Neue Workshops zum Artyarn spinnen…

spinntüten WorkshopHeute darf ich euch 3 neue Workshops in der Coburger Werkstatt für Handspinnerei ankündigen. Alle Workshops drehen sich um den Einstieg in die Artyarn-Spinnerei. Wenn euch ein Kurs interessiert, dann könnt ihr per Mail ein Konzept anfordern, darin findet ihr dann ausführliche Kapitelbeschreibung und die Workshopstruktur. So könnt ihr euch ein genaues Bild machen, ob der Kurs euren Interessen entspricht.

Zu jedem Kurs biete ich ein ALL-IN-Faserpaket an. Dort findet ihr alle Fasern, Beilaufgarne, Kerne und ADD-Ons in passender Menge auf die einzelnen Kapitel optimiert.

Neue Termine:

Tages-Workshop: LOWTWIST & CHUNKY SPINNEN, 23. 07. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

Tages-Workshop: LOCKENGARN SPINNEN, 24.07. 2016, Sonntag 10-16 Uhr ODER 20. 08. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

2-Tages-Workshop: CORESPINNING, 18. 09. 2016 + 19. 09. 2016, Samstag + Sonntag, 10-16 Uhr.

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LOWTWIST & CHUNKY SPINNEN – Der Einstieg ins Artyarn Spinnen

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Tages-Workshop, 23. 07. 2016, Samstag 10-16 Uhr

Inhalt: 6 Kapitel,

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 65€ + Faserpaket

Material: 15€ (170g Fasern, Zwirn- & Kerngarne)

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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LOCKENGARN SPINNEN – Viele Methoden Edle Lockengarne herzustellen

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Tages-Workshop,24.07. 2016, Sonntag 10-16 Uhr ODER 20. 08. 2016, Samstag 10-16 Uhr.

 

Inhalt: 6 Kapitel

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 65€ + Faserpaket

Material: 25€ (150g Locken, Kerne, Add-Ons, Basefasern)

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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CORESPINNING – Der zweite Einstieg ins Artyarn-Spinnen

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2-Tages-Workshop. 18. 09. 2016 + 19. 09. 2016, Samstag + Sonntag, 10-16 Uhr.

Inhalt: 12 Kapitel

Es werden kleine Garnproben zu den Kapitel angefertigt und eine Spinnmappe angelegt. Dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Themenkarte, sodass das Nacharbeiten Zuhause kein Problem mehr ist. Ein Workshop-Konzept kann per Mail zu gesendet werden.

Kosten: 120€ + Faserpaket

Material: 25€ (300g Fasern, Kerne, Beilauf- &Zwirngarne, Add-Ons, )

Verpflegung vor Ort: Kaffee, Hörnchen, Getränke und Snacks

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Anmeldung: Bitte per E-Mail oder Facebook-Nachricht.

backtothewheel(at)icloud.com oder FB: Back to the Wheel

Ich freu mich auf euch!!!

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Artyarn spinnen – Alles was geht…

IMG_3752Der Fasertauschkreis im Mai hat mir ein besonders schönes Päckchen beschert. Meine liebe Versenderin wusste um meine Liebe zum Artyarn spinnen und schnürte mir eine kleine Herausforderung. Danke liebe Silagloria!

Zunächst einmal war das Batt ein Genuss für die Nase, denn es wurden Lavendelblüten einkardiert, was nicht zu überriechen war. Dann hat sie das Batt mit Spitzenstreifen verschnürt, die sollte natürlich mit eingesponnen werden. Und die Fasermischung war neben vielen guten Wünschen, die auch mit drinsteckten ein flauschiger Traum in Lavendel: Polwarth, Merino, Polwarth mit Seacell, Leinen, Spitze und Lavendelblüten.

Das es ein Artyarn wird, war sofort klar. Aber welches? Ich wollte einmal die Gelegenheit nutzen und ein Garn machen, das wirklich nicht zum Stricken geeignet ist und bei dem man sich Austoben kann. Ich wollte etwas ausprobieren, was ich sonst nie mache, eben wegen der Unstrickbarkeit: Supercoils navajozwirnen….

