefallen. An sich war das Ergebnis farblich, wie ich es mir vorstellte. Letzte Woche war ich dann bei Susanne und konnte das Original-Garn ansehen und stellte fest, dass es um einiges dünner war und – das konnte man im Buch nicht erkennen – nicht wirklich vollfarbig. Das Garn Wärmebild von Schoppel, Merino extrafein superwash (ll150/50g) ist ein 2-ply mit Verlauf, wobei der Verlauf aber – würden wir ihn von Hand spinnen – 2 fädrig gesponnen werden würde und damit beim Verzwirnen nicht völlig kongruent liegen würde, sondern eine leichte Melierung entstehen würde. Aber letztlich spielt das keine große Rolle für mich, schließlich wollte ich das Stirnband nicht kopieren 😉 Was aber eine Rolle spielt ist, dass mein Garn zu dick für eine 3,5er Nadel war. Angestrickt fühlte sich das Stirnband eher wie ein Topflappen an. Also nix für den Kopf. Da es nun mein letztes Teil ist und ich nicht gerade viel lila-pink trage, habe ich keinen weiteren Versuch gestartet, die Nadelstärke anzupassen und dann wieder am Muster herum zu schrauben, um die Stirnbandbreite zu erhalten.

IMG_0946Mein Fazit: Super schönes Muster – ich mag es, wenn sich die Zacken langsam herausbilden. Aber möchte man es mit handgesponnenes Garn stricken, sollte man definitiv mehr Sorgfalt beim Spinnen walten lassen als ich es tat. Diesmal wäre eine Spinnprobe und eine Strickprobe wirklich angeraten gewesen. Dieses Muster sollte wie angegeben mit einer 3,5er Nadel gestrickt werden, denn viele Anpassungen sind hier nicht möglich. Das Stirnband besteht aus 3 Zacken, die man höchsten in sich schmaler oder breiter gestalten könnte, aber nicht um eine Zacke reduzieren oder erweitern sollte.

Garnempfehlung: Schoppel Edition 3, Merino extrafine superwash (ll150/50g) Wärmebild 50g

Nadelstärke: 3,5

Stirnband ELISA:

ELISA war beim letzten Teil auch gerade noch in Arbeit. Bereits angestrickt, hatte ich es noch nicht fertig gestellt. Susanne hatte mir hier noch einen kleinen Insider-Tipp gegeben. Im Buch ist angegeben, dass die Bänder normal angeschlagen werden sollen und später dann mit einem Matratzenstich geschlossen werden soll. Ich habe es genau so gemacht und es funktioniert super. Von außen ist die Naht nicht zu sehen. Von Innen schon. Da ich aber so ein Kandidat bin, der sich gerne NICHT an Mustern hält oder einfach verpennt wieder ins Buch zu sehen, passiert es mir öfters, dass solche Nähte nicht mehr exakt hinten sitzen. Deshalb ziehe ich es vor – prophylaktisch sozusagen – Stirnbänder offen anzuschlagen. Und genau das macht Susanne bei Ihren Dawanda-Stirnbänder auch. Ihr Tipp war, alle Stirnbänder im Buch (die einfach hinten geschlossen werden würden) offen anzuschlagen und mit einem Maschenstich zu schließen. Bei ELISA habe ich das dann auch gemacht. Dafür war es aber in meinem Fall notwendig, die ersten Reihen, vor dem Verzopfen zu reduzieren und die Verzopfung sofort zu beginnen. Ich hatte ja im Teil 1 schon geschrieben, dass ich mal wieder das Muster angepasst hatte, indem ich die Breite um 6 Maschen reduzierte (also 2 Maschen pro Zopf), weil mein handgesponnenes Garn etwas in die Breite geht. Damit reduzierten sich die Verzopfung auch um je ein Maschenpaar und somit dann auch um 2 Reihen je Verzopfung. Eines führte  zum Anderen. ABER: Es ist kein Problem. Denn, mein Fazit:

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Das Muster ist super easy. Eine schlichte und Art plastisch zu Zopfen, die sich leicht justieren lässt. Das Muster lässt sich also beliebig skalieren. Auch der offene Anschlag zusammen mit dem Maschenstich klappt sehr leicht und perfektioniert das Stirnband, weil am Ende nicht mehr zu sehen ist, wo mal der Anfang war. Also, super Muster für Handgesponnenes!

