Stricken mit Paula M – Teil 2

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Geschafft! Ich habe fast alle Teile aus dem Buch von Susanne Müller „Stirnbänder Stricken“ testgestrickt, die ich mir vorgenommen hatte. Einige davon hatte ich im Teil 1 schon vorgestellt. Und einige waren noch in Arbeit.

Stirnband KAISA:

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52In Arbeit war noch das KAISA, dessen Garn ich aus einem handgefärbten Kammzug mit vollfarbigen Verlauf (n-ply) spinnen wollte. Gesponnen hatte ich im Laufe unserer privaten Baustelle mit Handspinden. Leider ist das Garn ein wenig zu dick ausgefallen. An sich war das Ergebnis farblich, wie ich es mir vorstellte. Letzte Woche war ich dann bei Susanne und konnte das Original-Garn ansehen und stellte fest, dass es um einiges dünner war und – das konnte man im Buch nicht erkennen – nicht wirklich vollfarbig. Das Garn Wärmebild von Schoppel, Merino extrafein superwash (ll150/50g) ist ein 2-ply mit Verlauf, wobei der Verlauf aber – würden wir ihn von Hand spinnen – 2 fädrig gesponnen werden würde und damit beim Verzwirnen nicht völlig kongruent liegen würde, sondern eine leichte Melierung entstehen würde. Aber letztlich spielt das keine große Rolle für mich, schließlich wollte ich das Stirnband nicht kopieren 😉 Was aber eine Rolle spielt ist, dass mein Garn zu dick für eine 3,5er Nadel war. Angestrickt fühlte sich das Stirnband eher wie ein Topflappen an. Also nix für den Kopf. Da es nun mein letztes Teil ist und ich nicht gerade viel lila-pink trage, habe ich keinen weiteren Versuch gestartet, die Nadelstärke anzupassen und dann wieder am Muster herum zu schrauben, um die Stirnbandbreite zu erhalten.

IMG_0946Mein Fazit: Super schönes Muster – ich mag es, wenn sich die Zacken langsam herausbilden. Aber möchte man es mit handgesponnenes Garn stricken, sollte man definitiv mehr Sorgfalt beim Spinnen walten lassen als ich es tat. Diesmal wäre eine Spinnprobe und eine Strickprobe wirklich angeraten gewesen. Dieses Muster sollte wie angegeben mit einer 3,5er Nadel gestrickt werden, denn viele Anpassungen sind hier nicht möglich. Das Stirnband besteht aus 3 Zacken, die man höchsten in sich schmaler oder breiter gestalten könnte, aber nicht um eine Zacke reduzieren oder erweitern sollte.

Garnempfehlung: Schoppel Edition 3, Merino extrafine superwash (ll150/50g) Wärmebild 50g

Nadelstärke: 3,5

Stirnband ELISA:

ELISA war beim letzten Teil auch gerade noch in Arbeit. Bereits angestrickt, hatte ich es noch nicht fertig gestellt. Susanne hatte mir hier noch einen kleinen Insider-Tipp gegeben. Im Buch ist angegeben, dass die Bänder normal angeschlagen werden sollen und später dann mit einem Matratzenstich geschlossen werden soll. Ich habe es genau so gemacht und es funktioniert super. Von außen ist die Naht nicht zu sehen. Von Innen schon. Da ich aber so ein Kandidat bin, der sich gerne NICHT an Mustern hält oder einfach verpennt wieder ins Buch zu sehen, passiert es mir öfters, dass solche Nähte nicht mehr exakt hinten sitzen. Deshalb ziehe ich es vor – prophylaktisch sozusagen – Stirnbänder offen anzuschlagen. Und genau das macht Susanne bei Ihren Dawanda-Stirnbänder auch. Ihr Tipp war, alle Stirnbänder im Buch (die einfach hinten geschlossen werden würden) offen anzuschlagen und mit einem Maschenstich zu schließen. Bei ELISA habe ich das dann auch gemacht. Dafür war es aber in meinem Fall notwendig, die ersten Reihen, vor dem Verzopfen zu reduzieren und die Verzopfung sofort zu beginnen. Ich hatte ja im Teil 1 schon geschrieben, dass ich mal wieder das Muster angepasst hatte, indem ich die Breite um 6 Maschen reduzierte (also 2 Maschen pro Zopf), weil mein handgesponnenes Garn etwas in die Breite geht. Damit reduzierten sich die Verzopfung auch um je ein Maschenpaar und somit dann auch um 2 Reihen je Verzopfung. Eines führte  zum Anderen. ABER: Es ist kein Problem. Denn, mein Fazit:

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Das Muster ist super easy. Eine schlichte und Art plastisch zu Zopfen, die sich leicht justieren lässt. Das Muster lässt sich also beliebig skalieren. Auch der offene Anschlag zusammen mit dem Maschenstich klappt sehr leicht und perfektioniert das Stirnband, weil am Ende nicht mehr zu sehen ist, wo mal der Anfang war. Also, super Muster für Handgesponnenes!

Garnempfehlung: Lamana Puno, Alpaka/Merino (LL60m/50g), 100g

Nadelstärke: 7,0

LOTTA, die Mütze

Die Mütze LOTTA ist natürlich kein Stirnband und damit nicht in Susannes Buch zu finden. Das Muster LOTTA ist bei Susanne direkt in ihrem Dawanda-Shop als PDF erhältlich. Ich hatte schon länger ein handgesponnenes Garn hier liegen, dass ich farblich total schön fand und das eine Mütze werden sollte, doch wusste ich lange nicht, welches Muster ich nehmen möchte. Es sollte etwas im Muster passieren, also kein glatt rechtes, aber es durfte auch nicht zu verspielt sein, da ich es nicht als passend für das Garn empfand. Es sollte etwas mit klaren Formen sein. LOTTA sollte zufällig exakt mit der Nadelstärke gestrickt werden, die auch mein Garn brauchte. Perfekt! Das Muster ist wieder mal sehr einfach zu stricken. Das gilt eigentlich für sehr viele Muster von Susanne. Dieses hier ist wieder einsteigertauglich, denn die Zöpfe sind keine Zöpfe. Das Muster entsteht durch Zu- und Abnahmen und einem Rapport, der leicht zu merken ist. Es hat quasi keine Fallstricke, die ein Lesemuffel beim Stricken, wie ich es bin, verpassen könnte 😉

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Ein kleines Problemchen habe ich jedoch: Mein handgesponnenes Garn hat nicht so viel Sprungkraft, wie das Origialgarn, das Susanne verwendet: Debbie Bliss Rialto Chunky. Debbie Bliss hat generell sehr bouncy Garne, doch dazu im letzten Abschnitt. Handgesponnenes Kammgarn (also gesponnen aus 1. einem Kammzug, 2. der aus langen, eher glatten Fasern besteht, und 3. mit dem kurzen Auszug) hat per se nicht viel Elastizität verglichen mit einem Garn aus anderen Fasern oder mit einer anderen Spinntechnik versponnen wurde. Diese Tatsache zeigt sich jetzt in der Mütze. Die Größe passt perfekt, aber die fehlende Elastizität ist unvorteilhaft für das Mützenbündchen. Meine Lösung wird jetzt sein, dass ich ein feines Gummiband in das Bündchen einweben werde.

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Fazit: LOTTA ist mein Lieblingsmuster! Es ist für jeden geeignet, der schon ein klein wenig Strickerfahrung hat und ein bisschen Action beim Stricken haben mag.