IMG_3767Und so kramte ich alles aus meinem Stash, was farblich gut passen könnte. Und das sind die Zutaten:

  • mehrere Konengarne, eines davon als Bouclé
  • Silberfaden
  • Perlen
  • Seidenzwirn
  • Fellgarn

Und jetzt möchte ich euch auf dem Artharn-Trip mitnehmen:

IMG_3763Schritt 1: Das Vliese habe ich zerlegt. In Längsstreifen zerteilt, gepredraftet und nach Farbverlauf geordnet. Der sollte genauso wieder im Garn stecken. Also alles schön zurecht gelegt. Dazu kamen die Konengarnen und der Silberfaden. Die sollten als Kern für ein Kerngarn herhalten.

Das Spinnrad sollte Artyarn tauglich sein, dh. eine langsame Übersetzung sollte möglich sein, große Spulen und ein großes Einzugsloch vorhanden sein. Ich spinne das immer auf meinem Kromsky Sonata mit dem Jumbo-Aufsatz. Das Einzugsloch ist 1 cm im Durchmesser – das Minimum. Ebenso die Jumbospulen, auf denen locker 100g Platz finden, sind ein Muss. Denn das Gewicht, dass darauf passt ist nicht der Punkt. Das Volumen ist entscheidend. 100g können super volumensparend als dünner Garn auf der Spule Platz finden. Aber ein Mega-Bulky-Garn braucht sehr viel Platz! Ein Astford-Country-Spinner wäre eine interessante Überlegung, für Spinner, die überwiegend solche Garne spinnen möchten. Dann kann dieses Spinnrad, als 2.-Rad, sich wirklich lohnen.

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Schritt 2:  Alle 4 Fäden werden an den Leader geknotet, die langsamste Übersetzung eingestellt und dann geht es mit dem Corespinning los. Achtung: der Faserwinkel von mind. 60° oder mehr ist hier entscheidend, denn das Kerngarn wird wieder verzwirnt und so lugt später kein Kernfaden heraus. Auch ist das vordrallen der Kernfäden hier nicht notwendig. Im Gegenteil: wir benötigen ein hightwist-Single zum Supercoilen.

IMG_3774Während dem Spinnen lege ich immer wieder 1, 2 oder alle 4 Fäden aus dem Fadenzentrum heraus. Lege ich nicht alle 4 Fäden heraus, belasse ich die restlichen Fäden als Kern und spinne via corespinning ganz normal weiter. Die außenliegenden Fäden führe ich dann im kleinen Finger meiner Faserhand mit und lasse sie außen auf den Faden aufwickeln. Sie können auch ungeführt, als Autowraps, mitlaufen.

Lege ich alle 4 Fäden nach außen, wechsele ich in der Spinntechnik zum Singlespinnen. Die Fäden laufen wie oben beschrieben außen mit. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Single-Abschnitt genauso viel Drall – also hightwist – mit bekommt. Singles lassen sich flotter spinnen und neigen dazu weniger Drall zu benötigen, wie auch anzusammeln. Normalerweise ist das kein Thema, aber hier schon, denn der Drall im Faden soll homogen sein.

Eine andere Möglichkeit ist noch das Chaoswrappen: ich ziehe den Silberfaden eine beliebige Schlaufenlänge heraus und spinne wieder normal weiter. So ist die Schlaufe durch des Fadeninneren weiterhin fixiert. Durch die Drehung des Fadens wickelt sich die Schlaufe chaosartig und wirrer als bei Autowraps, um den Faden. Die Schlaufenendung fange ich aber wieder ein und fixiere sie mit dem Corespinning. So hängt nichts frei herum.

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Schritt 3: Nun geht es ans Zwirnen: Supercoils. Dazu wird wieder in Kerngarn gebraucht. Ich wähle diesmal das Fellgarn. Zum einen finde ich es spannend, wenn später Fellhaare zwischen den Supercoils heraus schauen, zum anderen bietet es viel Haftung, damit die Supercoil später nicht auf dem Kern rutschen. Zusätzlich wähle ich noch den Seidenzwirn, auf den ich die Perlen auffädele. Der ist superglatt und gut für Add-Ons, denn sie rutschen problemlos während dem Spinnen nach unten und können bei Bedarf nach oben in den Zwirn geholt werden. Ich habe also wieder 2 Fäden als Kern. Jetzt wird gezwirnt. Dabei spielt der Drall auch wieder eine kleine Rolle. Ich muss den Kern nicht vordrallen, denn der Zwirn wird ja wieder verzwirnt. Anders wäre es, wenn das Garn als Supercoils verbleiben sollte.