Garnempfehlung: Lamana Puno, Alpaka/Merino (LL60m/50g), 100g

Nadelstärke: 7,0

LOTTA, die Mütze

Die Mütze LOTTA ist natürlich kein Stirnband und damit nicht in Susannes Buch zu finden. Das Muster LOTTA ist bei Susanne direkt in ihrem Dawanda-Shop als PDF erhältlich. Ich hatte schon länger ein handgesponnenes Garn hier liegen, dass ich farblich total schön fand und das eine Mütze werden sollte, doch wusste ich lange nicht, welches Muster ich nehmen möchte. Es sollte etwas im Muster passieren, also kein glatt rechtes, aber es durfte auch nicht zu verspielt sein, da ich es nicht als passend für das Garn empfand. Es sollte etwas mit klaren Formen sein. LOTTA sollte zufällig exakt mit der Nadelstärke gestrickt werden, die auch mein Garn brauchte. Perfekt! Das Muster ist wieder mal sehr einfach zu stricken. Das gilt eigentlich für sehr viele Muster von Susanne. Dieses hier ist wieder einsteigertauglich, denn die Zöpfe sind keine Zöpfe. Das Muster entsteht durch Zu- und Abnahmen und einem Rapport, der leicht zu merken ist. Es hat quasi keine Fallstricke, die ein Lesemuffel beim Stricken, wie ich es bin, verpassen könnte 😉

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Ein kleines Problemchen habe ich jedoch: Mein handgesponnenes Garn hat nicht so viel Sprungkraft, wie das Origialgarn, das Susanne verwendet: Debbie Bliss Rialto Chunky. Debbie Bliss hat generell sehr bouncy Garne, doch dazu im letzten Abschnitt. Handgesponnenes Kammgarn (also gesponnen aus 1. einem Kammzug, 2. der aus langen, eher glatten Fasern besteht, und 3. mit dem kurzen Auszug) hat per se nicht viel Elastizität verglichen mit einem Garn aus anderen Fasern oder mit einer anderen Spinntechnik versponnen wurde. Diese Tatsache zeigt sich jetzt in der Mütze. Die Größe passt perfekt, aber die fehlende Elastizität ist unvorteilhaft für das Mützenbündchen. Meine Lösung wird jetzt sein, dass ich ein feines Gummiband in das Bündchen einweben werde.

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Fazit: LOTTA ist mein Lieblingsmuster! Es ist für jeden geeignet, der schon ein klein wenig Strickerfahrung hat und ein bisschen Action beim Stricken haben mag.

Garnempfehlung: Debbie Bliss Rialto Chunky (LL 65m/50g), 150g

Nadelstärke: 5.0 und 6,5

Stirnband NOVA:

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.12.37Zu guter Letzt zeige ich euch NOVA. Dieses Stirnband war zwar nicht eingeplant, aber ich bekam von Susanne zu Weihnachten 2 Knäuel Debbie Bliss Cashmerino Aran Tonals in grau geschenkt. Dazu suchte ich mir dann das Stirnband NOVA aus. Dieses Mal konnte nichts schiefgehen, denn das Garn passte exakt zum Muster. Ha! Dachte ich. Ich Muster-Muffel habe das Stricken bekommen und schnell gedacht, jetzt hast du das Muster gecheckt und das Buch beiseite gelegt und gemütlich auf der Couch vor mich hin gestrickt. Tja, dieses Mal wird der Knoten aber nicht am Ende, beim Schließen ins Stirnband gebracht, sondern genau in der Mitte und das Schließen erfolgt am Hinterkopf. Also durfte ich wieder aufribbeln. Gleichzeitig kam ich zum Schluss, dass ich das Stirnband wieder mit einem Maschenstich schließen wollte, statt mit einer Naht auf der Rückseite. Zunächst hatte ich wie das Muster im Buch sagt, geschlossen angeschlagen und das wollte ich nun auch ändern. Also ribbelte ich das gesamte Stirnband wieder auf. Das Garn von Debbie Bliss machte das super mit und es war überhaupt kein Problem. Also, 2. Anlauf, offener Anschlag, brav in der Mitte verknotet und am Ende mit einem Maschenstich geschlossen. Perfekt!

