Fette Beute unter dem Weihnachtsbaum…

Spontan und des Stempelns immer noch nicht überdrüssig ist eine neue Wundertüte in den Shop gehüpft: die WEIHNACHTSTÜTE.
Wie der Name schon sagt, wird sie nur jetzt im Dezember im Shop sein und alles enthalten, was die Spinnerin zu Weihnachten glücklich machen kann. Also falls die Mutter, der Ehemann, die Tochter noch zwischen den Zeilen nach einem Weihnachtsgeschenk fragt….

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Die Tüte ist diesmal vollgepackt mit 175g Fasern und Kraftpapier-Etiketten für Handgesponnenes.

  • 50 g Merino-Rolags
  • 50 g handgefärbter Kammzug aus Merino
  • 50 g kardiertes Vlies mit Seide
  • 25 g handgefärbte reine Seide oder reines Alpaka
  • 5 Stück handgestempelte Kraftpapier-Etiketten

thumb_imgp3310_1024Die Tüte ist wie immer individualisierbar. Aber anders als bei den üblichen Fasertüten, sind die handgefärbten Fasern schon fertig gefärbt und damit ist hier die Farbzusammenstellung etwas unberechenbarer 😉 Die Rolags und das Vlies wird wie immer auf Bestellung kardiert. Es können also Farbfamilien als Wunschfarben angegeben werden, z.B.: Grüntöne oder/und Orangene, aber keine Pinktöne.

Anfängern empfehle ich die reine Seide gegen den Alpakakammzug zu tauschen, denn reine Seide kann zum Spinnen etwas schwierig sein. Oder ihr habt ein Kardierbrett und könnt die Seide mischen, z.B.: mit dem Merino-Kammzug in der Tüte.

paeterie-kleines-spinner-eFür die Kraftpapier-Etiketten habe ich wieder einen neuen Stempel machen lassen. Auf der Rückseite kann die Fasermischung des Garnes notiert werden, sowie sein Gewicht und die Lauflänge. Das Etikett kann an ein Garn zum Verschenken gehängt werden oder für Stash-Garn genutzt werden. Demnächst wird es noch mehr Etiketten für Spinner im Shop geben: ein großes Etikett zum Dokumentieren der Garndaten, mehrere Sorten kleine runde Etiketten für Spinner und Stricker um Strickstücke und Garn zu verschenken und kleine Spinnaufkleber für Geschenkverpackungen an andere Spinner und Stricker.

Viel Neues, ich hoffe ihr habt Freude damit und ich wünsche allen Adventskalender-Spinner morgen viel Spaß mit dem ersten Tütchen!!!!

 

 

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Mehr Garn und Fasern…

Funkstille im Blog bedeutet meistens eine arbeitsreiche Zeit. Der Weihnachtsverkauf ist vorbei und das nächste Weihnachten steht vor der Türe. Doch davor kommt das Sommerloch. Dieses Jahr zeichnen sich neben ein paar Workshops auch die ersten ein zwei Märkte ab und dazu braucht es Garn – jede Menge Garn. Und natürlich Fasern.

mistydawadaDeshalb stehen im Moment die Einzelstücke im Fokus. Einerseits eine super kreative Spinnerei, ganz anders als die Knit Kits, die ja immer genauso reproduziert werden müssen. Aber es zieht sich auf. Jedes Garn ist anders, keine Routine, kein Zeitmanagement… Und dann und wann geht auch mal was in die Hose.

rosered2Am liebsten mag ich die coreless corespun Garne. Sie sind schön zu spinnen, wenn auch echt zeitaufwendig. Die Farben gleiten durch die Finger und liegen immer schön an der Oberfläche. Aber vor allem machen sie dem Stricker das Leben leicht. Sie sind strapazierfähig, können auch super weich sein und haben eine gleichmäßige Oberfläche. Easy peasy zu stricken und immer passiert was in den Farben.