Jetzt kommt mit der Faserwinkel vom Corespinning zu Gute. Das Kerngarn flufft durch das Zwirnen wieder auf, aber der Kernfaden bleibt versteckt. Auch die Autowraps gehen auf und bilden nun kleine Loops.

IMG_3794-1Ab und an hole ich deine Perle hoch und binde sie zwischen den Supercoils ein. Hier ist keine besondere Fixierung nötig. Das passiert automatisch, da sich beide Kernfäden miteinander verdrehen und die Perle zwischen den Supercoils festsitzt.

Auch das Fellgarn lässt sich entweder plattdrückend oder eben aufbauschen. Je nach den schaut das Fell zwischen den Supercoils heraus oder nicht.

Schritt 4: Jetzt wird es auf der Spule schon mächtig eng. Ich bin mit dem Spulenvolumen eigentlich schon über der Grenze. Aber das Garn unterteilen kommt nicht in Frage. So muss jetzt beim Navajozwirnen ziemlich nachhelfen. Die Haken am Flügel machen mich zusätzlich das Aufwickeln schwer. Wer auf solche Garne steht, der sollte echt über einen Ashford Countryspinner nachdenken, da besteht das Volumenproblem nicht.

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Das Navajozwirnen ist mit Supercoils überhaupt kein Problem. Es braucht sehr wenig Drall, das Garn wird sehr dick und ein paar mal Treten reicht aus um das Garn zu zwirnen und balancieren. Und Ja: die Supercoils können perfekt balanciert sein. Die Wendepunkte beim Navajozwirnen nutze ich um die Spitzenstreifen einzuhängen und gedoppelt als 4 Faden einzuzwirnen. Auch das ist keine große Schwierigkeit. Die größte Herausforderung besteht jetzt nur darin, das fette Garn auf die Spule zu bekommen. Da muss ich eben per Hand durchziehen und die Spule drehen. Was soll´s, die Lauflänge ist nicht so lang, als dass es wirklich nervt.

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Et voilà: Das fertige Garn in der Stärke eines Seils von knapp  2 WPI, haha! Die Lauflänge war ca. 15 m.

Tja und jetzt? Stricken geht zwar theoretisch, aber was wäre da sinnvoll? Ich weiß ja nicht… Aber ich habe schon lange eine alte Türrahmenleiste von der Werkstattrenovierung herumstehen. Aus der baue ich jetzt einen Rahmen, verschraube ihn hinten mit Winkel und fertig. Da spanne ich das Garn nun ein und befestige es mit Reißzwecken. Ich hatte mehrere Möglichkeiten ausgetestet und mit Reißzwecken geht es am einfachsten und unkompliziertesten, besonders dann, wenn man eine Zwecke wieder etwas versetzen will.

Und das ist das Ergebnis: Artyarn im Rahmen 😉

Ich hoffe, der Spinnbericht hat euch gut mitgenommen und ihr könnt das ein oder andere selbst ausprobieren. Und ich bin gespannt, was euch als Verwendung solcher Garne noch einfällt. Ich werde mich sicherlich weiterhin diesen Spinnereien widmen, denn es mach einfach ultra viel Spaß!!!!

 

 

Schmuckprototyp 2

Foto 3-4Vor einigen Zeiten hatte ich mal über Versuche gepostet aus meinem Supercoilgarn auf Draht (hier und hier) kleine Schmuckstücke herzustellen. Sie hatten auch meinem Testlauf beim Tango wirklich gut mitgemacht. Deshalb habe ich nun eine Version 2.0 hergestellt und ordentliche Schmuckverschlüsse angebaut.

Et voilá, hier die ersten 3 Stück:

Foto 1-4Foto 2-5 Foto 3-5

Artyarn wird zu Schmuck

Vor ein paar Monaten habe ich diese Garne gemacht und in zwei Beiträgen („Supercoils“ und „Again Supercoils“) berichtet: Supercoils auf Draht gesponnen.Foto-2 Kopie 4

Foto 1-1

Diese Garne sind einerseits super weich, denn sie bestehen überwiegend aus Merino. Andererseits sind sie flexibel und formstabil.

