Drachenfels handgesponnen – Ein Erfahrungsbericht.

Endlich habe ich mal wieder ein privates Projekt beenden können.

IMG_5915Seit etwa eineinhalb Jahren hänge ich damit an den Nadeln: Das Drachenfelstuch von Melanie Berg. Eigenlich stehe ich gar nicht auf Tücher, sie sind einfach nicht mein Ding. Aber eines wollte ich mal ausprobieren und das Drachenfelsmuster find ich wirklich schön. Gleichzeitig fand ich eine Fasermischung, die auch mal anspinnen wollte und somit war die Gelegenheit da.

Das Garn für das Tuch sollte natürlich handgesponnen sein. Ich fand bei Wollschaf die Mischung Alpaka-Seide 50:50. Das ist wirklich eine fantastische Mischung. Sie gibt es in gleich mehreren Farbtönen und ich entschied mich für schwarz, haselnussbraun und silbergrau. Durch die naturfarbene Seide, die in recht breiten Bändern im Kammzug liegt, wird das Garn natürlich meliert.

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Also ran an die Spulen. Es wird 300g zu je 300m/100g round about benötigt. Ich wollte einen Zwirn verstricken und nicht unbedingt eine Ewigkeit daran spinnen, also entschied ich mich für einen 2-fachen Zwirn, statt für einen 3-fachen, was eigentlich mein Lieblingszwirn ist. Das Tuch wird später kraus rechts gestickt und somit war schon klar, dass genug Tiefe ins Tuch kommt und ein 2-facher Zwirn völlig ausreicht.

14716518_165454813913383_3533526850628222976_n_medium2Alpaka ist eine Faser, die sehr glatt und lang ist. Daher ist Alpakagarn immer ziemlich schwer in Relation zur Lauflänge. Die Fasern liegen einfach recht kompakt beieinander. Sowohl im Kammzug, als auch später im Garn. Die Seide verhält sich ähnlich. Sehr lange Fasern, extrem glatt und daher schwer, gerechnet auf die Länge einer Kammzuges oder Garnes. Klar ist auch, beide Fasern müssen glatt zu einem Kammgarn versponnen werden. Da gibt es keine sinnvolle Alternative. Somit war die Garnplanung schnell beendet und es hieß nun die Zielvorgaben, insbesondere die Lauflänge, zu erreichen.

Die Mischung lässt sich grandios verspinnen. Ich kann nur empfehlen sie einmal gesponnen zu haben. Sie ist rutschig und lang und es sollte immer dabei aufgepasst werden, dass sich hinten in der Faserhand keine Wolke bildet. Mit dem kurzen Auszug nach vorne kann da aber nicht viel schief gehen. Die Mischung braucht auch einen guten Drall, etwas mehr als die üblichen Wollen, sonst wird der Zwirn etwas lose werden. Das war ein Punkt, den ich etwas unterschätzte.

15253202_1225459547537435_680086489110937600_n_medium2Die Feinheit der Melierung kann beim Spinnen gesteuert werden. Wird die Fasermischung einfach so runtergesponnen und das vielleicht besonders fein, so wird es immer wieder reinfarbige Stellen geben. Das Alpaka und die Seide ist nicht sehr stark miteinander vermischt, das könnt ihr oben im Bild mit dem Kammzügen gut sehen. Wer eine Melierung im Garn haben will, die homogen verteilt erscheint, so wie ich es anstrebte, der sollte beim Predraften der Fasern darauf achten, dass im Vorgarn stets beide Fasersorten vorliegen. Das lässt sich ja beeinflussen. Würde man einfach nach dem Zufallsprinzip aus den Kammzug direkt herausspinnen, würden auf jeden Fall viele Fadenabschnitte nur eine Fasersorte beinhalten. Das Zwirnen hat später den Effekt noch ein wenig verstärkt und die Fasern optisch verteilt.

Leider hatte ich es nicht perfekt geschafft, die Ziellauflängen zu erreichen. Beim braunen Garn fehlten mir ca. 20m und beim grauen Garn waren es etwa 30m zu viel. Leider habe ich mir die Daten nicht gespeichert… Aber im großen und Ganzen hat es gepasst.