Ein etwas älteres Garn juckte mir so in den Fingern, dass ich zu einem Stirnband verstrickte. LEXI wird es in Zukunft öfters geben, aber immer aus einem anderen Corespun Garn mit ähnlicher Farbmischung. Es wird also immer ein Einzelstück sein.Stirnbandlexi2

Dann sind noch ein paar Effektgarne entstanden.

apricot4Apricot ist ein corespun Garn mit Sojafasern und Angelina. Diese verzwirnten Corespuns mag ich auch sehr gerne. Sie sind so traumhaft weich und fluffig.

nightfall7Seidig ist die Variante ohne Kern geworden, Nightfall. Eigentlich war es fast die gleiche Fasermischung. Seide statt Sojafasern, doch die Haptik ist recht ähnlich. Doch ohne den Kern entsteht beim Zwirnen kein Volumen. Der glatt gesponnene Single bleibt auch im Zwirn glatt. Wie ein kleiner Kernfaden doch einen Unterschied machen kann…

MeloneMelone ist ein D&D-Garn mit Autowrap. Lowtwist gesponnen wobei ein Metallikfaden mit lief. Diese Garne mag ich am liebsten im großen Lochmuster. Mal schließt sich das Maschenbild an den dicken Stellen und mal ist es wie ein Netz an den dünnen Stellen.

Dann entstehen gerade wieder ein paar Fasermischungen für den Shop:

Vor kurzem war wieder die recycelte Sariseide aus Indien am Start.

Da haben wir einmal Hongkong Nights in schwarz mit viel Neon…

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… und Urban Grey, graues Merino mit pink und blau…

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und dann gibts noch Sundown Peach, eine Merinomischung mit Verlauf.sundownpeach6sundownpeach3

Und zu guter letzt gibts noch zwei Vliese.

Einmal ein ganz klassisches nur aus Merino, aber mit einem großen Verlauf in den gleichen Farben wie die Rolags.

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Und dann noch das Vlies Misty, ein Schurwollmix mit Merino, Angelina und viel handgefärbter Seide. Aus dem gleiche Vlies entstand auch das corespun Garn oben.

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Und der nächste Blogpost geht ums Artbatt kardieren, in dem ich teste, was passiert, wenn ich meine eigenen Tipps für das perfekte, schlaufenfreie Vlies ignoriere…

Das perfekte Vlies… ist das die Lösung?

Vor einiger Zeit hatte ich mich gefragt, wie mein Schlaufenproblem entsteht und es zu lösen ist.

kardieren5Das hier sind die ominösen Schlaufen:

Sie hatten sich immer wieder mal in meine Vliese eingeschlichen und dann gab es wieder Vliese, die frei davon waren. Warum? Diese Frage trieb mich wirklich um. Ich möchte diese Schlaufen nicht im Vlies haben, denn sie können, bei einigen Spinntechniken wie corespinning stören. Soll eine super glatte Oberfläche bei Kerngarnen entstehen, können diese Schlaufen oben aufsitzen und eben diese Oberfläche stören. Auch bei feinen einfädrigen Garnen stehen sie im Weg. Und überhaupt möchte ich, wenn ich ein Vlies kaufe, alle Fasern fein in Reih und Glied sitzen haben. Sicherlich lassen sich diese Schlaufen durch predraften wieder auseinander ziehen, aber ich möchte eben auch manchmal nicht predraften, denn das beeinflusst die Farbentwicklung im Garn.