Deshalb habe ich versucht diese Garne in Kleidung und Schmuck zu integrieren. Die Kleidungsversuche zeige ich mal bei einer anderen Gelegenheit 🙂 Aber hier sind meine ersten Schmuckversuche: drei Armbänder und eine Halskette.

Foto-1 Foto-7 Kopie Foto-2 Kopie 3 Foto-10Dazu habe ich die Garne mit einander verdreht oder einfach nur mehrfach zusammen gefasst oder „gewebt“. Die Enden habe ich vernäht und mit Lederimitat umklebt. Der Verschluss besteht hier aus Haken und Öse. Klar ist das nicht die beste Lösung, aber da es hier nur ein Versuch ist, habe ich genommen was in meiner Nähkiste herum lag. Alternativ gibt es ja auch richtige Schmuckverschlüsse zum annähen. Durch den Draht als Kern der Supercoils bleibt die Form des Armbandes genauso bestehen, wie ich es hingebogen oder die Stränge mit einander verdreht oder gewebt habe. Anders, als bei normalem Garn, fallen diese „Gewebe“ nicht zusammen.

Die Garne können ohne Problem direkt auf dem Körper getragen werden und ich habe ein Armband am Wochenende beim Tango tanzen Probe getragen. Das Coole ist: Schweiß ist kein Problem! Klar schwitze ich da auch rein, aber durch die Eigenschaften der Wolle, wird der Schweiß aufgenommen ohne dass das Armband feucht wird und danach kann es wieder ausgelüftet werden. Das ist für mich als Tangotänzer echt mega praktisch.

Dancing Clown

Art Yarn Knitting!

Clowndancepic

Seit längerem hatte ich dieses Art Yarn bei mir hängen: Clowndance. Ein reines Merinogarn, dass aber voll von Effekten, wie stacks, supercoils, traps, loops, cocoons oder beehives ist. Definitiv kein Garn zum Socken stricken ;-).

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In einer Nacht und Nebel-Aktion hat es mich dann gepackt und ich wollte sehen, was daraus wird, wenn ich es verstricke. Da das Garn ziemlich weich ist, kann es hautnah getragen werden und so wurde es mit den dicksten Nadeln, die ich habe (12er oder so) zum Loop. Und hier ist er:

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Again Supercoils

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Das erste Garn auf Draht hatte ließ sich erstaunlich gut spinnen. Also machte ich eine zweite Variante in schwarz, violett und lilarot. Zu der Merinowolle habe ich noch etwas seidiges Remi in das Vlies kardiert. Die Mischung ist sehr weich und könnte auf der Haut getragen werden. Beim corespinning lief ein silberner Beilauffaden mit, der beim Zwirnen der supercoils einen eigenen Rhythmus bekommt, ähnlich wie bei cabled yarn. Der Draht, der als Kern der supercoils dient ist der gleiche wie beim blau-grünen Drahtgarn. Er ist formstabil und trotzdem leicht zu biegen. So lässt er sich super leicht mit einem 90° Winkel spinnen, um die supercoils zu erstellen. Ich lasse dabei gerne den Draht auf dem Holz im Schoss liegen und sich um sich selbst drehen während dem Spinnen. Dadurch bleibt das Garn am Ende balanciert, denn der twist, der hineingesponnen wird, dreht sich mit dem Holz im Schoss sofort wieder heraus. Das Endprodukt ist ein perfekt balanciertes Garn.

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Supercoils

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Für dieses Garn habe ich ein Vlies handkardiert, das überwiegend aus unterschiedlichen Merinofasern und einigen Angelinafasern besteht. Das Vlies wurde um einen Kern gesponnen und dabei lief ein Silberfaden mit. Im letzten Schritt wurde der Single mit einem schwarzen Draht  im 90° Winkel verzwirnt. Das Ergebnis ist ein formstabiles Garn.

Clowndance

Und das ist die andere Seite: Artyarns.