Garnempfehlung: Debbie Bliss Rialto Chunky (LL 65m/50g), 150g

Nadelstärke: 5.0 und 6,5

Stirnband NOVA:

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.12.37Zu guter Letzt zeige ich euch NOVA. Dieses Stirnband war zwar nicht eingeplant, aber ich bekam von Susanne zu Weihnachten 2 Knäuel Debbie Bliss Cashmerino Aran Tonals in grau geschenkt. Dazu suchte ich mir dann das Stirnband NOVA aus. Dieses Mal konnte nichts schiefgehen, denn das Garn passte exakt zum Muster. Ha! Dachte ich. Ich Muster-Muffel habe das Stricken bekommen und schnell gedacht, jetzt hast du das Muster gecheckt und das Buch beiseite gelegt und gemütlich auf der Couch vor mich hin gestrickt. Tja, dieses Mal wird der Knoten aber nicht am Ende, beim Schließen ins Stirnband gebracht, sondern genau in der Mitte und das Schließen erfolgt am Hinterkopf. Also durfte ich wieder aufribbeln. Gleichzeitig kam ich zum Schluss, dass ich das Stirnband wieder mit einem Maschenstich schließen wollte, statt mit einer Naht auf der Rückseite. Zunächst hatte ich wie das Muster im Buch sagt, geschlossen angeschlagen und das wollte ich nun auch ändern. Also ribbelte ich das gesamte Stirnband wieder auf. Das Garn von Debbie Bliss machte das super mit und es war überhaupt kein Problem. Also, 2. Anlauf, offener Anschlag, brav in der Mitte verknotet und am Ende mit einem Maschenstich geschlossen. Perfekt!

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Fazit: Wer das Muster auch liest, muss sich eigentlich nur die Frage stellen, ob er offen Anschlagen will oder nicht. Das Muster ist ein Halbpatent und strickt sich wirklich schnell und kurzweilig, obwohl es die meiste Zeit das Gleiche ist. Das Garn ist grandios! Wirklich. Es ist ein Kammgarn und dementsprechend glatt und leicht glänzend. Zusätzlich ist es richtig elastisch. Das kommt durch die Konstruktion des Garnes zustande, welches aus 4 Einzelfäden besteht, die mit einer guten Portion Drall gesponnen  und dann verzwirnt sind. Handgesponnen würde das Garn sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb habe ich nun ein Auge auf die Debbie Bliss Garne geworfen, obwohl ich eigentlich sehr selten meine Garne nicht selbst spinne.

Garnempfehlung: Schoppel Alpaka Queen, Alpaka/Merino (LL 200m/100g), 100g

Nadelempfehlung: 4,0

Ganz zum Schluss möchte ich ein paar Worte zum Buch an sich verlieren.

Ich habe bisher die Schwächen des Buches nicht angesprochen. Natürlich sind einige da. Das betrifft einige Schreibfehler, sowie wirklich ernste Schwächen im Grundlagenteil und einige Kritikpunkte an einem Teil der Bebilderung. Ich möchte hier deshalb nicht weiter darauf eingehen, denn diese Kritikpunkte richten sich nicht an die Autorin, sondern an den Verlag selbst. Die Autorin hatte nur eingeschränkt Einfluss auf die Gestaltung des Buches. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf den Inhalt, also die Muster selbst, denn nur diese stammen wirklich aus Susannes Feder. Letztlich muss einfach festgestellt werden, dass der Autor zwar auf der Klappe eines Buches steht, aber nicht für alles verantwortlich ist, was zwischen diesen Klappen geboten wird.

Bildschirmfoto 2018-01-31 um 12.40.47Deshalb möchte ich auch noch zusätzlich zu dem Buch auf Susannes PDF-Anleitungen hinweisen, die in ihrem Dawanda-Shop erhältlich sind und sehr leicht verständlich sind und ohne fragwürdiges Buchlayout, Bebilderung und Lektorat entstanden sind.

Die Fakten zu Paula M:

  • Paula M alisa Susanne Müller
  • Dawanda-Shop: Paula_M https://de.dawanda.com/shop/paulam
  • Insta: Paulastrickt https://www.instagram.com/paulastrickt
  • Das Buch: Susanne Müller, Stirnbänder stricken, 20 traumhafte Designs & spannende Muster, 2017 erschienen beim Fischer-Verlag.