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Das Stricken mit dieser Fasermischung ist ebenfalls ein Traum. Das Garn rutscht gerade zu über die Nadeln. Aber bald stellte ich fest, dass dieses Garn nicht optimal zum Muster passt. Es gibt immer wieder ein Reihenkombination, die in das Muster eingeschoben wird, in der eine Farbe mit übergehobenen Maschen kleine Punkte erzeugen soll. Das kommt leider durch die Melierung gar nicht gut zur Geltung. Ich habe 2 mal diese Kombi eingestrickt und es wirkt eher als ein Bruch im Muster, weil die einzelnen Maschen nicht richtig farblich heraus springen können. ( Oben im Bild seht ihr die Reihen im rechten Bereich des Bildes) Bei den anderen Tüchern, die mit einfarbigen Garnen gestrickt wurden kommt dieser hingegen Effekt super raus. Naja, das ist ja kein Beinbruch… ich habe einfach das Muster angepasst und statt dessen die Farben so abgewechselt, wie ich gerade Lust dazu hatte.

Mit der Zeit bemerkte ich aber auch, dass die Garnlängen noch weniger passten, als ich es gehofft hatte. Rechnerisch war die Differenz zur Ziellänge zwar nicht so dramatisch, aber beim Stricken merkte ich, dass mir einiges an Braun fehlt. Und so ließ ich es mit dem Muster gut sein und strickte einfach nur noch frei nach Laune. Außerdem muss ich zugeben, dass ich es gar nicht leiden kann, wenn handgesponnenes Garn übrig bleibt;-) Im Grunde war das Muster, das die Tuchform erzeugt, total einfach und musste nur vom Anfang bis zum Ende durchgezogen werden. Und die Streifen, die wirken, wie ich finde auch, wenn sie sich etwas anders, als in der Vorgabe abwechseln. Und so strickte ich das letzte Drittel einfach so, wie es mit dem Garn gut ausging und – voilà – das Tuch ist endlich fertig.

Die Mischung Alpaka-Seide ist wie erwartet recht schwer. Aber ich mag das sehr gerne. Das Strickstück fällt von ganz alleine, ich muss gar nichts stretchen oder setzten. Ich hab es von den Nadeln genommen und fertig. Auf der Haut fühlt es sich grandios an. Ein richtiger Hautschmeichler und für Jeden geeignet, der findet, das Wolle kratzt. Hier kratzt gar nichts mehr. Es ist weich, seidig, anschmiegsam, sehr wärmend und gleichzeitig etwas kühlend durch die Seide 🙂

Mein Learning: Handgesponnenes Garn hat immer seine eigenen Bedürfnisse, die, meiner Meinung nach, vor dem Muster stehen sollten. Und: 900 lm sind verdammt viel 😉

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Kinder-Mobile mit gestrickten Vögelchen

Pünktlich zum Frühlingsanfang war es Zeit die Baumwolle raus zu packen. Entstanden ist ein Kinder-Mobile mit kleinen gestrickten Vögelchen. Wenn ihr es nach bauen wollt, dann schaut her… 🙂

BaumwolleIhr braucht:

  • Baumwolle nach Wahl
  • kleines Nadelspiel 2,5er oder 3,0er
  • Schere
  • Häklenadel
  • Nähnadel
  • transparentes Nähgarn
  • Messingröhrchen (4mm x 1m)
  • kleiner Rohrschneider

 

 

Zunächst geht es ans Stricken:

Bildschirmfoto 2016-03-27 um 21.43.07Das Muster der Vögelchen stammt nicht von mir sondern von  Sara Elizabeth Kellner und heißt Bluebird of Happiness und gibt es for free auf Ravelry.

Es ist klasse Muster, für erfahrene Stricker super easy, für Anfänger nicht ganz leicht, denn die Maschen sollten schön straff gestrickt werden, damit sich eine geschlossene Oberfläche bildet und später die Watte nicht durch schein. Baumwollegarn ist ja sehr glatt und das Maschenbild klar definiert, deshalb empfehle ich eher die kleineren Nadeln. Ich habe die Vögel mit ein 2,5er Nadelspiel gestrickt, obwohl für das Baumwollgarn 3,5er – 4er Nadeln empfohlen wurde. Für Stricker, die sehr fest stricken würden auch 3er Nadeln passen. Das ganze Gestrick wird dann etwas härter, aber das Maschenbild ist geschlossen. Anders wäre es, würdet ihr mit einen flauschigen oder einem Streichgarn stricken.