Also, wie kann ich kardieren, dass die Vliese schön wohlgeordnet werden, wie ich sie haben möchte?

kardieren17Nach vielen Stunden kardieren kam ich zu diesen Punkten:

1. Die richtige Position der Packer-brush einstellen.

2. Die Fasern hauchdünn über den Einzug einfüttern.

3. Keine dicken Stellen beim Painten auf die große Walze kardieren.

4. Die Vliese nicht zu dick werden lassen, sondern lieber mehrere dünnere Vliese kardieren.

5. Superfeine Fasern im Sandwich einfüttern oder Painten.

6. Vorsicht bei der Karde.

7. Fasern vorlockern hilft.

Jetzt kommen viele Bilder, wie ich mein Vlies nicht haben möchte… 😉

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Die Bürste soll die Fasern an die große Walze anlegen, damit das Fassungsvolumen erhöht wird. Sie sitzt direkt über der Zone, wo die eingefütterten Fasern entweder auf der kleinen oder der großen Walze landen und sich im letzten Fall gerade erst an die Walze angelegt haben. kardieren 16Haben sich die Spitzen noch nicht ganz angelegt kann es passieren, dass die Bürste diese Enden beim Drehen wieder nach hinten klappt und voilá, da sind die ersten Schlaufen. Ich hatte manchmal die Bürste so eingestellt, dass sie viel zu tief in den Nadeln saß. So wurden schnell auch diese Faserenden zurück geklappt, die eigentlich ganz gut auf der Walze zu liegen kamen. kardieren3Deshalb achte ich nun darauf, dass die Bürste die Nadeln nur berührt und noch genügend Platz bleibt, dass die Fasern gemütlich beim Drehen unter ihr durch wandern kann. Oder ich lasse die Bürste einfach weg. Ich habe bemerkt, dass ich sie gar nicht so dringend benötige. Sollte das Vlies zu sehr Volumen einnehmen, greife ich zur Karde vom Blending Board und lege die Fasern sanft an.

Auf dem ersten Bild sitzt die Bürste erst zu tief in den Nadeln. Auf dem zweiten Bild, sitzt sie nur AN den Nadeln und im dritten Bild, ließ ich sie einfach weg.

kardierenDas bekannte Credo: Lege die Fasern so dünn vor den Einzug auf, dass du noch die Zeitung darunter lesen könntest, hat wirklich seine Berechtigung. Füttere ich zu viele Fasern auf einmal ein, landet das Zuviel wieder auf der kleinen Walze. Die Fasern werden also zwischen beide Walzen geteilt und dabei können ebenfalls die Fasernenden jener Fasern, die auf der großen Walze landen abgehoben werden und zurückgeklappt werden. Oder sie können von der Bürste zurück gebürstet werden. Es sind die unentschlossene Fasern, die dann die Schlaufen bilden. Ich lasse mir also nun sehr viel Zeit und kardiere hauchdünne Fasern ein.

kardieren12Die Fasern können auch direkt auf die Walze gesetzt werden. Dabei sollten keine dicken „Würste“ aufkardiert werden. Diese wandern dann durch die Zone zwischen beiden Walzen und an den dicken Stellen wird von der kleinen Walze wieder das Zuviel abgelöst und wir erhalten unentschlossenen Faserenden. Außerdem achte ich darauf, dass beim Painten, die aller ersten Faserenden gut zwischen den Nadeln anliegen.

kardieren9Das ganze Vlies wächst mit der Zeit und die Nadellängen geben das Fassungsvolumen vor. Wird der freie Nadelbereich immer kleiner, können auch hier, die Faserenden eher hervorstehen und in der Engstelle der Walzen oder von der Bürste in die falsche Richtung angelegt werden. Also schöpfe ich das maximale Fassungsvolumen jetzt nicht mehr aus, sondern kardiere lieber zwei Vliese.

Auf dem Bild rechts sind die Schlaufen zu sehen, die sich gerne an der Nadelunterbrechung bilden. Das passiert besonders gerne, wenn das Vlies schon recht dick geworden ist. Das sind einfach die Faserenden, die durch die Lücke nicht erfasst werden und dann an der nächsten Engstelle zurück geklappt werden.

kardieren11Superfeine oder glatte Fasern tuen sich manchmal schwer mit dem Anlegen. Ihre Enden bilden besonders gerne Schlaufen. So wie auf dem Bild links, möchte ich sie ungern im Vlies liegen haben. Deshalb lege ich sie nun wie bei einem Sandwich zwischen weniger fliegende Fasern und lasse sich gebändigt einziehen. Oder ich lege das Sandwich direkt auf die große Walze auf und painte sie ins Vlies (rechts).