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Fazit: Wer das Muster auch liest, muss sich eigentlich nur die Frage stellen, ob er offen Anschlagen will oder nicht. Das Muster ist ein Halbpatent und strickt sich wirklich schnell und kurzweilig, obwohl es die meiste Zeit das Gleiche ist. Das Garn ist grandios! Wirklich. Es ist ein Kammgarn und dementsprechend glatt und leicht glänzend. Zusätzlich ist es richtig elastisch. Das kommt durch die Konstruktion des Garnes zustande, welches aus 4 Einzelfäden besteht, die mit einer guten Portion Drall gesponnen  und dann verzwirnt sind. Handgesponnen würde das Garn sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb habe ich nun ein Auge auf die Debbie Bliss Garne geworfen, obwohl ich eigentlich sehr selten meine Garne nicht selbst spinne.

Garnempfehlung: Schoppel Alpaka Queen, Alpaka/Merino (LL 200m/100g), 100g

Nadelempfehlung: 4,0

Ganz zum Schluss möchte ich ein paar Worte zum Buch an sich verlieren.

Ich habe bisher die Schwächen des Buches nicht angesprochen. Natürlich sind einige da. Das betrifft einige Schreibfehler, sowie wirklich ernste Schwächen im Grundlagenteil und einige Kritikpunkte an einem Teil der Bebilderung. Ich möchte hier deshalb nicht weiter darauf eingehen, denn diese Kritikpunkte richten sich nicht an die Autorin, sondern an den Verlag selbst. Die Autorin hatte nur eingeschränkt Einfluss auf die Gestaltung des Buches. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf den Inhalt, also die Muster selbst, denn nur diese stammen wirklich aus Susannes Feder. Letztlich muss einfach festgestellt werden, dass der Autor zwar auf der Klappe eines Buches steht, aber nicht für alles verantwortlich ist, was zwischen diesen Klappen geboten wird.

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.40.47Deshalb möchte ich auch noch zusätzlich zu dem Buch auf Susannes PDF-Anleitungen hinweisen, die in ihrem Dawanda-Shop erhältlich sind und sehr leicht verständlich sind und ohne fragwürdiges Buchlayout, Bebilderung und Lektorat entstanden sind.

Die Fakten zu Paula M:

  • Paula M alisa Susanne Müller
  • Dawanda-Shop: Paula_M https://de.dawanda.com/shop/paulam
  • Insta: Paulastrickt https://www.instagram.com/paulastrickt
  • Das Buch: Susanne Müller, Stirnbänder stricken, 20 traumhafte Designs & spannende Muster, 2017 erschienen beim Fischer-Verlag.

Viel Spaß beim Stricken ❤

 

 

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Drachenfels handgesponnen – Ein Erfahrungsbericht.

Endlich habe ich mal wieder ein privates Projekt beenden können.

IMG_5915Seit etwa eineinhalb Jahren hänge ich damit an den Nadeln: Das Drachenfelstuch von Melanie Berg. Eigenlich stehe ich gar nicht auf Tücher, sie sind einfach nicht mein Ding. Aber eines wollte ich mal ausprobieren und das Drachenfelsmuster find ich wirklich schön. Gleichzeitig fand ich eine Fasermischung, die auch mal anspinnen wollte und somit war die Gelegenheit da.

Das Garn für das Tuch sollte natürlich handgesponnen sein. Ich fand bei Wollschaf die Mischung Alpaka-Seide 50:50. Das ist wirklich eine fantastische Mischung. Sie gibt es in gleich mehreren Farbtönen und ich entschied mich für schwarz, haselnussbraun und silbergrau. Durch die naturfarbene Seide, die in recht breiten Bändern im Kammzug liegt, wird das Garn natürlich meliert.

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Also ran an die Spulen. Es wird 300g zu je 300m/100g round about benötigt. Ich wollte einen Zwirn verstricken und nicht unbedingt eine Ewigkeit daran spinnen, also entschied ich mich für einen 2-fachen Zwirn, statt für einen 3-fachen, was eigentlich mein Lieblingszwirn ist. Das Tuch wird später kraus rechts gestickt und somit war schon klar, dass genug Tiefe ins Tuch kommt und ein 2-facher Zwirn völlig ausreicht.

14716518_165454813913383_3533526850628222976_n_medium2Alpaka ist eine Faser, die sehr glatt und lang ist. Daher ist Alpakagarn immer ziemlich schwer in Relation zur Lauflänge. Die Fasern liegen einfach recht kompakt beieinander. Sowohl im Kammzug, als auch später im Garn. Die Seide verhält sich ähnlich. Sehr lange Fasern, extrem glatt und daher schwer, gerechnet auf die Länge einer Kammzuges oder Garnes. Klar ist auch, beide Fasern müssen glatt zu einem Kammgarn versponnen werden. Da gibt es keine sinnvolle Alternative. Somit war die Garnplanung schnell beendet und es hieß nun die Zielvorgaben, insbesondere die Lauflänge, zu erreichen.