Viel Spaß beim Stricken ❤

 

 

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Paula M trifft auf Handgesponnenes, Teil 1

1380748563-482Paula M – Ein Stricklabel aus Coburg, das handgestrickte Stirnbänder, Mützen, Stulpen und andere Accessoires herstellt. Susannes Produkte sind seit 2011 über Dawanda zu bekommen und seit Sommer 2017 können endlich einige ihrer Designs auch nach gestrickt werden. Ihr Buch „Stirnbänder stricken“ ist vor einigen Monaten beim Fischer Verlag auf den Markt gekommen und ich möchte es euch nun vorstellen.

Gleich zu Anfang: Ich bin befangen! Wer mich schon eine Weile kennt, weiß, dass Susanne und ich in der gleichen Stadt wohnen und befreundet sind. Klar, stricksüchtig trifft auf spinnsüchtig, 2 Nerds in einer kleinen Stadt, da war unsere Freundschaft vorprogrammiert.

Dennoch schätze ich Susanne nicht nur als Freundin, sondern auch als Kollegin. Sie ist eine Perfektionistin und sie ist besessen von ihrer Arbeit, genau wie ich auch. Und so hatten wir schon stundenlange Gespräche über die beste Wolle, das ideale Maschenbild, den richtigen Drall und Bounce für Mütze xy. Und genau deshalb weiß ich, wie ihre Designs entstehen, warum sie welche Wolle für welches Muster wählt und ich weiß mit wieviel Liebe und Perfektion sie ihre Bestellungen herstellt. Da muss man schon als Freundin mit Antworten leben, wie: „… sorry, ich konnte nicht ans Telefon gehen, weil ich das Stirnband nicht weglegen wollte. Das könnte man im Maschenbild sehen…“ Etwas irre, aber perfekt.

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Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich eines ihrer Buchexemplare bekommen habe und ich begann ihre Stirnbänder zu stricken. Aber mit meinem eigenen Garn. Und davon möchte ich euch berichten: Stricken mit handgesponnenen Garn.

Dieser Blogbeitrag ist nur ein erster Teil meines Berichtes. Dieses kleine Strick-Projekt, das abends hier und da bei mir mitläuft, dauert etwas länger. Ich habe im Moment sehr wenig Freizeit und ich werde sicher noch bis ins Frühjahr daran weiter stricken. Aber ich möchte euch jetzt schon etwas zeigen, denn jetzt ist Winter und jetzt steht Weihnachten vor der Tür.

Ich habe einige Garne bei mir in der Werkstatt liegen gehabt und dazu passende Projekte nach der ungefähr passenden Nadelstärke heraus gesucht.

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Da wäre einmal mein Garn GRETA. Das ist ein Serien-Garn für mein Stirnband GRETA aus meinem Shop. Es ist ein melierter N-Ply aus Merino mit Maulbeerseide als Halbkammgarn gesponnen.

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Dann hätte ich da ein Einzelstück. Ebenfalls wie GRETA ein melierter N-ply aus Merino mit schwarzen Bambus und Ramie gemischt.

 

IMG_6075Und ich hatte noch ein Reststrang eines wundervollen handgesponnen Garnes, das nicht von mir stammt, sondern, welches ich von einer anderen Spinnerin für ein Strickprojekt abgekauft hatte: Ein ebenfalls melierters Garn, 2-ply aus Corriedale und Alpaka in Halbkammgarnqualität.