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Ein weiterer Stolperstein war  die Karde vom Blendig board, die ich zum Anlegen benutze. Ich setzte sie nun nicht mehr einfach an die Walze an, sondern achte darauf, dass ich nicht VOR hervorstehene Fasern ansetzte sondern diese sanft mit der gewünschte Ausrichtung andrücke und das kann auch mal bedeuten, dass ich das Drehen unterbreche und erst die vorderen Enden in Position bringen, bevor ich weiterkurbele.

kardieren13Die Fasern, die auf der kleinen Walze zurückbleiben, ziehe ich mit dem Picker wieder ab und füttere sie auch dünn wieder ein.

Ach, was ich auch noch mache, ist, dass ich nun die Fasern aus Kammzügen (wenn es denn Kammzüge sind, die ich vermische)  in Stapel vorlockere.

kardieren21Seit dem, dauert das Kardieren doppelt so lange…Aber, die Vliese sind frei von Schlaufen, Verdickungen und kleinen Knötchen. Auf der Walze liegen die Fasern sauber neben einander (Bild unten links), was man besonders an der Rille sehen kann. Auch die Rückseite vom Vlies ist sauber (unten rechts), wo sich vorher gerne die Schlaufen beim Abziehen gezeigt haben.

kardien 20Foto 4Puh, das war eine schwere Geburt, mit dem Kardieren, aber ich bin jetzt eindeutig zufriedener mit den fertigen Vliesen. Und die Vorarbeit beim Spinnen hat sich auch reduziert und der Auszug funktioniert wieder reibungslos. 🙂

Wieder Zeit für ein Effektgarn

Foto 1-2
Heute war mal wieder das Effektspinnen dran. Irgendwie brauche ich immer die Abwechslung. Im Moment mach ich mir viele Gedanken um traditionelle Garne und dann musste das hier mal zwischen drin sein: corespinnung + autowrapping + spiralplying.

Foto 2-1Auf deutsch (ok, ein Versuch), da das ja grad mein aktuelles Thema ist 😉 : kerngesponnen mit Beilaufgarn (das hier trifft es nicht) und spiralförmig verzwirnt. Hm, naja, das muss ich noch üben.

photo 2Das Vlies war eine bunte Mischung aus Merino und gefärbte Eiderwolle zusammen mit gebleichten Leinen als Texturgeber. Auf den Fotos sind leider wenige der Leinen Abschnitte zu sehen. Aber als Texturgeber funktioniert es hervorragend. Es produziert ein sehr eigenes Oberflächengefühl – einerseits sehr weich und wattig, aber mit langen, dickeren und störrigen Fasern. Es lässt sich nur schwer glatt verspinnen und wirkt deshalb chaotisch. Ich mag das ehr, es erinnert mich an Recycling 🙂  Ich werde noch ein paar Detailaufnahmen vom Leinen machen und updaten.

Nachtrag: Hier kommen noch zwei Detail-Bilder zu ein paar Garnabschnitten mit Leinen.

Foto 5 Foto 3-3

Coreless Corespinning

Heute war coreless corespinning mit autowrapping an der Reihe.

Foto-21 Kopie 2 KopieDazu kam  eines der großen kartierten Vliese zum Einsatz. Es besteht aus viel Merino und handgefärbter Eiderwolle zusammen mit einer ordentlich Menge an gelben Angelina. Die untere Schicht ist als Farbverlauf von unterschiedlichen Gelbtönen über Grüntöne zu Blautönen aufgebaut. Die zweite Schicht besteht aus bunten Akzenten worüber das Angelina kardiert ist.