Die Mischung lässt sich grandios verspinnen. Ich kann nur empfehlen sie einmal gesponnen zu haben. Sie ist rutschig und lang und es sollte immer dabei aufgepasst werden, dass sich hinten in der Faserhand keine Wolke bildet. Mit dem kurzen Auszug nach vorne kann da aber nicht viel schief gehen. Die Mischung braucht auch einen guten Drall, etwas mehr als die üblichen Wollen, sonst wird der Zwirn etwas lose werden. Das war ein Punkt, den ich etwas unterschätzte.

15253202_1225459547537435_680086489110937600_n_medium2Die Feinheit der Melierung kann beim Spinnen gesteuert werden. Wird die Fasermischung einfach so runtergesponnen und das vielleicht besonders fein, so wird es immer wieder reinfarbige Stellen geben. Das Alpaka und die Seide ist nicht sehr stark miteinander vermischt, das könnt ihr oben im Bild mit dem Kammzügen gut sehen. Wer eine Melierung im Garn haben will, die homogen verteilt erscheint, so wie ich es anstrebte, der sollte beim Predraften der Fasern darauf achten, dass im Vorgarn stets beide Fasersorten vorliegen. Das lässt sich ja beeinflussen. Würde man einfach nach dem Zufallsprinzip aus den Kammzug direkt herausspinnen, würden auf jeden Fall viele Fadenabschnitte nur eine Fasersorte beinhalten. Das Zwirnen hat später den Effekt noch ein wenig verstärkt und die Fasern optisch verteilt.

Leider hatte ich es nicht perfekt geschafft, die Ziellauflängen zu erreichen. Beim braunen Garn fehlten mir ca. 20m und beim grauen Garn waren es etwa 30m zu viel. Leider habe ich mir die Daten nicht gespeichert… Aber im großen und Ganzen hat es gepasst.

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Das Stricken mit dieser Fasermischung ist ebenfalls ein Traum. Das Garn rutscht gerade zu über die Nadeln. Aber bald stellte ich fest, dass dieses Garn nicht optimal zum Muster passt. Es gibt immer wieder ein Reihenkombination, die in das Muster eingeschoben wird, in der eine Farbe mit übergehobenen Maschen kleine Punkte erzeugen soll. Das kommt leider durch die Melierung gar nicht gut zur Geltung. Ich habe 2 mal diese Kombi eingestrickt und es wirkt eher als ein Bruch im Muster, weil die einzelnen Maschen nicht richtig farblich heraus springen können. ( Oben im Bild seht ihr die Reihen im rechten Bereich des Bildes) Bei den anderen Tüchern, die mit einfarbigen Garnen gestrickt wurden kommt dieser hingegen Effekt super raus. Naja, das ist ja kein Beinbruch… ich habe einfach das Muster angepasst und statt dessen die Farben so abgewechselt, wie ich gerade Lust dazu hatte.

Mit der Zeit bemerkte ich aber auch, dass die Garnlängen noch weniger passten, als ich es gehofft hatte. Rechnerisch war die Differenz zur Ziellänge zwar nicht so dramatisch, aber beim Stricken merkte ich, dass mir einiges an Braun fehlt. Und so ließ ich es mit dem Muster gut sein und strickte einfach nur noch frei nach Laune. Außerdem muss ich zugeben, dass ich es gar nicht leiden kann, wenn handgesponnenes Garn übrig bleibt;-) Im Grunde war das Muster, das die Tuchform erzeugt, total einfach und musste nur vom Anfang bis zum Ende durchgezogen werden. Und die Streifen, die wirken, wie ich finde auch, wenn sie sich etwas anders, als in der Vorgabe abwechseln. Und so strickte ich das letzte Drittel einfach so, wie es mit dem Garn gut ausging und – voilà – das Tuch ist endlich fertig.