Im letzten Beitrag schrieb ich von meinem Konflikt zwischen traditionellen Garnen, die sich leicht in Projekten umsetzten lassen und Artyarns, die spannend zu Spinnen sind, aber nur in speziellen Projekten gut eingesetzt werden können.

Clowndance ist mein letztes Artyarn bei dem ich mich austobte und einfach nur Spaß haben wollte.

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Es ist aus einem handkardierten batt aud überwiegend Merino, etwas Ramie und handgefärbter Eiderwolle gesponnen und basiert auf zwei miteinander verzwirten Thick `n`thin- Singles. Beim Verzwirnen habe ich einfach die Effekte eingesponnen, auf die gerade Laune hatte: supercoils, loops, stacks, traps, beehives und pseudo-bouclé.

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Es ist ziemlich bunt und vielfältig geworden. Aber wie setzt man es am besten ein?

Ich habe schon einige Garne verstrickt und auch einmal verwebt, die solche großen Effekte hatten. Es ist schwierig, denn einfach zu verstricken ist es nicht. Zumal beim Stricken, dann diese Effekte aus den Strickstück hervor stehen und auch ungewollt zu Schlaufen werden.

Hier Beispiel: Midnight Sweets.

Midnightsweets       Miras Mütze

Ein feiner Single mit dicken beehives. Definitiv ein Hingucker als reines Garn. Aber zu verstricken war es schwierig. Die Nadelstärke richtete ich nach dem Single und es ergab ein sauberes Maschenbild. Die Beehives ließen sich auch gut handhaben, aber sie legten sich in Schlaufen und sprangen dabei etwas auf. Ist ja klar, denn sie wurden „gebogen“. Das war eigentlich nicht meine Idee, aber es ist in diesem Falle nicht zu vermeiden gewesen. Weben wäre hier eine Lösung gewesen. Wie dem auch sei… eine Mütze mit fetten Beehives ist nicht jeder Manns Sache. Also, was dann mit dem Garn? Im Moment habe ich mich auf Taschen und Laptophüllen eingeschossen. Wenn ein paar Projekte fertig sind kommen die Bilder 😉

Curly Supercoils

Das ist mein Experiment in Sachen Locken: ich wollte ein Video von Camaj Handspun Yarns nach spinnen:

Abgesehen davon, dass man irre

viel Locken braucht – in meinem Fall waren das etwa 50 g – ist das eine schöne Sache.

Corespinning mit den Locken: es braucht erst eine gute Vorbereitung der Locken. An jeder Locke habe ich die Schnittenden geöffnet und die natürlichen Enden als Locke belassen. So konnte ich die Locken besser um den Core spinnen, denn sie waren kürzere Gotlandlammlocken, etwa 7-8 cm lang in glatt gezogenem Zustand. Sie greifen auch besser am Core, denn sie sind eigentlich wunderbar glatt und glänzend. Außdem wird das Garn dann etwas fluffiger. Es etwas Geduld angesagt, denn es muss jede einzelne Locke angesponnen werden. Anders als im Video waren es bei mir einzelne Locken und kein Lockenflies. Dadurch wurde das Garn aber auch NOCH lockiger.

Der Singel sollte anders als die meisten Coresingles high twist gesponnen werden. So ist genug Energie drin, um dann gute Supercoils ohne ausei

nander fallende Locken zu spinnen und gleichzeitig den neuen Core nicht zu sehr zu twisten. Den neuen Core hatte ich vorher in die Gegenrichtung gesponnen, um dem hohen Twist vom supercoilen entgegenzuwirken. So kam am Ende ein perfekt ausbalanciertes Garn heraus. Zusätzlich ließ ich beim supercoilen noch einen Silberfaden mit laufen, der ganz sich ganz locker mit um den 2. core windet.

Allerdings komme ich an di

e Grenzen meines Spinnrades. Ich habe zwar schon die großen Spulen mit großem Einzugsloch, aber ich glaube ich muss mir mal Gedanken machen, wenn ich noch mehr solcher fetten Garne machen möchte. Denn sie sind schon echt cool…

Am Ende kam etwa ein Meter Garn dabei heraus. Viel ist es nicht, deshalb wurde es einfach eine Halskette.

Hier ein paar pics

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