Für diese 3 Garne habe ich mir diese Muster heraus gesucht:

ELISA – Das Flechtband

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 14.50.56Nadelstärke: 7,0mm

Lauflänge: 120m

Maschenprobe: 16 M x 20 R = 10 x 10 cm

Hier passte meine Garnstärke nicht ganz. Die Nadelstärke gefällt mir sehr gut für mein Garn, jedoch entwickelte es sich in der Musterprobe als breiter. Eigentlich wäre das bei dem Stirnband total egal, denn es sieht auch breiter echt super cosy aus. Aber ich hatte nur eine begrenzte Lauflänge. Ich bin das Risiko eingangen und habe dann dann Muster weniger Maschen gestrickt (6 Maschen pro Flechtband). Das Ergebnis finde ich immer noch super schön, aber – Oh nein! – das Garn reichte dann nicht. Deshalb ruht das Band jetzt bis zum nächsten Bier mit Susanne, in der Hoffnung, sie kann mir einen schönen Übergang zaubern.

Fazit: Das Muster an sich ist toll! Wirklich. Es ist total einfach zu stricken und dennoch nicht langweilig. Und der Zopf sieht schön geflochten aus ohne breite Löcher zwischen der Verzopfung zu haben. Mit handgesponnen Garn ist es ebenso unkompliziert (wenn man genug Lauflänge hat, haha). Auch wenn das Garn etwas dicker ist oder man die Nadelstärke nach oben anpassen muss, ist das alles klein Problem. Ich würde die Nadelstärke aber nicht nach unten verändern, denn dann verliert der Zopf seine optimale Breite und sein schönes Volumen, es sei denn ihr fügt wieder Maschen pro Zopf dazu. Hier solltet ihr stets in 2er Schritten pro Zopf erhöhen, sonst funktioniert das Muster nicht!

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SVEJA wurde zu GRETA

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Ich wollte zunächst das Sitrnband Sveja stricken, aber bei der Maschenprobe merkte ich dass das Garn zu dick für die Nadelstärke ist und da ich das Muster nicht anpassen wollte (es ist ein wenig aufweniger) entschied ich mich für das Muster GRETA. Aber genau so läuft es eben mit handgesponnen Garn, es hat meistens genug Eigenwillen, dass nicht nur das Strickmuster den Ton angeben kann.

Nadelstärke: 5,5mm

Lauflänge: 105m

Mascheprobe: 13 M x 19 R = 10 X 10cm

Während den Stricken bemerkte ich, dass mein Garn etwas zu dünn für das Muster ist. Aber dieses Muster ist so einfach, dass es kein Problem ist: Ich habe einfach eine Rippe hinzu gefügt. Bei der einmaligen Verzopfung in der Mitte habe ich dann einfach 3 statt 2 Rippen verzopft.

Fazit: Perfektes Muster für Einsteiger. Es ist richtig einfach zu stricken. Es lässt sich auf für handgesponnenes Garn simpel anpassen. Eine größere Nadelstärke ist überhaupt kein Problem und die kleiner Nadelstärke ist mit meiner Anpassung auch total einfach, sofern euch die zusätzliche Rippe gefällt.

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Stirnband Mila

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Dieses Stirnband ist auch wieder so einfach, dass jeder Einsteiger es lernen kann. Man strickt bis zum Ende einfach nur das Perlmuster und der Kniff am Ende ist der Knoten, der beide Enden zusammen bringt.

Nadelstärke: 5,0 mm

Lauflänge: 225m

Maschenprobe: 17 M x 27 R = 10 x 10cm

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.11.30Ich habe das Muster zunächst genaus so gestrickt, wie von Susanne angegeben. Es war die gleiche Nadelstärke, wie zuvor mein Strickprojekt, für das ich diese Wolle gekauft hatte und dort wie hier habe ich 2-fädrig gestrickt. Das Stirnband ist dadurch einen kleinen Tick breiter geworden, wie die von Susanne angegeben Maße des fertigen Stirnbandes. Ich empfinde es nicht als Problem, denn ich persönlich mag breite Stirnbänder, wo der Dutt oben rausschaut und der restliche Kopf schön warm gehalten werden kann sehr gerne. Das Stirnband ist bei Susanne als Geburtstagsgeschenk gelandet und sie hat es zusammen mit ihren Milas fotografiert. Der Größenunterschied ist kaum zu sehen.