Die Mischung Alpaka-Seide ist wie erwartet recht schwer. Aber ich mag das sehr gerne. Das Strickstück fällt von ganz alleine, ich muss gar nichts stretchen oder setzten. Ich hab es von den Nadeln genommen und fertig. Auf der Haut fühlt es sich grandios an. Ein richtiger Hautschmeichler und für Jeden geeignet, der findet, das Wolle kratzt. Hier kratzt gar nichts mehr. Es ist weich, seidig, anschmiegsam, sehr wärmend und gleichzeitig etwas kühlend durch die Seide 🙂

Mein Learning: Handgesponnenes Garn hat immer seine eigenen Bedürfnisse, die, meiner Meinung nach, vor dem Muster stehen sollten. Und: 900 lm sind verdammt viel 😉

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DIY – Haarschleife für den Dutt

DIY – Klappe die Zweite.

Emmagarnundstirnband KopieInzwischen ist auch die zweite Strickanleitung für Dawanda auf dem DIY-Portal online. Sie wird, wie das Stirnband, aus einem dicken, weichen und superkuscheligen Garn aus reinem Merino gestrickt, das zweifarbig gesponnen wird und verstrickt einen Marmoreffekt erzeugt.

Hier ist sie nun auch für euch – die Haarschleife mit Haargummi. Sie ist ein wenig kniffeliger als das Stirnband, aber auch flotter fertig. Das passende Garn in 4 Farben gibt es hier.

Zeitaufwand: unter 1 Stunde

Schwierigkeit: fortgeschritten

Du brauchst:

  • 1 Strang Chunky Emma
  • 1 Haargummi, Haarklammer oder Haarnadel
  • 1 8er Nadelspiel
  • evtl. Häkelnadel
  • Garnrest ca. 20 cm
  • Schere
  • Stopfnadel

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Und los geht´s:

Schritt 1:

Wickele aus dem Strang Garn ein Knäuel. Häkele aus dem Garnrest eine Luftmaschenkette mit 9 Maschen und ziehe das Fadenende durch die letzte Masche fest.

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Schritt 2:

Knote das Strickgarn an das Ende der Luftmaschenkette. Auf der Rückseite der Kette findest du 8 Maschenschenkel durch die du 8 Maschen aufnehmen kannst (offener Anschlag).

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Schritt 3:

Wende das Strickstück und stricke die erste Rückreihe mit linken Maschen. Achtung, die Randmaschen (erste und letzte Masche) strickst du verschränkt, d.h. du stichst nicht wie üblich hinter den vorderen Maschenschenkel ein, sondern du stichst hinter den hinteren Maschenschenkel ein. So verdreht sich die gestrickte Masche und es bildet sich später der Knötchenrand.

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Schritt 4:

Jetzt wendest du das Strickstück und strickst eine Hinreihe rechts. Auch hier strickst du beide Randmaschen verschränkt ab.

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Wiederhole Schritt 3 (Rückreihe) und Schritt 4 (Hinreihe) bis du 16 Reihen gestrickt hast. Ende mit der Rückreihe.

Schritt 5:

Fädele von rechts nach links die Maschen des offenen Anschlags auf eine weitere Stricknadel. Dazu strichst du von oben nach unten in die Maschen und schiebst sie auf die Nadel.

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Schritt 6:

Jetzt kannst du die Luftmaschenkette einfach lösen.

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Schritt 7:

Klappe die beiden Nadeln zusammen. Die Vorderseite des Strickstücks befindet sich aussen. Du hast nun auf jeder Nadel 8 Maschen, wobei sich die erste Randmasche der hinteren Nadel aus dem Fadenanfang, der über der Stricknadel liegt, ergibt. Stricke eine rechte Reihe indem du stets eine Masche der vorderen Nadel mit einer Masche der hinteren Nadel zusammen strickst. Auch jetzt werden die Randmaschen verschränkt gestrickt. So fixiert sich auch die Randmasche der hinteren Nadel.

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Schritt 8:

Die erste Schleifenseite ist geschlossen und du hast wieder eine Nadel mit 8 Maschen. Diese Maschen verteilst du auf 3 Nadeln: 2 Maschen auf die erste Nadel, 4 Maschen auf die mittlere Nadel und 2 Maschen auf die dritte Nadel.

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Schritt 9:

Jetzt wird es etwas kniffelig: der Haargummi wird eingestrickt. Als erstes legst du den Gummi über die rechte Nadel, der Strickfaden bleibt hinten. Als nächstes fädelst du die linke Nadel durch den Gummi, sodass sie hinter dem Gummi liegt. Du hast damit die rechte mit der linken Nadel vertauscht (gezopft). Zuletzt ziehst du den Haargummi von der Rückseite aus nach hinten. Der Strickfaden befindet sich rechts vom Gummi.