Bildschirmfoto 2016-03-27 um 21.46.31Die Nadelgröße entscheidet auch über die Größe des Vögelchen. Meine Vögel schwanken zwischen 8 und 10cm. Anfangs waren sie etwas größer, da ich noch lockerer strickte. Je straffer ich strickte, desto schöner und geschlossener wurde das Ergebnis.

Das Vögelchen wird in 2 Teilen gestrickt. Es wird mit dem Körper am Hals begonnen und Schwanz beendet, wobei der Schwanz nicht zugezogen wird, da der Vogel hier später mit Watte gefüllt wird.

Als zweites wird der Kopf des Vogels gestrickt. Es werden neue Maschen aus dem Anschlag des Körper heraus geholt, so dass die Nahtstelle später unsichtbar ist. Der Kopf endet mit dem Schnabel.

Jetzt wird das Tierchen mit Watte befüllt und in Form gebracht.

Übrigens: auf dem Bild unten steht ihr was ein Unterschied von 0,5er Nadelstärke aus macht. Das weiße, rosa und linke Vögelchen wurden mit 2,5er Nadeln gestickt und der Rest in 3,0er Nadeln.

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Jetzt geht es ans Mobile bauen:

IMG_3410Dafür habe ich eine Messingröhre im Baumarkt geholt. Sie einen Durchmesser von 4 mm und ist 1 m lang. Mit einem kleinen Rohrschneider (ebenfalls im Baumarkt erhältlich) habe ich die Röhre auf 3 Längen gekürzt: 20 cm, 30 cm und 50 cm (40 cm wären besser gewesen)
Mit einem transparenten Nähgarn (bei Ikea oder online erhältlich) auf der Nähnadel, habe ich mir zunächst eine Masche am Rücken eines Vogels gesucht, die den Vogel gut balanciert hängen lässt und ein Tierchen befestig. Dann wird die Nadel durch das Röhrchen gefädelt und der zweite Vogel auf der anderen Seite befestigt.

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Wenn so alle Vögel untergebracht sind müssen noch die Mobile-Röhrchen übereinander gehängt werden. Das habe ich auch mit dem transparenten Garn gemacht, da es recht belastbar ist. Eine Alternative wären solche Mobile-Stangen, die es im Bastelbedarf gibt. Der schwierigste Teil ist das Ausbalancieren der Stangen. Am besten funktioniert es, wenn es an Ort und Stelle hängt.

Und fertig ist das Kinder-Mobile für das Kinderzimmer, das Kinderbettchen oder dem Laufstall…

DIY – Haarschleife für den Dutt

DIY – Klappe die Zweite.

Emmagarnundstirnband KopieInzwischen ist auch die zweite Strickanleitung für Dawanda auf dem DIY-Portal online. Sie wird, wie das Stirnband, aus einem dicken, weichen und superkuscheligen Garn aus reinem Merino gestrickt, das zweifarbig gesponnen wird und verstrickt einen Marmoreffekt erzeugt.

Hier ist sie nun auch für euch – die Haarschleife mit Haargummi. Sie ist ein wenig kniffeliger als das Stirnband, aber auch flotter fertig. Das passende Garn in 4 Farben gibt es hier.

Zeitaufwand: unter 1 Stunde

Schwierigkeit: fortgeschritten

Du brauchst:

  • 1 Strang Chunky Emma
  • 1 Haargummi, Haarklammer oder Haarnadel
  • 1 8er Nadelspiel
  • evtl. Häkelnadel
  • Garnrest ca. 20 cm
  • Schere
  • Stopfnadel

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Und los geht´s:

Schritt 1:

Wickele aus dem Strang Garn ein Knäuel. Häkele aus dem Garnrest eine Luftmaschenkette mit 9 Maschen und ziehe das Fadenende durch die letzte Masche fest.

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Schritt 2:

Knote das Strickgarn an das Ende der Luftmaschenkette. Auf der Rückseite der Kette findest du 8 Maschenschenkel durch die du 8 Maschen aufnehmen kannst (offener Anschlag).