Ich habe Mila dann nochmal für ein Teenager-Mädel gestrickt. Hier habe ich 4 Maschen weniger aufgenommen und das Band etwas kürzer gestrickt und das hat auch wunderbar geklappt.

Fazit: Das Stirnband ist ein Allrounder. Es kann mit fast jeder Wolle gestrickt werden, denn Ab- und Zunahmen sind total leicht umzusetzen. Nur beim Knoten muss man dann eben mal die Maschen zählen und neu aufteilen, aber das sollte jeder hinbekommen.

Dann hatte ich noch etwas von dem letzten Garn übrig und ich habe es wieder doppelfädrig zu einem anderen Stirnband verstrickt.

OLA – Doppellagig und super warm

Nadelstärke: 5,0mm

Lauflänge: 180m

Maschenprobe: 18 M x 24 R = 10 x10 cm

Dieses Stirnband ist einer meiner Lieblinge, denn es ist sehr schlicht. Ich mag besonders den Umschlag im Band, denn es macht eine schöne Gesichtsrahmung, wenn man es trägt. Aber, es ist etwas langweilig zu stricken. Das ist immer der Haken bei schlichten Designs. Das Stirnband wird in der Runde glatt rechts gestrickt. Ich habe diesmal nichts für mein Garn justiert. Aber ich bin mir sicher, dass es absolut kein Problem wäre, sowohl die Maschenanzahl, also auch die Nadelstärke zu verändern. Das Coole an diesem Stirnband ist: Es liegt doppelagig am Kopf und ist sehr warm. Hier pfeift kein Wind durch die Maschen!

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_94d Kopie

So, das waren meine Stirnbänder bis jetzt. Ich sagte ja, dass ein 2. Teil folgen wird. Hier plane ich dieses Stirnband.

Kaisa – Perfekt für ein Verlaufgarn

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.27.52Hierfür habe ich ein Garn, welches ich aus einen handgefärbten Kammzug gespindelt hatte und n-ply verzwirnte. Wie immer, war die Lauflänge zu kurz und deshalb habe ich einen anderen Kammzug gefunden, der farblich passt, aber noch verspindelt werden muss. Auch dieser wird navajo verzwirnt werden, denn ich möchte einen vollfarbigen Farbverlauf haben, von dem meiner Meinung nach das Muster lebt.

 

 

Lotta – die Mütze

Bildschirmfoto 2017-12-04 um 15.32.02Und zu guter letzt habe ich hier noch ein anderes hangesponnenes Garn aus einem handgefärbten Kammzug mit Nylon. Aus diesem Garn wird LOTTA gestrickt werden, eine Mütze, die zwar nicht in Susannes Stirnband-Buch zu finden ist – es ist ja auch eine Mütze 😉 – aber ihr könnt die Anleitung in ihrem Shop als PDF-Anleitung kaufen. Besonders schön ist, dass es dazu auch die passenden Handstulpen gibt. 🙂

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Die Fakten

„Stirnbänder Stricken“ von Susanne Müller ist in jedem Buchhandel erhältlich oder auch über ihren Dawanda-Shop.

Susannes Strickstücke sind über ihren Dawanda-Shop erhältlich. Dort gibt es auch PDF-Anleitungen von Produkten, die nicht im Buch enthalten sind.

Susanne hat außerdem einen Insta-Account, der echt pure Inspiration ist und wo ihr auch Kontakt zu ihr aufnehmen könnt.

Und wer nun noch ein schnelles Weihnachtsgeschenk braucht, dem kann ich dieses Buch wärmstens ans Herzen legen. Entweder zum Verschenken oder auch um kleine Geschenke zu stricken, die wirklich in 1-2 Stunden am Abend umzusetzen sind.

Ich wünsche euch eine wundervolle Vorweihnachtszeit. Da ich mich wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr melden werde, wünsche ich euch auch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo ich mich dann aus der neuen Location der Werkstatt wieder melden werde.

Alles Liebe!