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Schritt 10:

Stricke die erste und die dritte Nadel rechts ab, damit hast alle 4 Maschen auf einer Nadel. Die mittlere Nadel kannst du einfach ignorieren.

Wende dein Strickstück und stricke die eben ignorierte Nadel links ab. Hier strickst du ausnahmsweise keine verschränkten Randmaschen, sondern du strickst alle 4 Maschen gleich.

So hast keine 2 Reihen gestrickt, sondern eine Runde. Wende dein Strickstück erneut und du bis wieder am Ausgangspunkt angekommen.

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Schritt 11:

Teile die Maschen der hinteren Nadel werden wieder auf 2 Nadeln auf, 2 Maschen pro Nadel. Klappe die vordere Nadel nach hinten zwischen die beiden hinteren Nadeln und stricke alle drei Nadeln nach der Reihe rechts ab. Die Randmaschen strickst du wieder verschränkt. Alle Maschen befinden sich auf einer Nadel.

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Schritt 12:

Jetzt kommt die zweite Schleifenseite an die Reihe. Dazu musst du erst einige Maschen aus dem Querfaden aufnehmen. Dazu wendest du dein Strickstück und strickst eine Randmasche. Während du die linke Rückreihe stickst nimmst du zwischen jeder linken Masche eine weitere Masche auf. So kommen 7 weitere Maschen dazu und zuletzt strickst du wieder eine verschränkte Randmasche. Und so nimmst du die Maschen auf: Nimm den Querfaden von hinten nach vorne auf die linke Nadel, lege den Strickfaden vor den Querfaden und stricke den Querfaden links ab.

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Schritt 13:

Die 15 Maschen verteilst du auf 2 Nadeln. Die Neuzugänge sortierst du auf die zweite und hintere Nadel. Auf der vorderen Nadel befinden sich 8 Maschen und auf der hinteren Nadel 7 Maschen. Diesmal ignorierst du die hintere Nadel, die Maschen werden stillgelegt. Stricke die vordere Nadel wie gewohnt rechts (Hinreihe) und links (Rückreihe) ab. Stricke so 12 Reihen. Du endest mit einer Rückreihe.

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Schritt 14:

Lege dein Strickstück mit der linken Seite nach oben vor dich hin und schneide den Faden ab. Er sollte 3 – 4 mal so lang sein, wie die Breite der Schleife. Fädele den Faden auf eine Stopfnadel und verzwirbele das Fadenende in Drallrichtung. Das luftige Garn wird so kompakter und unempfindlicher gegen Reibung.

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Schritt 15:

Klappe die Nadel mit den 8 Maschen nach hinten zu der Nadel mit den stillgelegten Maschen.

Mit dem Maschenstich kannst du beide Enden miteinander verbinden. Beginne indem du den Faden durch die zuletzt gestrickte Masche von hinten nach vorne ziehst. Wechsele zur hinteren Nadel und steche in die erste Masche von oben ein und in die zweite von unten. Hebe die erste Masche von der Nadel und ziehe den Faden durch. Die zweite Masche bleibt auf der Nadel. Wechsele wieder zur vorderen Nadel. Steche von die erste Masche von oben ein, hebe sie von der Nadel und steche in die zweite Masche von hinten nach vorne ein. Ziehe den Faden durch. Wechsele wieder zur hinteren Nadel und steche wieder von oben in die Masche, die zuvor noch auf der Nadel verblieb. Hebe die Masche ab und steche von unten in die folgende Masche. Auf diese Weise verbindest du alle Maschen miteinander.

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Schritt 16:

Nun musst du nur noch die Fadenenden vernähen. Du ziehst sie auf der linken Seite schräg durch die linken Maschen. Sie sind auf der Vorderseite nicht nicht mehr zu sehen.

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Tipp: Statt dem Haargummi kannst du auch Haarnadeln oder eine flache Haarklammer an der Schleife befestigen. Du kannst die Schleife auch mit einer Broschennadel oder einem Band als Fliege tragen.

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Und fertig! 🙂

So, ich bin gespannt, was ihr draus macht. Haut rein und schreibt mir eure Gedanken in die Kommentare. Ich freu mich!

EMMA Haarschleife
EMMA Haarschleife