Foto-5 KopieCoreless corespinning ist ziemlich easy. Es wird ein Single gesponnen doch dabei werden die Fasern in der (nicht auszuziehenden) Hand geteilt werden. Ein Teil (der kleinere) wird zum Core und der andere Teil (der größere) wird um den Core herum gesponnen. Das geschieht gleichzeitig. Mit der linken Hand trenne ich einen Teil der Fasern aus der rechten Hand ab und ziehe sie zu einem sehr dünnen Faden aus und im gleichen Moment lockere ich die Fasern der rechte Hand auf und lasse sie um den gerade entstehenden Faden herum legen. Hier bei diesem Garn ließ ich noch einen goldenen Beilauffaden mitlaufen und autowrappen.

Hippi2Auf diese Weise entsteht ein ebenso festes wie auch mega fluffiges Garn. Fest, weil der Core ganz fein ist und deshalb fest verdreht und reißfest. Fluffig ist es weil die Fasern, die um den Kern gesponnen werden, sehr luftig und teilweise hauchdünn herum gesponnen werden können. Deshalb sind gerade krause Fasern, die sehr luftig versponnen werden müssen um weich getragen werden können, hervorragend für diese Methode geeignet sind.

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Das Garn wird dabei natürlich wesentlich voluminöser bei gleicher Lauflänge als, wenn ein normaler Single gesponnen wird. Sicherlich kann dabei auch ein fertiger Kern benutzt werden. Ich persönlich finde es aber so auch mal ganz entspannt, denn der fertige Kern muss vorgedreht werden. Diese Art einen Kern zu bilden bietet auch den Vorteil, dass er sich farblich an den aktuellen Abschnitt anpasst.

Spinnfutter

 

5 neue Riesenvliese liegen zum Spinnen bereit. Es wurden wieder solche, die aus 2 Schichten aufgebaut sind. Eine Schicht für den Farbverlauf und eine Schicht für dessen Auflockerung mit Farbakzenten. Fast überall sind noch reichlich Angelinafasern oder Sariseide enthalten. Schade, dass es auf den Fotos nicht richtig zu sehen ist.

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Farbflash

Und wieder surrte das Spinnrad gemütlich vor sich hin und fraß dabei ein rießges Vlies.

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Manchmal wundert es mich schon, dass so eine Menge an Fasern auf den drumcarder passen. Das ist ein doppellagiges Merinovlies. Die untere Lage ist als Farbverlauf von dunkelblau nach hellgrün auf gebaut und die obere Lage wird durch Farben gebildet die später den Grundverlauf bunt vermischen sollen. Ich hab sie extra nicht fein verteilt. Ich mache das oft, dass ich die Farben am Stück lasse, denn es ergibt sich dann ein grober Farbmix beim Spinnen, den ich total gerne habe. Es wäre auch eine super feine Verteilung als Gegenpol möglich. Dabei würden sich die Farben so vermischen, dass es beim Spinnen fast eine einheitliche Mischfarbe ergeben würde, die durch die einzelnen Farben etwas „flimmert“. Naja, und dazwischen ist alles möglich.

Ich hab das ganze mit Corespinning verarbeitet. Das ist mir bei solch bunten Vliese das Liebste, denn es geht keine Faser in der Mitte verloren und man kann den Kern schon fast dekorieren. Das Garn hat im Ganzen betrachtet einen regelmäßigen Farbverlauf von dunkelblau nach hellgrün, der sich immer wiederholt. Dabei mischen sich durch den Vliesaufbau die Farbakzente ziemlich prägnant dazwischen. Es ist immer wieder spannend zu beobachten wie die Vorbereitung der Fasern, das Garn am Ende beeinflusst. Dabei stehen dann Fragen im Vordergrund wie: Wie baue ich mein batt auf? Gestalte ich es in Schichten, die über einander liegen, oder in Abschnitte die neben einander liegen? Haben diese Lagen Farbverläufe? Oder mische ich ganz zufällig ohne Muster? Und wie fein VERmische ich sie?