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Schritt 3:

Wende das Strickstück und stricke die erste Rückreihe mit linken Maschen. Achtung, die Randmaschen (erste und letzte Masche) strickst du verschränkt, d.h. du stichst nicht wie üblich hinter den vorderen Maschenschenkel ein, sondern du stichst hinter den hinteren Maschenschenkel ein. So verdreht sich die gestrickte Masche und es bildet sich später der Knötchenrand.

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Schritt 4:

Jetzt wendest du das Strickstück und strickst eine Hinreihe rechts. Auch hier strickst du beide Randmaschen verschränkt ab.

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Wiederhole Schritt 3 (Rückreihe) und Schritt 4 (Hinreihe) bis du 16 Reihen gestrickt hast. Ende mit der Rückreihe.

Schritt 5:

Fädele von rechts nach links die Maschen des offenen Anschlags auf eine weitere Stricknadel. Dazu strichst du von oben nach unten in die Maschen und schiebst sie auf die Nadel.

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Schritt 6:

Jetzt kannst du die Luftmaschenkette einfach lösen.

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Schritt 7:

Klappe die beiden Nadeln zusammen. Die Vorderseite des Strickstücks befindet sich aussen. Du hast nun auf jeder Nadel 8 Maschen, wobei sich die erste Randmasche der hinteren Nadel aus dem Fadenanfang, der über der Stricknadel liegt, ergibt. Stricke eine rechte Reihe indem du stets eine Masche der vorderen Nadel mit einer Masche der hinteren Nadel zusammen strickst. Auch jetzt werden die Randmaschen verschränkt gestrickt. So fixiert sich auch die Randmasche der hinteren Nadel.

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Schritt 8:

Die erste Schleifenseite ist geschlossen und du hast wieder eine Nadel mit 8 Maschen. Diese Maschen verteilst du auf 3 Nadeln: 2 Maschen auf die erste Nadel, 4 Maschen auf die mittlere Nadel und 2 Maschen auf die dritte Nadel.

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Schritt 9:

Jetzt wird es etwas kniffelig: der Haargummi wird eingestrickt. Als erstes legst du den Gummi über die rechte Nadel, der Strickfaden bleibt hinten. Als nächstes fädelst du die linke Nadel durch den Gummi, sodass sie hinter dem Gummi liegt. Du hast damit die rechte mit der linken Nadel vertauscht (gezopft). Zuletzt ziehst du den Haargummi von der Rückseite aus nach hinten. Der Strickfaden befindet sich rechts vom Gummi.

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Schritt 10:

Stricke die erste und die dritte Nadel rechts ab, damit hast alle 4 Maschen auf einer Nadel. Die mittlere Nadel kannst du einfach ignorieren.

Wende dein Strickstück und stricke die eben ignorierte Nadel links ab. Hier strickst du ausnahmsweise keine verschränkten Randmaschen, sondern du strickst alle 4 Maschen gleich.

So hast keine 2 Reihen gestrickt, sondern eine Runde. Wende dein Strickstück erneut und du bis wieder am Ausgangspunkt angekommen.

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Schritt 11:

Teile die Maschen der hinteren Nadel werden wieder auf 2 Nadeln auf, 2 Maschen pro Nadel. Klappe die vordere Nadel nach hinten zwischen die beiden hinteren Nadeln und stricke alle drei Nadeln nach der Reihe rechts ab. Die Randmaschen strickst du wieder verschränkt. Alle Maschen befinden sich auf einer Nadel.

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Schritt 12:

Jetzt kommt die zweite Schleifenseite an die Reihe. Dazu musst du erst einige Maschen aus dem Querfaden aufnehmen. Dazu wendest du dein Strickstück und strickst eine Randmasche. Während du die linke Rückreihe stickst nimmst du zwischen jeder linken Masche eine weitere Masche auf. So kommen 7 weitere Maschen dazu und zuletzt strickst du wieder eine verschränkte Randmasche. Und so nimmst du die Maschen auf: Nimm den Querfaden von hinten nach vorne auf die linke Nadel, lege den Strickfaden vor den Querfaden und stricke den Querfaden links ab.