Danach stellt sich die Frage, wie ich das Vlies vor dem Spinnen teile. Nehme ich Streifen längs oder quer ab? Oder reiße ich Stücke ab und verspinne sie dann in einer bestimmten Abfolge. Predrafte ich vorher oder während dem eigentlichen Spinnen?

Alles hat Einfluss… Ein Meer an Möglichkeiten.

Und hier ist meine Wahl und seine Konsequenzen 🙂 :

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Ein batt in zwei Lagen aufgebaut mit einem Farbverlauf in der untersten Lage (-> Farbverlauf möglich) und groben Farbakzente in der oberen Lage (-> geringe Akzentvermischung, harte Farbkontraste möglich). Aufgeteilt in sehr breiten Querstreifen (-> langer Farbverlauf durch die Breite der Streifen mit Wiederholung durch die Streifen selbst), die ohne predrafting direkt verspinnen wurden (-> geringe nachträgliche Faservermischung durch das predrafting und dadurch die sehr prägnante Farbabgrenzung des Kardierens erhalten).

Seidenhase

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Diesmal habe ich mich an etwas heran gewagt, was unter Art Yarn-Spinner häufig gemacht wird. Ein Garn, das einen fertigen Zustand erreicht hat und so bleiben könnte, weiter verzwirnen. Besonders schön hat das Steph Gorin in einem Video für das Ashford Wheel „Country Spinner“ gezeigt. Hier nimmt sie ein corespun Single und verzwirnt ihn nach Navajoart und arbeitet dabei Locken mit ein.

DSC_0022Ähnliches habe ich nun auch mal versucht. Basis ist ein Vlies aus naturgrauer Angorawolle, die mit recycelter Sariseide aus Indien und Gotlandlammlocken im drumcarder vermischt wurde. Diese habe ich auf einen core gespinnen und ein Singlegarn mit normalem Twist, also kein lowtwist-Garn, denn es soll ja nicht single-Garn verbleiben, erhalten. Im letzten Schritt habe ich zwei solcher Einzelgarne mit einander verzwirnt.

ImageDas Ergebnis ist ein wunderbar seidiges Garn, das klar definiert ist. Corespun Garn lässt sich wirklich sehr schön verzwirnen. In diesem letzten Schritt gehen die Fasern wie bei normalem Zwirn etwas auf und entwickeln ein schöneres haitischen Resultat. Entweder weicher oder, wie hier, seidiger, je nach Ausgangsfaser. Trotzdem bleibt der Vorzug des corespinnings erhalten. Die Fasermischung des Vlieses wird optimal um den core trappiert und kommt auch noch im Zwirn schöner zur Geltung. Außerdem ist der Winkel des Faserverlaufs ein größerer, als mein normal gesponnen Einzelfäden. Auch das wird im Zwirn noch bemerkbar und produziert einfach ein etwas anderes Aussehen.

FotoDieses Garn hier ist diesmal recht dick geworden und ich werde es wohl eines Tages in eine Handtasche verarbeiten. Ist es jemand zu dick, so kann er es ganz einfach beim Schritt des corespinnings anpassen. Hierbei ist es möglich, abhängig vom core, auch sehr dünne singles zu erzeugen.

Probiert´s mal! Es macht super viel Spaß!

Jeans, jeans, jeans…

Ein weiteres Experiment: eine recycelte Jeans im Garn.

Bild

Diesmal habe ich eine alte Jeans aufgelöst. Die Jeansfasern mit einer Länge von ca. 10 cm habe ich in einen Kammzug Bluefaces Leicester in naturbraun einkardiert. Dazu kam noch etwas naturbraune Zollhofwolle und weiße Bambusfasern.

Im Moment befindet sich mein Spinnrad auf dem Dachboden in den Umzugskisten auf denen ich seit einigen Monaten sitze. Also kam die Handspindel zum Einsatz. So entstand ein ganz einfaches 2-plyed Garn, das ein rosa Konengarn noch im Single mitführt.