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Schritt 13:

Die 15 Maschen verteilst du auf 2 Nadeln. Die Neuzugänge sortierst du auf die zweite und hintere Nadel. Auf der vorderen Nadel befinden sich 8 Maschen und auf der hinteren Nadel 7 Maschen. Diesmal ignorierst du die hintere Nadel, die Maschen werden stillgelegt. Stricke die vordere Nadel wie gewohnt rechts (Hinreihe) und links (Rückreihe) ab. Stricke so 12 Reihen. Du endest mit einer Rückreihe.

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Schritt 14:

Lege dein Strickstück mit der linken Seite nach oben vor dich hin und schneide den Faden ab. Er sollte 3 – 4 mal so lang sein, wie die Breite der Schleife. Fädele den Faden auf eine Stopfnadel und verzwirbele das Fadenende in Drallrichtung. Das luftige Garn wird so kompakter und unempfindlicher gegen Reibung.

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Schritt 15:

Klappe die Nadel mit den 8 Maschen nach hinten zu der Nadel mit den stillgelegten Maschen.

Mit dem Maschenstich kannst du beide Enden miteinander verbinden. Beginne indem du den Faden durch die zuletzt gestrickte Masche von hinten nach vorne ziehst. Wechsele zur hinteren Nadel und steche in die erste Masche von oben ein und in die zweite von unten. Hebe die erste Masche von der Nadel und ziehe den Faden durch. Die zweite Masche bleibt auf der Nadel. Wechsele wieder zur vorderen Nadel. Steche von die erste Masche von oben ein, hebe sie von der Nadel und steche in die zweite Masche von hinten nach vorne ein. Ziehe den Faden durch. Wechsele wieder zur hinteren Nadel und steche wieder von oben in die Masche, die zuvor noch auf der Nadel verblieb. Hebe die Masche ab und steche von unten in die folgende Masche. Auf diese Weise verbindest du alle Maschen miteinander.

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Schritt 16:

Nun musst du nur noch die Fadenenden vernähen. Du ziehst sie auf der linken Seite schräg durch die linken Maschen. Sie sind auf der Vorderseite nicht nicht mehr zu sehen.

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Tipp: Statt dem Haargummi kannst du auch Haarnadeln oder eine flache Haarklammer an der Schleife befestigen. Du kannst die Schleife auch mit einer Broschennadel oder einem Band als Fliege tragen.

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Und fertig! 🙂

So, ich bin gespannt, was ihr draus macht. Haut rein und schreibt mir eure Gedanken in die Kommentare. Ich freu mich!

EMMA Haarschleife
EMMA Haarschleife

DIY-Anleitung für das Stirnband EMMA

Heute habe ich eine DIY-Anleitung für ein Stirnband, die es in Kürze auf dem Dawanda DIY-Portal geben wird.

Das Stirnband EMMA ist ein superbreites und richtig warmes Stirnband, dass den ganzen Kopf warmhalten soll und trotzdem den Dutt nicht ruiniert. Es wird aus einem dicken Merino-Singlegarn gestrickt, dass es in passender Lauflänge im Dawanda-Shop gibt.

Die Anleitung ist super easy und richtet sich an Anfänger oder absolute Erststricker.

Zeitaufwand: unter 2 Stunden.

Du brauchst dazu folgende Materialien:Material

  • Garn Emma
  • 8er- Rundsticknadel
  • Häkelnadel
  • Schere
  • große Stopfnadel
  • Garnrest von ca. 30 cm
  • evtl. ein Maßband

Und so geht´s:

Schritt 1: Wickele aus dem Strang Garn ein Knäuel. Häkele aus dem Garnrest eine Luftmaschenkette von 17 Maschen und ziehe das Fadenende durch die 17. Masche fest.

Luftmaschenkette

Schritt 2: Knote das Strickgarn an das Ende der Luftmaschenkette. Auf der Rückseite der Kette findest du 16 Maschenschenkel durch die du 16 Maschen aufnehmen kannst (offener Anschlag).

anschlag

Schritt 3: Wende das Strickstück und stricke die erste Rückreihe mit linken Maschen. Achtung, die Randmaschen (erste und letzte Masche) strickst du verschränkt, dh. du stichst nicht wie üblich hinter den vorderen Maschenschenkel ein, sondern du stichst hinter den hinteren Maschenschenkel ein. So verdreht sich die gestrickte Masche und bildet später den Knötchenrand. Alle weiteren Maschen strickst du ganz normal.

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Schritt 4: Jetzt wendest du das Strickstück und strickst eine Hinreihe rechts. Auch hier strickst du beide Randmaschen verschränkt ab.

rechte maschen

Wiederholung: Schritt 3 (Rückreihe) und 4 (Hinreihe) wiederholst du nun bis dein Stirnband die passende Länge hat. Ende mit einer Rückreihe. Auf der Vorderseite erscheint dein Muster glatt rechts und auf der Rückseite glatt links, der Rand bildet kleine Knötchen aus.

Knötchenrand

Schritt 5: Messe deinen Kopfumfang und ziehe davon 2 cm ab. Nun messe die Länge deines Strickstückes während du es etwas auf Zug hälst. Die Maße werden sich grob zwischen 46 und 50 cm bewegen. In Reihen werden das etwa 56 Reihen (+/- 2) sein inkl. dem Maschenanschlag.

Maßband

Schritt 6: Nun werden beide Enden deines Stirnbandes zusammen gestrickt. Dazu wird der Maschenstich benutzt, der einen nahtlosen Übergang erzeugt. Lege beide Enden mit der rechten Seite nach vorne hintereinander. Mit der freien Nadel fädelst du die ersten Maschen von der linken Seite beginnend auf, indem du in jede Masche von oben nach unten einstichst und auf die Nadel schiebst. Beide Nadelspitzen zeigen nach rechts.

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Schritt 7: Jetzt kannst du die Luftmaschenkette einfach aufziehen.

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Schritt 8: Kappe nun deinen Faden auf etwa die 3-4 fache Länge von der Breite des Stirnbandes und fädele den Faden auf eine Stopfnadel. Den Faden, der sehr luftig ist, solltest du bevor es losgeht noch ordentlich in Drallrichtung drehen. Dadurch wird er fester und etwas unempfindlicher gegen Reibung. Führe den Maschenstich behutsam aus.

Fadenschneiden

Schritt 9: Beginne den Maschenstich indem du die zuletzt gestrickten Masche von hinten nach vorne einstichst und den Faden durch ziehst. Die Masche bleibt auf der Nadel liegen. Das gleiche machst du mit der gegenüberliegenden ersten  Masche der hinteren Nadel.

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Schritt 10: Nun wechselt du zur vorderen Stricknadel und stichst von oben nach unten in die Masche ein, aus der bereits ein Faden heraus kommt, hebe sie von der Stricknadel und steche von unten nach oben auf die links folgende Masche und ziehe den Faden durch. Die zweite Masche bleibt wieder auf der Stricknadel. Wechsele wieder zur hinteren Stricknadel und wiederhole den Schritt. Auf diese Weise vernähst du alle Maschen von den Stricknadeln.

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Schritt 11: Nach dem Vernähen schneidest du den restlichen Faden ab. Du hast nun auf beiden Seiten des Stirnbandes ein Faden enden. Überprüfe, ob es nötig ist die Fadenenden noch ein letztes Mal durch einen der Maschenschenkel nach hinten auf die Rückseite des Stirnbandes zu ziehen. Danach vernähst du die Enden auf der Rückseite, indem du sie schräg durch die linken Maschen ziehst. So ist von der Vorderseite nichts zu sehen.

Vernähen

Schritt 12: Zuletzt wird das Stirnband in der Mitte gerafft. Dazu wendest du das Stirnband wieder auf die Vorderseite und legst es an einer beliebigen Stelle in 3 Falten. Nimm einen Rest des Strickgarnes und fädele es auf die Nähnadel und steche von der Seite quer durch die 3 Falten und von der anderen Seite wieder zurück. Achte darauf, dass sich der zweite Einstich und der zweite Austritt der Nadel nur knapp neben dem Einstich bzw. Austritt befindet, so wird das Zusammennähen unsichtbar bleiben. Ziehe den Faden sanft an und mache einen halben Knoten. Fädele mit der Häkelnadel die beiden einen durch die erste Lage der Raffung auf die Rückseite, verknote ihn dort fest und vernähe ihn.

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Et voilá, dein Stirnband ist fertig. Hast du Fragen oder bist du der Meinung, man sollte das ein oder andere anders machen, dann schreibe doch einfach einen Kommentar dazu 🙂

fertig

Die ersten Socken

Liebe BlogleserInnen,

heute habe ich eine Frage an euch:

Hat jemand eine Sockenanleitung für Anfänger, die er/sie total mag und empfehlen kann?

Allerdings würde ich gerne von der Spitze an hoch stricken. Es sollen meine ersten Socken werden. Ich habe schon einige Male angefangen und wieder aufgeribbelt. Leider haben meine Tabellen über Maschenanzahl zu Garnstärke und Größe überhaupt nie hingehauen. Außerdem weiß ich nicht wie weit mein Garn reicht. Deshalb möchte ich mit der Spitze anfangen. Ich hoffe dann einfach etwas intuitiver stricken zu können und auch reagieren kann, wenn ich sehe, das Garn neigt sich dem Ende zu. Ich hätte gerne eines mit eignem ganz schlichten Muster auf der Fußreihe. Hat jemand sowas zu Hand?

Ich möchte endlich einmal eine Socke zu ende bekommen ohne sie wieder aufzuribbeln 🙂 Das wäre ganz toll!

Viele liebe Grüße, eure Käthe:-)

Angora-Cowl

Foto 3Und damit es trotzdem noch was wolliges heute gibt: der Angora-Cowl ist fertig geworden.

Das 50g-Garn ist ein einfaches kerngesponnenes Singlegarn, welches aus dem wunderbaren flauschig-seidigen Seidenhasen-Vlies entstanden ist, das ich verpennt habe zu fotografieren… Es enthielt grünes Angora, verschiedene gefärbte Fasern, die z.T. Verläufe (ich glaube Bio-Merino) enthielten und dann farbige Seide.

Foto 5Ich kann nicht beschreiben WIE flauschig es ist. Einfach ohne Worte. Wenn ihr Angora in die Finger bekommt, dann spinnt was das Zeug hält. Es ist gigantisch! Dazu gab es heute mal eine Faserblume, deren Enden zusammen filzt wurden. Der Cowl ist so simpel wie möglich gehalten: einfach ein Schlauch in Patent mit einem dehnbaren norwegischen Anschlag.

PS: Dies ist der 100. Beitrag geworden… 🙂

 

 

Vom Kammzug zum Pulswärmer

Die zweiten Kammzügen die mit meinen neuen Kämmen entstanden sind diese hier: verschiedene Merinofasern zusammen mit Sariseide.

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Daraus wurde ein einfacher glatter 2-rädriger Zwirn. Die Sariseide krisselt sich wie immer an den Stellen, wo sie gehäufter versponnen wurde. An andere Stellen, wo sie stärker mit der Wolle vermischt ist, stehen ihre Enden heraus.

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Und aus diesem Garn wurden Pulswärmer. Ich konnte es nicht erwarten, zu sehen, was passiert, wenn ich diese Sariseide im Garn verstricke.

Foto 4-1 Foto 5-1Die Sariseide wirkt interessant. Einerseits erzeugt sie stellenweise einen schönen Glanz, andererseits erzeugt sie einen leichten „Flaum“, indem ihre Enden hervor stehen. Leider ist das auf den Bilder nicht so recht zu sehen.

Ich habe bei den Pulswärmer einen neuen Anschlag gelernt: den italienischen Anschlag. Und dazu den passenden Abschluss: Tunnelstricken und mit 1/1-Rippenbündchen abgenäht. Nennt man das so? Für mich ist das immer noch ein kleines Mysterium mit den Anschlägen und Abschlüssen. Naja, auf jeden Fall bin ich total begeistert von diesen Varianten, denn die Enden der Pulswärmer sind soo weich und elastisch. Einfach gigantisch. Ich denke ich werde so schnell nicht mehr normal anschlagen :-))).

 

 

Demeter-Pulli

Könnt ihr euch noch an meine ersten Demeter-Rolags erinnern?Rolags2

Naturweiße demeter-zertifizierte Biowolle aus der Region mit bunten Merinofasern gemischt.

Versponnen habe ich sie mit dem langen Auszug, in erster Linie um ihn zu üben. Es ergaben ca. 200 g und ich wusste nicht wie viel Garn ich brauchen werde. Es sollte mein erster Pulli werden. Dazu habe ich den einfachsten Schnitt gewählt, den es wohl gibt und glatt rechts gestrickt. Das Vorder- und Rückenteil sind gleich und gerade hochgestrickt. Auch die Arme sind mit nur 4 Zunahmen nahe am Bündchen einfach hochgestrickt und abgekettet. Dann habe ich die Teile einfach zusammen genäht und fertig. Praktisch, dass diese einfachen weiten Schnitte ohne echte gestrickte Schultern und Armrundungen gerade in Mode sind. 😉

photo 2Der Ausschnitt ergibt so einen weiten U-Bootauschnitt, der beim Tragen über eine Schulter rutscht. Die Ärmel reichen bis über die Ellenbogen und der gesamte Pulli endet auf Taillenhöhe. Es soll ein Sommerpulli sein, der an warmen Sommernächten über ein Top gezogen werden kann. Mit 8er Nadeln gestrickt, ist er etwas transparent und man kann etwas das Top darunter erahnen. 

photoDer lange Auszug beim Spinnen macht das Garn luftig und weniger kratzig. Trotzdem hat er mein Kratztest nicht bestanden. Meine Freundinnen sagten als erstes, er würde kratzen. Tja… deutsche Schurwolle ist echt fordernd und gar nicht leicht super weich zu verspinnen. Ich weiß noch nicht wo das Limit liegt. Wie viel tragen die Fasern bei und wie viel trägt der Auszug bei? Ich werde weiter mit dem langen Auszug üben und schauen, wie weich ich diese Fasern verarbeiten kann und wann die Grenze erreicht ist. Ich denke diese Fasern sind es wert, es zu versuchen auszureizen, denn demeter-zertifizierte Biowolle aus der Region ist einfach das Beste, finde ich.

photo 1Ach ja, die Farbschattierungen finde ich wirklich schön. Er wirkt etwas streifig, aber auch etwas wie schattiert gefärbt. Dabei ist die Mischung einfach farbig auf dem Kardierbrett entstanden. Es ist spannend zu sehen, wie sich die gestrickten Farbmischungen unterscheiden, je nach Verwendung des Gerätes, also Kardiermaschine oder Brett. Mal sehen, wie es sich mit den neuen Kämmen entwickeln wird. 🙂

Ein Interview

Es ist echt so aufregend 🙂

Seit gestern ist ein Interview von mir online, das eine liebe Kundin und inzwischen Freundin mit mir machte, nachdem sie Back to the Wheel fand und ein Garn kaufte. Wer ein bisschen mehr über Back to the Wheel und die Pläne für 2014 erfahren möchte, der wird hier fündig.

http://wollerausch.wordpress.com/2014/02/20/interview-mit-catze-kathrin-von-back-to-the-wheel/

Und ich muss mich derweil mit diesen „Anrufbeantworter-Effekt“ in gedruckter Form aussöhnen 😉 Das ist echt schräg, sich wo anders selbst zu lesen…

Viel Spaß und alles Liebe

und Merci Madame Flamusse ❤

E-book, Fotobuch oder was nun?

Arbeitsbuch7Ich liebe es Garne anzuschauen, aber meistens bleiben die Garne nicht alle hier und irgendwie vermisse ich meine Babies dann. Ich glaube ich bin völlig verschoben, was Garn angeht. Egal, um meine Erinnerungen zu erhalten, habe ich angefangen meine Lieblingsgarne vom letzten Jahr heraus zu suchen und zu einen „Portfolio“ zusammen zu stellen. Ich wollte eigentlich ein Fotoalbum für mich zuhause machen, damit ich mich daran erinnern kann, was ich 2013 gemacht habe und wie. Und irgendwie ist dabei jetzt ein kleines e-book daraus geworden. Und ich weiß nicht was ich damit anfangen soll. Der Versuch ein Fotoalbum drucken zu lassen, hat sich als äußerst kniffelig heraus gestellt.  Es gibt eine Flut von Anbietern, aber alle bieten kein Format, das mir gefällt. Nein, einer hatte es, aber der hat keine Software für den Mac und interessiert auch nicht nach telefonischen Nachfragen für den Teil der Kunden. Tja. Nun stehe ich verwirrt zwischen vielen Onlineanbietern und finde kein passendes Angebot. Spiralbindung, Hardcover, 150g/qm, 200g/qm… und mein Album liegt hier herum.